Energetische Kostenexplosion

Meine Mitbewohnerin verschwindet um ihre sportliche Aktivitäten abzuwickeln und ich bin wieder mal allein zu Haus. Nach den morgendlichen Aktivitäten nehme ich mir noch einmal für ein paar „Feinarbeiten“ meinen Schreibtisch vor und bald glänzt er blank und „lastenfrei“. Mit einigen nicht so ganz unüblichen Schwierigkeiten lade und installiere ich die Steuersoftware für 2025, überspiele etliche relevanten Daten vom Finanzamt ins Programm und lasse ein erstes, vorläufiges Ergebnis (ohne Spenden- und Handwerkerabzug) berechnen. Wow, das wäre mal eine satte Nachzahlung! Dann werde ich mich demnächst mal überraschen lassen, was die Abzugsmöglichkeiten davon noch abknabbern können. Ausgesprochen hoffnungsvoll sehe ich dem nicht entgegen. Seufz. – Am Nachmittag beschäftigt mich ein Gutachten zur energetischen Aufrüstung unseres Gemeindegebäudes. Die Endsumme ist erschreckend hoch. Folglich gehe ich die einzelnen Maßnahmen durch und bleibe an nur ganz wenigen hängen, die mir für ein relativ gering genutztes Gebäude sinnvoll erscheinen. Am späten Nachmittag diskutieren wir dieselben in kleiner Runde und erzielen schnell einen Konsens. Ein paar Recherchen sind jetzt noch nötig bevor wir die Gemeinde informieren. Mal schauen, wo wir inhaltlich und finanziell landen. – Den Abend gestalte ich mit ein paar YouTube-Storys und zwei Folgen der karibischen Mordfälle, die letzte der Serie 14 und die letzte der Serie 13 in der Neville mit seiner Florence einer gemeinsamen Zukunft entgegenschippert. Ach, wie herzergreifend ❤️🥲. Es wird normal spät aber der Schlaf lässt sich zuerst gar nicht blicken und arbeitet später nur arg halbherzig mit vielen Unterbrechungen. Fatal. Nun ja ☹️.

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Chatti zickt

Meine Allerliebste ist unterwegs und ich wickle einschließlich Gymnastik meine Morgenroutine ab. Irgendwann holen wir gemeinsam die Morgenandacht nach. Passt schon. Ich widme mich der schweren Aufgabe meinen Schreibtisch im Büro aufzuräumen und finde Möglichkeiten die Utensilien wegzuwerfen, unterzubringen oder für die endgültige „Verwertung“ vorzubereiten. Letzteres vertagt zwar nur das Problem und erfordert eine Zwischenlagerung, gibt aber Raum für neue gedanklichen Ansätze. Anders gesagt, ich tue mich schwer mit dem Wegwerfen 😉. – Am Nachmittag will ich einem Geburtstagskind ein Chatti-Bildchen basteln, doch es funktioniert nicht. Die KI will nicht so wie ich will. Also verbuche ich das Vorhaben als lehrreiches Übungsstück. Soll ich mich mit den sperrigen Servern streiten? Das fehlte mir gerade noch. – Abends treffen wir uns in der Gemeinde zu Bibel und Brot. Heute bin ich nicht so ganz bei der Sache, erhalte aber trotzdem eine Lösung für eine biblische Frage, die mich bislang immer wieder mal beschäftigte. Prima. – Wieder daheim mache ich Fortsetzung mit dem Tod im Paradies und lasse es dabei wieder sehr spät werden. Einschlafen braucht daraufhin zwar etwas Zeit und das viel zu späte Zubettgehen fordert seinen Tribut aber das vorausgesetzt ist das Schlaferlebnis akzeptabel. Immerhin.

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Unterm Kirschbaum

Ich muss konstatieren, dass mir eine gewisse monetäre Bewegungsmasse für ein täglich neues, örtlich abwechslungsreiches, abenteuerlich-erfrischendes Aufsteherlebnis fehlen. Das macht aber nichts. Routine hat auch ihren Reiz, der sich in mancherlei unterschätzten Kleinigkeiten zeigt. Mal drängt sich ein Zeitungsartikel vor, mal ein Chatti-Bildchen (das ich auf die Schnelle erstelle), dann wieder eine verschobene Morgenandacht (kommt sie oder kommt sie nicht? 🤔😉). Leben live oder so 😇😁! – Am Nachmittag treffe ich mich mit den „Männers“ und wir tauschen uns unter dem Kirschbaum munter aus. Ich bewundere ein Erdbeerhochbeet mit verheißungsvoll gewachsenen Früchten, denen nur noch der kräftige Rotton fehlt. Verheißungsvoll. Der Abend klingt mit ‚Death in Paradise‘ aus. Wieder einmal staune ich wie viel ich vor einiger Zeit in den englischsprachigen Folgen nicht verstanden habe. So weit her ist es mit meinen Fremdsprachenkenntnissen offensichtlich nicht. Es ist halt wie es ist. Es wird spät, der Schlaf ist ganz okay. Na denn.

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Pooltaufe

Gefühlt um Mitternacht jagt mich meine Allerliebste aus meinem Seniorenbett. Ich schlappe zum Bad, erledige meine morgendliche Waschroutine, Frühstück brauche ich nicht, eine Tasse Kaffee reicht. Dankenswerterweise übernimmt meine hellwache Allerliebste das Autofahren hin zur Gemeinde. Auf dem Rasen ist ein kleiner Pool mit frischem Wasser aufgebaut, heute sollen zwei chinesische Geschwister getauft werden. Während bei uns eine Wasserschale üblich ist, präferieren unsere fernöstlichen Geschwister das Untertauchen. Gott sei Dank bin ich pünktlich zur Predigt wach, die im übrigen sehr ansprechend und tiefinnig ist. Sehr gut. Nach der Taufansprache gehen wir zum Becken und die zwei weiblichen Täuflinge werden, gehüllt in weiße Taufgewänder, im leitungskalten Wasser untergetaucht. Da wird die Taufe zur „Mutprobe“ – was sie leider in etlichen Ländern auch de facto ist. Bei uns geht es „nur“ um kaltes Wasser – dort kann es ums eigene Leben gehen. In jedem Fall ist es ein eindrucksvolles Erlebnis und ein ergreifender Gottesdienst. Ich bin mehr als froh mich trotz Müdigkeit auf den Weg gemacht zu haben. – Am Nachmittag hören und sehen wir eine ansprechende Predigt aus Bremen über den Segen Gottes. – Ich kaufe mir die letzte Serie von ‚Death in Paradise‘ und schaue mir die ersten Folgen mit einem neuen Inspektor an. Drei Weihnachtsmänner wurden an unterschiedlichen Orten zum gleichen Zeitpunkt mit derselben Waffe be- bzw. erschossen. Unmöglich? That’s Death in Paradise! Natürlich wird es wieder nicht so ganz früh aber der Schlaf ist okay. Prima.

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Eingeladen macht nicht dick. Hoffentlich.

Und wieder muss ich mich morgens ganz früh aus dem Bettchen „quälen“. Schließlich wollen wir um neun vor Ort sein und duschen muss ich auch noch. Wir schaffen das und sind fast pünktlich. Es wartet ein reich gedeckter Frühstückstisch auf uns. Zur Begrüßung wähle ich ein Glas alkoholfreien Sekt, etwas süß aber dennoch lecker. Appetit habe ich nicht. Aus purer Nettigkeit😉🤔 quäle ich mir ein übergroßes Croissant mit Marmelade in den Magen und bin stante pede knallrappelsatt. Typische Frühstücksreaktion meines Magens, er will beim Wachwerden nicht gestört werden. Er ist halt wie ich 😀. Während alle um mich herum spachteln, Brötchen belegt mit allerlei Köstlichkeiten, schaue ich zu und pflege nur ein wenig Konversation mit meinem Stuhlnachbarn. Die zwei gegenüber kauen tiefschürfend das Geschäft mit Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen durch was mich, wenn überhaupt, nur sehr am Rande interessiert. So ist das eben. Trotzdem ist alles sehr schön und sehr erfreulich. Gegen Mittag verlassen wir die lebhafte Runde und sinken – wieder daheim – auf unser Ruhelager. – Am späten Nachmittag (oder frühen Abend) begeben wir uns zum zweiten Besuch. Wir weilen bei einem extrem freundlichen Ehepaar, das ein überaus reichhaltiges Abendbrot vorbereitet hat. Im Gegensatz zum Morgen lange ich voll zu, viel zu voll. Dinner ist, im Gegensatz zum Frühstück, total meins. Es wird viel später als geplant bis wir schließlich heimwärts brausen. Eigentlich ein sehr angenehmer Tag, den wir noch lange ausklingen lassen. Deutlich zu lange was mich angeht. Seufz. So dumm bin ich nunmal. Die Nacht ist zwangsläufig kurz. Viel zu kurz. Seufz.

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Überalterte Scheurebe

Einem traditionellen Vormittag folgt ein ebenso üblicher Nachmittag. Nichts Neues unter der Sonne. Apropos Sonne, dieselbe knallt richtig vom Himmel und das Thermometer erklimmt für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Werte. Unser Konto sieht wieder gut aus, wenn es auch gleich wieder geplündert wird. So ist es halt am Monatsanfang. Business as usual. – Am frühen Abend verlässt mich meine Musikbegeisterte um einem Konzert in einer Kirche beizuwohnen. Heute ist das nicht meins. Aber es rächt sich, denn ich öffne (aus Frust, aus Lust, aus Übermut?) eine alt gewordene Flasche einer vergorenen Scheurebe. Der übliche Alterungsgeschmack des Weißweins überlagert das Scheurebenaroma vollständig. ☹️. Dazu kommt, dass ich viel zu viel des ehemals edlen Saftes zu mir nehme. Nein, ich bin nicht betrunken, habe aber das Gefühl übermäßigen Alkoholgenusses, also ein doofes Gefühl, das immerhin sehr schlaffördernd wirkt. Immerhin.

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Hauskreisabsenz

Während des Tages laufen ein paar weitere Absagen zum Hauskreis ein. Währenddessen halten wir die Morgenandacht, ich schule gezielt meinen Rücken durch Gymnastik und finde am späten Nachmittag wieder Zeit für meine persönliche Abendandacht. Ich beginne sogar damit unser Büro aufzuräumen. Es ist eine Herausforderung für die nächsten Tage – nicht wegen einer überbordenden Unordnung sondern eher wegen mangelnder Lagermöglichkeiten für diverse „freiheitsliebender“ Utensilien. Einfaches erledige ich erst einmal sofort. Es sieht danach im Büro schon leicht besser aus. Anschließend passe ich meine Gebetsliste weiter an. Mangels Teilnehmer sagen wir später noch den Hauskreis ab. Ob das okay ist weiß ich nicht, denn spät am Abend meldet sich noch eine Bekannte, die wohl gern gekommen wäre. Als wir sie am Nachmittag anriefen, war sie nicht daheim und wir haben wohl falsche Schlüsse gezogen. C’est la vie. Schade trotzdem. Die Zeit wäre zweifelsohne mit Hauskreis besser genutzt worden als tatsächlich. Tja. Der Schlaf erreicht 88 Punkte. Tief und fest mit wenig Unterbrechungen.

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Reformiert trifft auf lutherisch

Natürlich kaue ich auch heute auf meinem Knäckebrot herum und freue mich, dass Frühstück mir nicht so wichtig ist – wenigstens eine kleine Entlastung bei der täglichen Nahrungsaufnahme, die mir gut tut. Heute entfällt die Morgenandacht 😩, weil meine Allerliebste ebenfalls gymnastiziert 😉 und nachmittags zum Seniorentreff stürmen muss. Schade. Bei meinen Rückenschulungsübungen höre ich einer Andacht vom Bremer Pastor zu, der sich als knallharter Reformierter outet: Bilderverbot, Abendmahlstisch statt Altar und Abendmahl als Gedächtnismahl wobei er die Prädestinationslehre kaum erwähnt, was mich wundert, wohl aber die von den Refos verworfene 2-Reiche-Lehre. Letzteres verstehe ich schon – zweimal Katharina Reiche wäre unzumutbar 😉 (ernsthaft: mir erschließt sich diese Lehre voll und ganz). Tja, theologisch gehen wir zwei dabei überhaupt nicht konform – aber das entspricht dem oft zitierten umfallenden Sack Reis in China😀😁. Ist aber trotzdem für mich interessant. Ganz nebenbei fällt mir ein Bild zur Erläuterung des Trinitatissonntags ein, wobei mir eine Darstellung einfach zufällt, weil Chatti eine Eingabe falsch versteht. So können aus Missverständnissen gute Lösungen erwachsen, Hauptsache Gott ist dabei. – Am Nachmittag überarbeite ich in der Lounge, es ist ein wenig frisch hier, meine Gebetsliste Tag für Tag – ein mühsames Geschäft. Dabei ergeben sich jedoch mancherlei neue Perspektiven. – Der Abend dient der Ablenkung und Entspannung. Ich lade zum Hauskreis ein und erhalte prompt die ersten Absagen. Sie werden nicht allein bleiben 🤨☹️. Isso. Dafür ergibt der Schlafindex 88 Punkte – sowohl in echt wie gefühlt. Wunderbar!

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