Blödes Navi

Nach dieser Nacht fällt das Aufstehen nicht sehr schwer. Ausnahmsweise, für einen Montag, frühstücken wir gemeinsam. Jetzt noch schnell den „Technikkoffer“ packen und ihn mit dem übrigen Reisegepäck ins vollgeladene Auto transferieren, die Route ins Navi überspielen und es kann losgehen. Wir sind voll im geplanten Zeitfenster und machen uns gemütlich auf die Reise. Die Autobahn nervt wie erwartet, wir kommen jedoch unerwartet gut durch. Das liebe, süße Navi führt uns zwar anders als am Samstag geplant, bei jedem Start gibt es wohl eine Neuberechnung oder es ändert die Routenführung während der Fahrt, wie auch immer, wir fahren eine andere Strecke, auch nicht schlecht, jedoch komme ich mir wie der Technik ausgeliefert vor. Tröstlich ist der Ladestopp an einem Einkaufszentrum nahe der Autobahn. Ein Café lockt mit Latte macchiato und so wird die Ladezeit äußerst angenehm gestaltet. Sollten wir öfter so machen! Weiter geht es auf der Autobahn bis wir endlich den Anschlusspunkt der Landstraße erreichen. Soweit so akzeptabel. Als ich aber ein Zwischenziel kurz vorm Erreichen lösche, verändert das blöde Navi meine Route völlig und führt mich mitten durch Wiesbaden um mich mit verzweifeltem Bemühen schließlich auf eine Autobahn verfrachten zu können. Ich bin sauer auf das Navi mit seiner Autobahnvorliebe, auf mich weil ich die Route nicht im Kopf habe und fahre zähneknirschend die letzten Kilometer dem Ziel entgegen. – Im Zimmer genieße ich dann den Ausblick auf den Weinberg vor dem Hotel und dem Rhein mit immer noch regem Schiffsverkehr. Leider tröpfelt es mittelstark von oben und wir lassen den Begrüßungsspaziergang im Ort ausfallen, versorgen uns beim Edeka mit einer Flasche Wein, die wir auf dem regengeschützen Balkon in der Abenddämmerung genießen bis uns die Kälte uns ins Zimmer treibt. Ich liebe diese Aussicht trotz der tagsüber vielbefahrenen Bundesstraße zwischen Weinberg und Ufer. Der Schlaf ist mäßig, weil ich Dummerchen ein Fenster offenstehen ließ. Tja, selbst schuld.

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Konzert mit Blech

Gleich nach dem Frühstück holen uns Freunde zu einem Konzert in einer umgewidmeten Kirche ab. Wir sind früh dran und ergattern bequeme Plätze, zwar ganz hinten aber das letzte Mal hat uns die Akustik hier besonders gut gefallen. Heute spielt das Orchester der örtlichen Stadtwerke. Das Programm ist weniger stark auf klassischen Tönen aufgebaut, eher Musicals und andere bekannte Melodien. Das ist ganz okay, wenn nicht nur Blechinstrumente zum Einsatz kämen. Meine Zeit ist das laut, es dröhnt mir in den Ohren und in der „Halbzeitpause“ brauche ich eine ganze Zeit um mein Hörvermögen wieder halbwegs zu stabilisieren. Zu meiner akustischen Rettung ist der zweite Teil lautstärkemäßig akkurater und schonender – aber keineswegs leise. Das Programm hat mir recht gut gefallen, sollte ich im nächsten Jahr mich wieder zu einem Besuch entschließen, bringe ich zum Selbstschutz Ohrstöpsel mit. Unverzichtbar! – Da das Konzert erst sehr spät beendet ist, verschiebt sich unser Mittagsschlaf bis in den tiefen Nachmittag. Wir hören dann noch die Predigt aus Bremen – wenn wir schon den Gottesdienst versäumen, wollen wir wenigstens Raum für ein geistliches Wort haben. – Das TV-Programm lasse ich links liegen und wähle bei YouTube einen bunten Themenmix. Es wird normal spät. Der Schlaf fällt mies aus, wie meistens, wenn eine Reise bevorsteht. Seufz.

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Routenplan

Eigentlich ist es ein ganz normaler Samstag, den ich oft genug beschrieben habe. Ich versende ein Geburtstagsbild an einen Freund, der an der Ostsee sein Wiegenfest feiert. Außerdem erstelle ich ein Bild, um mich von dem montäglichen Treffen abzumelden. Dann plane ich eine Reiseroute, hauptsächlich Autobahn aber auch einen Teil Landstraße, die ich immer schätze. – Am Nachmittag geht es ans Kofferpacken. Viel ist es nicht für die kurze Zeit, ein paar Überlegungen sind dennoch anzustellen. Schließlich steht unser kleinster Gepäcktransporteur bereit für die montägliche Reise. Am Sonntag vermeiden wir nämlich derartige Aktivitäten, kein „Muss“ aber eine gute, bewährte, christliche Tradition. Der Schlaf ist ganz okay.

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Erfolglose Suche und Vetternwirtschaft

Mitunter überkommt einen das Gefühl etwas planen zu müssen was möglicherweise stattfinden könnte. So suche ich ein Hotel in Bremen und Umgebung. Das kann mich schon ein wenig beschäftigen. Doch das Ergebnis ist eher unbefriedigend, denn entweder ist mein Budget zu klein oder die Übernachtungspreise sind explodiert. Ich habe nicht vor irgendein Hotel zu kaufen, ich will nur dort übernachten. Wie dem auch sei, ich breche ab. Da kommt heute nichts zustande. Absolut sicher! – Am Nachmittag wende ich mich unserem Kaffeeautomaten zu. Er verlangt eine Reinigung, also gebe ich sie ihm. Erstaunlicherweise will es nicht entkalken, keine Filterpatrone wechseln, einfach nur eine Reinigungstablette konsumieren, die Abtropfschale leeren und loslegen. Es geht auch viel schneller als sonst üblich. Doch morgen schon wird er den Wechsel des Wasserfilters verlangen und ich bin gespannt ob er bald um Entkalkung ersucht. Warten wir es ab. – Weiter ereignet sich nichts, das erwähnenswert wäre bis auf die Abendandacht, die mir einen Einblick in die damals wohl übliche Vetternwirtschaft gewährt. Faszinierend. – Abends erfreut mit der Tod im Paradies mit einer nicht zu oft gesehenen Folge sowie einem bekannten Stück. Immer wieder unterhaltsam. Es wird normal spät, der Schlaf ist voll überzeugend. Prima.

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Lame-Duck-Day

Welch ein lahmer Tag! Ich bringe wieder einmal nichts zustande außer ein paar Kleinigkeiten, die nicht der Rede wert sind. Bin ich des Lebens müde? Nicht lebensmüde, sondern eher unmotiviert, reisehungrig aber viel zu viel auf Komfort konzentriert, hungrig auf Urlaub aber nicht auf Kofferpacken, An- und Abreise 🤨🤔. Halt irgendwie irre gepolt. Da muss ich wohl mal ernsthaft in mich gehen und ein schmerzhaftes Wort mit mir reden. – Die Abendandacht mit Salomos ersten Schritten als König öffnet mir die Augen wie selbst „gute“ Herrscher ihre dunklen Seiten haben. So ist es nun einmal in unserer Welt. Dazu noch Daniels Vision mit den vier Tieren, die für vier Königreiche stehen mit ihren breit gefächerten Auslegungen, Interpretationen und Spekulationen allesamt mit dem Versuch, das Traumgesicht in bestimmte Formen zu pressen – keine Ahnung welche passt. Interessant ist die historische Tatsache, dass über lange Zeiten die Juden mit dem Islam viel besser auskamen als mit dem Christentum. Erst gibt es viel zu viel christliche Chaoten, später entwickelten sich dann die islamischen Chaoten. Harmonie kommt bei Ideologen eben nie gut an. Seufz. – Mit den üblichen abendlichen Ablenkungen wird es normal spät, dann aber ist der Schlaf klasse, was selbst meine Watch zugeben muss 😀. Nette Nachtruhe 😴😴😴!

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Morgenandacht? Fehlanzeige!

Nach langer Zeit entfaltet sich fast ein Routine-Mittwoch mit beiderseitigem Sport und allem Pipapo – bis auf eines der wichtigsten Elemente: die Morgenandacht. Ja, dieselbe fällt heute total unter den Tisch. Wir beide denken an sie, doch versäumen wir diesem Gedanken Realität zu verleihen. Kann passieren, ist aber nicht gut ☹️😠. Ansonsten ist wenig zu notieren, der Lavendel wird von weiblicher Hand gekürzt, die außerdem Unkraut vernichtet. Ich gefalle mir gar nicht in meinen Aktivitäten, doch es geschieht, was geschieht. Immerhin erquickt und erfreut mich die Abendandacht, wenn mich auch die Rachegedanken des Königs David auf seinem Sterbebett, so nachvollziehbar sie auch sein mögen, stark irritieren. Eine andere Zeit, dieselben menschlichen Emotionen – geändert haben wir uns durch die Jahrtausende hindurch nicht. Schade eigentlich. – Die Soko Wismar, zwei Flugzeugabstürze und ein paar hochdekorierte, völlig unterschätzte Kampfpilotinnen, die ihre männlichen, arroganten, technikabhängigen Pendants total alt aussehen lassen prägen meinen Abend. Ich liebe diese genauso wunderschönen wie realitätsverachtenden Videos. Idiotisch aber emotional voll bewegend 😉🤔😇. Nun ja, eventuell etwas viel Emotion, denn der Schlaf kommt erst sehr spät und bleibt an der Oberfläche. Tja, Alter, so isses.

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Ein Honigdachs und eine Legende

Ein ruhiger Tag wickelt sich mit allen tagesüblichen Elementen ab. Nichts Neues unter der Sonne. Selbst der Abend bringt nur die virtuelle Begegnung mit dem Honigdachs, der weder Raubtiere noch Giftschlangen fürchtet, selbst Stachelschweinstacheln lassen ihn kalt. Es ist ein interessantes, angstbefreites Tier. Dann schaue ich mir noch Berichte über ein Fahrt mit der „Legend of the Sea“ an, dem größten Kreuzfahrtschiff der Welt, das gerade auf dem Mittelmeer herumschwimmt. Ich lerne, dass ein überwiegend amerikanisches und südländisches Publikum eine große Herausforderung für mich darstellen dürfte. Die Qualität, vom Schiff selbst, über die Verköstigung, die Shows, „Wasserspiele“ und die Crew scheint dagegen außergewöhnlich gut zu sein. Wäre ich jünger, könnte es mich durchaus reizen 😉😇. – Noch ein paar spannende Storys von wagemutigen Kampfpilotinnen, Familien mit Intelligenzproblemen und hirngeschädigten CEO’s und ich bin bettreif. Der Schlaf wirkt auf hohem Niveau. Sehr schön.

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Geburtstag

Meine Hausgenossin zieht altersmäßig gleich. Nach gut einem Monat sind wir wieder auf einem gemeinsamen Level. Von früh bis spät treffen Glückwünsche ein – wie üblich stellt mich ihre Beliebtheit eindeutig in den Schatten. Keine Frage die sozialen Kontakte gehen absolut auf ihr Konto. Ohne sie wäre ich fraglos ein abgeschotteter Eremit 😉. Toll wer alles an sie denkt! Wir gehen den Tag in aller Ruhe an. Wer uns besuchen will kann gerne kommen aber speziell eingeladen haben wir keinen. Natürlich schaut, bis auf drei Personen, niemand vorbei, denn ansonsten haben wir immer explizit Gäste eingeladen. Wer will es da schon „wagen“ einfach so aufzutauchen? Selbstverständlich ist uns das klar, denn wir wohnen zwar auf dem Dorfe, sind aber nicht vom Mond 😁😇. Wir genießen den ruhigen Tag und treffen uns am Abend in kleiner Runde. Es wird altersgerecht weder spät noch alkoholauffällig, diese Zeiten sind längst vorbei. Ich erlebe meinen zweiten Gedächtnisschock in dem ich wider offensichtliche daliegende Tatsachen einen intensiven Traum für Realität halte. Wie konnte ich die Fakten klar sehen und sich ein Traumfake dennoch in mein Gedächtnis einnisten? Eine Kleinigkeit? Wer weiß das schon … – Für uns zwei wird es normal spät, denn wir lassen uns Zeit mit dem Schlafstart. Die Nachtruhe ist tief, erholsam, mit den üblichen Einschnitten. Alles ist gut!?

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