Deutschland analog

Ausschlafen, frühstücken. Zeitung lesen, Andacht, der Vormittag startet stinknormal. Doch ein lange geplanter Termin im Klinikum unterbricht die Routine. Es ist keine große Sache, eher ein Termin der online ebenso denkbar wäre, aber im deutschen Gesundheitswesen ist so ein Gedanke pure Science Fiction. Deutschland digital, eine unendliche Geschichte. So zieht sich die kurze Sache lang hin mit dem kliniktypischen Wartemarathon. Isso. Selbst als Laie fällt mir auf, wie viel man dort digitalisieren und beschleunigen könnte, wenn man nur den ernsthaften Willen dazu hätte. Aber es geht ja auch so und sie haben das ja schon immer so gemacht. Seufz. So findet unser Lunch sehr spät statt, der Mittagsschlaf wird zur Vorabendruhe 😉😀 und der Tag ist auf einmal viel zu früh vorbei. Zwangsläufig wird es bei mir wieder spät. Der bereits früher erwähnte Netzwerkstecker hat den ganzen Tag durchgehalten, nur kurz vor der Bettzeit sieht es so aus als hätte er wieder eine Pause eingelegt. Das schaue ich mir aber erst morgen genauer an, voll nervig das Teil. Kann die Firma nicht einmal etwas komplett richtig machen? Offensichtlich nicht. So ist sie halt. – Der Schlaf ist recht gut, die Unterbrechungen halten sich im Rahmen. Nette Nacht.

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Quicklebendiger Bibelkreis

Natürlich liegt wieder Schnee. Erschreckend wie sich der Winter an die früheren Tage erinnert. Muss das wirklich sein? – Endlich wieder Fußpflege, es ist ein gutes Zeichen, dass ich es so lange ausgehalten habe. Die Nägel gestalten ihr Wachstum offensichtlich in einer für mich weniger quälenden Weise. Fein. Im Anschluss holen wir Blumen aus dem Nachbarort, fahren weiter in die Samtgemeinde zu den Supermärkten und stellen fest, dass das Streusalz ausverkauft ist. Völlig ausverkauft. Bei Amazon wäre es noch lieferbar aber zu Mondpreisen. Faszinierend. – Nachmittags ist meine Hochaktive schon wieder unterwegs, offensichtlich sind wir auch mental wieder zu Hause angekommen, keine Frage. – Abends fahren wir zu Bibel und Brot in unsere Gemeinde, erleben eine quicklebendige Runde, die über den ersten Bibelvers nicht hinauskommt, weil so viel dazu zu sagen ist. Dann ist das so, denn die Bibel ist tatsächlich unausforschlich. – Daheim wird es wieder spät obwohl ich früh ins Bett wollte aber das funktioniert irgendwie nicht so richtig. So bin ich halt. Seufz. Der Schlaf ist kurz fest und dann unterbrechungsreich mit Traumphasen. Irre.

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„Was nützt mich das?“

Letzte Woche habe ich mich noch gefreut, dass der neue Stromspeicher endlich funktioniert und jetzt fällt alle naselang ein Stecker aus und blockiert den Datenfluss. Wackelkontakt. Etwas ruckeln, schieben, ziehen und die Daten fließen wieder – bis zum nächsten Stillstand. Auf die Schadensmeldung an den Naturenergieladen erhalte ich sogar eine Antwort aber „die nützt mich nichts“ solange kein Techniker den Netzwerkstecker repariert. Teilweise ist es schlimm, dann hält die Verbindung wieder erstaunlich lange. Seufz. – Draußen hat es erneut geschneit, meine Lebenslanggefährtin will einen frühmorgendlichen Termin wahrnehmen und ich darf Laura aus der Garage fahren. Dabei bemerken wir, dass eine Abdeckung vorne rechts herunterhängt, nur noch von einer Befestigung gehalten. Ich entferne die Plastikhaube und so kommt zu ihrem ersten und ein zweiter Termin hinzu. Das braucht Zeit, ich turne erstmals wieder daheim herum und stelle fest, wie schwer es mir fällt in den alten Rhythmus hineinzukommen. – Am Nachmittag treffe ich mich mit meiner Männerrunde, das erste Mal nach mehreren Wochen. Die Hündin, einziges weibliches Wesen dabei, begrüßt mich besonders herzlich, denn ich habe wie gewohnt ein paar Leckerlis dabei. Wir Männer denken an alte Zeiten zurück, tauschen uns über Photovoltaik aus, über KI und mancherlei andere Themen. Nette Runde. Leider schneit es derweil wieder und ich darf nach Hause rutschen. Winter mag ich nicht, erst recht nicht solche Winter wie sie früher üblich waren und sich nun wohl wieder einschleichen wollen. Ich will zurück nach Madeira! Aus Gnatz bleibe ich lange auf aber „was nützt mich das?“ Nix und abermals nix. Seufz. Der Schlaf hat diesmal Träume mitgebracht zusätzlich zu den üblichen Unterbrechungen. Auch das noch!

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Neue Konfirmanden

In unserer Gemeinde werden die Konfirmanden vorgestellt. Wir machen uns mit der Überzeugung auf den Weg es sei die übliche Vorstellung kurz vor der Konfirmation. Weit gefehlt! Es ist die Truppe, die gerade erst ihren Unterricht begonnen hat und sich neu zusammenfinden muss. Erst bin ich etwas enttäuscht aber als ich endlich merke um was es wirklich geht, bin ich sehr angetan vom Gottesdienst. Prima Idee und eine gute, inhaltsreiche Predigt. Ein feiner Gottesdienst! Das gemeinsame Mittagessen spare ich mir allerdings, das ist nicht so meins. – Am Nachmittag setze ich erfolgreich meine Idee für das zweite iPad um. Perfekt. Mit dem Ausprobieren der Geräte sind wir gut beschäftigt bis wir irgendwann im Seniorenbett unsere nächtliche Ruhestätte finden. Der Schlaf ist ganz okay (man gewöhnt sich dran, seufz).

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Installationsfreuden

Während ich mein Knäckebrot genussvoll im Mund zerbrösele, lässt sich meine Allerliebste ein all-in-Frühstück in der Kirche munden. So hat jeder das, was er mag. – Am Vormittag trifft mein neues iPad ein und ich darf die Freuden (und Leiden) zweier Konfigurationsakte durchleben. Das Neue macht zunächst wenig Mühe, erst als ich eine naheliegende eSim-Übertragungs-Idee verwerfe und eine komplizierte Variante versuche zu realisieren scheitere ich komplett. Ich brauche einige Zeit ehe ich merke, dass ich genau das getan habe, was ich vermeiden wollte. Noch eine Weile vergeht bis ich schließlich merke, dass das gar nicht mal so schlecht ist 😉. Genau genommen hätte ich das von Anfang an so tun sollen. Doch so habe ich den Weg mit dem alten iPad, das meine Mitbewohnerin übernimmt, unnötig verkompliziert. Daran habe ich zu kauen und es klappt heute nicht so wie ich es will. Also nehme ich mir vor eine Nacht darüber zu schlafen, damit mein Geist sich beruhigen und den Weg für neue Lösungen frei machen kann. Schritt für Schritt ist fast immer besser als stürmisch gegen die Wand laufen. – Am Nachmittag treffen wir uns mit Freunden zu einer kleinen nachgeburtstäglichen Runde. Im Alter transformieren sich Feten immer häufiger zu Kaffeerunden, ein ganz normale und altersgerechte Entwicklung. Ich beobachte mich mit einem hintergründigen Lächeln. Stark. – Diese kleine „Installationspause“ trägt schon erste Früchte, eine Idee schafft sich Raum. Ansonsten verläuft der Abend in den üblichen Bahnen. Der Schlaf ist ganz okay.

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Frühkoffer

Um – gefühlt – Mitternacht klingelt es. Wie? Was? Wo? Warum? Tatsächlich ist es halb acht. Die Koffer sind da, dreieinhalb Stunden zu früh, bei der Bahn würde der Verantwortliche im hohen Bogen aus dem Unternehmen fliegen. Im Schlafanzug nehmen wir das Gepäck entgegen und legen uns danach wieder nieder. Das wirklich Positive daran ist, dass meine Liebste nun nicht allein an einer Urnenbestattung teilnehmen muss. Ein langjähriges Mitglied unserer Gemeinde ist heimgegangen zu seinem ewigen Vater. Die Pastorin wickelt die Beerdigung würdig, einfühlsam und tröstlich ab. Am Grab spielt einer ihrer Söhne noch das Lied „Jesu geh‘ voran“ auf der Mundharmonika. Ergreifend. Wir nehmen Abschied vom Verstorbenen und kondolieren seinen Söhnen. – Am Nachmittag leeren wir unsere drei Koffer (Reiseroute: Bremerhaven-Hamburg-Niederaula-unser Dorf) und häufen Berge von Schmutzwäsche an. Etwas traurig schaue ich auf meine Blazer, die völlig unnütz mitreisten. Bei MeinSchiff gibt es halt kein Gala-Dinner, es geht allezeit locker flockig zu. Komisch, irgendwie habe ich das Festliche vermisst – warum eigentlich? Nicht zu fassen 🤔🤨. So begeben sich die meisten Teile auf den Weg zur Waschmaschine und ein paar landen direkt in den Schränken; flugs sind die Koffer leer. Abends lockt mich Olympia überhaupt nicht, das YouTuben ist auch nicht das Gelbe vom Ei, dennoch wird es spät. Die Nacht ist geteilt – guter Schlaf zunächst, dann folgen mancherlei Unterbrechungen. Kenne ich ja schon. Seufz.

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Home again

Meine ziemlich aktive Lebenslanggefährtin hat heute schon frühmorgens einen Termin. Ich darf ausschlafen. Endlich wieder ein kärgliches Frühstück wie ich es liebe, dazu Milchkaffee, der an Bord zugegebenermaßen eine Klasse besser war. Dann ist das so. Wir lassen es langsam angehen, denn in den 5 Wochen hat sich einiges angesammelt. Nach und nach können wir das abarbeiten. Ich gebe für die Photovoltaikanlage meine Umsatzsteuererklärung für 2025 ab. Für das Jahr 2027 darf ich künftig zur Kleinunternehmerregelung wechseln und mir diesen Steuermist ersparen. – Mit einem Freund widmen wir uns der Speicherinstallation für die Fotovoltaik. Im Laufe des Tages funktioniert die Software endlich. Jetzt muss ich nur noch den geliehenen Switch gegen ein eigenes Teil austauschen. Ist das geschehen und alles funktioniert weiterhin wird die Rechnung fällig. – Nach den Erfahrungen im Urlaub leite ich die Außerdienststellung des iPads meiner Allerliebsten ein, es ist arg in die Jahre gekommen und erhält schon längst keine Updates mehr. Genau genommen ist das auch eine Art der Geldschneiderei, denn der technische Fortschritt ist so groß nicht. – Am Abend fahren wir zum Hauskreis. Es ist eine kleine, nette Runde und ich kann mein auf der Kreuzfahrt erworbenes Wissen zur KI erstmals auf Nikodemus ausprobieren. Nikodemus ist die KI des Bibelservers. Das Ergebnis ist überraschend überzeugend und bereichernd. Wir plaudern bis früh in die Nacht; daheim bleibe ich dann noch bis spät in die Nacht aktiv. Des Menschen Wille … So toll ist das nicht, zum Glück ist der Schlaf schwer aktiv und sorgt für eine nette Nacht. Wieder zu Hause!

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Abenteuer Deutsche Bahn

Die Kabine übergeben wir zeitgerecht dem Housekeeping. Unsere Nachnutzer stehen vielleicht schon in der Schlange im Cruise-Terminal. Sollen sie doch. Ich nutze die Gelegenheit um endlich mal wieder ohne Frühstück auszukommen, werde netterweise von meiner ‚Freundin eines gepflegten Tagesbeginns‘ mit einer Tasse Milchkaffee überrascht. Toll. Gegen zehn Uhr schiffen wir aus, ich leise seufzend, und lassen unser ach so fürsorgliches, schwimmendes Senioren-Domizil zurück. Die kalte Welt hat uns zurück und im Griff 😉. Ein Shuttlebus besorgt den Transfer zum Hauptbahnhof Bremerhaven. Mit Erstaunen sehe ich, dass dieser mit seiner Tristesse locker mit dem Wolfsburger toppt. Natürlich sind wir zu früh, es laufen nach und nach immer mehr Mitreisende vom Schiff auf, pärchenweise mit zwei, drei oder mehr Koffern. Nach der Wartezeit startet das berühmt-berüchtigte Bahnkundenballett. Durch den Tunnel hindurch nehmen wir (Rolltreppen: Fehlanzeige) Aufstellung auf Gleis 2. Zehn Minuten vor Abfahrt dirigiert man uns auf die andere Seite, Gleis 3. Dort fährt zwar ein Zug ein aber es ist der falsche. Noch drei Minuten bis zur planmäßigen Abfahrt. Die Bahn ruft nun zum Koffertanz: der Regionalexpress kommt auf Gleis 5! Wir sind dankbar, dass wir nur mit Handgepäck reisen, andere wuchten ihre Koffer durch den Tunnel zum Bahnsteig nebenan. Die Bahn sorgt eben für Bewegung. Immerhin finden wir im Regionalexpress Sitzplätze. Pünktlich erreichen wir Hannover, doch unser Gleis ist nicht frei und so „erwarten“ wir uns eine zehnminütige Verspätung, um den Anschlusszug auch garantiert zu verpassen. Das schafft die Bahn tadellos😠😩🤔. So gewinnen wir Zeit für ein Leberkäsbrötchen beim Wurst-Basar. Überpünktlich erwarten wir schließlich den nächsten Zug auf dem korrekten Bahnsteig. Die dortige Anzeigetafel ist zwar leicht verwirrend, das klärt sich aber später. Angekündigt ist der ‚Enno‘ für die Gleisabschnitte D bis F. Dort sehen wir ihm geduldig entgegen. Er fährt tatsächlich dort ein, hält aber erst im Bereich A bis D. So kommen wir Fahrgäste zu noch mehr Bewegung und besonderen sportlichen Herausforderungen an den Türen. Mit Müh‘ und Not ergattern wir Notsitzplätze. Ein Geschenk! Eine Stunde später als geplant kommen wir „pünktlich“ am Zielbahnhof an. Diese Fahrt transformiert alle meine Vorurteile über die DB zu Urteilen. Ist doch auch schon mal was. – Ein Freund holt uns ab. Unser Haus ist innen gar nicht mal so kalt. Der Heizölbestand hat sich dagegen trotz Abwesenheit deutlich reduziert. So entleeren wir unser Handgepäck, sehen die Post durch, weisen liegengebliebene Rechnungen an und gewöhnen uns langsam an die gewöhnliche Speise sowie an fehlende 7 Restaurantalternativen. – Für mich wird es endlich mal wieder spät. Der Schlaf hat ein Heimspiel und kehrt seine Stärken heraus. Das tut gut.

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