Stromer, Eisheilige und emotionale Hürden

Noch ist mein Magen grummelig aber es geht voran. Irgendwie hänge ich durch, während meine Mitbewohnerin eifrig ihre mittwöchentlichen Turnübungen absolviert. Nicht leichten Herzens aber aus purer Notwendigkeit bestelle ich einen neuen Drucker, die Auswahl fällt schwer aber eine Empfehlung hilft mir weiter. Letztlich kommt es ja drauf an ob man ein ordentlich zusammengebautes Teil, ein schon zweimal zurückgesandtes oder eine „Montagsproduktion“ erhält. Vorher weiß man es nie so genau, selbst bei bester Planung. Es sei Gott anbefohlen. – Mein Magen regt sich nach dem Lunch stärker auf aber die Mittagsruhe gibt ihm genügend Zeit um seine Arbeit ungestört zu verrichten. – Den Nachmittag fülle ich mit Recherchen diverser Art aus, zum Glück zerschlagen sich alle weiteren Bestellpläne weil ich merke, dass ich nichts brauche 🤔😉 – hätte ich auch vorher wissen können👍! – Obwohl die Eisheiligen Kälte und Nässe großzügig streuen, lassen sich zwischendurch genügend Sonnenstrahlen blicken, um Laura wunderbar mit Treibstrom zu versorgen. Die Photovoltaik-Module schnappen sich was sie können und der Akku füllt sich. Ja, das Tankgeschehen ändert sich gründlichst wenn man mit Stromern Umgang pflegt. Isso. – Die Soko Wismar ermittelt einen Fall im Pastorenmilieu und natürlich hat die Pastorin ein Verhältnis und ist darüber hinaus die Mörderin. O, ihr öffentlich-rechtlichen Zeitgeister mitunter plagt ihr mir in eurer Durchschaubarkeit mein Nervenkostüm. – Im Anschluss lese ich ein paar Stunden Krimis aber dann zieht es mich „nur kurz“ zu den You-Tube-Storys, die, wiewohl völlig frei erfunden, mich dennoch emotional so runterziehen, dass ich dem Schlaf den Weg versperre. Bin ich denn irre? Ach ja, kurz nach Mitternacht publiziere ich meine zwei Himmelfahrtsbilder, die meine Freude an Chatti widerspiegeln. Chatti macht Laune. – Der Schlaf hat dagegen keinerlei Lust über meine emotionalen Hürden zu ‚hüppen‘ und so folgt eine ruhelose Nacht, die mit 57 Punkten noch überbewertet ist. Ich mag das nicht!

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Foxis Nachfolgefrage

Wir machen uns Gedanken über Foxis Nachfolge. Dreieinhalb Jahre machte er uns enorm viel Freude, doch jetzt läuft seine Zeit so langsam ab. Ein vergleichbarer Kleiner soll erst in ein bis zwei Jahren auf dem Markt erscheinen. Wir überlegen eine zweijährige Zwischenlösung und ich frage mal beim Händler unseres Vertrauens an. Eilig hat der es nicht mit einer Antwort, das Geschäft läuft wohl zu gut oder er hat Urlaub. Beides sei ihm von Herzen gegönnt. Wir haben ja viel Zeit. – Nach der Mittagspause grummelt mein Magen ein bisschen vor sich hin. Meine diakoniebegeisterte Mitbewohnerin trifft sich in ihrem Kreis und mir ist daheim kalt. Also hole ich Holz quer durch den Regen und entfache ein Feuerchen im Kamin. Zwischendurch schüttelt mich ein Kälteschauer durch und mein Magen rebelliert stärker. Trotz flackerndem wärmendem Feuer muss ich mich in mein Seniorenbett zurückziehen. Erkältung? Virus? Bakterienparty? Keine Ahnung aber es wird liegenderweise besser. Gut so. Ein Abend in waagerechter Lage tut mir echt gut. Das Frieren lässt nach. Das Wohlbefinden steigt. Der Schlaf macht letztendlich ebenfalls einen guten Job. Alles ist gut.

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Mamertus und Konsorten

Die bescheuerten Eisheiligen haben den Winter zurückgebracht. Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Kalte Sophie treiben ihr Unwesen. Immerhin, das muss ich ihnen zugute halten, bringen sie den lang ersehnten Regen mit. Die Erde wird endlich mal wieder fein durchfeuchtet. Aber wozu diese Kälte? Jammer, jammer, jammer 🤨😁😀. – Das Wetter passt leider viel zu gut zu unserer Sorge um unseren ehemaligen Pastor, dem es über die Maßen schlecht geht. Wir denken oft an ihn und beten für ihn – möge Gott ihm beistehen und helfen🙏! – Am Nachmittag treffe ich mich mit der Männerrunde. Am allermeisten freut sich Smilla über mich, die mich mit mächtigen Hüpfern begrüßt 😀 bevor ich sie mit „Leckerlis“ beglücke. Es entwickelt sich ein interessanter Gesprächsreigen (nur nicht mit Smilla🤨) vom neuen elektrischen Polo, über Gesundheitsthemen bis zum „Skandalinterview“ mit Björn Höcke – wir leben halt in verrückten Zeiten. – Wieder daheim bedauere ich sehr, dass mir die ganzen Barnaby-Folgen bereits bekannt sind. So suche ich eben meine Unterhaltung andernorts. Dann ist das so. Seufz. Es wird seltsamerweise 😉 sehr spät, ich verstehe mich da selbst nicht, die Zeit übereilt mich immer wieder. Puh. – Der Schlaf schafft sehr eifrig nur die mitgebrachten Träume sind lästig. Nothing is perfect – bringt aber tolle 87 Punkte auf meiner Watch. Faszinierend.

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Jabez, Rhabarber und YouTube

Den Gottesdienst in unserer Gemeinde lassen wir links liegen. Wir fahren zur St-Josefskirche. Dort beginnt die Veranstaltung zur langschläferfreundlichen Zeit um 11 Uhr. Ein bekannter Pastor aus Bremen predigt über das Gebet des Jabez. Er findet eine hochspannende Auslegung und bleibt dennoch relativ eng am kurzen Text. Ach ja, am Ausgang werden alle weiblichen Personen mit einer Rose beglückt. Muttertagspräsentüberfall. Sehr gut. – Am Nachmittag besuchen wir Freunde und treffen dort ein anderes bekanntes Ehepaar. Es entwickelt sich ein vielfältiges Gespräch mit breitem Themenspektrum. Aber unser eigentliches Ziel sind ein paar Rhabarberstangen. Ich mag diesen besonderen Geschmack. – Der Abend klingt dann zu Hause aus. Einen mir viel zu gut bekannten Tatort aus Münster muss ich mir kein drittes Mal ansehen und so lande ich wohl oder übel wieder bei YouTube mit seinem bunt gemischten Videoprogramm. Es wird spät, der Schlaf lässt sich Zeit aber alles wird gut. Nette Nacht.

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Farbdosen-Ex und Drucker-Ex

Gestern besuchten wir noch meine Schwester und Schwager. Ob nun der dortige Brandy und der Wein einerseits oder die kuriosen Reaktionen auf ein Interview andererseits an meiner lausigen Nacht die Schuld tragen – wer weiß das schon. Jedenfalls bin ich total müde als es ums Aufstehen geht. Duschen fällt aus, gründlich waschen muss reichen. Dann transferieren wir die Farbdosen in den Kofferraum der Laura von Grün, sicherheitshalber zusätzlich in Wäschekörben stabilisiert. Es gelingt mir trotz Müdigkeit unsere Kreisstadt zu erreichen. Beim Sondermüll ist wenig Betrieb und wir entledigen uns schnell der eingedosten Farbenpracht. – Endlich wieder daheim naht die Mittagspause dankenswerterweise sehr fix und ich gebe meine Schlappheit an Morpheus (oder wem auch immer) ab. Befreiend! – Meine intellektuell aufnahmebereite Mitbewohnerin macht sich auf den Weg zu einer Bibelstunde während ich zu Hause abhänge. Zwei Tintenpatronen wechsle ich aus und stelle im Anschluss fest, dass mein Tintenstrahler das Handtuch geworfen hat. Er will nicht mehr. Die Ratschläge im Internet dazu sind sehr nett aber für mich unpraktikabel. Da muss ich schweren Herzens wohl auf ein neues Gerät zugehen. Merde. Im Internet, bei Amazon & Co finde ich keinen wirklich überzeugenden. Farb-Laser drucken toll und schnell doch die Farbpatronen sind schweineteuer, wenn man qualitativ hochwertige wählt. Beim Tintenspritzer gibt es inzwischen überzeugende Tintenkonzepte. Ich gehe deshalb eher auf letztere zu. – Abends lasse ich einen bunten Mix von Videos auf mich einstürmen bis mich mein Seniorenbett ruft. Schlafen kann echt schön sein 😇.

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Maulsachen

Acht lange Tage sind ins Land gegangen bis mich die Saugverpflichtung im Mai überwältigt. Heute ist Staubvernichtungstag, später als normalerweise. Wir begeben uns also zu unserer Gemeinde, eine von uns bummelt in der City und einer schwingt das Krümelmonster. Dabei höre ich heute ausnahmsweise mal Björn Höcke zu, um in seinem viereinhalbstündigen Interview voranzukommen. Später, daheim, komme ich damit endlich zum Ende und bin auf die Reaktionen im Netz gespannt. Eigentlich erwarte ich Gegenargumente, Hinweise wo er falsch liegt, evtl. sogar unkorrekte Daten verwendet, kurz eine sachliche Widerlegung durch seine Gegner. Weit gefehlt! Statt seine Aussagen zu sezieren geht es nur darum ob man ihm überhaupt dieses Forum geben dürfe, dass sein Gegenüber ihn hätte „auseinandernehmen“ müssen, ja dass man mit „so einem“ im Grunde genommen gar nicht reden dürfe. Björn Höcke hat in den viereinhalb Stunden so manches von sich gegeben das förmlich nach einer passenden Entgegnung „schrie“ – doch nichts dergleichen geschieht. Nur Fundamentalopposition. Meinen seine Gegner wirklich, dass sie damit irgend jemand überzeugen? Sie treiben ihm doch nur Menschen zu. Da öffnet einer seine Flanke und die Gegner verschließen nur ihre Augen vor ihm. Mir wird angst und bange vor den nächsten Wahlen. So gewinnt man keine Gegner zurück. Wer untereinander uneinig ist und dazu noch seinen Hauptkontrahenten nicht argumentativ entgegentreten kann oder will, tappt in die Falle der Chaoten. Wer der Euro-Feindlichkeit, einer nationalen ökonomischen Abschottung, überzogenem Deutschtum und Diktatorensympathie sachlich nichts entgegensetzen will, treibt Mitbürger in die Arme von Verführern mit angeblichen Patentlösungen. Wer seinem Gegner das Maul verbietet anstatt es ihm zu stopfen, bereitet ihm de facto den Weg. – Ja, ich bin ziemlich entsetzt und vielleicht bewegt mich das so sehr, dass ich kaum in den Schlaf finde. Es folgt eine Nacht zum Vergessen. Merde!

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Folie und Farben

Es regnet und das ist gut so. In Zeiten knapper Wolkenentleerung erfreut mich das Wasser von oben obwohl es mit niedrigen Außentemperaturen verbunden ist. Logischerweise liegt der Schwerpunkt meiner Tätigkeit im Innenbereich – so wie meistens. Garten ist nicht meins – bei der Gelegenheit ein herzliches Dankeschön an meine Allerliebste und Mr. Shorty. Ach ja, ein bisschen erledigen wir dann doch schon draußen. Zunächst befreien wir die Windschutzfolie der Lounge aus ihrem Kellergefängnis und führen sie wieder ihrer Bestimmung zu. Sie ist erfreulicherweise nicht eingetrübt wie ihr Kumpel an der schmalen Terrassenseite. Sehr schön! – Ein wenig später sortieren wir im Keller alte Farbtöpfe aus, um sie am Samstag ihrer Entsorgung zuführen zu können. Die Transportkarre ist schnell voll, doch es sind noch gefühlt zwei Drittel Farbtöpfe für das nächste Mal übrig. – Ansonsten passiert nicht viel, der Tag läuft im üblichen Rahmen aus, alles ist gut. Wunderbar. – Die Nacht ist ruhig, der Schlaf okay, Alltag pur. Dann ist das so.

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Ein Zahnarzt, ein Zeithuschen und ein Crewbereich

Mein Weg führt mich zum Dentisten meines Vertrauens. Es gilt herauszufinden ob mein Backenzahn gefüllt werden kann oder noch mehr Geduld erfordert. Wir entscheiden uns für Geduld. So wird die provisorische Abdeckung des Bohrlochs durch eine kurzfristig haltbarere ersetzt. In einem halben Jahr kann, wenn Zähnchen friedlich bleibt, die völlige Abschottung angegangen werden. Schauen wir mal was sich so entwickeln wird. – Der Nachmittag zuckt einmal kurz und schon ist er vorbei. Wow, ging das schnell. Immerhin ist noch Zeit für die Abendandacht. – Im Anschluss lasse ich in bewährter Weise die Soko Wismar ermitteln, perfekt wie es sich für eine Vorabendserie gehört😀. – Der Heimathafen-Podcast ist putzig, es geht um den allerersten Tag an Bord für Crewmitglieder. Hinter den Kulissen entfaltet sich offensichtlich eine ganz eigene Welt im Schiffsrumpf – und das ist echt gut. Dazu kommen noch ein paar Luftffahrtnews und die ach so spinnerten Storys. Endlich nehme ich mir auch wieder Zeit zum Lesen. Es wird recht spät jedoch mit einem Schlaf mit Bestnoten: 85 Punkte! Das kann ich gefühlsmäßig voll bestätigen. Perfekt!

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