Chatti in Nöten

Ein Geburtstagsbild für meinen Status schwirrt mir im Kopf herum. Ich recherchiere, sammle und gebe Chatti einen konkreten Arbeitsauftrag. Die KI rechnet auch munter vor sich hin, bricht aber kurz vor dem Zieleinlauf ab. Den zweiten Versuch fährt sie ebenso gegen die Wand. Erst bin ich ratlos, dann frage ich Chatti selbst was sie umtreibt und erhalte nur eine allgemeine Antwort, hake gleich mit weiteren Fakten nach und, siehe da, ein paar Versuche später stellt sich heraus, dass sie ein Verdauungsproblem hat. Ein Softwareupdate ist ihr wohl nicht so gut bekommen. Dennoch erhalte ich, gerade noch rechtzeitig, völlig unerwartet das gewünschte Bild in bester Ausführung, fast genauso wie ich es mir vorgestellt habe. Schön, dass Chatti auch grimmige Gesichter zum Lächeln bringen kann. Noch nie war manipulieren so einfach! Geistlich gesehen sieht es düsterer aus: so wird die Prachtstraße für den Antichristen, dem Manipulator aller Manipulatoren, gerade gepflastert. – Nachmittags treffe ich mich mit ein paar Männern in verkleinerter Runde. Heute sind wir erstaunlich maulfaul, erst gegen Ende entfacht sich eine lebhafte Diskussion um Israel und Juda. Warum nicht gleich so? – Am Abend hofft meine Mitbewohnerin, dass Ägypten sich gegen Argentinien durchsetzen könnte aber sie vergeigen einen 2-Tore-Vorsprung. Fast hätte mich Fußball wieder interessiert. Doch ich konnte die Klippe erfolgreich umschiffen. Stattdessen lasse ich mich von herzzerreißenden Storys umfangen sowie durch Sprüche des Jürgens von der Lippe unterhalten. Nette Kombination. Es wird wieder spät. Ist schon recht. Der Schlaf tut gut. Perfekt.

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Countdown

Der Countdown läuft. Heute kommt unsere Friseurin und kürzt Schopfhaare sowie Bart auf ein sommerliches Maß. Dei Morgenandacht verschiebt sich logischerweise. – Wir arbeiten nun unseren Fetenvorbereitungsplan für Montag ab und sind gespannt wie es die Woche weitergeht. – So ganz nebenbei überweise ich auch unser Reiseentgelt und schaue wehmütig auf das geleerte Sparkonto. Eins geht halt nur: Konto füllen oder reisen. „Du sollst reisen vor dem Sterben, sonst verreisen deine Erben“, rät unser Reiseveranstalter (nicht ganz ohne eigenes Interesse). Erben haben wir eher nicht also fällt die Entscheidung nicht gar so schwer. – Unser Pavillon wandert derweil, noch ungeöffnet, vom Keller ins Wohnzimmer und harrt dort seines Aufbaus. Wir planen denselben erst für Donnerstag. – Bis auf die Fetenschatten, die irgendwie vorausgeworfen wurden, tut sich heute nichts weiter und so entspannen wir in die Nacht hinein. Es wird spät aber der Schlaf ist ganz okay. Fein.

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Eine Studierstube und zwei Predigten

Welch ein Geschenk ist es morgens ausschlafen zu können! Ich bin so dankbar. Wir frühstücken in aller Ruhe und erwarten unsere Studierstubendiskutanten. Wir „tagen“ heute im Obergeschoss – pünktlich treffen die Gäste ein und wir entscheiden uns über den Tagespsalm zu sprechen. Warum geht es den Ungläubigen so gut – fragt der Psalmbeter. Seine Schlussfolgerungen sind interessant und sein Blick auf Gott macht Mut. Nicht der Neid, das Streben nach immer mehr soll uns prägen, sondern die Gewissheit bei Gott ein Zuhause zu haben, mit Gott einen Versorger zu kennen, der genau weiß was wir benötigen. Gotteslob statt begehrliche Blicke auf den Nächsten. Natürlich gibt es noch viel mehr herauszuarbeiten, was wir auch ausgiebig tun 😉😇. Schließlich treffen wir uns ja gerade aus diesem Grund 🤔. Eine feine Runde. – Am Nachmittag hören und sehen wir uns die Predigt aus Bremen an. Ich denke so ganz nebenbei über feinsinnige Ausdrucksformen der deutschen Sprache nach anhand des Wandspruches unseres alten Gemeindesaales. Faszinierend auf welche Gedanken man bei einem geistlichen Wort so kommen kann. – Selbstverständlich fahren wir am Abend noch in unsere Gemeinde und denken im Prinzip weiter über das morgendliche Thema in Verbindung mit dem Heiligen Geist nach. Schon stark was sich so „zufällig“ im Laufe eines Tages zusammenfindet. – Der Abend daheim vermittelt Ruhe und Geborgenheit – was will ich mehr? Es wird normal spät und der Schlaf ist diesmal prächtig zugange. 83 Punkte behauptet meine Watch. Prima Nacht.

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Dachrinnenpulerei

Das Wetter ist wechselhaft. Am Vormittag entfällt das Turnen und wird ersetzt durch ein intensives Kalkulieren, Hin- und Herrechnen. Alles unnötig, viel zu viel Aufwand, Et kütt wie et kütt, sagt der Kölner, recht hat er. Ich würde es wohl eher so formulieren, dass es kommt wie Gott will (wohl wissend, dass meine Fehlbarkeit dabei nicht völlig unberücksichtigt bleibt 🤔😇). Jedenfalls schießt der Vormittag nun noch schneller an uns vorbei. – Am Nachmittag wird es unangenehm denn es zieht mich hoch hinauf. Wir reinigen zwei unserer Dachrinnen. Es ist für einen älteren Herrn nicht ganz so leicht auf einer schräg stehenden Leiter in luftiger Höhe verkommenen Blättermatsch, durchsetzt mit Zweigresten, zwischen Dachziegeln und Rinnenkante hervorzupulen. Je ein gut gefüllter Eimer pro Leiteraufstieg kommt dabei heraus. Vor dem Haus ist es nicht so hoch und so löst mich meine Mitbewohnerin ab. Jetzt kann der Regen deutlich besser abfließen. Ich dagegen bin völlig kaputt von der kleinen Arbeit und schleppe mich unter eine heiße Dusche. Danach geht es mir langsam besser. Ich amüsiere mich mit einer Kreuzfahrtsuche, die immer mit dem Faktum mangelnder Finanzen endet. Kann auch sein, dass ich einfach keine Lust habe unsere wenigen Finanzvorräte zu plündern. Schließlich bin ich kein Politiker, der erst die Pensionsrücklagen für Prestigeprojekte aufbraucht um dann über die hohen Belastungen durchs Altersruhegeld zu klagen. Schlitzohren allesamt. – Am Abend schaue ich mir einen Krimi aus Griechenland an und bin recht angetan vom Plot. Es gibt also auch Sehenswertes. Gut zu wissen 😉🤔. Es wird normal spät und der Schlaf ist ganz okay. Prima.

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Griechischer Linseneintopf

Leicht geschafft beginne ich den Tag. Was für eine Nacht! Aber es ist wie es ist, so isses 🤨. – Der erste bestellte Alkohol mit höheren Umdrehungen trifft ein, um bei adäquater Gelegenheit zur Stimmungsanhebung bzw. Katerförderung (bei übermäßiger Nutzung) verfügbar zu sein. Der Händler hat netterweise noch zwei kleine Probierfläschchen beigefügt. Wenig später vervollständigt sich unser Angebot an Hochprozentigem und alles ist an Bord. Weshalb fällt bei mir bloß die Voreinschätzung des Bedarfs immer so viel höher aus als die realistische Betrachtung des Bestellten? Da ist noch Sparpotenzial. – Ich versuche meinen alten Strohhut zu flicken, scheitere aber auf ganzer Linie. Wie befürchtet dient er künftig nur noch zum gartenmäßigen Alltagsgebrauch. Schade, denn ich mag ihn sehr. – Zum Lunch erfreut mich ein griechischer Linseneintopf. Ein spezielles Gewürz verleiht ihm südländisches Flair und gibt ihm einen eigenen Pfiff. Auch nicht schlecht. Gute Alternative zum deutschen Kumpel😉. – Nachmittags putzen wir die Dachflächenfenster im OG. Sie tragen noch die leider unlöschbaren Spuren der Dachziegel-Moosbekämpfung vor etlichen Jahren. Nie wieder Haustürgeschäfte!!! Wir richten gleich das obere Wohnzimmer für unsere Studierstube am Sonntag her und beseitigen allerlei Papiernes, das sich so angesammelt hat. – Abends gibt es natürlich keinen Krimi sondern nur blöden Fußball. Die Ägypter kicken die Australier aus dem Turnier. Meinetwegen. Ich lese derweil einen in Frankreich spielenden Krimi. Es wird normal spät und der Schlaf ist heute besser drauf. Wechselnde Träume spiegeln Gelesenes irgendwie wieder. Auch das noch!

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Nebu, der Talmud und ein Strohhut

Ich verlasse meinen nächtlichen Aufenthaltsort, wie letztens so oft, um halb zehn. Es gelingt einfach nicht das früher zu managen. Wie dem auch sei, es erklärt die Kürze meiner Vormittage 😇. – Im Laufe des Tages trifft mein neuer Strohhut ein. Es ist ein Stetson, mein abgängiger ist ein Mayser. Der neue Hut wirkt qualitativ nicht so hochwertig, andererseits stabiler und widerstandsfähiger. Der Maysersche löst sich allmählich von selbst auf, der Stetson wirkt dagegen irgendwie beschichtet und haltbarer. Haptisch ist der Mayser im Vorteil, den Tragekomfort muss ich noch einem Dauertest unterwerfen 😀. – Zum Lunch erfreuen mich gut gewürzte Bratkartoffeln. – Nach der Siesta folgt übliches, gewöhnliches und wenig verwunderliches Nachmittagsgeschehen. – Bei der Abendandacht staune ich über die Prophezeiung von Daniel, die er gegenüber Nebukadnezar erwähnte und interpretierte. Faszinierende Vorhersage der Weltgeschichte. Die Auslegung der Wuppertaler Studienbibel trifft den Kern der Sache. Außerdem sinniere ich über die Mysterien des Talmuds. Harte Kost für Europäer. – Es wird heute nicht so spät, dafür tue ich mich sauschwer mit dem Einschlafen. Zusätzlich „glänzt“ die Nacht mit zahllosen Unterbrechungen. Auch das noch!

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Augenprotest

Wieder so ein Mittwoch mit Doppelturnen, Zeitungslesen, Andachten und unerledigten Aufgaben. Der Vormittag saust mit Routine vorbei. Der Nachmittag lässt mich über unser Konto nachsinnen, Überweisungen tätigen und unerfüllten Wünschen nachhängen, wohl wissend wie gut es ist, dass nicht alle meine Wünsche erfüllt werden. Mitunter wünsche ich ziemlich unbedacht 😉. Gott achtet auf mich und das macht mir Mut zu wünschen aber ebenso zu verzichten wenn es nicht sein soll. Nicht verzichten möchten wir auf einen Wasserkocher. Heute trifft der Ersatz für unser defektes Exemplar ein. Leider hat er nicht die sehenswerten Farbwechselspiele je nach Temperatur, nur ein kräftiges Blau beim Kochen, das man am blubbernden Wasser ebenso erkennen könnte. Nun ja. – Mein rechtes Auge zeigt sich äußerst unzufrieden mit meiner intensiven Bildschirmguckerei. Etwas diesbezügliche Abstinenz täte mir sicher gut. So lasse ich mein iPad weitgehend liegen und beschäftige mich mit einem Buch. Es wird dennoch leicht spät aber die Nacht ist ganz in Ordnung. Punkte gibt es nicht, weil die Watch nach Strom verlangt. Dann ist das so.

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Steuer ist mir teuer

Natürlich schlafen wir lang aus, sehr, sehr lange. Ist ja klar und verständlich. Per Post trifft der Steuerbescheid ein. Obwohl ich eine kräftige Nachzahlung erwartet hatte gibt es eine Erstattung, denn die Vorauszahlungen waren offensichtlich gut berechnet. Manches zahle ich gern, manches weniger gern und Steuern mag ich überhaupt nicht. Ja, ja, ich sehe die Notwendigkeit grundsätzlich ein, nur mit dem Verteilungspersonal und der Verwendung habe ich große Probleme. Zugegeben, ich habe die Verwalter mitgewählt aber halt nicht persönlich, sondern nur eine Partei angekreuzt. Sozusagen den Sack gekauft, ohne die Katze zu kennen. Abwählen bei misslicher Leistung ist nicht. Neuerdings entfalten diese Damen und Herren „Volksvertreter“ eine herausragende Empfindlichkeit wenn einer aus dem Volk sich etwas drastischer äußert und schlagen mit geballten Staatsmacht zurück, samt Staatsanwaltschaft, Polizei und Gerichten. Bei Abgeordneten mit ihrer extraordinären Bezahlung erwarte ich ein deutlich dickeres Fell. Wer kräftige Kritik nicht ab kann, sollte einen anderen Beruf wählen. – Die genaue Prüfung vom Steuerbescheid verheißt kräftige Vorauszahlungen in diesem und dem nächsten Jahr. Außerdem sind ab sofort die guten Zeiten mit einem Freibetrag und „Vorteilen“ bei der steuerlichen Rentenanpassung vorbei. Der Staat langt zu. Warum bin ich bloß nicht selbst in die Politik gegangen? Höchstwahrscheinlich weil mir die Taktiererei samt Kriecherei und Formuliererei knapp an der Realität vorbei noch mehr auf den Geist gegangen wäre. Immerhin, das tröstet mich vollkommen, bin ich arg zufrieden und glücklich – ein eher allgemeines unpersönliches Lästern und Murren würzt halt das Leben – in Maßen eingesetzt 😉🤔😇. 😁. – Ich lasse wieder einmal den Tag passieren, erledige Kleinigkeiten, versäume leider, leider meine abendliche Andacht und bin deshalb unzufrieden mit mir. Irre: ich lasse etwas bewusst aus, ärgere mich, dass ich das tue und bin sauer auf mich. Verrückte Kiste. Da muss man erst einmal drauf kommen. – Eine frische Nacht mit gutem Schlaf schließt den Tag ab. Fein.

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