Geburtstagsschatten

Heute hole ich eine ausstehende Zahlung nach und ärgere mich wieder einmal, dass Updates nicht funktionieren, weshalb auch immer. – Amazon will mir heute neue Ohrhörer schicken. Um sie zu empfangen muss ich ein Passwort dem Zusteller zuflüstern. Dieses Verfahren ist neu für mich. Alles wir halt komplizierter. Tatsächlich fährt GLS vor und die Fahrerin benötigt die mir zugeschickte sechsstellige Zahl. Ich tausche die Ziffern gegen ein kleines Päckchen aus. Ich bin gespannt auf die Qualität der neuen Ohrstöpsel, die allerdings erst einmal geladen werden müssen. – Mein Geburtstag wirft einen immer stärkeren Schatten voraus. Wir legen heute die Vorspeise unseres Menüs fest. Zufrieden bin ich nicht aber irgendwie klingt es logisch, nur sind kleine Frühlingsrollen nicht mein Ding während eine exotische Suppe mir viel näher liegt. Doch angesichts der Handhabbarkeit und Mengenkalkulation toppt das Feste das Flüssige. Dann ist das so. Vielleicht schmeckt mir das Ausgewählte wenn ich es nur mal probieren würde 😉🤔🤨. Was der Bauer nicht kennt … – Draußen tobt sich die Sonne aus aber Foxi ist relativ gut klimatisiert. Wir fahren in meine Gemeinde und ich kopiere Liederzettel für vier Volkslieder. Der ansonsten ach so komplizierte Kopierer ist heute völlig brav. Sehr schön. Die Kopien glänzen mit einwandfreier Qualität. Wunderbar. – Am Abend höre ich mir humorvolle irische Songs in englischer Sprache an. Ich mag diesen Sound und die Texte bringen mich zum Schmunzeln, sogar zum Lachen. Dazwischen jetzt noch ein paar Storys anschauen und alles ist gut. Es wird wieder spät. Die Nacht fällt mittelmäßig aus. Ist schon recht.

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Mitternächtlicher Ideenüberfall

Ein typischer und dennoch untypischer Montag nimmt seinen Lauf. Ich bin logischerweise wieder spät dran, habe neben der üblichen Morgenroutine noch das eine oder andere zu erledigen und so rauscht die Zeit nur so dahin (eine bekannte Klage 😉). Für den Seniorentreff müssen noch Liederzettel vorbereitet werden aber das geht mir gut von der Hand. Am Nachmittag trifft sich wieder unsere kleine, diesmal urlaubsreduzierte Männerrunde. Ich habe, das muss ich zu meiner Schande gestehen, die Leckerlis für Smilla vergessen. Sie ist ganz traurig. Da freut sich die Hundedame so über mein Kommen und wird voll enttäuscht – sie schaut mich ganz vorwurfsvoll an, die Arme. Schade. Wir diskutieren Weltpolitik und geistliche Zusammenhänge, persönliches und allgemeines. Wir sitzen unterm Kirschbaum und fühlen uns wohl, nur Smilla sinnt wohl über unzuverlässige Menschen nach 🤔😀. Dann ist das so. – Auch später daheim ereignet sich nichts mit Erinnerungswert, nur kurz vor dem Zubettgehen überfällt mich noch eine Idee bezüglich der Liederzettel für den Seniorentreff. Dieselbe beschäftigt mich bis eins. Warum kommen mir nur so spät solche „mitreißenden“ Gedanken? Der ach so nötige Schlaf verzögert sich dadurch deutlich – da kann man nichts machen. Ideen sollte man realisieren bevor sie sich im Gedankendunst auflösen. So bleibt nur eine eher unterdurchschnittliche, dafür unterbrechungsreiche Nachtruhe. Tja.

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Abendgottesdienst in kleiner Runde

Wir schlafen so richtig aus. Das ist sowohl nötig als auch, wie immer, toll. Ein Frühstück ist unnötig, wir sind noch viel zu satt. In aller Ruhe und Gemütlichkeit hören und sehen wir uns den Gottesdienst aus Bremen an. Selbst das Mittagessen fällt heute recht mäßig aus, denn unser Appetit scheint immer noch irgendwo anders unterwegs zu sein 🤔. Die Mittagsruhe beharrt dagegen voll auf ihrem Recht 🥱😴. – Selbst der Nachmittag gestaltet sich ziemlich zurückhaltend und aktivitätsarm. Erst gegen halb sechs machen wir uns auf, Freunde stehen vor der Tür, und es geht zum Abendgottesdienst zur reformierten Kirche. Wir beide erhöhen die Besucherzahl um rund 20 Prozent, das macht aber nichts, denn der Gottesdienst ist sehr gut. Eine feine Entscheidung hierher zu kommen. Dankbar lassen wir uns danach wieder nach Hause kutschieren. – Ziemlich desinteressiert am Fernsehen verlege ich mich aufs Lesen und YouTube, gewürzt mit ein bisschen Death in Paradise. Es wird normal spät – inzwischen ist für uns normal spät leider schon deutlich nach zwölf. Ist das normal? Soll das so bleiben? Wir sind in einer kritischen Hinterfragungsphase. Die Nacht fällt den hohen Temperaturen entsprechend aus. Geht so.

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HMK

Früh, viel zu früh nach dem laufintensiven Freitag, geht es wieder los. Frühstück, Aufbruch, Parkhaus und ein kurzer Weg in die St-Martini-Kirche. Dort erwartet uns der Missionstag der Hilfsaktion Märtyrerkirche (HMK). Wir sind früh dort, denn unsere Mitreisenden wollen etliche Verwandte treffen und auch uns begegnen ein paar Bekannte sowie zwei Verwandte. Offiziell beginnt der Tag mit einem Gottesdienst mit Pastor Latzel. Im Laufe des Tages, unterbrochen von einem sehr schmackhaften Mittagsessen sowie Kaffee und Kuchen, erfahren wir mancherlei über das Leben von Glaubensgeschwistern in Myanmar (Birma), Kolumbien, Venezuela und Nordkorea. Es ist in all den schockierenden Umständen dennoch mutmachend wie Gott dort wirkt. In den Pausen plaudern wir viel, tauschen uns aus und genießen im kleinen Garten die Sonne. Gegen fünf sausen wir wieder heimwärts, die Autobahn ist frei und wir rauschen durch. Ach ja, vorher musste noch das Parkticket bezahlt werden, dreißig Euro für einen halben Tag ist ganz schön happig, Bremen eben. – Den Abend lassen wir völlig entspannt und ruhig angehen und ich genieße es in der üblichen Routine zu versinken. – Die Nacht verläuft krampflos und erholsam. Ich bin happy.

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Wadenchallenge

Heute ist nix mit Routine. Wir müssen uns fertig machen, Reisetaschen und Rucksack packen, denn es geht auf Tour. Pünktlich, wie vereinbart, holen uns unsere Freunde ab und wir werden nach Bremen kutschiert. Bis auf eine schier endlose Baustelle ohne Bauarbeiter kommen wir gut durch, sind frühzeitig im bestens ausgewählten Hotel und gönnen uns eine kleine Mittagsruhe. Danach beginnt die Tortur. Wir laufen in die Stadt. Schritt für Schritt, zuerst munter, dann schwerfälliger und schließlich folgt ein erleichtertes Sinken auf einen Stuhl mit Blick auf die Weser. Ein gespritzter Aperol sowie ein kleines Helles geben neuen Mut und ein klein wenig recycelte Kraft zurück. Wieder müssen mich meine armen Füßchen schleppen bis ins Traditionsviertel Schnoor. Dort ist es ganz nett, verglichen mit dem übrigen Bremen sogar echt gut. Während der weibliche Teil unserer Reisegruppen großes Interesse an den Einzelhandelsaktivitäten zeigt, folge ich gern dem Vorschlag meines Mitreisenden die Qualität der Gastronomie zu testen. Dort erfolgt nach einiger Zeit auch die Wiedervereinigung beider Interessen. In einem erstklassigen spanischen Restaurant lassen wir uns kulinarisch verwöhnen und laben uns an den aufgetischten Köstlichkeiten. Die Getränke, Sprudel, San Miguel, Weißwein und vorgewärmter Brandy sind ebenfalls nicht zu verachten. Aber dann kommt der Hammer: man überredet mich den Heimweg auf eigenen Füßen anzutreten. Obwohl wir in der Schlachte, an der Weser, noch zwei Pausen einlegen macht mich die Tour, ganz abgesehen von der Hitze, völlig fertig. Ich falle aufs Bett und bin zu nichts mehr zu gebrauchen bis aufs absolut nötige Duschen. Es folgt eine Nacht mit Wadenkrämpfen und einer eher mittelmäßigen Nachtruhe. Krämpfe sind superdoof.

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Lesen minimiert schlafen

Und wieder bin ich allein zuhause. Sollte ich mich langsam daran gewöhnen? Mal abwarten. Da wir altersgerecht nur wenig Speise brauchen, stehen mehr als genug Reste vom Vortag zur Verfügung. Das erspart mir lange Überlegungen und Vorbereitungen mit einem dennoch vortrefflichen Ergebnis. Sehr befriedigend. – Die Mittagsruhe lasse ich ausfallen, das Wetter ist zu schön und die Lounge zu verlockend. So finde ich dort nach der Morgenroutine ein wunderschönes Plätzchen zum Paffen mit integrierter Kaffeepause. Meine Allerliebste geht derweil einem Termin in der Stadt und anschließend einer weiteren Geburtstagsparty nach. Von letzter bringt sie sogar superleckeren Kuchen mit, den wir gegen Mitternacht verspeisen 🤔😉😇. Ob mir das mein Magen übel nimmt? Der Schlaf ist jedenfalls nicht so berauschend. Allerdings wird es wieder einmal sehr spät, ich „muss“ einen Krimi noch unbedingt bis zum Ende lesen. Nun ja, die Auflösung birgt durchaus eine Überraschung aber ich kenne schon packendere Ausklänge vom Autor. Es ist schon okay. Die Nacht hat jedenfalls noch viel Potential nach oben. Wenn das meine einzige „Klage“ ist …

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Moneten killen Serie

Meine Allerliebste begibt sich zu einem Geburtstagsfrühstück und ich schlafe mal wieder gründlich aus, obwohl ich altersbedingt auch nur bis etwa halb zehn durchhalte. Früher konnte ich länger pofen. Aber es ist schon gut so wie es ist. Ganz anders als sonst turne ich diesmal nicht zu einem frommen Vortrag sondern zu einer irren YouTube-Story – doch diese Alternative überzeugt mich absolut nicht. – Ganz nebenbei erstelle ich mit Chatti noch zwei Fotomontagen. Es ist für mich immer wieder faszinierend wie aus einem Gedankenbild ein echtes Foto „gezaubert“ wird. Feine Sache. – Am Nachmittag verkaufen wir drei Biertischgarnituren an einen Freund. Ja, ja, schneckenlangsam aber eben doch trennen wir uns nach und nach von ehemals hilfreichen „Begleitern“. Das stimmt mich sentimental. Seufz. – Mit der Soko Wismar ist es wieder nichts, weil der blöde Fußball den Sendeplatz blockiert. Da spielen die Balltreter erfreulicherweise erst gegen Mitternacht und entern dennoch die besten Sendeplätze. Die wenigen Sendungen, die ich noch gucke fallen den kickenden Millionären samt ihren milliardenschweren Funktionären zum Opfer. Frust pur – Knete sitzt halt am Ruder. Seufz. – So lese ich eben und schaue schwachsinnigen aber emotional bewegenden Storys zu. Armer Rolf. Es wird wieder spät und der Schlaf ist so lala. Sei’s drum.

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Ehebruch und Scheidung

Die Kaffeemaschine verlangt eine Reinigung. Ich erbarme mich über sie. Meine Zeit, ist die Brüheinheit diesmal schmutzig. So viel Kaffeereste fand ich bislang selten. So zieht sich die, der automatischen Entkalkung vorgezogene Säuberung, deutlich länger als sonst hin. Dann ist das so. Danach muß der Entkalker im Wasser seinen Job erledigen und die Reinigungstablette in der manuellen Zuführung ebenso. Zwischendurch gerät diese Aktion bei mir in Vergessenheit und zieht sich so den ganzen Tag lang hin. Nun ja. – Am Abend fahren wir zu ‚Bibel und Brot‘ mit dem Thema Ehebruch und Scheidung á la Bergpredigt. Eigentlich ein heißes und in allen denkbaren Längen und Breiten ausgewalztes Thema. Doch wir finden erfreulicherweise einen guten Konsens. Das freut mich sehr und fördert bei mir die Bekömmlichkeit der mit wunderbarer Kräuterbutter gezierten Baguettescheiben. – Lesender- und sehenderweise vollzieht sich der Abend in den heimischen Wänden. Es wird nicht ganz so spät wie gestern und der Schlaf ist mit 80 Punkten nicht besonders gut aber auch nicht schlecht. So langsam gehen mir die ach so normalen Tage auf den Geist. Andererseits liegt es natürlich an mir, dieselben vielfältiger zu gestalten. Ja, ja, ist schon klar.

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