Erntedank

Wir feiern eine Woche vor dem offiziellen Datum Erntedank. Das hat allein terminliche Gründe. Ist ja auch egal, Hauptsache man dankt dem Geber aller Gaben. Die Sonne strahlt vom Himmel, der Erntedanktisch ist wunderbar gestaltet und die Kids haben ihn um einiges ergänzt für das sie besonders dankbar sind. Perfekt. Obwohl Familiengottesdienste nicht so mein Ding sind, weil sie meist (im Kern der Sache liegend) relativ oberflächlich daherkommen, gefällt mir der heutige ausgesprochen gut. Toll gestaltet, gute Predigt, unaufdringliche Spiele 😇. Selbst das Miteinander von Suppen und Plaudereien kommt bei mir bestens an – da muss ich wohl mental einen echt guten Tag erwischt haben. Außerdem kann ich mir den neuen ID.Polo tatsächlich in echt anschauen. Endlich mal ein total normales Auto nur eben mit E-Motor. Keine Design-Sperenzchen, nur ein Ausspielen der Vorteile eines kleineren E-Motors und ein großer Kofferraum durch spezielle Verbundlenker-Hinterachse. Feines Teil. – Am Nachmittag wählen wir den neuen Landrat, leider den Verlierer, denn der der andere mit der Baskenmütze trägt den Sieg davon. Dann ist das so. – Zum Tee sind wir bei Freunden zu Gast und abends laben wir uns an vergorenen Weintrauben. Es wird normal spät, die Nacht fällt solala aus. Dann ist das so.

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Patek Philippe – ein tickender Diamant

Schon relativ früh macht sich meine Allerliebste auf den Weg um den Erntedanktisch unserer Gemeinde zu bestücken. Ich stehe in aller Ruhe auf, schließe Laura von Grün an die Photovoltaik an und bin so luschig in meiner Morgenroutine, dass mein Turnen unter den Tisch fällt. Das ist gar nicht gut. Immerhin kann ich mit meiner heimgekehrten Mitbewohnerin noch die Morgenandacht gegen Mittag halten. Better late than never 😇. Ansonsten gibt es nichts, das der Erwähnung wert wäre, nur ein paar Vergleiche zwischen Deutschland und den USA sowie eine hochinteressante Abhandlung über die Geschichte der Patek Philippe. Erstaunlich wofür finanziell Wohlbestückte ihr Geld ausgeben. Im Gegensatz zu manchen meiner Freunde hat sich mir nie erschlossen wie man eine Uhr so monetär bewundern kann. Jedem Tierchen sein Pläsierchen – meine eigenen kenne ich leider ebenfalls zur Genüge 😉😀. – Es wird spät und der Schlaf kann durchaus als ausbaufähig bezeichnet werden. War der Tag zu ruhig 🤔?

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Übertünchen, verharmlosen und verniedlichen

Ausschlafen können ist ein Geschenk – und was für eins! Die Überbleibsel vom Hauskreistreffen müssen abgeräumt, abgewaschen oder vernascht werden. Die Zusatzstühle wandern wieder zurück ins Büro und den Salon. Der Tisch verkleinert sich und seine lange Tischdecke wird durch eine kürzere ersetzt. Das Esszimmer verwandelt sich so zurück in seine Standardversion. Prima. Im Wohnzimmer nimmt die morgendliche Routine, etwas verspätet, ihren Lauf. – Der restliche Tag entfaltet sich in den bekannten Bahnen. Bei meiner Abendandacht staune ich besonders über den Talmud. Da versuchen doch ein paar übereifrige, zweifellos weise aber voreingenommene, Rabbis den König David von seiner Schuld am Tod des treuen Ehegatten Bathsebas, des vorbildlichen Uria, freizusprechen. Entlarvend, beschämend und doch überaus menschlich. Ich muss den Text dreimal lesen. Sagenhaft. Das ist so augenöffnend wie wir Menschen Schuld übertünchen, verharmlosen oder verniedlichen wollen – und das nicht nur bei David. Andererseits bewundere ich den Zusammenhalt des weit verstreuten jüdischen Volkes, weit über Landesgrenzen hinweg, in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt wie sie mir eine Chronik aufzeigt. Wahrlich ein ganz besonderes Volk unter Gottes Hut. – Abends begleite ich den guten Kommissar Dupin bei zwei Ermittlungen, die ich aus der Mediathek aufrufe. Ich mag diese Verfilmungen der Bücher. So wird es erneut spät, diesmal aber mit fatalen Folgen. Die Nacht ist gruselig, schlafarm und mit komischen Traum-/Wachsequenzen. Das muss ich nicht haben. Ehrlich.

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Defizite

Ausschlafen ist schon wieder angesagt, welch eine glückliche Häufung von Wohltaten 😉😇. Heute läuft alles so, wie es eigentlich für jeden Tag geplant wäre und erfreulicherweise dennoch oft variiert (sonst wäre ja alles sehr langweilig 😀). Sogar meine rückendienlichen Übungen absolviere ich soweit sie meinen geimpften Arm nicht zu stark belasten. Wir bereiten das Esszimmer für den Hauskreis vor, ziehen eine Verlängerung des Tisches heraus, schleppen zwei Stühle herbei, passen so die Sitzkapazität an die Erwartungen an und harren der Menschen, die abends kommen werden. Zwischendurch überfallen mich meine häuslichen bzw. grundstücklichen Defizite. Inzwischen mag ich Gartenarbeit überhaupt nicht mehr und werde viel zu oft vom virtuellen Leben angezogen – öfter als mir objektiv gut tut. Ich kann mich in Storys emotional hineinversetzen als ob sie Wirklichkeit wären. Wie treibe ich mir diese ungesunde aber emotional voll erfrischende Unart aus? Meine Allerliebste ist jedenfalls not amused. Ich würde gern in eine kleinere Mietwohnung ziehen, weil das Grundstück mich viel zu sehr mental und körperlich herausfordert. Aber soll ich ein echt perfektes Haus aufgeben und mit einer Notlösung tauschen nur weil das umliegende Gelände mich nervt? Das wäre irgendwie auch doof. Wie ändert man sich massiv im Alter … – Der Hauskreis baut mich ein Stück auf. Wir sprechen über den Prediger Salomo mit seiner lebensnahen Weisheit. Es gibt ansprechende Beiträge, nachdenkenswerte Kommentare und ein feines, freundliches, humorvolles Beieinander. Selbst der Rotwein mundet im Anschluss an den „offiziellen“ Teil. Nachdem die letzten Gäste gegangen sind sitzen wir noch lange beieinander und lassen die Zeit verrinnen. Sehr spät im Bett überfällt mich der Tiefschlaf und hält mich so richtig wohltuend fest. Nett von ihm.

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Weg ist weg

Und wieder zieht ein neuer Tag ins Land mit sportlicher Aktivität für meine Aktive, ausschlafen für mich und wenig später ebenfalls Rumturnerei. Meinem Rücken gefällt es offensichtlich. Ich erwarte jeden Tag das Verschwinden einer Anzahlung von unserem Konto für die Reise im nächsten August. So viel Geld ein Jahr im voraus ist schon ein feines Polster für den Reiseveranstalter. Weg ist weg. Seufz. – Laura von Grün freut sich über die Sonne, die ihren Akku mit Saft versorgt. – Nach einem normalen, stillen Nachmittag, gleich im Anschluss an meine Abendandacht kommen zwei Gartenwerker vorbei, die in unserem Urwald ein bisschen aufräumen könnten. Mal schauen wie sich das monetär darstellen wird. – Abends wird es für mich ziemlich spät, wieder einmal ohne vernünftigen Grund. Ich bin wie ich bin, im Prinzip schon okay bis auf die im Alter immer spürbareren, lästigen Defizite 🤔😀🤨. Dafür fällt der Schlaf bestens aus. Das ist okay.

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Freie Bahn für Shorty

Gestern hatte ich drei Termine, heute zieht meine Mitbewohnerin diesbezüglich nach. Ich bleibe derweil zu Hause, schlafe sehr ausgiebig aus, knabbere mein Knäckebrot, überfliege gründlich 🤔 beide Zeitungen und stärke anschließend meinen Rücken. Dabei bemerke ich ganz nebenbei, dass draußen die Sonne vom Himmel lacht und mich eigentlich zum Laden von Laura von Grün auffordert. Aber erst als meine Abwesende wieder zur Anwesenden wird erinnert sie mich an diese notwendige Aktion. Danke vielmals! – Kaum ist die Mittagsruhe vorbei sammle ich kleine und mittlere Ästchen auf unserem Rasen ein damit Mr. Shorty freie Mähbahn hat. Dabei stelle ich mit Erschrecken fest wie verkrautet die Rasenkanten sind. Mangelnde Pflege heilt sich nicht von allein, ist die triviale Erkenntnis. Sofasitzen motiviert offensichtlich den Rasen zur intensiven Ausweitung seines Territoriums 😀☹️. Natur at work. Schließlich starte ich Shorty und integriere für diese Woche seinen ansonsten arbeitsfreien Mittwoch ins Mähprogramm. Hau ran, Alter! – Gott sei Dank erinnere ich mich rechtzeitig an meine Abendandacht, denn die am Morgen ist heute bereits unter den Tisch gefallen. – Das häusliche Abendprogramm ist Standard, ebenso das zu späte Zubettgehen. Der Schlaf ist sehr okay.

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Drei Termine für mich

Der frühe Bettausstieg setzt sich fort. Meine Tetanusschutzimpfung ist inzwischen schon zwölf Jahre her und es wird höchste Zeit für eine Auffrischung. Mir wird es wohl immer verborgen bleiben weshalb viele Mitmenschen so einen Aufstand um den kleinen Piks, den man kaum merkt, veranstalten. Unangenehmer können dagegen die Nachwirkungen werden, wenn der obere Oberarm ein paar Tage protestiert. Das nützt ihm aber nichts 😉🤔. – Nachmittags steht ein Treffen mit Freunden auf meinem Terminzettel, ein Meeting, das ich inzwischen liebe. Wir plaudern munter drauflos über alles was uns so bewegt. Feine Sache. Auf dem Heimweg scheint sich mein dritter Termin zu erledigen, weil eine Teilnehmerin absagt. Doch, unerwartet, stehen abends die zwei anderen Mitstreiter vor der Tür. So planen wir eben – Absage hin oder her – die verbalen Inhalte des nächsten Ostergartens durch und besprechen einen Terminplan. Wir kommen gut voran und nach einer guten Stunde steht alles fest. Ein Tag mit drei Terminen nur für mich hatte ich schon lange nicht mehr. Dafür hat meine Allerliebste morgen ebenfalls drei Verpflichtungen zu bewältigen. Interessante Entwicklung – muss aber nicht so bleiben 😇😀🤔. – Die übrige Zeit bis zur Nachtruhe verbringe ich mit Barnaby, dem englischen Chefinspektor. Sehr entspannend. Der Schlaf fällt deutlich besser aus. Fein.

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Zwei Taufen

Irgendwie wird das Frühaufstehen zur Gewohnheit, wobei, zugegeben, ist mein frühes Aufstehen ein langes Ausschlafen für viele andere 😉😀. Wir fahren zum Gottesdienst der Reformierten zur Taufe von Linda und Marlene. Die Pastorin hat eine gute Art mit Erwachsenen und Kindern umzugehen. Nach dem Gottesdienst geben die Eltern einen kleinen Sektempfang bevor wir uns wieder heimwärts begeben. – Am Nachmittag hören wir dem Pastor aus Bremen zu, der mich immer mehr mit seiner belehrenden, fordernden Art nervt – wenn er nicht nur so gute Gedanken hätte. Nobody is perfect. So schlucke ich meinen Frust hinunter und höre zu. So sehr mich „seine“ Botschaft anspricht – mein Pastor ist und wird er nicht – aber das ist ja sowieso kein Thema. Der Abend vergeht in gewohnter Weise, es wird ziemlich spät aber das macht nichts. Der Schlaf ist akzeptabel aber nicht berauschend.

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