Griechischer Linseneintopf

Leicht geschafft beginne ich den Tag. Was für eine Nacht! Aber es ist wie es ist, so isses 🤨. – Der erste bestellte Alkohol mit höheren Umdrehungen trifft ein, um bei adäquater Gelegenheit zur Stimmungsanhebung bzw. Katerförderung (bei übermäßiger Nutzung) verfügbar zu sein. Der Händler hat netterweise noch zwei kleine Probierfläschchen beigefügt. Wenig später vervollständigt sich unser Angebot an Hochprozentigem und alles ist an Bord. Weshalb fällt bei mir bloß die Voreinschätzung des Bedarfs immer so viel höher aus als die realistische Betrachtung des Bestellten? Da ist noch Sparpotenzial. – Ich versuche meinen alten Strohhut zu flicken, scheitere aber auf ganzer Linie. Wie befürchtet dient er künftig nur noch zum gartenmäßigen Alltagsgebrauch. Schade, denn ich mag ihn sehr. – Zum Lunch erfreut mich ein griechischer Linseneintopf. Ein spezielles Gewürz verleiht ihm südländisches Flair und gibt ihm einen eigenen Pfiff. Auch nicht schlecht. Gute Alternative zum deutschen Kumpel😉. – Nachmittags putzen wir die Dachflächenfenster im OG. Sie tragen noch die leider unlöschbaren Spuren der Dachziegel-Moosbekämpfung vor etlichen Jahren. Nie wieder Haustürgeschäfte!!! Wir richten gleich das obere Wohnzimmer für unsere Studierstube am Sonntag her und beseitigen allerlei Papiernes, das sich so angesammelt hat. – Abends gibt es natürlich keinen Krimi sondern nur blöden Fußball. Die Ägypter kicken die Australier aus dem Turnier. Meinetwegen. Ich lese derweil einen in Frankreich spielenden Krimi. Es wird normal spät und der Schlaf ist heute besser drauf. Wechselnde Träume spiegeln Gelesenes irgendwie wieder. Auch das noch!

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Nebu, der Talmud und ein Strohhut

Ich verlasse meinen nächtlichen Aufenthaltsort, wie letztens so oft, um halb zehn. Es gelingt einfach nicht das früher zu managen. Wie dem auch sei, es erklärt die Kürze meiner Vormittage 😇. – Im Laufe des Tages trifft mein neuer Strohhut ein. Es ist ein Stetson, mein abgängiger ist ein Mayser. Der neue Hut wirkt qualitativ nicht so hochwertig, andererseits stabiler und widerstandsfähiger. Der Maysersche löst sich allmählich von selbst auf, der Stetson wirkt dagegen irgendwie beschichtet und haltbarer. Haptisch ist der Mayser im Vorteil, den Tragekomfort muss ich noch einem Dauertest unterwerfen 😀. – Zum Lunch erfreuen mich gut gewürzte Bratkartoffeln. – Nach der Siesta folgt übliches, gewöhnliches und wenig verwunderliches Nachmittagsgeschehen. – Bei der Abendandacht staune ich über die Prophezeiung von Daniel, die er gegenüber Nebukadnezar erwähnte und interpretierte. Faszinierende Vorhersage der Weltgeschichte. Die Auslegung der Wuppertaler Studienbibel trifft den Kern der Sache. Außerdem sinniere ich über die Mysterien des Talmuds. Harte Kost für Europäer. – Es wird heute nicht so spät, dafür tue ich mich sauschwer mit dem Einschlafen. Zusätzlich „glänzt“ die Nacht mit zahllosen Unterbrechungen. Auch das noch!

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Augenprotest

Wieder so ein Mittwoch mit Doppelturnen, Zeitungslesen, Andachten und unerledigten Aufgaben. Der Vormittag saust mit Routine vorbei. Der Nachmittag lässt mich über unser Konto nachsinnen, Überweisungen tätigen und unerfüllten Wünschen nachhängen, wohl wissend wie gut es ist, dass nicht alle meine Wünsche erfüllt werden. Mitunter wünsche ich ziemlich unbedacht 😉. Gott achtet auf mich und das macht mir Mut zu wünschen aber ebenso zu verzichten wenn es nicht sein soll. Nicht verzichten möchten wir auf einen Wasserkocher. Heute trifft der Ersatz für unser defektes Exemplar ein. Leider hat er nicht die sehenswerten Farbwechselspiele je nach Temperatur, nur ein kräftiges Blau beim Kochen, das man am blubbernden Wasser ebenso erkennen könnte. Nun ja. – Mein rechtes Auge zeigt sich äußerst unzufrieden mit meiner intensiven Bildschirmguckerei. Etwas diesbezügliche Abstinenz täte mir sicher gut. So lasse ich mein iPad weitgehend liegen und beschäftige mich mit einem Buch. Es wird dennoch leicht spät aber die Nacht ist ganz in Ordnung. Punkte gibt es nicht, weil die Watch nach Strom verlangt. Dann ist das so.

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Steuer ist mir teuer

Natürlich schlafen wir lang aus, sehr, sehr lange. Ist ja klar und verständlich. Per Post trifft der Steuerbescheid ein. Obwohl ich eine kräftige Nachzahlung erwartet hatte gibt es eine Erstattung, denn die Vorauszahlungen waren offensichtlich gut berechnet. Manches zahle ich gern, manches weniger gern und Steuern mag ich überhaupt nicht. Ja, ja, ich sehe die Notwendigkeit grundsätzlich ein, nur mit dem Verteilungspersonal und der Verwendung habe ich große Probleme. Zugegeben, ich habe die Verwalter mitgewählt aber halt nicht persönlich, sondern nur eine Partei angekreuzt. Sozusagen den Sack gekauft, ohne die Katze zu kennen. Abwählen bei misslicher Leistung ist nicht. Neuerdings entfalten diese Damen und Herren „Volksvertreter“ eine herausragende Empfindlichkeit wenn einer aus dem Volk sich etwas drastischer äußert und schlagen mit geballten Staatsmacht zurück, samt Staatsanwaltschaft, Polizei und Gerichten. Bei Abgeordneten mit ihrer extraordinären Bezahlung erwarte ich ein deutlich dickeres Fell. Wer kräftige Kritik nicht ab kann, sollte einen anderen Beruf wählen. – Die genaue Prüfung vom Steuerbescheid verheißt kräftige Vorauszahlungen in diesem und dem nächsten Jahr. Außerdem sind ab sofort die guten Zeiten mit einem Freibetrag und „Vorteilen“ bei der steuerlichen Rentenanpassung vorbei. Der Staat langt zu. Warum bin ich bloß nicht selbst in die Politik gegangen? Höchstwahrscheinlich weil mir die Taktiererei samt Kriecherei und Formuliererei knapp an der Realität vorbei noch mehr auf den Geist gegangen wäre. Immerhin, das tröstet mich vollkommen, bin ich arg zufrieden und glücklich – ein eher allgemeines unpersönliches Lästern und Murren würzt halt das Leben – in Maßen eingesetzt 😉🤔😇. 😁. – Ich lasse wieder einmal den Tag passieren, erledige Kleinigkeiten, versäume leider, leider meine abendliche Andacht und bin deshalb unzufrieden mit mir. Irre: ich lasse etwas bewusst aus, ärgere mich, dass ich das tue und bin sauer auf mich. Verrückte Kiste. Da muss man erst einmal drauf kommen. – Eine frische Nacht mit gutem Schlaf schließt den Tag ab. Fein.

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Früher Urlaub

Ein wundersames Plätschern begleitet mich beim allerersten Aufwachen. Es donnert im Hintergrund, mögliche Blitze durchdringen zwar nicht die Jalousie, doch sind zweifellos am Himmel aber der Regen ist erfrischend. Es kommen 19 Liter/qm zum Einsatz, perfekt. Unsere Dachrinne läuft über, weil das Sieb am Abfluss nahezu verstopft ist und der Regen dazu noch im „Dachknick“ Zweige, Laub sowie anderes Naturmaterial von oben in die Rinne gespült hat. Damit war zu rechnen. Seufz. Sobald die Feuchtigkeit von oben schweigt, reinigen wir die Stellen an die wir rankommen. Leider müssten wir die große Leiter aufstellen, um das „Sieb“ freizulegen. Das sollten wir vor dem nächsten großen Regen erledigen. – Mein montägliches Treffen fällt aus und so vertreibe ich mir meine Zeit irgendwie. So richtig motiviert bin ich immer noch nicht. – Heute spielt „unsere“ (nicht meine) Nationalmannschaft gegen Paraguay. Meine Allerliebste ist aufgeregt und ich richte ihr zu diesem Anlass unsere Großleinwand mit Beamer her. Ich dagegen ziehe mich zurück, denn die Kicker haben mich einmal im Standspiel gegen Österreich voll gefrustet und später wenig getan, um mich mit Spielfreude und spannenden Kämpfen wieder zurückzugewinnen. Fehlpässe im Mittelfeld waren nie mein Ding 🤨. Es kommt, wie es kommen muss. Elfmeterschießen haben sie wohl im Training wenig geübt oder die Millionärskicker sind Nervenbündel. Mir genügt die verbale Zusammenfassung der Kickerei. Immerhin können sie früher in Urlaub gehen. Das ist doch auch schon was. War es gar ihr geheimes Ziel? Wer weiß?! – Für uns wird es sehr spät, gegen halb drei treffen wir auf unser Nachtlager. Der Schlaf ist ganz okay.

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Hitze fesselt mich ans Haus

Beim frühmorgendlichen Ausflug in die Keramikabteilung höre ich draußen den Wind gewaltig herumpusten. Im Obergeschoss stehen bei uns immer noch alle Dachfenster sperrangelweit offen. Es ist erst halb sechs, quasi mitten in der Nacht. Egal, Linda (unseren elektronischen Haushüter) ruhigstellen, dann ab nach oben, Fenster zu, wieder runter, ins Bett schlüpfen und feststellen: Aufregung killt Schlafbedürfnis. So dauert es einige Zeit bis ich wieder in einen leichten Schlummer falle. Heute gehe ich keinesfalls in den Gottesdienst, denn da müsste ich mich der unbarmherzig glühenden Strahlung aussetzen. Meine Mitbewohnerin dagegen kennt keinen Schmerz und macht zuerst einen Salat und sich dann auf den Weg. Jedem das Seine. Ich dagegen stelle erfreut fest, dass ich jeden Morgen kälter dusche. Wow, tut das gut! – Nach dem Frühstück, wie passend, beginnt der Bremer Gottesdienst, dem ich zuhöre aber gleichzeitig eine Geburtstagszeichnung mit Chatti zusammen anfertige und versende. Perfekt. Dann fällt mir unser Ventilator ein, der verzweifelt im OG auf seinen Einsatz wartet. Geholt, angeschlossen, gestartet. Wunderbar! Warum habe ich nicht früher an den liebenswerten Kumpel für heiße Tage gedacht? Er macht einen echt guten Job. Prima! – Zum Lunch trifft meine Allerliebste wieder ein und hat sogar etwas vom Büffet mitgebracht. So komme ich zu einem Festessen mit allerbestem Paprikagemüsesalat, Zaziki (oder Tzatziki), einem Stück einwandfrei gewürztem Grillfleisch sowie einem Baguette. Perfekt für das Wetter. – Mehr tut sich heute nicht. Die Sonne brennt, erreicht zwar „nur“ 34,9 Grad um 16:03 Uhr aber das reicht mir völlig. Der Abend geht schwitzend vorbei, obwohl der Ventilator sein Bestes gibt – ein Luftquirl bringt halt ein prima Frische-Empfinden aber eben nicht niedrige Temperaturen. Es wird bewusst spät, doch das hilft mir auch nichts. Allerdings sind 72 Punkte für den Schlaf dann doch okay.

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Fast 39 Grad

Heute wollen wir Schadstoffe aussortieren und in unsere Kreisstadt zwecks Verwertung bringen. Wir wollen. Aber wir können nicht. Zu spät. Zu heiß. Zu doof. Selten ist das Duschen so erfrischend wie an diesen Tagen. Selten sind wir so unbeweglich. Nur meine Allerliebste entfaltet noch eine staunenswerte Energie. Ich erkenne dagegen die Wahrheit des Spruchs eines längst heimgegangenen Bruders: ‚Jede Bewegung schwächt.‘ Im Scherz dahergesagt, doch inzwischen voll zutreffend. Brodelnd, erdrückend, schweißtreibend. Im Laufe des Tages gibt es sorgenvolle Anrufe und E-Mails unserer Gemeinde mit dem Rat morgen zu Hause zu bleiben, wenn man unter der Hitze leidet. Nett von meiner Gemeinde. Das Thermometer erreicht im Schatten der Lounge 38,6 Grad gegen vier Uhr nachmittags. Erst in der Nacht „kühlt“ es sich ab. Um zehn Uhr sind es immerhin nur noch 32,5 Grad. Echt. Ich öffne im Obergeschoss alle Fenster zum „Lüften“. Die Nacht beginnt für mich erneut sehr spät, denn was soll ich so lange im Bett schwitzen? Die Tage sind ja noch halbwegs im Haus erträglich aber die Nächte sind extrem trots dünnster Bettwäsche. Immerhin weiß ich jetzt weshalb es in südlichen Ländern nur ein Laken zum Zudecken gibt 😉. Genial👍.

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Hochsommer im Juni

Es ist heiß. Eine Hitzewelle überrollt uns. Sie will bis Sonntag unser Land lähmen. Soll sie doch. Ich bleibe daheim, das Haus ist noch relativ kühl (im Vergleich zur Außentemperatur), wird sich zwar nach und nach erwärmen aber derzeit ist es drinnen kühler als draußen und das ist gut so. Die Lounge ist bei dieser Wetterkapriole natürlich unbewohnbar – da hilft selbst die konsequente Nordausrichtung samt Hausschatten nichts mehr. So ereignet sich nichts, außer schwitzen. Hochsommer im Juni, wunderbar 🤨🤔🍺. Selbst am Abend fehlt die Motivation, wir machen es unserer Nationalmannschaft nach und schalten in den Leerlauf. Ich lasse es sehr, sehr spät werden, denn schlafen ist in diesen Zeiten eher eine oberflächliche Sache. Null Bock auf nichts.

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