Profane Storys

Mit unseren Gästen nehme ich ausnahmsweise ein Frühstück ein. Selbiges quält mich den ganzen Tag obwohl es Mittags nur ein Süppchen gibt. Andererseits hat so ein gemeinsames Speisen am Morgen schon seinen besonderen Reiz, vorausgesetzt man ist wach. Fast steht bereits die Mittagszeit vor der Tür als der Abschied unausweichlich naht. – Den ganzen Tag über begleitet mich ein Völlegefühl, das sogar die Nacht überdauern wird. Ich vertrage nichts mehr – weder Speisen noch Alkohol – sollte ich wirklich gezwungen sein ganz gesund leben zu müssen? Fehlt nur noch, dass mir auch Fleisch nicht mehr mundet. Seufz. – Die ausgiebige Mittagsruhe genießen wir beide voller Freude – ein Segen des Ruhestandes! – Der restliche Tag gestaltet sich ziemlich erholsam. Erfreulich, dass ich endlich mal wieder meine Abendandacht halte. Etwas mehr Disziplin würde mir wohl ganz trefflich stehen. Nun ja. – Abends streamen wir die Soko Wismar von gestern, Täter ist der Ehemann – wie profan ist das denn! In den YouTube-Storys stolpere ich in eine wilde Geschichte hinein mit einer hingebungsvollen aber nicht ganz kerzenreichen Freundin, die sich in der Art eines „Enkeltricks“ zu einer Handlung erpressen lässt, die nur wildes Kopfschütteln auslösen kann. So sind sie, die Lore-Roman-Geschichtchen. Doch nicht genug damit, der Schlaf praktiziert eine Oberflächlichkeit, die zahllose Unterbrechungen zulässt. Dumm gelaufen, die Nacht. Dann ist das mal so.

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Gäste samt Gastmahl

Die letzten Vorbereitungen für unseren Besuch sind zu treffen. Mein Chaostischlein sieht danach nur noch unaufgeräumt aus – ein deutlicher Fortschritt gegenüber gestern 🤔. Gegen Mittag treffen Schwägerin und Schwager ein. Heute ist Lunch bei Jorgos am Kanal angesagt. Mit Blick auf den Mittelkanal gleich nebenan mundet jede Mahlzeit doch noch besser 😉. Leider schaffe ich nur die Hälfte meines Tellerinhalts, weiß der Geier weshalb ich nur noch so wenig in mich hinein schaufeln kann. O weh das Alter! Der Rest reicht für ein weiteres Mittagsmahl – schön, dass ich ihn mitnehmen darf. Glücklicherweise legen wir trotz Besuchs eine Mittagsruhe ein, die meinem Magen ein bisschen Zeit zum Verdauen gibt. – Wir begeben uns am Nachmittag zur Grabstelle meiner Schwiegereltern, die wohl in diesem Jahr aufgelöst werden wird, möglicherweise der letzte gemeinsame Besuch. Wieder daheim mästen wir uns mit Kuchen samt Kaffee und – gefühlt – kurz danach mit Schnittchen zum Abendbrot. Die Fülle macht sich in mir breit. Selbst ein zwischendurch eingeschobenes Zigarillo-chen bringt keine große Erleichterung. – Freundlich und nett sind die Gespräche am Abend, der Gedankenaustausch sowie die Neuigkeiten von Verwandten. Die Lieben rund um mich herum ziehen sich früh zur Nacht zurück, ich dageben reize wieder einmal die Zeit aus, doch ganz so spät wird es nicht. Der Schlaf gibt sich freundlich. Feiner Tag.

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Freud und Leid

Während es uns gut geht, die Morgenrituale nahezu perfekt erfolgen, leidet unser Altpastor schwer an seiner Krankheit, wird seine familiäre Situation schwer erschüttert. Wir können nur für ihn beten. Unserem anderen ehemaligen Pastor, der im Norden seinen Dienstort hat, geht es ebenfalls mies, dazu wird er von intensiven Schmerzen geplagt. Freud und Leid liegen eng beieinander, sagt man, aber die eigene Freude bleibt gehemmt, immer wieder kommen Gedanken an die Leidenden hoch. Der HERR sei mit ihnen und das ist er gewiss! – Ich führe in aller Ruhe mein Tagebuch und schwinge den Saugstauber nach der Mittagspause quer durch die untere Etage. Ach wie gern hätte ich einen Akku-Sauger! Allein die Befürchtung nagt an mir, dass auch dieser seine Macken und Fehler haben wird, die hoffentlich nicht dazu führen dass wir uns zu gegebener Zeit die alte Saugmaschine dann wieder zurückwünschen. Auszuschließen ist das nicht. Als Tierschützer bewähre ich mich leider nicht, denn für zwei bis mehr Spinnen wird diese Aktion zur Todesfalle. Ja, das Risiko für netzproduzierende Mehrfüßler ist innerhalb eines Hauses deutlich höher als draußen in freier Natur. – Abends fahren wir zu ‚Bibel und Brot‘ und forschen weiter in der Bergpredigt. Es ist ein herausfordernder Text, wie alle vom Berg herabgesprochenen Worte Jesu. Das menschliche Unvermögen im Lichte der Heiligkeit Gottes wird überaus deutlich – um so mehr tröstet die Heilstat Jesu am Kreuz und bewahrt vor Verzweiflung. Danke, lieber HERR! – Der restliche Abend daheim gestaltet sich eher gemütlich im Wechsel von Lesen und Schauen. Es wird sehr spät aber der Schlaf ist toll. Prima.

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Der Vortrag

Bis auf die Gymnastik nimmt der Tag seinen guten Lauf. Ich packe den Beamer, den Projektionstisch und die Computerei ein, dazu die Kabeltrommel. Kurz vor eins geht es los. Wir fahren nach Müden an der Aller. Die Straßen sind frei, die Umleitung ist bekannt und nach einer Stunde sind wir am Ziel. Wir werden freundlich begrüßt und eingewiesen. Ich baue Beamer, Notebook und iPad auf und habe, wie könnte es anders sein, ein Problem am Hacken. Das Bild kann nicht richtig auf der Leinwand projiziert werden. Seit Jahren habe ich das Menü für die Trapezanpassung des Bildes nicht mehr gebraucht, weiß nicht wie es ohne Fernbedienung, die ich natürlich nicht dabei habe, aufrufen kann. Ich fange an zu schwitzen, wie immer wenn es nicht so läuft wie es soll. Selbstverständlich findet sich eine Lösung, wie immer und ich weiß das, transpiriere aber trotzdem und bin aufgeregt ohne Ende. Irgendwann greift Gott ein, mit einem Mal werde ich cool, blicke souverän in die Gegend und halte zu gegebener Zeit den Vortrag besser als ich es von mir erwartet hätte. Herzlichsten Dank lieber HERR!!! Faszinierend. Der Nachmittag klingt aus mit Gebet, Segen und Verabschiedung samt vielen lieben Worten. Ich fühle mich gesegnet durch die intensive Vorbereitung, die supernetten Menschen und Gottes Stärkung beim Vortrag. Mit einem großen Felsen weniger auf dem Herzen fahre ich leicht beschwingt nach Hause. Am Abend bis in die Nacht hinein muss ich erst einmal herunterfahren, denn oft mache ich das ja nicht. Ich platze fast vor Dankbarkeit über dieses Geschenk meines Gottes. – Mein Seniorenbett sieht mich relativ früh und der Schlafindex ist mit 88 Punkten sensationell hoch. Der tiefe Schlaf des Erleichterten. Feine Sache.

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Exaudi

Der letzte schön-namige Sonntag nimmt seinen Lauf. Okay, es folgt noch Pfingsten aber danach spielt nur noch Trinitatis seine wiederholende Rolle mit wechselnden Führungszahlen. In unserer Gemeinde predigt die Jugendpastorin und sie macht ihre Sache sehr gut. Gott nutzt die Gelegenheit 😇🤔 um mir etwas vor Augen zu führen. Danke!!! Hinterher plaudere ich sogar noch ein bisschen, was etwas ungewöhnlich ist aber das schöne Wetter heitert mich enorm auf und die Temperaturen stimmen mich hoffnungsvoll. – Nach der Mittagsruhe probe ich meinen Vortrag ein letztes Mal. Und wieder fallen mir dazu ein paar kleine Änderungen ein. Doch jetzt ist das Thema erledigt. – Wir hören die Predigt aus Bremen. Es geht um Abraham, Sara und Abimelech, diese verrückte Geschichte wo Abraham seine Frau als seine Schwester ausgibt. Gute Auslegung. – Abends klinke ich mich sogar bei ‚Terra X‘ aus, denn mein Interesse am Thema ist marginal. Dafür finde ich eine Dokumentation über die Wiederbelebung des Aralsees, wenigstens den nördlichen Teil der ehemals riesigen Wasserfläche. Hochinteressant was der Mensch alles zerstören aber auch wiederbeleben kann. Gott hat die Natur mit einer mehr als erstaunlichen Recyclingfähigkeit ausgestattet, wenn die durch Menschen verursachten Belastungen wegfallen. Toll! Danach lese ich, nun ja, Entspannungslektüre und höre, ähem, rührselige Storys. Ich werde nicht nur alt, ich bin es. Es wird normal spät und der Schlaf ist angesichts der morgigen Herausforderung ganz okay.

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Herzlich willkommen Epson ET

Kaum ist der alte Drucker beiseite geräumt, sein Standplatz gereinigt, trifft sein Nachfolger ein. Eigentlich ist es eine Schande, dass sich Reparaturen nicht mehr lohnen aber es ist wie es ist. Ganz nebenbei, wo ich schon mal dabei bin, setze ich jetzt noch ein klein wenig die Entstaubungsarbeiten in einem anderen Zimmer fort. Doch dann, endlich, packe ich den Neuen aus. Er kommt relativ schlicht daher, ist vielfach mit Klebeband gesichert aber nach und nach löse ich seine Fesseln, transferiere ihn ins Büro und studiere die heruntergeladene und natürlich nicht beigefügte Bedienungsanleitung. Obwohl ich kein so begeisterter Handbuchfan bin, ist das bei Printern von jeher geboten gewesen. Ihre Installationstücken können äußerst fies daherkommen und jeden Unbedarften brutal vor die Wand fahren lassen. Ganz problemlos geht es trotz Anleitung selbstverständlich auch nicht vonstatten, war ja klar. Doch die App ist zu meiner Überraschung ganz in Ordnung, allein die Firmware lässt sich nur am Gerät selbst starten (per App Fehlanzeige, weshalb auch immer). Dann ist das so. Weil ich schon einmal dabei bin, schlage ich mich mit der Office-App samt Hotmailkonto von Microsoft herum. So problemlos es bei Apple zugeht so problembeladen stellt sich jede Microsoftanwendung bei der Installation dar. Weshalb gebe ich mich überhaupt noch damit ab? Intellektueller Masochismus? Könnte sein 😉🤨😩. In jedem Fall kann ich gegen Abend aus allen für mich wichtigen Programmen einen Druckauftrag starten. Ich habe gelernt, dass die Tinte sich inzwischen viel leichter befüllen lässt und dass ich keine großformatigen Fotos ausdrucken sollte weil ich dabei der Tinte beim Fließen zu schauen kann 😉🙁. – Den Abend nutze ich zur Entspannung. Das tut gut. Es wird normal spät und der Schlaf ist ganz okay.

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Planung trifft Erinnerung

Heute schaffe ich ausnahmsweise mal alle Routineaufgaben. Das ist schön und erfreut mich 😉. Endlich! – Mein Vortrag durchläuft noch zwei Erprobungen und erfährt dabei die eine oder andere Korrektur. Damit kann man sich ganz schön beschäftigen. Interessant ist es dennoch – ich erfahre manches über Florence und vieles über mich. Gegen Abend ist es aber genug und ich erwarte den Montag voller Spannung. – Abends ermittelt noch ein „Alter“ vor sich hin. Wieder ein irrer Plot, den ich mir nicht antue zu schildern. – Erinnerungen werden wach bei ‚Death in Paradise‘ bei ZDFneo. Wir waren ja in diesem Jahr vor Ort – wow! Ich will zurück nach Guadeloupe. Andererseits beginnt dort bald die Hurrikansaison. Auch nicht so toll. Es wird normal spät. Der Schlaf ist recht gut. Nun denn.

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Leichter Frust an Himmelfahrt

Und ich hoffte tatsächlich irgendjemand würde sich für meine mit Chatti erstellten Bildchen interessieren. Jedoch: null Reaktion. Schade aber es ist wie es ist. Dann mache ich sie halt nur für mich selbst und erwarte nichts mehr. Wie heißt es so trefflich: „Hoffen und harren macht Weise zu Narren“. – Das Aufwachen, wenn man es überhaupt so nennen kann, fällt fatal schwer. Halbwegs wach frühstücke ich. Wir schalten uns danach in den Gottesdienst in Bremen ein. Viel bekomme ich nicht mit, es rauscht an meiner verschlafenen Birne vorbei. So geht der Vormittag dahin, Gott sei Dank pflegen wir den Mittagsschlaf und der haut mich ein bisschen raus. Fast nebenbei entwerfe ich mit Chatti ein Pfingstbild, das mich ganz gut anspricht. Wenigstens etwas. – Während die Frauenmannschaft des VfL dem Vorbild ihrer männlichen Kollegen folgt und das Pokalspiel (immerhin das Endspiel) gründlichst versiebt probe ich meinen Vortrag über Florence Nightingale. Am Samstag werden wohl die Männer den Abstieg besiegeln was ihrem mehr als mäßigen Engagement in der Saison gerecht werden würde. Waren sie unmotiviert oder unfähig, keine Ahnung, aber immerhin haben die VfL-Fans jetzt ihre Zinnen im Logo wieder. Heißt das jetzt „Back to the Roots“ also Oberliga? Sieht so aus – aber Fußball interessiert mich sowieso nur am Rande bzw. am Ende der Saison. Viel schöner und mitreißender ist unser Besuch von Freunden am Abend. Auch wenn es altersgerecht viel beschaulicher 🤔 (oder betulicher 😠) zugeht mit weniger Weinverlangen und Knabberunlust, ist es doch ein sehr erfreulicher Abend. – Unserem Lebensalter gemäß sind wir schon vor elf wieder daheim und können uns viel Zeit nehmen bevor wir das Tagesgeschäft liegenderweise beenden. Der Schlaf ist nach wie vor recht unlustig und 73 Punkte sind eine sehr freundliche Bewertung. Müdigkeit wird wohl mein Begleiter bleiben. Na denn.

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