Kulturdifferenzen

Gestern noch sinniere ich über das Anziehen einer neuen Sichtweise und schon heute falle ich damit auf den Bauch. Es klappt nicht. Der Praktikant in unserer Gemeinde versteht es mein Interesse für den Super Bowl ein klein wenig zu wecken. Genug, dass ich da mal reinschaue im besten Bemühen das Lieblingsspiel der Amis zu erforschen. Und dann stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, eine in weiß, die andere in blau, in martialischer Ausrüstung kampfbereit. Ich sehe einen Ball, besser ein Ei, nach hinten fliegen und ein Spieler rennt los. Offensichtlich geht es um Landgewinn, um irgendwelche Yards und Yardlinien. Das klingt kompliziert, typisch verquer englisch, also sympathisch. Leider bricht meine positive Grundeinstellung nach relativ kurzer Zeit völlig in sich zusammen. Die Jungs stellen sich auf, rennen irgendwann los, kurz darauf wird der Eierträger ausgebremst, läuft ins Aus oder wirft das Ei einem Mitspieler zu, den dann sein Schicksal durch den Gegner ereilt. Soweit so gut. Doch nach dieser recht kurzen Aktion folgt eine lange Pause. Die Jungs hocken zusammen und vereinbaren wohl eine neue Taktik. Dann stellen sie sich wieder auf und det Janze beginnt von vorn. Kurzer Spielzug, lange Pause, evtl. ergänzt um eine Auszeit einer der beiden Mannschaften. In jeder dritten oder vierten Pause rangeln sich diverse Unternehmen im Bemühen die Zuschauer mit grausigen Spots extremst zu nerven. Zunächst warte ich noch, ob mal einer der Spieler eine größere Distanz schafft. Nein, sie sind offensichtlich Kurzdistanzspezis. Okay, wer das Warten, unterbrochen von Kurzsprints mag, der soll sich daran vergnügen. Mich nervt es, aktiviert meine Gähnreflexe im großen Stil. Immerhin lerne ich, dass ich ein lausiger Ami wäre. Positiv reflektiert: Passt schon.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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