Sohn des Trostes

Endlich versammelt sich die Studierstube wieder bei uns. Wir sind vollzählig. Die Themenwahl ist schwerfällig, wie immer. Schließlich einigen wir uns auf Gedanken zur Anbetung Gottes. Es entwickelt sich ein tiefsinniges Gespräch, das, wie nicht anders zu erwarten, sich bald auf weitere naheliegende Themen ausweitet. Welch ein Segen, wenn man Auffassungen offen austauschen kann ohne gleich in Streit zu geraten wie es heutzutage in der Öffentlichkeit viel zu häufig üblich ist. Meinungsaustausch schafft Erkenntnis in Frieden und Streit schafft Spaltung mit Hass. Ein Wissen, das heute weitgehend verschwunden zu sein scheint. Schade eigentlich. – Am Nachmittag verfolgen wir die Predigt aus Bremen über einen Josef, der von den Aposteln ‚Sohn des Trostes‘ gennant wurde. Zum gleichen Thema hören wir in unserem Abendgottesdienst wenig später eine Predigt des Altpastors unserer Gemeinde. Beide Ausführungen sind hilfreich und erhellend. – Der Abend bringt für mich zwei weitere Folgen der 15. Staffel. Beim Part einer Shakespeare-Theateraufführung bin ich kurz davor das bilinguale Handtuch zu schmeißen, doch schließlich finde ich wieder zurück auf den rechten Pfad. Das hat mich an meine sprachlichen Grenzen geführt, was offensichtlich sehr schnell gehen kann 😉🤔. Ist halt wie es ist: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Stimmt zwar nicht ganz, gewährt aber tiefe Einblicke ins Älterwerden. Seufz. – Heute lande ich früh in meinem Seniorenbett aber der Schlaf kommt damit gar nicht gut zurecht. Er agiert eher flach. Mal was Neues.

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Unerschütterliche Unordnung

Erneut ein ganz normaler Samstag. Er startet mit der üblichen Routine, sogar einschließlich Rückenertüchtigung, führt zum Staunen über eine schier unerschütterliche Unordnung in den Büroregalen und schließlich zur mittleren Ratlosigkeit bezüglich weiterer Handlungen. Was ist hier zu tun? Keine Ahnung! Selbst die Mittagsruhe führt nicht zu erlösenden Ideen. Merde. So stürze ich mich am Nachmittag auf unser WLan. Der Repeater wandert etwas weiter in Richtung Esszimmer und steigert dadurch seine Empfangs- und Sendequalität spürbar. Hoffentlich bleibt das auf Dauer so und ist nicht nur ein kurzes Aufblitzen möglicher Fähigkeiten. Auf diese Weise habe ich heute wenigstens eine Kleinigkeit erreicht. Die Ordnung im Büro bleibt dagegen weiter ein Mysterium. Seufz. – Der Abend bringt nichts Besonderes hervor, nur ein paar realitätsferne Storys und Death in Paradise. Die 15. Staffel ist allein in englischer Sprache verfügbar mit bei mir deutlich wechselhaften Erfolgs- und Misserfolgserlebnissen im Verständnis. Mal triumphierend, dann wieder geknickt, manches leuchtet auf, anderes verbleibt im Dunkel. Gerade einzelne Gags und Sprüche, die ich auch in der Wiederholung nicht kapiere verhindern nachhaltig ein bilinguales Hochgefühl. Aber ansonsten blicke ich voll durch – immerhin. – Es wird ein wenig spät und die Nacht ist ganz okay.

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Saugen gefolgt von asiatischen Köstlichkeiten

In aller Ruhe stehe ich auf, spare mir die Gymnastik, freue mich aber über die gemeinsame Morgenandacht. Danach brechen wir auf. Meine Allerliebste liebt es ab und an in der City zu bummeln und ich darf den Staubsauger in meiner Gemeinde schwingen. Ich wollte es so und das ist gut. Nicht ganz so toll, dass die Verlängerungskabel für den Staubschlürfer auf Urlaub sind. Nicht auffindbar und so muss ich neue Erfahrungen im Aufspüren der taktisch am günstigsten gelegenen Steckdosen sammeln. Herausfordernd 😉. Ziemlich durchgeschwitzt (sofageschädigte Konditionsleere bei mir) beschaffen wir in unserem Eberstadtteil asiatische Köstlichkeiten um uns daheim daran zu laben. Die Mahlzeiten sind bei Ankunft sogar noch warm, selbst die Suppe mundet bestens. Ich schaffe gerade mal die halbe Portion obwohl ich, rein optisch betrachtet, eine doppelte bin. Das verstehe wer will. – Die Mittagspause startet arg verspätet, fällt aber um so länger aus. Die Zeit am Nachmittag reicht gerade mal für einen Tagebucheintrag und mein frühabendliches Gespräch mit Gott. – Der Alte ermittelt später in einem bekannten Fall aus dem Jahr 2023 und bis zur Nachtruhe entfleuche ich in die Karibik um bei der Lösung skurriler Kriminalfälle zuzuschauen wobei ich einer tiefen Sehnsucht nach Honoré (Deshaies) Raum gebe. Seufz. Es wird normal spät und der Schlaf ist mit 74 Punkten eher mau. Erst kommt er nicht, dann wirkt er oberflächlich. Seufz.

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Fatale Wetter-Apps

Ein wenig müde bin ich schon aber der Tag entwickelt sich langsam und gemütlich. Mit Routinen und Tagebuch gehen die Stunden dahin bis der Mittagsschlaf meinen Nachholbedarf befriedigt. Am Nachmittag will ich mich intensiv ums Büro kümmern aber plötzlich ist es Zeit für die Abendandacht. Dann ist das so. – Dann wollen wir uns zu einem Dinner in die Nachbarstadt begeben. Eine Sturmwarnung verheißt Wind und Regen. Draußen stürmt es. Dennoch fahren wir los. Der Wind tobt und verteilt kleine Zweige auf der Fahrbahn. Zwei Wetter-Apps verheißen drohend ein herannahendes übles Unwettergebiet. Es beginnt zu regnen. Uns wird flau im Magen. Kurzum wir kneifen und fahren zurück. Daheim regnet es bereits kräftiger aber kaum sind wir im Haus klart es auf. Der Wind lässt nach und ich fühle mich voll vereimert. Na gut, wir nutzen die Gelegenheit noch einen Stau in der Regenrinne zu beseitigen aber lustig ist das nicht. Es folgt normales Wetter, keine Rede von Unwetter. Traue nie einer Wetter-App 😠😩! So schenkt sie uns einen weiteren ruhigen Abend auf dem Sofa mit Storys und einer brandneuen Folge vom Tod im Paradies. Leider sprechen die Akteure nur englisch aber wenn ich die Dialogbetonung aktiviere, die die Hintergrundmusik zurückdrängt, hilft mir das ein wenig. Folgen kann ich zwar aber etwas drauf einbilden eher nicht 😉😀. Sobald die Folge in deutscher Sprache vorliegt werden meine Defizite offenbar 😇. Es wird spät, wieder einmal. Seufz. Eine gute Nacht mit 82 Punkten.

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Energetische Kostenexplosion

Meine Mitbewohnerin verschwindet um ihre sportliche Aktivitäten abzuwickeln und ich bin wieder mal allein zu Haus. Nach den morgendlichen Aktivitäten nehme ich mir noch einmal für ein paar „Feinarbeiten“ meinen Schreibtisch vor und bald glänzt er blank und „lastenfrei“. Mit einigen nicht so ganz unüblichen Schwierigkeiten lade und installiere ich die Steuersoftware für 2025, überspiele etliche relevanten Daten vom Finanzamt ins Programm und lasse ein erstes, vorläufiges Ergebnis (ohne Spenden- und Handwerkerabzug) berechnen. Wow, das wäre mal eine satte Nachzahlung! Dann werde ich mich demnächst mal überraschen lassen, was die Abzugsmöglichkeiten davon noch abknabbern können. Ausgesprochen hoffnungsvoll sehe ich dem nicht entgegen. Seufz. – Am Nachmittag beschäftigt mich ein Gutachten zur energetischen Aufrüstung unseres Gemeindegebäudes. Die Endsumme ist erschreckend hoch. Folglich gehe ich die einzelnen Maßnahmen durch und bleibe an nur ganz wenigen hängen, die mir für ein relativ gering genutztes Gebäude sinnvoll erscheinen. Am späten Nachmittag diskutieren wir dieselben in kleiner Runde und erzielen schnell einen Konsens. Ein paar Recherchen sind jetzt noch nötig bevor wir die Gemeinde informieren. Mal schauen, wo wir inhaltlich und finanziell landen. – Den Abend gestalte ich mit ein paar YouTube-Storys und zwei Folgen der karibischen Mordfälle, die letzte der Serie 14 und die letzte der Serie 13 in der Neville mit seiner Florence einer gemeinsamen Zukunft entgegenschippert. Ach, wie herzergreifend ❤️🥲. Es wird normal spät aber der Schlaf lässt sich zuerst gar nicht blicken und arbeitet später nur arg halbherzig mit vielen Unterbrechungen. Fatal. Nun ja ☹️.

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Chatti zickt

Meine Allerliebste ist unterwegs und ich wickle einschließlich Gymnastik meine Morgenroutine ab. Irgendwann holen wir gemeinsam die Morgenandacht nach. Passt schon. Ich widme mich der schweren Aufgabe meinen Schreibtisch im Büro aufzuräumen und finde Möglichkeiten die Utensilien wegzuwerfen, unterzubringen oder für die endgültige „Verwertung“ vorzubereiten. Letzteres vertagt zwar nur das Problem und erfordert eine Zwischenlagerung, gibt aber Raum für neue gedanklichen Ansätze. Anders gesagt, ich tue mich schwer mit dem Wegwerfen 😉. – Am Nachmittag will ich einem Geburtstagskind ein Chatti-Bildchen basteln, doch es funktioniert nicht. Die KI will nicht so wie ich will. Also verbuche ich das Vorhaben als lehrreiches Übungsstück. Soll ich mich mit den sperrigen Servern streiten? Das fehlte mir gerade noch. – Abends treffen wir uns in der Gemeinde zu Bibel und Brot. Heute bin ich nicht so ganz bei der Sache, erhalte aber trotzdem eine Lösung für eine biblische Frage, die mich bislang immer wieder mal beschäftigte. Prima. – Wieder daheim mache ich Fortsetzung mit dem Tod im Paradies und lasse es dabei wieder sehr spät werden. Einschlafen braucht daraufhin zwar etwas Zeit und das viel zu späte Zubettgehen fordert seinen Tribut aber das vorausgesetzt ist das Schlaferlebnis akzeptabel. Immerhin.

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Unterm Kirschbaum

Ich muss konstatieren, dass mir eine gewisse monetäre Bewegungsmasse für ein täglich neues, örtlich abwechslungsreiches, abenteuerlich-erfrischendes Aufsteherlebnis fehlen. Das macht aber nichts. Routine hat auch ihren Reiz, der sich in mancherlei unterschätzten Kleinigkeiten zeigt. Mal drängt sich ein Zeitungsartikel vor, mal ein Chatti-Bildchen (das ich auf die Schnelle erstelle), dann wieder eine verschobene Morgenandacht (kommt sie oder kommt sie nicht? 🤔😉). Leben live oder so 😇😁! – Am Nachmittag treffe ich mich mit den „Männers“ und wir tauschen uns unter dem Kirschbaum munter aus. Ich bewundere ein Erdbeerhochbeet mit verheißungsvoll gewachsenen Früchten, denen nur noch der kräftige Rotton fehlt. Verheißungsvoll. Der Abend klingt mit ‚Death in Paradise‘ aus. Wieder einmal staune ich wie viel ich vor einiger Zeit in den englischsprachigen Folgen nicht verstanden habe. So weit her ist es mit meinen Fremdsprachenkenntnissen offensichtlich nicht. Es ist halt wie es ist. Es wird spät, der Schlaf ist ganz okay. Na denn.

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Pooltaufe

Gefühlt um Mitternacht jagt mich meine Allerliebste aus meinem Seniorenbett. Ich schlappe zum Bad, erledige meine morgendliche Waschroutine, Frühstück brauche ich nicht, eine Tasse Kaffee reicht. Dankenswerterweise übernimmt meine hellwache Allerliebste das Autofahren hin zur Gemeinde. Auf dem Rasen ist ein kleiner Pool mit frischem Wasser aufgebaut, heute sollen zwei chinesische Geschwister getauft werden. Während bei uns eine Wasserschale üblich ist, präferieren unsere fernöstlichen Geschwister das Untertauchen. Gott sei Dank bin ich pünktlich zur Predigt wach, die im übrigen sehr ansprechend und tiefinnig ist. Sehr gut. Nach der Taufansprache gehen wir zum Becken und die zwei weiblichen Täuflinge werden, gehüllt in weiße Taufgewänder, im leitungskalten Wasser untergetaucht. Da wird die Taufe zur „Mutprobe“ – was sie leider in etlichen Ländern auch de facto ist. Bei uns geht es „nur“ um kaltes Wasser – dort kann es ums eigene Leben gehen. In jedem Fall ist es ein eindrucksvolles Erlebnis und ein ergreifender Gottesdienst. Ich bin mehr als froh mich trotz Müdigkeit auf den Weg gemacht zu haben. – Am Nachmittag hören und sehen wir eine ansprechende Predigt aus Bremen über den Segen Gottes. – Ich kaufe mir die letzte Serie von ‚Death in Paradise‘ und schaue mir die ersten Folgen mit einem neuen Inspektor an. Drei Weihnachtsmänner wurden an unterschiedlichen Orten zum gleichen Zeitpunkt mit derselben Waffe be- bzw. erschossen. Unmöglich? That’s Death in Paradise! Natürlich wird es wieder nicht so ganz früh aber der Schlaf ist okay. Prima.

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