Moderation, Defizite und Fußball

Wir frühstücken und eilen danach in unsere Gemeinde. Der Gastpastor ist samt Freundin schon vor Ort. Wir stimmen uns kurz ab und erfahren Gottes Segen sowohl in der Moderation als auch bei der Predigt. Die Lieder gehen wir perfekt „ins Ohr“ – ein inhaltsreicher, frohmachender Gottesdienst. Wunderbar. Danke, Gott! Hinterher plaudern wir noch ein wenig, sind dennoch relativ früh wieder daheim. – Nachmittags hören wir Pastor Latzel aus Bremen zu. Ich mag seine Predigten durchaus aber seine Art geht mir manchmal „auf den Puffer“, zu viel Offiziersgehabe. Ja, ich habe da meine Empfindlichkeiten und so werfe ich diese Kritik nicht ihm sondern mir vor. Da muss ich wohl noch deutlicher an mir arbeiten. Seufz. – Abends kicken die Profis wieder, diesmal schieben Spanien und Argentinien die Bälle hin und her. Sollen sie doch. Schön, dass wir die Großleinwand haben und ich dieser Keilerei nicht zusehen muss. Schließlich gewinnt, so heißt es, der deutlich bessere, also Spanien. Nach Abpfiff soll es sogar noch eine Rote Karte gegen einen Argentinier gegeben haben, der seine Emotionen offensichtlich nicht im Griff hatte. Außerdem soll sich Trump noch massiv auf das Foto der Siegermannschaft gedrängt haben. So ist er halt, Mister Number One. Die Ersten werden die Letzten sein – oder wie heißt das noch mal 😉😀? – Heute haben mich die Storys wieder gepackt, es wird nach zwei. When will I ever learn? Armer Tropf.

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Costa Concordia und mehr

Noch verfolgt mich das Gespräch im Autohaus und ich recherchiere dazu im Internet. Ich bin gespannt wann der neue vor der Tür stehen wird – irgendwann 2027 vermutlich. Bis dahin läuft der Leasingvertrag von Foxi stillschweigend weiter. Das finde ich sehr gut. – Inzwischen behalte ich die Wasserstände in Rhein und Mosel stets im Blick. Die Spannung steigt ob bzw. wo unsere Flussreise starten kann. Die Mosel ist offensichtlich reguliert, vielleicht geht es, wenn überhaupt, nur diesen Fluss entlang. Abwarten und Rotwein trinken 🤔. – Am Nachmittag widme ich mich meiner Moderationsvorbereitung. Sie geht gut von der Hand. Danke, danke, lieber HERR. Ich bin immer wieder fasziniert wie mir Gedanken von IHM her zufließen. Ja, alles kommt von ihm und doch muss ich mich selbst voll einbringen. Unbegreiflich genial. – Am Abend kicken die Millionäre wieder. Heute geht es um Platz 3. Das interessiert selbst meine Fußballfreundin nicht – mich sowieso nicht. Diesmal tut mir nachher meine Ignoranz total leid, denn es muss ein tolles Spiel gewesen sein. In der ersten Hälfte lassen die Engländer die Franzosen alt aussehen – 4:0 zur Halbzeit. In der zweiten Hälfte muss es fast umgekehrt gewesen sein, die Franzosen trumpfen auf, schaffen fast den Ausgleich, unterliegen aber schließlich doch mit 6:4 oder besser ausgedrückt 4:6 😇. Ich bin halt kein Kick-Freak 😁. – Stattdessen schaue ich mir die Dokumentation auf Netflix über das Unglück der Costa Concordia an. Erschütternd wie wenig und völlig falsch die Passagiere informiert wurden. Chaos pur wenn der Kapitän inkompetent, furchtsam und führungsschwach ist. Schockierend wenn sich die Crew auf der Brücke sprachlich missversteht und der Steuermann deshalb das Ruder eine zeitlang in die falsche Richtung lenkt. Die Bilder, die Szenen, die Schicksale sind herzergreifend und emotional mitreißend. Welch ein überaus übles Durcheinander! Danach schaue ich bei YouTube Dokumentationen über zwei weitere Schiffskatastrophen an und lerne, dass eine kompetente Schiffsführung diese professionell ohne Panik bei den Passagieren meistern kann. Es wird sehr spät, war aber hoch interessant.

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Kommerz, Kaiser, Krimis

Und wieder haben wir einen Termin 😀😇, diesmal im Autohaus. Am Vormittag ist Zeit genug für die Morgenandacht, leider nicht für das Morgenturnen 🤔, denn ich mache mich noch ein wenig mit der Konfiguration eines potenziellen Nachfolgers für Foxi vertraut. Vier Jahre sind schon wieder fast um und die Leasingzeit nähert sich ihrem Ende. Leider ist auf den heiß ersehnten Nachfolger, der Every1, erst andeutungsweise in zwei Jahren zu erhoffen. So bietet sich „für den Übergang“ nur sein größerer Bruder an. Wir überlegen, hin und her, doch wer sich an zwei fahrbare Untersätze gewöhnt hat, mag sie kaum missen. In drei oder vier Jahren reicht vielleicht nur einer, vorausgesetzt die Bahn entwickelt sich zur echten Alternative für weite Strecken zurück. Die Hoffnung bleibt, wenn auch von Zweifeln durchsetzt. Also gegen Mittag geht es zum Verkäufer unseres Vertrauens. Wir sammeln alle noch ausstehenden Informationen ein und präferieren eine dreijährige Leasingzeit. Leicht fällt es nicht, ein noch kleineres Auto wäre deutlich besser – aber es ist wie es ist. Wir hängen halt am Konzern. – Die Mittagsruhe beginnt heute zu einer Zeit wo sie ansonsten üblicherweise endet. Geht nicht anders. – Meine vielseitige Abendandacht lasse ich dafür früher starten aber dehne sie ein bisschen aus. Nebukadnezar stellt sich als beachtenswerter Typ dar, der viel lernen musste. Parallel schaue ich dem König David zu, wie er vom Putsch seines Sohnes überrascht wird und fliehen muss. Außerdem handelt die Story noch von einem superschlauen Berater, der ausgebootet wird und sich daraufhin das Leben nimmt. In der jüdischen Geschichte, rund um die Zeit des römischen Kaiser Diokletian, verfolge ich das Auf und Ab von Freiheit und Bedrängung des jüdischen Volkes durch die Christen je nach Einstellung der wechselnden Herrscher. Interessant, vielsagend und beschämend für uns Christen. – Abends löst dann ‚Der Alte‘ den mysteriösen Fall eines in die Obdachlosigkeit untergetauchten Feinkosthändlers, der beim Versuch eines Comebacks von einem nahen Verwandten erst niedergeschlagen und dann eingefroren wird. Familien gibt es! – Hinterher ziehe ich mir noch zwei Folgen der neuesten Death-in-Paradise-Serie rein und lasse mich von der deutschen Synchronisation über meine Sprachdefizite beim englischen Originalton belehren. Nobody is perfect – ich erst recht nicht😇😉🤨. – Es wird wieder spät weil ich unbedingt noch einer rührseligen YouTube-Geschichte über ein schwer emotional verletztes Mutter-adoptiertes-Kind-Ensemble folgen will. Man, bin ich mitunter blöd! Der Schlaf ist entsprechend. Tja.

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Schau auf die Feuerstätten

Im Frühtau verlasse ich mein Seniorenbett, duschen tut not und dazu hat sich der Schornsteinfegermeister auch noch zur Feuerstättenschau angekündigt. Ab neun will er kommen. Wir stehen bereit. Er kommt um zehn vor zehn, schaut sich den Kachelofen samt Bestandsgarantie an, wirft einen Blick auf die Heizungsanlage im Keller und verabschiedet sich knapp zwanzig Minuten später. Keine Beanstandungen und das ist erfreulich. So geht also eine Feuerstättenschau vonstatten. Interessant. – Im Anschluss turne ich herum während meine Einkaufsbegeisterte selbiges praktiziert. – Nachmittags konfiguriere ich per Internet mal schnell zwei, drei Elektroautos und staune über die Preise: so günstig sind die „Billigmodelle“ nun auch wieder nicht. Noch mehr staune ich, dass die Leasingrate des Topmodells niedriger ausfällt als eines im mittleren Bereich platzierten. Wunder der Kalkulation! – Ein kurzer abendlicher Blick in eine Krimiserienfolge lässt mich sehr schnell zur Fernbedienung mit der von mir so geliebten Ausschalttaste greifen. Nee, das ist nix. Basta. Mithin folgt ein stinknormales Abendprogramm, begleitet von einem Geburtstagsrestweizen, das der Überprüfung der Kühlleistung unseres schwarzen Kühlgeräts dient 😉. Selbiges hatte uns unerwarteterweise mit Raumtemperatur überrascht. Ich bin gespannt, ob es nur ein Aussetzer oder ein Defekt war/ist. Keiner rechnet mit so etwas. Seufz. Es wird normal spät und der Schlaf ist den höheren Raumtemperaturen angemessen, also eher schlecht. So langsam sehne ich mich nach einer langen, tiefen, festen Nachtruhe.

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Plötzlich abhängig

Wäre ich katholisch würde ich wohl heute meinen Namenstag feiern. Was auch immer das soll. Der Vormittag zieht sich hin. Ich turne mal wieder, das tut mir wirklich gut. Zwischendurch „male“ ich mit Chatti noch ein Erinnerungsbild an die ersten Tages unseres Pastors, der inzwischen im Norden „praktiziert“ aber jetzt leider sehr krank ist. So geht die Zeit dahin und hat immer neue Überraschungen im Gepäck. Gute und miese. – Am Nachmittag besuchen wir den „Meistertelefonierer“, der uns mit unendlich vielen Anrufen in der Vergangenheit oft genug genervt hat, aber jetzt sehr schwer erkrankt und pflegebedürftig ist. Ich erschrecke als ich ihn im Rollstuhl vor mir sehe. Es ist erschütternd mit der Tatsache konfrontiert zu werden wie schnell sich alles ändern kann, wie plötzlich die gewohnte Routine in eine den Betroffenen schier überfordernde Lebenssituation eskalieren kann. Noch eigenständig und ruckzuck völlig auf andere angewiesen, total abhängig. Das kann jeden von uns jederzeit treffen. Vielleicht, höchstwahrscheinlich, sollte ich künftig mehr Nachsicht mit seinen Anrufen walten lassen. Andererseits hilft es ihm auch nichts, wenn wir absolut genervt in Abwehrhaltung verfallen. Auf jeden Fall signalisiert er uns nach einiger Zeit, dass es Zeit wäre aufzubrechen, und das tun wir auch. Ruhiger, stiller, in uns gekehrter fahren wir heim. – Am Abend schaut meine Allerliebste ihren Fußball auf der Großleinwand und ich amüsiere mich mit Filmchen im iPad. Äußerst erfreulich, dass meine Abendandacht davor nicht flachfiel. Liebliche Routine!!! – Es wird nicht ganz so spät, Argentinien hat England geputzt und morgen früh kommt der Schornsteinfeger zu uns. Der Schlaf ist bei mir mittelprächtig, geht so.

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Aufräumen, die Zweite

Angesichts meiner viel zu späten Zubettgehzeit finde ich heute nicht so schnell ins Bad. Erst nach zehn knabbere ich mein Knäckebrot und genieße den Kaffee. In der Nacht haben sich 15 Liter/qm über unser Grundstück ergossen. Das Innere des Pavillons ist trotzdem trocken. Echt gut. – Noch vor der Zeitungslektüre, gleich nach der Morgenandacht, laden wir die Bains ein, begeben uns mit Laura von Grün zum chinesischen Imbiss und bringen alles Nichtessbare vom Catering zurück. Noch ein kurzer Einkaufsstopp und schon sind wir wieder einsatzbereit zu Hause gelandet. Das Esszimmer gewinnt nach und nach sein gewohntes Outfit zurück. Kaum ist dem Mittagsschlaf vorüber widme ich mich den allerersten Vorbereitungen für die Moderation am Sonntag und kommuniziere mit dem Pastor. – Anschließend reinige ich unseren Kachelofen, um ihn für unsere allererste Feuerstättenschau fit zu machen. Sicherheitshalber suche ich die Verordnung heraus, die unserem Kachelofen Bestandsschutz zusichert. Hoffentlich hält diese Vorschrift was sie verspricht. Bei den heutigen Politikern und Verwaltungshengsten ist nichts unmöglich. So gründlich habe ich diese Feuerstätte wohl noch nie gereinigt. Sicher ist sicher. – Abends schaut meine Fußballfreundin Spaniern und Franzosen beim Kicken zu. Wenn es sie freut … Ich führe noch mein Tagebuch, betrachte ein paar heroische Fliegergeschichten (Spitzenpilotin arbeitet als Putzfrau und rettet mit einer alten Maschine eine Staffel neuester Kampfmaschinen) 🤔😉😀. Ebenso heldenhaft wie unrealistisch aber emotional ergreifend. Ich scheine das zu mögen, denn ich kann dabei realistische Überlegungen ausblenden 🤨. – Nachdem Spanien, offensichtlich überlegen, die Franzosen mit 2:0 geputzt hat, geht es langsam ins Seniorenbett. Es wird für mich nicht so spät wie gestern und der Schlaf ist oberflächlich aber unterbrechungsreich. Wenn’s denn sein muss.

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Aufräumen, die Erste

Vorrangig sind heute am späten Morgen meine Treterchen dran. Sie verlangen wieder einmal nach kostenintensiver fachlicher Pflege. Auf nach Vorsfelde. Wir finden einen Parkplatz direkt gegenüber. Prima. – Wieder daheim erinnert unser Lunch an das Festtagsmenü, logisch, denn die Reste müssen ebenfalls einer nahrungsdienlichen Verwertung zugeführt werden 😁🤔. Es folgt eine recht kurze Mittagsruhe. – Jetzt geht es darum unsere geliebte Wohnatmosphäre erneut zurückzugewinnen. Die zusätzlichen Stühle wandern an ihre normalen Aufenthaltsorte zurück. Die Bains werden abgewaschen, abgetrocknet und im Windfang zwischengelagert. Wir dürfen sie erst morgen abgeben. Der Geschirrspüler erledigt gelassen seinen Job. Der Pavillon bleibt zunächst stehen. – Ich gewinne meine Abendandacht zurück und bin sehr froh darüber. Heute fühle ich mich bereit, bekannte, uralte Barnabyfolgen anzuschauen, gleich drei hintereinander. Ist mal wieder schön. Deshalb wird es, seufz, schon wieder sehr spät, ich komme nicht zu Potte und lasse die Zeit einfach vorbeisausen. Erst nach zwei bin ich im Seniorenbett, schlafe aber gleich ein. Wenn ich mich früher hinlege, hilft mir das auch nichts, nur dass ich nicht selten die ganze Zeit wach herumliege. Seufz. Doch die heftigen Gewitter und der prasselnde Regen die Nacht über, sorgen diesmal für leicht aufrüttelnde Störungen. Doch der Pavillon trotzt dem allem. Gut so. Der Schlaf dazwischen ist ganz okay.

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Hochzeitstag

Schon wieder ein Anlass zum Feiern. Eigentlich ist heute unser Hochzeitstag. Der 46ste. Uneigentlich dagegen finde ich mich nur sehr, sehr spät und etwas orientierungslos am Morgen wieder. Einen Kater nenne ich nicht mein eigen, ebenso quälen mich kein bisschen die Nachwirkungen des gestrigen Alkohols aber das viel zu späte Zubettgehen schon. Offensichtlich bin ich zu oft und gestern schließlich noch viel zu spät auf mein Lager herniedergesunken. So fällt der Vorort-Gottesdienst für uns leider flach. Dafür sind wir in unserer Gemeinde live per Internet dabei und danach nehmen wir zeitversetzt am ganzen Gottesdienst aus Bremen teil. Natürlich ist so ein Sessel-Godi nur ein spärlicher Ersatz aber das muss für heute reichen. Mehr ist nicht drin. – Natürlich ist die Mittagsruhe unbedingt Pflicht. Danach folgt ein klein wenig verspätet Lunch und noch später das Abendbrot. Ich kann es nicht anders ausdrücken, der Sonntag rauscht einfach so vorbei. Etwas früher als gestern geht es dann ab ins Traumland. Nun ja, der Tag danach war auch in der Vergangenheit nie sehr lustig. Schade nur, dass der Hochzeitstag viel zu kurz kam. Das hätten wir vor 46 Jahren möglicherweise bedenken sollen 🤔😉. Doch der Zug ist längst abgefahren 😇. Gute Nacht!

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