Morgenandacht? Fehlanzeige!

Nach langer Zeit entfaltet sich fast ein Routine-Mittwoch mit beiderseitigem Sport und allem Pipapo – bis auf eines der wichtigsten Elemente: die Morgenandacht. Ja, dieselbe fällt heute total unter den Tisch. Wir beide denken an sie, doch versäumen wir diesem Gedanken Realität zu verleihen. Kann passieren, ist aber nicht gut ☹️😠. Ansonsten ist wenig zu notieren, der Lavendel wird von weiblicher Hand gekürzt, die außerdem Unkraut vernichtet. Ich gefalle mir gar nicht in meinen Aktivitäten, doch es geschieht, was geschieht. Immerhin erquickt und erfreut mich die Abendandacht, wenn mich auch die Rachegedanken des Königs David auf seinem Sterbebett, so nachvollziehbar sie auch sein mögen, stark irritieren. Eine andere Zeit, dieselben menschlichen Emotionen – geändert haben wir uns durch die Jahrtausende hindurch nicht. Schade eigentlich. – Die Soko Wismar, zwei Flugzeugabstürze und ein paar hochdekorierte, völlig unterschätzte Kampfpilotinnen, die ihre männlichen, arroganten, technikabhängigen Pendants total alt aussehen lassen prägen meinen Abend. Ich liebe diese genauso wunderschönen wie realitätsverachtenden Videos. Idiotisch aber emotional voll bewegend 😉🤔😇. Nun ja, eventuell etwas viel Emotion, denn der Schlaf kommt erst sehr spät und bleibt an der Oberfläche. Tja, Alter, so isses.

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Ein Honigdachs und eine Legende

Ein ruhiger Tag wickelt sich mit allen tagesüblichen Elementen ab. Nichts Neues unter der Sonne. Selbst der Abend bringt nur die virtuelle Begegnung mit dem Honigdachs, der weder Raubtiere noch Giftschlangen fürchtet, selbst Stachelschweinstacheln lassen ihn kalt. Es ist ein interessantes, angstbefreites Tier. Dann schaue ich mir noch Berichte über ein Fahrt mit der „Legend of the Sea“ an, dem größten Kreuzfahrtschiff der Welt, das gerade auf dem Mittelmeer herumschwimmt. Ich lerne, dass ein überwiegend amerikanisches und südländisches Publikum eine große Herausforderung für mich darstellen dürfte. Die Qualität, vom Schiff selbst, über die Verköstigung, die Shows, „Wasserspiele“ und die Crew scheint dagegen außergewöhnlich gut zu sein. Wäre ich jünger, könnte es mich durchaus reizen 😉😇. – Noch ein paar spannende Storys von wagemutigen Kampfpilotinnen, Familien mit Intelligenzproblemen und hirngeschädigten CEO’s und ich bin bettreif. Der Schlaf wirkt auf hohem Niveau. Sehr schön.

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Geburtstag

Meine Hausgenossin zieht altersmäßig gleich. Nach gut einem Monat sind wir wieder auf einem gemeinsamen Level. Von früh bis spät treffen Glückwünsche ein – wie üblich stellt mich ihre Beliebtheit eindeutig in den Schatten. Keine Frage die sozialen Kontakte gehen absolut auf ihr Konto. Ohne sie wäre ich fraglos ein abgeschotteter Eremit 😉. Toll wer alles an sie denkt! Wir gehen den Tag in aller Ruhe an. Wer uns besuchen will kann gerne kommen aber speziell eingeladen haben wir keinen. Natürlich schaut, bis auf drei Personen, niemand vorbei, denn ansonsten haben wir immer explizit Gäste eingeladen. Wer will es da schon „wagen“ einfach so aufzutauchen? Selbstverständlich ist uns das klar, denn wir wohnen zwar auf dem Dorfe, sind aber nicht vom Mond 😁😇. Wir genießen den ruhigen Tag und treffen uns am Abend in kleiner Runde. Es wird altersgerecht weder spät noch alkoholauffällig, diese Zeiten sind längst vorbei. Ich erlebe meinen zweiten Gedächtnisschock in dem ich wider offensichtliche daliegende Tatsachen einen intensiven Traum für Realität halte. Wie konnte ich die Fakten klar sehen und sich ein Traumfake dennoch in mein Gedächtnis einnisten? Eine Kleinigkeit? Wer weiß das schon … – Für uns zwei wird es normal spät, denn wir lassen uns Zeit mit dem Schlafstart. Die Nachtruhe ist tief, erholsam, mit den üblichen Einschnitten. Alles ist gut!?

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Konzentrationsmängel

Die Terrasse ist nass, die Temperatur auf 16 Grad gefallen und wir schwänzen den Open-Air-Gottesdienst in der Nachbarstadt. Stattdessen schalten wir uns in Bremen zu. Der Hauptpastor hat Urlaub aber der Lektor hält eine hörenswerte Predigt über ein Verhalten, das Gott gefallen kann. Ich muss mich dabei kritisieren, denn irgendwie bin ich nicht voll bei der Sache. Das ist nicht gut. – Dann zeige ich bei einem Datum eine völlige Desorientierung, ein Zeitempfinden, das auf mich äußerst fatal wirkt. Hoffentlich kein Grund zum Fürchten. – Nebenbei lasse ich meine Phantasie auf Chatti los und es entstehen ein paar „Kunstwerke“, die mir einfach nur Spaß bereiten. Ich staune wie Chatti Ideen umsetzt, Korrekturen annimmt und Ergebnisse produziert, die oft genug meine Vorstellungen übertreffen. Feine Sache. – Nachmittags spendiert meine Allerliebste, quasi als Vorgeschmack auf ihr vor der Tür stehendes Wiegenfest, ein Stückchen Käsekuchen. Sehr gut. Im übrigen hinterlässt der Tag bei mir keine besonderen Spuren – bis auf die Idee zum Geburtstagsbild für meine morgen altersmäßig gleichziehende Mitbewohnerin. Es wird bei mir etwas später, dafür ist der Schlaf tief mit Unterbrechungen. So ist er halt.

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Regen! Endlich!

Der morgendlichen Routine samt Turnerei folgen umfangreiche Nachträge zu meinem Tagebuch. – In der Küche lässt sich ein Schutzbrett unter den Herdplatten nicht ganz hineinschieben. Mit viel Überreden rutscht es schließlich in seine Endposition – leider hat sich mir die Ursache des Problems nicht erschlossen 🤔☹️. Zudem machen uns ein paar auf der Arbeitsplatte herumirrende Ameisen Probleme – wo kommen die Biester eigentlich her? Es sind zu viele um sie zu ignorieren aber zu wenig um ihre Spuren zu verfolgen. Merde. – Am Nachmittag lässt der Himmel wirklich, ich glaube es kaum, ein paar Tropfen herunterpieseln, gerade genug um die getrocknete Wäsche auf dem Ständer wieder leicht einzunässen. Egal, Hauptsache Regen! Ich hole die Wäschespinne wieder ins Haus und meine Allerliebste breitet die feuchten Stücke zum Nachtrocknen aus. – In der Nacht kommen endlich mal wieder acht Liter/qm herunter. Noch fünfmal die gleiche Menge und die Regenbilanz wäre wieder stimmig. Ich zweifle. – Die Abendandacht zeigt die letzten Tage des Königs David auf samt der leistenreichen Krönung seines Sohnes Salomo. An den Eskapaden, Tricks und Fouls hat sich in der Politik bis heute nichts geändert, egal welche Staatsform gerade die Bürger mehr oder weniger traktiert. – Ein paar Flugzeugunglücke, drei oder vier heroische Armeegeschichten und ein paar unlogische Storys verschönern mir den Abend. Es wird normal spät aber der Schlaf ist ganz okay. Geht doch.

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Abschied von Erich

Nach einem etwas reichhaltigerem Frühstück, ein ganzes Brötchen, fahren wir los Richtung Lüggau. Die Sonne strahlt uns an, die Klimaanlage kühlt uns ab und Laura schnurrt brav vor sich hin. Eine Stunde zu früh kommen wir am Friedhof an. Da ist keine Hektik wie in unserer Nachbarstadt mit Bestattungen im „Fließbandmodus“. Nein, hier wird alles in Ruhe vorbereitet, die Halle ist bereits fertig, der Sarg ist aufgebahrt, geschlossen wie hierorts üblich, die Kränze platziert und auf dem Boden sind Sträußchen von den Enkelkindern, für jedes eins mit kleinen Trauerschleifchen. Auf dem Boden davor sind Rosenblätter verstreut – emotional und würdevoll. Das Institut beherrscht sein Metier. Langsam treffen die anderen Trauergäste ein. Schade, dass man sich fast nur zu solchen Ereignissen begegnet. Man müsste sich viel öfter besuchen, ja, man müsste … Die Pastorin findet die richtigen Worte und führt uns das Leben und den Glauben des Verstorbenen liebevoll vor Augen. Gottes Wege sind immer wieder überraschend, denn so wird ein Mann, der sein Leben lang strengstens dagegen war, dass Frauen Pastoren werden, von einer Pastorin zur letzten Ruhe geleitet. Ich kann mir nicht helfen, Gott muss einen stillen, tiefsinnigen, auf den Punkt zielenden Humor haben. Es schließt sich ein Kaffeetrinken an, das meine Begleiterin zu zahllosen Gesprächen nutzt. Mir ist, warum auch immer, nicht so danach wiewohl ich mich natürlich mit dem einen oder anderen austausche. Mein Alter wird mir schlagartig bewusst als sich eine mir völlig unbekannte Frau als Tochter eines Verwandten entpuppt, die immer noch als kleines Mädchen in meinen Gedanken herumschwirrte. Wow, faszinierend. Zum Abschluss gibt es noch eine kurze Andacht, die in anderen Kreisen fast Gottesdienstlänge hätte, aber mir ist das inzwischen voll vertraut. – Die Heimfahrt gestaltet sich völlig unproblematisch und der Abend mit zwei uralten Folgen von ‚Death in Paradise‘ – statt einer etwas jüngeren der ‚Chefin‘ – recht entspannend. Für mich wird es normal spät, gefolgt von einem tiefen, erholsamen Schlaf. Perfekt.

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Alltag trifft Hauskreis

So langsam bindet sich mein Leben wieder in die Alltagsabläufe ein. Selbst geturnt wird heute und die Morgenandacht „verteidigt“ ihren Platz 😀. Sehr schön. Zudem wird den letzten drei Fenstern ihre Reinigung zuteil. Bis auf den einen oder anderen verlorenen Putzstreifen sind sie wieder voll durchsichtig 😉. – Der Sohn eines Freundes leiht sich unseren Pavillon aus, so kommt dieser zu weiteren Einsätzen und muss nicht im Keller vor sich hin darben. – Ich plane unsere Beerdigungstour für den morgigen Tag, sehe keinerlei Probleme auf uns zukommen, sogar Laura von Grün hat genügend Power im Akku um uns hin und zurück zu bringen. Gut so. – Abends trifft sich unser Rotweinhauskreis wieder. Es geht ein wenig sommerlich lahm zu, erst kommen wir nicht in Fahrt und dann scheinen wir uns mit persönlichen Beiträgen schwer zu tun. Dabei ist die Heilung des Blinden und die Auseinandersetzung mit den Pharisäern eigentlich ein spannendes Ereignis. Nun ja, so ist es halt manchmal. Der Austausch im Anschluss erscheint mir, ein zutiefst persönlicher Eindruck, ebenfalls nicht so schwungvoll wie sonst zu sein. Möglicherweise nehme ich es auch nur so wahr, weil ich mich selbst ein wenig zurückhalte. – Wir sind dennoch recht spät daheim zurück und verzögern trotzdem die Bettruhe spürbar. Die Nacht fällt für mich ziemlich unterbrechungsreich mit mittelmäßigem Schlaferlebnis aus. Was soll’s, ich bin Pensionist.

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Der Tag danach …

… beginnt mit ausschlafen. Das hebt die Stimmung schon am Morgen. Wunderbar. Ein letztes Mal gönne ich mir ein Brötchen bevor ich morgen mit dem trockenen Knäckebrot mein übliches Frühstücksmahl fülle. Ich lese wieder die Zeitung, die ich im Urlaub arg vernachlässigt hatte. Das Turnen fällt heute noch flach aber die Morgenandacht erhält wieder ihr Alltagsniveau. Meine Allerliebste nimmt sich des ersten Koffers mit der Schmutzwäsche an und ich bereite mich geistig moralisch auf das Fensterputzen vor. Das große Wohnzimmerfenster ist immer am unhandlichsten und erfordert mancherlei Verrenkungen. Aber mit dem Fenstersauger von Kärcher geht das Putzen recht gut von der Hand. Heute schaffe ich zehn von dreizehn Scheiben und morgen warten noch die restlichen drei auf mein Eingreifen 🤨🤔. – Ganz nebenbei habe ich auch unsere Technik wieder an ihren Plätzen verstaut, sogar die Abendandacht gelingt nach dem langen urlaubsbedingten Ausfall. Mir wird immer verborgen bleiben, weshalb ich im Urlaub mit aller Zeit der Welt keine Gelegenheit zur Abendandacht finde. Muss wohl ein tiefes Geheimnis darin verborgen sein 😉. – Die Soko Wismar ist interessant, eine nette Unterhaltung am Vorabend. Ansonsten verfolge ich drei Flugzeugunglücksfälle, zwei gehen gut aus, einer völlig schief. Zwischendrin noch ein oder zwei YouTube-Storys im altbekannten Strickmuster, ein Lebenslauf von Meister Nadelöhr samt Pittiplatsch dem Lieben, zwei Berichte aus den USA und ein ganz klein wenig den Zauber rund um die Sonnenfinsternis. Meine Zeit, okay, es wird dunkel – aber das wird es jeden Abend – ein natürliches Phänomen, das leicht zu erklären ist. Erstaunlich wie viel Menschen sich davon faszinieren lassen. Aber sollen sie doch – viel wichtiger wäre es aber für sie den Schöpfer persönlich kennenzulernen, der hinter all dem steckt. Nun denn … Es wird spät dafür ist der Schlaf mies und unterbrechungsreich. Das ist nicht schön. Seufz.

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