Ehebruch und Scheidung

Die Kaffeemaschine verlangt eine Reinigung. Ich erbarme mich über sie. Meine Zeit, ist die Brüheinheit diesmal schmutzig. So viel Kaffeereste fand ich bislang selten. So zieht sich die, der automatischen Entkalkung vorgezogene Säuberung, deutlich länger als sonst hin. Dann ist das so. Danach muß der Entkalker im Wasser seinen Job erledigen und die Reinigungstablette in der manuellen Zuführung ebenso. Zwischendurch gerät diese Aktion bei mir in Vergessenheit und zieht sich so den ganzen Tag lang hin. Nun ja. – Am Abend fahren wir zu ‚Bibel und Brot‘ mit dem Thema Ehebruch und Scheidung á la Bergpredigt. Eigentlich ein heißes und in allen denkbaren Längen und Breiten ausgewalztes Thema. Doch wir finden erfreulicherweise einen guten Konsens. Das freut mich sehr und fördert bei mir die Bekömmlichkeit der mit wunderbarer Kräuterbutter gezierten Baguettescheiben. – Lesender- und sehenderweise vollzieht sich der Abend in den heimischen Wänden. Es wird nicht ganz so spät wie gestern und der Schlaf ist mit 80 Punkten nicht besonders gut aber auch nicht schlecht. So langsam gehen mir die ach so normalen Tage auf den Geist. Andererseits liegt es natürlich an mir, dieselben vielfältiger zu gestalten. Ja, ja, ist schon klar.

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Nachteulenart

In aller Ruhe kann ich aufstehen, duschen und meiner Morgenroutine nachgehen. Schön, wenn ein Montag so gemütlich beginnt. – Am Nachmittag treffe ich mich mit ein paar Geschlechtsgenossen zum unverbindlichen Austausch. Es ist eine nette Runde. Das Thema Krankheit, Leid oder sogenannte Schicksalsschläge bei Menschen, die Gott kennen und bei anderen, die keine Beziehung zum Glauben haben nimmt uns einige Zeit in Anspruch anhand eines Textes eines mir unbekannten Autors. Überraschende Sichtweisen erschließen sich mir dabei. Ganz abseits von dieser Erörterung stellen wir zudem fest, dass die Süßkirschen im Garten meines Freundes sehr kurz vor der Reife stehen, etliche sogar schon gut eßbar sind. Es wird später als sonst, das macht aber nichts. – Daheim wird es nach einem ganz normalen Abend sehr, sehr spät. Irgendwie verheddere ich mich in kuriosen Dingen und plötzlich ist es halb zwei. Das ist selbst für mich ungewöhnlich. Der Schlaf fällt angesichts dieser Tatsache sogar ziemlich vernünftig aus. Es gibt Abende da bin ich mir selbst ein Rätsel.

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Fremdkirchgänger

Es ist so wohltuend ausschlafen zu können. Heute fahren wir zum 11-Uhr-Gottesdienst in eine andere Gemeinde. Ganz entspannt machen wir uns fertig und nähern uns gemütlich einer ehemals katholischen Kirche, die jetzt die Evangelische Christus-Brüdergemeinde übernommen hat. Wir parken vor meiner alten Schule, es kommen Erinnerungen hoch, und wir spazieren gedankenvoll am Wald entlang auf das Gotteshaus zu. Der Gottesdienst ist ein klein wenig anders als bei uns. Viele junge Familien und schier unzählig viele Kinder prägen das Bild der Gemeinde. Die Predigt ist lang aber gut und bezieht sich auf zwei Bitten verbunden mit einer Verpflichtung aus dem Vaterunser. Gesegnet fahren wir wieder heim. – Die Mittagspause entspannt Körper und Geist wie gewohnt bestens. – Nachmittags ist die Predigt aus Bremen an der Reihe und diese fordert uns auf im Glauben viele Fragen zu stellen. Interessant, wenn auch manche Aussage an vielen Sonntagen immer wieder neu verkündigt wird. So ist er halt, der Olli. – Abends wiederholt das ZDF eine Dokumentation über den Orient-Express. Obwohl ich sie schon einmal vor langer Zeit gesehen habe, ist sie wieder hochinteressant und spannend. Danach ziehe ich mir ein paar Storys rein und lasse mich schließlich von Bruder Lukas in die Nachtruhe schicken. Diese Gewohnheit gefällt mir inzwischen ziemlich gut. Der Schlaf wird heute mal nicht bewertet, weil die Watch des Stromes bedarf und mit dem Ladegerät kuschelt. Anfänglich komme ich nicht zur Ruhe aber so gegen drei Uhr stellt sich die ab und an unterbrochene Nachtruhe ein. Vielleicht sollte ich eine Stunde vor dem Zubettgehen Bedienungsanleitungen oder EU-Verordnungen lesen 😉🤔😀? Ob das wohl hilfreich wäre?

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Steuer kommt mich teuer

Müde bin ich, entflieh der Ruh‘, lasse keins der Äuglein zu. Seufz. So geht es einem, so geht es mir, nach dieser Nacht. Draußen ermuntert mich kein Sonnenschein, sondern erquickt nur Regen die Erde, was ja, zugegeben, gar nicht so schlecht ist. Die Morgenroutine weckt verborgene Ressourcen in mir und so wage ich mich schließlich an die Steuererklärung. Sie endet, wie nicht anders zu erwarten, mit einer Nachzahlung. Mithin dürfen wir zur Ausgabefreudigkeit unseres Staates unser Scherflein beitragen. Dafür kürzt er uns die Leistungen der Kranken- und die Pflegeversicherung, möglicherweise (sehr wahrscheinlich) den Jüngeren ihre Altersvorsorge. Alles muss sich rechnen, nur die Energiekonzerne dürfen abschöpfen mit übermäßig vielen neuen, stark subventionierten Gaskraftwerken sowie unverschämt hohen Strompreisen, die sich jeweils am teuersten Erzeuger orientieren. Aber was soll ich klagen – in ein paar Jahren ist für mich sowieso alles Irdische vorbei. Mein Abschied ist absehbar, ob demnächst, in fünf oder zehn Jahren, allerspätestens in zwanzig, was aber völlig unwahrscheinlich erscheint angesichts Bluthochdruck und Übergewicht. Egal, erstens freue ich mich Jesus sehen zu können und zweitens dauerhaft bei ihm zu sein. Drittens bin ich, so ganz nebenbei, heilfroh diese lästige Bürokratenpflicht hinter mich gebracht zu haben. – In meiner Abendandacht versuche ich, nach und nach, Seite für Seite, das Bibellexikon durchzulesen. Das ist ob der vielen Details nicht wie geplant möglich und so suche ich mir auf einer Doppelseite nur die interessantesten Stichwörter heraus. So komme ich nicht nur voran, sondern bewahre gleichzeitig mein Hirn vor der Kapitulation 😉🤔😇 angesichts des Massenanfalls von Fakten. In dem Geschichtsbuch über die jüdische Geschichte, das ich hinterher lese, finde ich die Zerstörung Jerusalems 70 n.Chr. auf nur anderthalb Seiten abgehandelt. Den Vergleich mit Josephus Flavius, der fast einen ganzen Wälzer darüber geschrieben hat, finde ich spannend. – Am Abend stolpere ich tatsächlich über zwei bis drei Storys, die ausnahmsweise interessant sind und nachdenklich stimmen. Was es nicht alle gibt?! – Es wird normal spät, die Nacht bewertet meine Watch mit 84 Punkten, ich hätte mindestens zehn weniger gegeben. Nun ja.

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Gelebte 27.000 Tage

Heute feiere ich meinen 27000sten Geburtstag (tageweise gezählt natürlich). Dafür preise ich meinem Gott und Herrn von ganzem Herzen, auch und gerade in meinem Status bringe ich das zum Ausdruck. Ja, ich bin zutiefst dankbar für alle seiner Sorge und Fürsorge. Merci viel-, viel-, vielmals, lieber Herr Jesus! – Aber der Tag hat auch „Herausforderungen“. Schon um zwanzig nach zehn haben wir einen Termin, erneut, zum dritten Mal hintereinander, im gleichen Stadtteil unserer Nachbarstadt. Wieder sind wir mit Foxi unterwegs und kommen vor dem Termin dort an. Wir sind zwar viel zu früh, aber erfreulicherweise um so schneller fertig. Das kommt von das, wenn man auf dem Dorf wohnt, ein Trip in die Stadt kommt oft und selten allein – kein Problem mit Sonnenkraft. – Wieder zu Hause im beschaulichen Dorfe schaue ich auf die spärlichen Glückwünsche zu meinem Jubiläum 😀😇. Is‘ wie is’😁. – Dafür versende ich einen echten Geburtstagsgruß samt einem von mir und Chatti kreierten Bild. Diesmal gelingt das „Kunstwerk“ sogar im ersten Versuch ohne jegliche Nachbesserung. Wir zwei werden wohl immer besser😉. – Die Mittagspause glänzt, wie erwartet, mit echtem Schlaf. Erfreulich. – Am Abend lasse ich eine alte Folge des Alten an mir vorüberrauschen. Die, wie üblich kompliziert verschlungene Folge, dreht sich um eine Wirtsfamilie hin- und hergetrieben von mancherlei Irrungen und Wirrungen. Nun ja, recht nett gemacht. – Danach begebe ich mich in die Karibik nach Guadeloupe bzw. St. Marie, wie es in der Serie heißt. Neville muss zwei unmögliche Morde aufklären und trifft auf alte Kollegen. Fernwehtreibend. Seufz. – Zum Schlaf bereit bin ich recht zeitig für meine Verhältnisse – die 63 Punkte spiegeln allerdings ziemlich realistisch die Nacht wider. Und das an meinem 27000sten Geburtstag. Seufz.

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Shorty sitzt fest

Heute hat uns die Volksbank zum alljährlichen Verkaufsgespräch einbestellt, genannt Kundenbetreuung. Wir sind pünktlich vor Ort und lassen uns von zwei wortgewaltigen Beratern zu einer äußerst vorteilhaften Anlagemöglichkeit überzeugen. Für wen vorteilhaft bleibt abzuwarten, immerhin sieht es auch für uns gut aus. Dadurch motiviert gehe ich später daran bei meiner anderen Bank ebenfalls Zinsvorteile auszuschöpfen. Geht doch, obwohl ich diesen Trubel um Knete nicht besonders mag. Das kann aber auch daran liegen, dass wir ausreichend davon haben. – Zum Lunch lassen wir uns die chinesischen Köstlichkeiten von gestern schmecken. Ausgezeichnete Wahl, finden wir beide. Die Brutzelstube ist offensichtlich echt gut. – Nach der Mittagspause sehen wir Mr. Shorty bewegungslos auf dem Rasen stehen. Die unvermeidlichkeitsbare 😉 Rettungsaktion ergibt, dass ihn herumliegende Zweige ausgebremst haben. Unverschämtheit von den hölzernen Klimahelden ringsumher, dass sie ihre Ingredienzen einfach dem Wind überlassen, der sie prompt nutzt die Rasenpflege zu behindern. Armer Mr. Shorty. Ich befreie ihn vom hemmenden Holz, putze ihn innen wie außen und spendiere neue Messer. Dabei stelle ich fest, das eines seiner Schneidwerkzeuge festsitzt und auch nach dem Wechsel unbeweglich auf der Stelle verharrt. Das geht gar nicht. Also putzen, scheuern und probieren. Schließlich rotieren alle drei Klingen wieder. Hoffentlich bleibt das so. Fröhlich zieht der Roboter seiner Wege. Fein. – Abends holt uns ein Freund zum Rotweinhauskreis ab. Wir sprechen über die herausfordernden Fragen von Jesus an Petrus: „Liebst du mich?“ Interessante Diskussion. Im Anschluss gibt es heute nur Weisswein. Ich muss wohl über eine Namensänderung nachdenken. Wir sind normal spät zu Hause und entspannen noch ein bisschen bevor wir unser Nachtlager aufsuchen. Der Schlaf ist kärglich bis mittelmäßig. Schön, dass wir Rentner sind mit mancherlei Nachholmöglichkeiten tagsüber.

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Treterpflege, Vorkochen und eine Bibelstunde

Mit dem Schlaf war es offensichtlich nicht so toll. Ich bin hundemüde und merke kaum, dass meine Allerliebste zwecks sportlicher Aktivitäten verschwindet. Viel zu spät verlasse ich mein kuscheliges Lager. Die Dusche weckt nur ein paar der schlaffen Lebensgeister. Die Gymnastik tut ein Übriges. Ein lahmer Morgen rauscht vorbei. – Am frühen Nachmittag fahren wir zur Fußpflege, genau genommen lasse ich meine Treterchen pflegen während meine Mitbewohnerin unser morgiges Menü im chinesischen Brutzelstübchen besorgt. Das dauert deutlich länger als meine Pflegeeinheit – aber das Warten in der Sonne tut gut. Anschließend suchen wir den Baumarkt auf, kaufen Farbe, Pinsel und Tagetes und begeben uns heimwärts. Nach dem Ausladen widerfährt unseren unschuldigen Foxi, dem Armen, ein vermeidbares Missgeschick. Keine Ahnung wie das passieren konnte 😇😉🤔?!? – Am Nachmittag trösten wir ihn mit einer liebevollen Stromladung, die sich morgen mit den ersten Sonnenstrahlen fortsetzen wird. Es sei ihm von Herzen gegönnt. – Drinnen bei uns vergeht der Tag in üblicher Weise. Mittwochs sendet Bremen meist eine Bibelstunde, die meine Mitbewohnerin immer wieder erfreut. Ich werde diese Ausführungen erst meine künftigen Turnübungen begleiten lassen. Stattdessen entspanne ich mit etlichen Storys, die an mir vorbeirauschen. Das entspannt ordentlich, solange ich diese von meiner Emotionszentrale aussperre 😇🤔. – Der Schlaf ist ganz ordentlich nur unterbrechungsreich. Nichts ist perfekt.

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Bibel trifft Kritik

Ein ganz gewöhnlicher Tag entwickelt sich still und friedlich. Ich bin immer noch enttäuscht, dass meine Bürokratiekritik auf so gar keine Resonanz stößt. Offensichtlich habe ich von meinen „Produkten“ eine höhere Meinung als alle anderen. Sehr bedenklich. Für mich 😉. Ein wenig mehr Realismus täte mir echt gut 🤔. Tja. – Erwähnenswert ist noch einmal die Einleitung zum Danielkommentar der Wuppertaler Studienbibel. Ich gewinne weiteren Einblick in die Argumentation liberaler Bibelausleger. Sie entfalten eine interessante Logik in einer streng weltlich-wissenschaftlichen Argumentationsweise. Das wäre ja eigentlich ganz gut. Aber nach gründlicher Überprüfung aller Fakten bleibt letztlich nur übrig, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Einen Elefanten versprechen und eine Ameise liefern. Gottes Wort, die Bibel, wird alle ihre Kritiker überleben, denn es bleibt in Ewigkeit. – Am Abend begibt sich der weibliche Teil unserer Hausbewohner zur Mitgliederstunde, die der männliche Teil schwänzt und sich mit Rosé und Käsebrotchips die Zeit vertreibt. Sonst ist alles wie immer. Nichts neues unter der Sonne. Trotz Abwesenheit beschert mir die versäumte Stunde eine neue Aufgabe, ist aber nicht weiter tragisch. – Freunde fragen an zu einem christlichen Event einen Tag früher anzureisen. Das ist uns nur recht. Sie wollen sogar freundlicherweise die Zimmerbuchung übernehmen. Fein. – Der Schlaf hat noch deutlich „Luft nach oben“. Leider.

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