Füllen, säubern, palavern

Am Vormittag erwarten mich vielerlei Aufgaben. Vor der Abfahrt meiner Allerliebsten muss ich den Reifendruck von Foxi prüfen. Mit Schrecken stelle ich fest, dass in jedem Pneu mindestens 10 PSI fehlen. Da ist meine kleine Akkupumpe überfordert, sie schafft zwei Reifen und verlangt dann massiv nach Ladestrom. So bleibt Foxi in der Garage und Laura muss die Fahrt übernehmen. Während die Pumpe neue Kraft sammelt nehme ich mir den Kaffeeautomaten vor. Die Brüheinheit muss gesäubert, der Restwasserbehälter geschrubbt und diverse Düsen und Schläuche gebürstet werden. Nun wandert eine Reinigungspille in den Pulvereingang und eine Entkalkungstablette in den Wasserbehälter. Jetzt kann das große Reinigungsprogramm des Kaffeebereiters endlich starten. So blubbert, spuckt und rappelt der Gute eine Stunde vor sich hin bis er wieder einsatzbereit ist. Das nervt total. Seufz. – Nach der Mittagsruhe bin ich schon wieder unterwegs zu einem Treffen. Auch hier wird viel geredet, geklärt und erläutert. Smilla erhofft sich luftspringend reichlich Leckerli und es erfreut das Herz wenn sich so ein Vierbeiner, überströmend vor Begeisterung, auf seltsam riechende Kekschen stürzt. Hauptsache ihr schmeckt es. – Der Abend daheim bringt nichts Neues und ich beende ihn vor Mitternacht im Seniorenbett. Alles ist gut.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Sola Fide

Erneut ist ein Monat vorbeigesprungen und wieder trifft sich unsere Studierstube. Wir nehmen uns, genau genommen, gar kein Thema vor und diskutieren einfach ins Christlich-Blaue hinein. Sehr anregend, sehr vielfältig und mit wechselnden Erkenntnissen 😉🤔😇. Dies ist echt gut, wenn auch nicht für jedes Treffen geeignet. Beim nächsten Mal steht 1. Korinther 13 auf dem Programm und es wird richtig lieb werden 🤨. – Abends machen wir uns auf zum Abendgottesdienst unserer Gemeinde. Der Inspektor des Gemeinschaftsverbandes hält eine wirklich beeindruckende Predigt über „sola fide“ – Heil, Rettung, ewiges Leben nur, allein aus dem Glauben. Gott hat mich hier, das bewundere ich jedes Mal, mitten ins Herz getroffen, obwohl genau genommen nur mir längst Bekanntes gesagt wurde. Einfach stark, Gott kann aus altbekannten Zutaten eine völlig neuartige Torte schaffen! DANKE VIELMALS!!! – Tja, den restlichen Abend begleiten mich Harald Schmidt, Helmut Kohl samt Jauch und Gottschalk, der Abschiedsflug eines langgedienten Flugzeugkapitäns und ein paar andere kleine Videos. Wann fange ich endlich mal wieder mit dem Lesen an? Hoffentlich verlerne ich es bis dahin nicht 😉🤔. Wieder wird es spät, wieder ist der Schlaf okay. Mehr oder weniger.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Reformationstag

Für Pensionisten verlieren die Feiertage ihr arbeitsbefreiende Wirkung und reduzieren sich auf ihren eigentlichen Anlass. Das muss gar nicht schlecht sein. Wir hören aus Bremen einen Vortrag über Paul Gerhardt. Erneut wird das Bild des armen, vielgeplagten Liederdichters gemalt, der allen Qualen zum Trotz wunderbare, aufbauende Lieder dichtet. Falsch ist das nicht aber nur die halbe Wahrheit. Ja, er hatte viel zu leiden, zweifellos, er hat aber auch viel Hilfe und Unterstützung erfahren, hatte neben den schweren auch gute Zeiten. Er war anerkannt und geachtet und seine Amtsenthebung war die Ultima Ratio seines vorher um mancherlei Kompromisse bemühten Landesherrn. Schade, dass immer so einseitige Bilder verbreitet werden nur weil sie ins pietistische Gottesbild passen, dass wer Großes im Reich Gottes schafft auch unendlich viel Leiden tragen muss. Das ist nicht ganz falsch, blendet aber die andere Seite, das Gute, das Aufbauende im Leben aus. Schade. – Am Nachmittag treffen wir uns in kleinem Kreis zu einem fast traditionellen Kaffeetrinken am Reformationstag mit Freunden. Ein feiner Nachmittag. Den Vortrag unseres ehemaligen Ministerpräsidenten in der Christuskirche lassen wir aus, obwohl, genau betrachtet, letztlich die Politik der Brennstoff der Reformation war, Glaubensfragen hin oder her. Erstaunlicherweise, Gott ist unfassbar, sind die Glaubensüberzeugungen dennoch das, was bis heute noch bewegt und zählt. – Den Abend verbringt meine Reformationsbewegte lobenswerterweise mit zwei Filmen, jeweils über Luther und Zwingli, während ich mich – großer Tadel – mit Jürgen von der Lippe, Fredl Fesl und einem Lied von Reinhard Mey bei YouTube vergnüge. Es wird spät aber die Nacht ist okay.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Kritische Selbstbeäugung

In aller gemütlichen Ruhe gehe ich in diesen Tag hinein. Erst gegen Mittag kommen wir zur Morgenandacht aber wen kümmert das?. – Am Nachmittag fahren wir ein paar Orte weiter um einen Bekannten im Pflegeheim zu besuchen. Dabei fällt mir auf, dass ich meine Allerliebste beim Autofahren viel zu oft anmeckere. Sie sagt nichts aber mich erschreckt es hinterher furchtbar. Was für ein Typ bin ich bloß? Ein Besserwisser, der seinen liebsten Mitmenschen versucht zutiefst zu verunsichern? Nein, das geht gar nicht!!! Ich muss es lernen an mich zu halten, an rechter Stelle zu schweigen und wenn ich meine Zunge zerbeißen muss. Das wird schwer. Dazu kommt ja noch an richtiger Stelle durchaus mal eine Warnung auszusprechen aber nur wenn es wirklich angebracht ist. Ich bin insofern mit mir zutiefst unzufrieden. Hoffentlich hat das Folgen! – Am Abend lasse ich mich virtuell in die Karibik entführen und schaue dem Kommissar beim Recherchieren zu. – Weiter nerve ich mich selbst mit meinem Drang zu rührseligen Storys, die in Endlosschleife die gleiche Geschichte in unzähligen Varianten erzählen, begleitet von total bescheuerten Bildern oder noch schlimmeren KI-animierten Filmchen. Höchste Zeit mich mal gründlichst mit mir selbst auseinanderzusetzen. Es wird wieder spät aber der Schlaf ist mehr als okay. Langschläfer, Meckerer und Happy-End-Träumer – welch eine Selbsterkenntnis, was für ein Tag!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Zahnarzt

Ich kann zwar problemlos ausschlafen doch die Erwartung eines Zahnarztbesuchs sorgt für zeitige Munterkeit. Neulich hielt ich ein Stück Backenzahn in meiner Hand und ich stelle mich auf eine längere Behandlung ein. So kommt es dann auch. Wurzelbehandelte Zähne sind aber weitgehend von Nerven befreit, so dass das Abschleifen eines Zahns im Unterkiefer keinerlei Probleme bereitet. Dann findet der kompetente Arzt aber noch ein Kariesloch im oberen Bereich. Erstaunlicherweise bleibt das Bohren und das Füllen nahezu schmerzfrei. Feine Sache. Das Kaugefühl ist zwar ein wenig anders, doch mit der Zeit werde ich mich auch daran gewöhnen. Solange die Zähne noch behandelbar sind bin ich hochzufrieden. – Die Materialien härten inzwischen schnell aus und es steht meinem Lunch nichts im Wege. Toll. – Am Nachmittag quäle ich mich weiter mit dem Lebensbild, ich bin zwar für jede Erkenntnisse dankbar, doch nicht mit meiner Arbeitsgeschwindigkeit. Andererseits ist der Vortrag nahezu fertig und ein Monat für die Feilerei an der einen oder anderen Stelle müsste unbedingt ausreichen. – Der letzte ökumenische Abend findet diesmal in unserer Nachbarkirchengemeinde statt. Die Kleingruppen werden diesmal per Zuteilung gebildet, je nach Farbe des verteilten Arbeitspapiers. Ich lande in einer diskussionsfreudigen Teilnehmerschar mit zwei hauptamtlich Tätigen. Es gestaltet sich hochinteressant, wir sprechen über Konflikte, Lösungen und wie es in Gemeinden gehandhabt wurde und wird. Das ist echt beeindruckend. – Für mich wird es diesmal noch später als sonst, keine Ahnung weshalb. Der Schlaf kommt noch später aber er kommt. Immerhin.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Drei Termine

Der ‚heißeste‘ Tag der Woche mit drei Verpflichtungen 🤨 beginnt, wie könnte es anders sein, mit Frühaufstehen. Daran möchte ich mich keinesfalls gewöhnen! Basta! Doch danach fragt keiner. Ein Termin in Gifhorn steht an und wir staunen über die vielen Autos, Traktoren und LKWs die um diese Zeit unterwegs sind. Wir kommen trotzdem pünktlich an. Ich muss ein bisschen warten, doch ein Cappuccino to go und eine Apfeltasche versüßen mir diese Zeit in perfekter Weise. Anschließend düsen wir wieder heimwärts, meine Mitbewohnerin sorgt für eine kulinarische Ausgestaltung des heutigen Seniorenkreises und macht sich nach kurzer Mittagsruhe dorthin auf den Weg. Ich stürze mich schildkrötenschnell auf meine Lebensbilddarstellung über Wilhelm Busch im nächsten Seniorentreffen. Es geht nur mühsam voran, mal finde ich kein richtiges Foto, mal suche ich eine Information in einem dicken Wälzer mit vielen Seiten und dann stolpere ich über eine Kreuzkirche, die eigentlich eine Kreuzeskirche ist. Es ist zum Haare raufen. Mühsam nährt sich der Lebensbildner. – Am Abend sind wir in der Methodistengemeinde zu Bibelstunde. Wir haben einen interessanten Austausch über Gemeindefragen und -probleme in unserer Kleingruppe. Außerdem steht eine (für mich) perfekte Snackschale mit Weintrauben, Käse und Salzbrezeln bereit. Wunderbar! – Wieder daheim holen wir die Soko Wismar aus der Mediathek und schauen ihr beim Ermitteln zu. Jetzt noch ein bisschen die Zeit vertrödeln und ab geht es ins Seniorenbett. Der Schlaf schleicht sich langsam an, ist aber tief genug. Man wird diesbezüglich genügsam.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Ökumenisches

Meine Allerliebste ist heute früh unterwegs aber auch auf mich wartet ein vormittäglicher Termin. Meine Treterchen wollen gepflegt werden und die Podologin kommt dem nach. Leicht beschwingt „schwebe“ ich zu Laura nach der Behandlung. – Am Abend begeben wir uns zu einer ökumenischen Bibelstunde. Leicht skeptisch gehen wir auf dieses Angebot zu, denn viel zu oft haben mich Experimente ähnlicher Art verschreckt. Das von mir „gefürchtete“ Bienenkorbgebet und Gruppenarbeiten in einer Schweigerrunde bedrücken meine Erwartungen. Doch es wird richtig gut. Irgendwie ist es total nett. Wir wollen morgen wiederkommen. – Daheim lassen wir den Tag mit YouTube ausklingen. Der Schlaf ist ganz okay.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Friseur und mehr

Heute wird gekürzt. Dafür springe ich noch vor dem Aufstehen 😉🤔😀 unter die Dusche. Bald darauf steht unsere Friseurin vor der Tür und es geht Haarschopf und Bartwuchs ans Leder. Ich komme mir danach immer so gestutzt vor, meiner äußerlichen Zierde beraubt. Aber das tut mir ab und an ganz gut. Nachmittags kommt wie jeden Montag mein Treffpunkt auf mich zu und abends schaut Barnaby vorbei. Nichts ist neu unter der Sonne oder dem Mond. Monday as usual.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar