Schein oder Sein – was weiß ich

Schon wieder verlasse ich zwangsweise 😉😇 mein gemütliches Nachtlager zur Unzeit 🤔. Netterweise hat meine Allerliebste, sie kennt mich erstaunlich gut, ein kleines Frühstück (nicht nur mein Knäckebrot) vorbereitet. Wunderbar. Wir schwingen uns in die Laura von Grün und düsen los zur Zentrale unseres Gemeinschaftsverbandes. Dort stellt sich ein potenzieller künftiger Geschäftsführer vor. Er macht einen guten Eindruck und scheint bestens qualifiziert für die Position. Mitte November steht die Wahl an. Die Aussichten sind gut. Im Anschluss wird uns wortreich ein Computer-, Server-, Programmkonglomerat präsentiert. Ich verstehe die Ziele aber bei weitem nicht alle technischen Zusammenhänge. Leider ermangelt es dem äußerst engagierten Verwalter an der Gabe komplizierte Sachverhalte in verständlicher Sprache wiederzugeben. Schade eigentlich. – Am frühen Nachmittag sind wir wieder daheim angekommen, holen in der verspäteten Mittagsruhe den entgangenen Morgenschlaf nach und erledigen dann ein paar Kleinigkeiten. Ich turne noch mein Standardprogramm herunter 😀 und finde sogar Muße für die Abendandacht. Sehr schön. – Im Fernsehen begebe ich mich nach Leer mit der Serie ‚Friesland‘ in der die Leiche eines angeblich friesischen Stammesfürsten gefunden wird, mittels dreistem Raubes verschwindet und beim Wiederfinden sich als profaner neuzeitlicher Totschlag entpuppt. Verrückter Plot, nett umgesetzt. Jetzt noch ein paar YouTube-Videos und es ist Zeit für das Nachtquartier. Der Schlaf ist gut, finde ich, ziemlich mies, meint meine Watch. Nun ja.

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Säulenheiler

Halb sieben meldet sich die Kamera. Jemand wirkt vor der Tür. Ich schleppe mich ins Bad, mache Katzenwäsche und da klingelt es schon. Ein Säulenheiler steht vor der Tür. Er sägt die verrottete Stelle an einer Säule ab, verfüllt Risse und leimt ein Holzstück an die abgesägte Stelle. Schließlich verfugt er die Ränder rund ums Holzstück und gibt Schleifratschläge für ein mehrschichtiges Streichen. – Die Sonne scheint genug um Foxi ausreichend zu versorgen aber, es ist wie es ist, die Zeit des ‚Überschussladens‘ geht ihrem saisonalen Ende entgegen. – Ansonsten passiert nicht mehr viel, ein völlig normaler Freitag nimmt seinen Lauf. Morgenroutine, Rückenmotivation sogar am frühen Abend meine Abendandacht alles total normal. ‚Death in Paradise‘ mit den beiden letzen Folgen mit Humphrey schaue ich mir so nebenbei an und irgendwann ist es Zeit für mein Seniorenruhelager. Ja, es wird wieder einmal spät und der Schlaf zeigt sich mäßig motiviert. Soll er doch.

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Säulenflüsterer

Heute kommt der Tischler unseres Vertrauens. Er will sich die Balken im Entree ansehen, die nach 35 Jahren den Einfluss von Wind und Wetter nicht mehr verdecken können. Er ist relativ pünktlich, analysiert den Zustand der Säulen und entdeckt einen reparablen Teilschaden. Selbiger kann relativ schnell behoben werden, gleich morgen will er einen Handwerker vorbeischicken. Das geht ja staunenswert fix. – Ansonsten beschäftige ich mich mit dem Matterproblem und entscheide mich letztlich für eine Bestellung. Mitte November soll das Teil vorbeikommen. Bis dahin kann ich die Steckdose manuell schalten, das funktioniert gut wie ich heute bei einem Test feststelle. Es kommt genügend Wärme an meiner kälteempfindlichen, hochsensiblen 😁😉 Außenhaut an, ich bin sehr zufrieden. Wenn dann draußen noch die Sonne scheint, könnte sie die nötige Stromlieferung übernehmen. Perfektes Modell, das leider nur an wenigen kalten Tagen funktionieren wird – und bei Schnee erst recht nicht. – Nun gilt es noch meiner Mitbewohnerin zu vermitteln wie man die Banking-App so streicheln kann, dass sie tut was man will. Auch das klappt wunderbar. Alles ist gut. Allein die Abendandacht bekomme ich immer noch nicht hin. Schade. – Und am Abend schaue ich Flugzeugen beim Fast-Abstürzen zu. Runter kommen sie immer, mal ohne, mal mit geringen und mal mit totalem Schaden. Ich sehe am liebsten Berichte mit Überlebenden, möglichst von allen Insassen. Einen kaputten Flieger kann man verschmerzen. – Es wird heute erneut recht spät aber der Schlaf ist ziemlich okay. Wenigstens etwas.

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Bibelstunde, Heizung und ein Geldfluss

Der Vormittag füllt sich mit Vorbereitungen auf die nachmittägliche Bibelstunde. Eigentlich geht es nur noch ums Lesen eines Kommentars und ein wenig gedanklichen Feinschliff. Aber alles braucht so seine Zeit. Außerdem kopiere ich Unterlagen auf zwei USB-Sticks in der Hoffnung, dass der Kopierer unserer Gemeinde die Dateien öffnen kann. – Gegen Mittag trifft unsere Zusatzheizung ein aber ich habe keine Zeit mich mit ihr zu beschäftigen. – Am Nachmittag in meiner Gemeinde weigert sich der Kopierer in großer Sturheit die Dateien auszudrucken obwohl er sie als solche erkennt. Das letzte Mal ging das doch völlig unproblematisch!?! Er druckt nur Fehlermeldungen, welch ein Graus! Ein hochinteressantes, von der KI erstelltes Bild kann ich definitiv nicht vervielfältigen. Die übrigen Seiten schon, denn ich habe sie sicherheitshalber in Papierform dabei. Mein Verhältnis zur Technik ist inzwischen wohl eher zwiespältig geworden. Die Bibelstunde selbst läuft gut, der Heilige Geist motiviert fast alle Anwesenden ihre Beiträge zu leisten, wie ich es gehofft und erbeten hatte. Danke, lieber Herr Jesus! So kann ich mich hinterher leicht beschwingt zurück in unser Haus und Heim begeben. – Am Abend montiere ich die Füße an die Heizung und stelle fest, dass ich für die schaltbare Steckdose ein Matter/Thread-Dingsbums benötige, da keines meiner offensichtlich ‚viel zu alten‘ Geräte diese Kommunikationsart beherrscht. Das einst so wichtige Haltbarkeitskriterium wurde durch einen Zwei-Jahres-Kaufrhythmus klammheimlich ersetzt. So ist ein permanenter Geldfluss sichergestellt 🤔🤨😠. Egal, sende ich das Teil zurück oder bringe ich mich schweren Herzens auf den neuesten Stand? Ich überlege noch. Es folgt ein ruhiger Abend voller Dankbarkeit und ein mittelprächtiger Schlaf. Nun ja.

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Bibelstundenvorbereitung

Die Kachelofenwärme wirkt immer noch nach. Der gefühlte Raumeindruck ist nicht mehr kalt, eher warm obwohl die Heizung weiterhin schweigt 😉. Erstaunlich. Wir lassen die Morgenroutine ablaufen – allerdings ohne das Turnen. Damit müsste ich auch bald wieder anfangen sonst wird sich mein Rücken massiv beschweren. Aber irgendwie finde ich keine Zeit, denn die Bibelstunde morgen drängt. Ich muss mich vorbereiten und lasse die Mittagsruhe ausfallen. Dankenswerterweise ist es ein klarer Text mit viel praktischem Bezug, den ich mir ausgesucht habe. So fließen die Gedanken und nimmt die äußere Form Kontour an. Ich werde, so ist es mir klar geworden, auf die Mitwirkung der Gäste setzen. Wenn zu dieser Botschaft kein persönlicher Bezug herzustellen ist, sehe ich schwarz für unsere Gemeinschaft. Das ist ein Text zum täglichen Leben, zum gemeindlichen Miteinander, äußerst praktisch geprägt. Ich lege es in Jesu Hand, empfehle es der Wirkung des Heiligen Geistes und bitte ihn mir die Grundlagen und Hintergründe der Botschaft zu schenken. Gegen Abend steht die Gliederung, sind die Fragen formuliert. Morgen will ich im Kommentar nachlesen und noch ein wenig „feilen“. Mir wird dabei klar, dass ich keine hochtheologische Arbeit mit vielerlei biblischen Bezügen leiste, sondern nur Gesprächsimpulse für Glaubenserfahrungen geben kann. Möge Gott mir den Weg weisen. – Ansonsten geschieht am Abend nichts was einer Erinnerung wert wäre. Das Übliche halt. Es wird recht spät. Der Schlaf wäre toll, wenn die Unterbrechungen nicht wären. Alles wird gut.

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Frost und Wärme

Es ist kalt in der Butze. Ich friere vor mich hin, denn die Heizung läuft noch nicht und der Kamin wird erst heute am Abend in Betrieb genommen. Wir haben manches zu erledigen. Holz holen, Lounge fegen, einkaufen, Koffer auspacken, zwischendurch die Morgenandacht – so geht die Zeit dahin und die Mittagspause steht vor der Tür. Vorher organisiere ich noch eine Heizung für diese Übergangszeit, die sowohl Photovoltaik nutzen als auf den trumpschen Heizölkriegspreis etwas abmildern könnte. – Nach der Ruhepause breche ich zu einem Treff mit drei Freunden auf bei dem wir alles zur Sprache bringen was uns bewegt. Wir tauschen Erfahrungen aus, geben uns Tips über gute Handwerksfirmen und berichten von Erlebnissen im Alltag. Es entspannt mich sehr, der Tee und die Kekse helfen bei der inneren Neuausrichtung auf das Wesentliche. – Ich bin mit Foxi unterwegs und er überrascht mich immer wieder mit seinen Unterschieden zur hochtechnisierten Laura. Alte Erinnerungen an frühere Zeiten ploppen immer wieder auf. Nett. Daheim erwartet mich ein wärmendes, flackerndes Kaminfeuer. Toll! – Der neue Barnaby am Abend kann mich nur wenig begeistern. Ein paar Folgen von „Mayday“ wecken mein Interesse und ich staune wie kleinste Teile unwahrscheinlich große Wirkungen hervorrufen können. Ich wundere mich über einen Flughafen in Kanada ohne Tower bei dem kleinste Nachlässigkeiten große Folgen hatten und über Eis in Treibstoffleitungen, das den Kerosinfluss ausbremste und wo durch das Geschick der Pilotencrew alle Menschen an Bord dem Tod entgingen. Dabei fällt mir auf, dass man völlig zu Recht der Crew dankt aber viel zu oft vergisst Gott zu danken. Leider. – Normalspät beginnt für mich die Schlafphase, die leider viel zu oft unterbrochen wird. Aber das eigene Bett macht Beschwernisse wieder wett. Isso.

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Welch ein Tag! Welch ein Gott!

Gegen neun brechen wir auf. Laura führt uns zum Brepark-Parkhaus. Eine Spindel und eine enge Kurve später finden wir eine Parklücke. Der dreistündige Aufenthalt wird uns 5 Euro kosten aber immerhin haben wir einen Parkplatz. Zur St. Martinikirche ist es ein kurzer Weg. Der Gottesdienst ist äußerst gut besucht. Ich sinke auf eine harte Kirchenbank und bin voll fertig. Der Tag drückt mich wie eine schwere Last nieder, die Gedanken an die bevorstehende nächtliche Rückfahrt deprimieren mich völlig. Ich lese den Sonntagspsalm und eine Wort trifft mich im tiefsten Innern: mein Taufspruch. „Ich will dir den Weg weisen, den du gehen sollst, ich will dich mit meinen Augen leiten.“ Ja, so ist es! Weshalb lasse ich mich so niederdrücken? Gott persönlich wird mich leiten, warum sollte ich so herumjammern? Ich fühle mich direkt von Gott angesprochen, von ihm zurechtgebracht und innerlich aufgerichtet. So ist Gott!!! Plötzlich ist neuer Mut, neues Vertrauen, neue Zuversicht da. Von jetzt auf gleich! WOW! Danke, danke, lieber Herr Jesus, das tut gewaltig gut! Mit einem Mal ist alles verändert. Nun ja, zugegeben, die Predigt könnte etwas weniger dozierend, etwas mitreißender sein aber wir sind wohl von Olli mächtig verwöhnt. Hinterher stärken uns Kekse und Kaffee, ein aufbauendes „Frühstück“. – Schließlich brechen wir mit Laura zu einer intensiven Ladesäulensuche auf. Die erste Station ist defekt. Wir finden in den Apps endlich eine zweite aber auch die ist belegt. Schließlich erinnern wir uns an eine dritte, die wir nach zehn Minuten Fahrt ansteuern, ebenfalls voll besetzt. Jetzt warten wir geduldig bis eine Säule frei wird und schließen Laura von Grün an. Eine Viertelstunde vor dem Erntedankfest des Gebetsvereins um 14 (!!!) Uhr treffen wir ein, können uns sogar noch ein wenig stärken bevor es losgeht. Zwei Predigten und unzählige Lieder erwarten uns. Es zieht sich hin und der entgangene Mittagsschlaf fordert bei mir massiv seinen Tribut. Fast wäre ich bei einer Ansprache eingeschlafen. Viel hat nicht gefehlt. Dann wird Kaffee und Kuchen bereitgestellt. Nach einer dritten, viel kürzeren, Wortauslegung endet das Fest mit Gebet und Segen. Wir laden Laura noch weiter voll, nehmen die Cousine mit an Bord und los geht es nach Dannenberg. Und Gott hält Wort, wie könnte es anders sein! Die Autobahn ist bei klarem Wetter störungsfrei zu befahren, kein Reh, kein Hirsch und auch kein Wildschwein behelligen uns auf der Landstraße. So kommen wir wunderbar glatt in Dannenberg an, laden die Verwandte aus, werden mit Lachs bewirtet und sausen dann heimwärts. Es ist eine „helle“ Dunkelheit, beste Sicht, wenig, sehr wenig Verkehr und wir kommen allerbestens daheim an. Ausladen, ausruhen, einen Wein aufs Urlaubsende genießen und ab ins wohlbekannte Seniorenbett! Danke lieber Gott und HERR für diese wunderbare Führung, Bewahrung und Begleitung durch den Tag hindurch. Es war einfach nur Klasse! Der Schlaf ist übrigens tief und fest mit nur kleineren Unterbrechungen. Welch ein Tag!

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Guter Esser und Kilometerfresser

Um acht brechen wir auf. Laura von Grün bringt uns zu Aral pulse. Dort saugt sie ihren Akku voll und wir frühstücken mit einem Pappbecher Kaffee, dazu ein Marzipan-Croissant. Mit neunzigprozentiger Ladung geht es über die A 1 nach Dannenberg. Dort werden wir, außer Laura, mit einem Süppchen versorgt, laden die Cousine ein und sausen zurück Richtung Bremen. Wir reihen uns dort in eine große Warteschlange zur Fähre in Vegesack ein und überqueren wenig später die Weser. In der Nähe von Lemwerder erwarten uns Verwandte. Die Cousine wird dort nächtigen, wir alle (außer Laura😉) werden aber vorher erst mit Kuchen, gegen Abend mit Nudelsalat und Klopsen überfüttert. Vollgestopft zwängen wir uns bei voller Dunkelheit in Laura, die uns fast perfekt bis zum Hotel führt und fährt. Selbst falsches Abbiegen bringt sie nicht aus der Ruhe, immer weiß sie einen neuen Weg zu eruieren. Sehr gut. Schließlich sinke ich aufs Sofa, bin fix und alle – die Kombination von ausgiebiger Fahrerei und intensivem Verwandtenbesuch muss mich erstaunlicherweise extrem geschlaucht haben. Dann ist das so. Der Schlaf ist kurz und dennoch relativ fest. Ziemlich gut, sozusagen 😀.

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