Feuer löschen statt Abgrundssehnsucht

Die Bettflucht setzt früh ein, denn wir haben einen Gast in der Gemeinde, ein besonderes Programm und mir obliegt die Moderation. So sind wir, für unsere Verhältnisse, sehr früh vor Ort, doch der Gast ist schon da und hat die Technik bereits gebrieft. Fein. Jetzt noch schnell ein paar Absprachen, ein paar Glaubensgeschwister begrüßen und die lange Wartezeit bis zum Start überbrücken. Das Musikteam macht den Anfang, wie immer perfekt, und dann bin ich dran. Gott ist bei mir, so dass ich mich über mich selbst wundere. So ist er, unser großer Gott, allerherzlichsten Dank! Die Predigt unseres Gastes über das Feiern mit Jesus, sein Festmahl und wie es uns betrifft, stimmt nachdenklich. Die Arbeit von Compession, einem Kinderhilfswerk, ist mehr als beeindruckend und anrührend. Wie reich sind wir gesegnet und wie viel tausend Gründe haben wir mit anderen zu teilen! Die Kollekte fällt sehr hoch aus, über tausend Euros. Ein eindrucksvoller Gottesdienst von Anfang bis Ende. – Am Nachmittag schauen wir virtuell in Bremen vorbei, sehen und hören der Predigt zu. Das Thema stammt aus dem Hiobbuch, die Verse rund um den bekannten Ausruf Hiobs „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“ Bei bestimmten Themen weiß man bei „Olli“ eigentlich schon was kommt, wenn man einige seiner Ansprachen kennt. Aber es immer wieder eine neue Variante dabei, dass ich dennoch jedesmal etwas Ansprechendes wahrnehme. Sehr schön. – Abends wird die Wahl in Rheinland-Pfalz ausgezählt. Das Ergebnis fällt für die CDU besser aus als erwartet. Wieder einmal verstehe ich zwar, dass viele Menschen mit den etablierten Parteien wenig anfangen können – aber weshalb sie stattdessen ein Partei mit zehnmal chaotischerem Programm wählen, entzieht sich mir völlig. Wenn ich in einem Bus sitze, der falsch abgebogen ist und umkehren sollte, steige ich doch nicht in einen anderen um, der stracks auf den Abgrund zusteuert. Seltsam, äußerst seltsam. So wende ich mich von der Wahl ab und schaue den Feuerwehren aus Delmenhorst, Bochum und Gelsenkirchen beim Löschen zu. Da wird effektiv gearbeitet und nicht gejammert wenn für das große Ziel „Brand gelöscht“ mal etwas Materielles zu Bruch geht. Es wird normal spät aber der Schlaf agiert lustlos. Sehr lustlos. Schade.

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Fein ruhiger Samstag

Ja, heute wird es wirklich arg spät mit dem Aufstehen und der Vormittag schmilzt dahin. Dann ist das halt so. Meine Allerliebste sorgt vertretungsweise für den Altarschmuck in unserer Gemeinde und ich genehmige mir eine ausgiebige Morgenroutine. – Nach der Mittagsruhe bleibt die Heizung kalt und der Kamin übernimmt den Job. Ich kümmere mich noch ein wenig um Florence aber ich weiß ja jetzt, dass ich mir Zeit lassen kann – die Grundlage ist vorhanden und schwer in Ordnung. Am Rahmen muss ich noch basteln und dem Inhalt mit ein bisschen Kosmetik verschönern 😉😇. Das wird schon, so Gott will. Die Moderation für morgen steht auch. Was will ich mehr? So geht der Abend still dahin und selbst der Schlaf ist schwer in Ordnung. Alles ist gut.

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KI – Segen oder Fluch? Es liegt an uns!

Morgens korrigiere ich schnell den gestern erwähnten Fehler. Ein Mitstreiter hat mich dankenswerterweise darauf hingewiesen. Jetzt noch die Morgenroutine und – wer hat an der Uhr gedreht? Faszinierender Zeitverfall. – Endlich, endlich widme ich mich nachmittags der ehrenwerten Florence Nightingale und bin schwer begeistert. Nicht nur von ihr, das sowieso, sondern ebenso von meinem uralten Vortrag aus dem Jahr 2016. Zehn ganze Jahre ist das schon her. Die Präsentation ist überzeugend, muss nur ein klein wenig angepasst werden. Evtl. füge ich noch ein paar Illustrationen hinzu, just for fun, nötig ist es nicht. Der Text erfordert eine etwas gründlichere Überarbeitung, ist aber inhaltlich voll okay. Mein Pessimismus muss der optimistischen Sicht weichen. Danke! Über die KI erstelle ich noch ein Bild eines Krankensaales aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – ein Bild des Elends. Erstaunlich wie schnell das geht und wie perfekt das Ergebnis ist. Andererseits werden mir dabei wieder die Gefahren der KI vor Augen geführt. Wenn ein Diktator die Regie übernehmen würde, wären Geschichtsfälschung, Täuschung, Lüge und Faktenverdrehung so leicht wie noch nie vorher in der Geschichte. Manche scheinbar überzogene Beschreibung des Antichrists in der Bibel nähert sich so furchterregend schnell der Realität. Zum Guten eingesetzt ist die KI einfach nur phantastisch – zum Bösen verwendet kann sie grauenvolle Auswirkungen haben. Und was uns Menschen möglich ist … – Abends kommt lieber Besuch vorbei. Es wird ein starker Abend mit starken Getränken. Andererseits erziele ich ein paar Stunden später ein Schlaflevel von 91 Punkten. Wow!!!

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In des HERRN Hand

Am Vormittag schauen zwei Experten eines Wolfsburger Bauunternehmens vorbei, um den Schaden im Eingangsbereich zu begutachten. Wir erörtern verschiedene Lösungen und einigen uns endlich darauf die einfachste zuzugehen: zwei Reihen Fliesen runter, abschleifen, versuchen ähnliche zu beschaffen und neu fliesen. Die Jungs wollen sich drum kümmern. Klingt sowohl gut als auch belastend für den Geldbeutel. – Mittags möchte der neue Schornsteinfegergeselle unsere Ölheizung kontrollieren und danach den Schornstein kehren. So geschieht es. – Am Nachmittag beginne ich mit der Moderationsvorbereitung für Sonntag. Ich bin früh dran, weil wir einen externen Referenten haben, der das Kinderhilfswerk Compassion vorstellen will. Diesmal ist „det Janze“ keine Routine, ich bete daher vorher um Gottes ordnende und leitende Hand und tatsächlich: Es fügt sich „einfach so“, eins ans andere, fast wie von selbst, der Kontakt mit dem Referenten geschieht schnell und problemlos. Unsere Teams sind ebenfalls schnell benachrichtigt. DANKE!!! Okay, in der Freude übers gute Gelingen unterläuft mir ein Fehler bei der versandten Datei aber der deckt ein anderes Problem auf, das dann schnell zu reparieren ist. Perfekt. – Der Abend verläuft dagegen in den gewohnten Bahnen, es wird erneut spät und der Schlaf ist ganz okay. Interessanter Tag.

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Stressresistenz – Fehlanzeige

Komme ich jetzt beim ZDF auf die „Rote Liste“😉? Ich habe eine Umfrage ganz schön konservativ beantwortet. Wie dem auch sei, wenigstens konnte ich mal meine Meinung loswerden. Das ist ja auch schon mal was, selbst wenn keiner richtig zuhört und sich sowieso nichts ändert. Spaß gemacht hat es trotzdem. Dadurch wird natürlich der Vormittag noch enger als sowieso schon. Dann ist das so. Inzwischen bedrückt mich sehr, dass ich mit Florence Nightingale noch nicht angefangen habe und inzwischen die nächste Moderation im Gottesdienst fordernd vor der Tür steht. Außerdem wartet unser Außen-Entree auf eine Lösung. Ich bin einfach nicht mehr stressresistent. Am allerliebsten stecke ich meinen Kopf in den Sand und bin frei von allem 😉🤔🤨😠. Diesen Zustand schiebe ich frech auf das Alter – ich kann nichts dafür 😇. Wirklich 😇! – Zum Lunch überrascht mich meine heißgeliebte Kohlsuppe, etwas Chili dazu und alles ist gut. – Nachmittags hole ich einen Freund von einer Werkstatt ab und fahre alle möglichen Umwege um dem Schichtverkehr zu entgehen nur um letztlich festzustellen, dass es gar keinen Schichtverkehr gibt. So kann man sich täuschen. Seufz. – Meine Abendandacht kann ich heute problemlos absolvieren und mich über mancherlei Auslegung zu Hesekiel und an einem weiteren Kapitel aus dem Buch des leider verstorbenen Papstes erfreuen. Feine Sache. – Der Abend glänzt mit Normalität und ausnahmsweise wird es gar nicht so spät. Der Schlaf ist phantastisch, doch meine Watch hängt am Ladegerät, so dass die App keine Grundlage zur Bepunktung hat. Schade.

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Fiese Fliesenflucht

So langsam wird es kritisch mit meinen Aufstehzeiten. Ich komme ja kaum noch aus den Federn. So geht der Vormittag noch schneller vorbei. – Ein Freund will am Nachmittag vorbeikommen um unseren Fliesenschaden zu begutachten. Es wird wohl keine einfache Lösung geben, befürchte ich. – Am Nachmittag beschauen wir die Baustelle. Fast eine ganze Reihe Fliesen ist fluchtbereit und hat sich bereits vom Fundament gelöst. Das ist fies. An dem Untergrund und an den Fliesen haftet kräftig Kleber. Vom Beton lässt er sich leicht bis mittelschwer lösen aber bei den Fliesen sieht es ganz anders auf. Das Problem verschärft sich durch den völligen Mangel an Ersatzfliesen. Das ist übel. Unserem Freund fällt dann eine völlig andere Lösung ein, die in der Theorie genial erscheint. Wir müssen diese aber noch mit einem Fachmann erörtern – an einer Baufirma werden wir wohl nicht vorbeikommen. Seufz. Das wird nicht billig. In einem abbezahlten Eigenheim zahlt man zwar keine Miete, wohl aber Reparatur- und Unterhaltungskosten. Egal wie, das Portemonnaie bleibt niemals voll. – Nachdenklich lassen wir den Abend vorüberrauschen bis ich wieder sehr spät auf mein Nachtlager sinke. Der Schlaf ist mit 81 Punkten dagegen recht gut. Wenigstens etwas.

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Überzogen? Einfach nur blöd? Gar Satire? OFF!!!

Während der Morgenroutine meldet sich das Telefon. Unser Reisebüro wünscht eine Entscheidung über unsere Reise-Option 2027. Also entscheiden wir uns positiv. Somit steht unser Urlaub im nächsten Jahr fest – s.c.J. Die Mein Schiff 7 wird voraussichtlich auf uns im Sommer warten. Na denn. – Wir halten unsere Andacht, denken über Gottes Wort nach und wundern uns hinterher wie so oft über die vorbeirauschenden Stunden. – Am Nachmittag treffe ich mich mit einer kleinen Männerrunde. Mittendrin präsentiere ich unsere Reisebilder und lasse die Erinnerung in mir emporsteigen. Es war eine tolle Zeit. – Abends freue ich mich auf den Syltkrimi, der dann aber so blöd und realitätsfeindlich daherkommt, dass ich mich irgendwann ausklinke um weiteren Kapriolen der Drehbuchschreiber zu entgehen. Zu echt um als Satire zu gelten und zu überdreht um mit Echtem verwechselt zu werden. Die Fernsehwelt und mich trennen so langsam Welten. Dann ist das so. – Wird es aus Frust wieder spät oder aus meiner Dummheit? Keine Ahnung. Der Schlaf scheint irritiert und fällt ziemlich gewöhnungsbedürftig aus. Tja …

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Ruhebedürftig

Müde stehe ich auf, müde sitze ich am Frühstückstisch und ihrerseits voll wach „befreit“ mich meine Allerliebste vom Gottesdienstbesuch. Ich werde heute nur virtuell dabei sein. Erleichterung pur bei mir. Während ein Teil von uns zur Gemeinde saust, kommt der andere Teil ganz langsam zu sich. Endlich zur Predigt bin ich nahezu voll wach und kann recht konzentriert zuhören. Sehr gut. So eine „Pause“ tut gut. Danach höre ich noch in den Bremer Godi mit sozusagen eineinhalb Ohren zu. Zugegeben, ein bisschen abgelenkt bin ich inzwischen leider schon. – Die heiß ersehnte Mittagsruhe ist voll erholsam. Nach so einer Nacht ist das auch nötig. – Am späten Nachmittag besucht uns eine Freundin. Es entwickelt sich ein längeres interessantes Gespräch, ein guter Austausch über ein buntes Potpourri an Themen. – Mit YouTube und einer guten Scheurebe folgt für uns altes Ehepaar noch ein entspannter Abend. Es wird wieder spät. Der Schlaf ist mit 85 Punkten von meiner App sehr gut bewertet. Fein.

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