Bahnfehler?

Nach einer mittelprächtigen Nacht lassen wir uns Zeit beim Frühstück. Der Morgenandacht auf dem Zimmer geben wir ebenso genügend Raum bevor wir uns, nach dem Lösen der Tickets, auf den Weg zur S-Bahn machen. Im Hauptbahnhof steigen wir um in den Regionalexpress 3, der uns fast pünktlich nach Winsen bringt. Wir kommen sogar auf dem korrekten Bahnsteig an. Ob da jemand bei der Bahn einen Fehler gemacht hat? Hoffentlich wird der nicht bestraft 😉. Mein Schwager holt uns ab, wir verzichten auf Lunch, das tut uns gut, denn der restliche Tag wird noch mancherlei Magenfüllung bereithalten. Ich „male“ mit Chatti noch ein Geburtstagsbild für meine „kleine“ Schwester, die mein Lebensjahrzehnt aber noch nicht erreicht hat. – Am Nachmittag kommt eine Schwägerin meiner Schwippschwägerin vorbei, wir haben eine gute Zeit miteinander beim Plaudern, Kaffeetrinken und beim Herumspazieren in kleiner Runde (😇) bis sie wieder heimwärts fährt. – Abends gönnen wir uns noch eine Portion Gyros, die aufgeteilt auf uns zwei, schon fast zu viel ist. Die Zeit vergeht ruckzuck und bald ist es allerhöchste Zeit für die nächtliche Horizontale. Ruhiger Tag.

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Löwenkönig

Die Hotelbettmatratze hat leicht abfallende Tendenz aber mein Gewicht stabilisiert mich sicher 😀. Mein übliches Hotelfrühstück (Croissant, Rührei, gebratener Schinken) muss ohne Fleischzusatz auskommen. Dann ist das so, ansonsten ist alles schwer okay. Wir vereinbaren einen Treffpunkt mit mit meinem Cousin und seiner Frau für den Nachmittag. Jetzt spazieren wir erst einmal durch St. Pauli, nicht die „verruchten“ Straßen, die sind vormittags sowieso öde, nein, durch die kleinen Einkaufsstraßen im Viertel mit noch richtigen winzigen Shops. Die Wohnhäuser stellen optisch die meisten Neubauten in den Schatten – man kann eben schön bauen, wenn man nur will. Jetzt noch fix Ohropax besorgen, falls es am Abend zu laut wird. Auf einem Spielplatz legen wir eine Pause ein und gleich strömt eine Schar Kinder auf meine Allerliebste zu. Sie unterhält sich prächtig während ich durchschnaufe. Zurück zum Hotel geht es an der „Großen Freiheit“ vorbei, die weder groß ist noch Freiheit bringt. Die Davidwache ist wenigstens optisch ein kleines Schmuckstück. – In der Mittagszeit erwerben wir online ein Tagesticket für die Öffis und machen uns auf den Weg zum Treffpunkt. Leider beginnt es zu regnen, wir treffen unsere zwei Verwandten am Café. Wir freuen uns sehr über das Miteinander. Die Zwei begleiten uns freundlicherweise im Anschluss zu den Landungsbrücken, dem Anleger der Musicalfähre. Ich ziehe mir noch ein Fischbrötchen rein, dann betreten wir das Schiff zum anderen Ufer der Elbe. Wir sind früh dran, die Tore des Theaters sind noch geschlossen. Als es dann nach kurzer Zeit so weit ist, können wir uns die bequemsten Sessel für die Wartezeit aussuchen, gönnen uns beiden ein Glas Wein und eine Brezel für insgesamt über zwanzig Euros. Der König der Löwen ist nun einmal kein Sparkommissar, eher eine Gelddruckmaschine. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille, denn die Atmosphäre ist beeindruckend, das Ambiente gefällt und ich fühle mich rundum pudelwohl. Sehr schön. Schließlich belegen wir unsere Plätze, freuen uns über den Ausblick und staunen über den nach 25 Jahren ständiger Wiederholung immer noch wohlgefüllten Zuschauerraum. Stark. Das Stück selbst ist inzwischen ja wohlbekannt. Ich habe bislang nur den Film gesehen und finde, obwohl ich kein überzeugter Musicalfan bin, das Stück bestens umgesetzt. Beeindruckt hat mich die der Natur angenäherte Bewegung der Tierdarsteller. Ärgerlich wenn man Texte nur schwer oder gar nicht verstehen konnte – mein Ohropax erst in der zweiten Hälfte eingesetzt, war erstaunlicherweise gerade dabei eine große Hilfe. Insgesamt eine prächtige Inszenierung mit vielen Höhepunkten, tränendrüsenreizend im zweiten Teil sowie mit der Kunst einen wohlbekannten in tausend Varianten millionenfach ausgelutschten Handlungrahmen in einer herzergreifenden Weise zu präsentieren. Die „Standing Ovation“ am Schluss kann ich zwar nicht so recht nachvollziehen aber zweifellos war es eine sehr gute, den Besuch reichlich lohnende Aufführung. Chapeau. – Die Rückfahrt läuft zu meiner Überraschung perfekt ab, keinerlei Kritik, echt gut organisiert. Wieder ein wunderbar gefüllter Tag. Stark.

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Wer eine Reise tut …

Deutlich unerholt verlasse ich mein Seniorenbett, frühstücke heute mal wieder (das soll in dieser Woche zur Gewohnheit werden, seufz), packe alles für die Reise in Lauras Kofferraum und wir fahren planmäßig los. Die Fahrt macht Spaß, ich liebe Nebenstraßen und gegen Mittag kommen wir bei Schwägerin und Schwager an. Eine superleckere Kürbissuppe wartet schon auf uns, wir spachteln und plaudern, ich löse zwei Tickets für die Bahn und rechtzeitig vor der Abfahrt transferiert uns mein Schwager zum Bahnhof. Der Zug soll auf Gleis 3 einfahren. Es ist auf dieser Station ein langer Weg dorthin, denn dieser Bahnsteig liegt etwas abseits, hinter zwei Durchfahrtgleisen ein wenig versetzt – aber per Tunnel gut zu erreichen. Wir warten geduldig. Zwei Minuten vor der Ankunftszeit wechselt klammheimlich, ohne Ansage, die Anzeige auf Gleis 1. Alles stürmt los, mitten auf dem Weg kommt der Regionalexpress an. Ich bin mit meiner sofa- und altersgeschädigten Kondition zugegeben nicht der Schnellste, erreiche dennoch die Waggontür, doch lässt sich nicht mehr öffnen. Der Lokführer will weg, sperrt uns aus und haut ab. Merde!!! Keuch, keuch, schwitz, schwitz … Nur acht Minuten später soll ein anderer Zug in diese Richtung eintreffen – auf Gleis 4 (neben 3), verheißt die Anzeige. Was tun? Darauf vertrauen und wieder reinfallen oder auf Gleis 1 spekulieren? Schweren Herzens, voller Zweifel, wählen wir das Vertrauen. Schwerer Fehler, das Spiel wiederholt sich, doch diesmal sind wir schneller oder der Zug wartet ein wenig länger, völlig durchgeschwitzt dürfen wir mitfahren. Die derzeitige Bahn und ich werden keine Freunde mehr, das ist ziemlich sicher. Irgendwann kommen wir in Hamburg an und nehmen ein Taxi zum Hotel – mein Bedarf am ÖPNV ist gedeckt. – Das Hotel ist okay, gefällt uns gut, ich hüpfe aus den klatschnassen Klamotten direkt unter die Dusche. Das tut wohl. Große Pause ist angesagt. – Schließlich tapern wir per pedes zur Elbe, wandern bis zu den Landungsbrücken zu einem Restaurant direkt am Wasser. Bei einem Aperol passiert uns die ‚Mein Schiff 2‘ in voller Größe, um Richtung Westen die Küsten abzuklappern. Sie scheint seht gut besetzt zu sein. Ich gönne mir noch einen Burger, ein wahres Monstrum, kämpfe ihn gemeinsam mit einem kleinen ‚Flens‘ nieder und stapfe dann, Schritt für Schritt, dem Hotel entgegen. Mitten auf dem Weg meldet sich mein Smartphone. Mein Cousin ruft an. Er ist mit seiner Frau auch in Hamburg. Dritte haben unsere Status (Plural von Status ist Status, nicht Stati oder Statusse belehrt mich der Duden – finde ich blöd und verwirrend) mit jeweils der Mein Schiff 2 gesehen und ihn darauf aufmerksam gemacht. Wir verabreden uns für morgen. Endlich komme ich, erneut schweißgebadet, im Hotel an – die Dusche kennt mich schon. Welch ein Tag! Gute Nacht!!!

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Vor der Reise zum Löwenkönig

Unsere Abreise rückt näher. Ein Musicalurlaub steht vor der Tür. Ich lege schon einmal ein paar Sachen für den Koffer bereit, gehe aber nicht sehr systematisch vor. – Am Nachmittag treffe ich mich mit ein paar Männern und handle gewichtige Themen über Photovoltaik, Weinwissenschaft und vielerlei anderes ab. Der Austausch macht einfach Spaß, ist spontan und echt. Ich mag das sehr. – Wieder daheim schalte ich Laura vom Überschussladen (pure Sonnenenergie) für den Rest aufs Laden aus dem Stromnetz um. Sie soll morgen mit einem zu 90% gefüllten Akku bereitstehen. Das müsste für die ganze Fahrt (hin und zurück) gut ausreichen. – Wir packen dann noch schnell den Koffer, die vier Tage sind dabei keine Herausforderung 😀. Ich finde sogar Zeit für Barnaby, den Zweiten. Die Nachtruhe fällt wie immer vor einer Reise deutlich mäßig aus – einem alten Hund bringt man keine neuen Charakterzüge bei, seufz.

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Wirkungsweise des Wortes

Das Ausschlafen am Sonntag fällt kaum kürzer aus, obwohl wir ein wenig früher losfahren. Alles eine Frage der Organisation 😇. Im Gottesdienst predigt der Superintendent. Ich mag ihn durchaus aber heute hat er einen seiner schwächeren Predigttage erwischt – natürlich nur nach meiner unmaßgeblichen Meinung. Das macht aber überhaupt nichts, so ist das Leben eben. Dafür plaudert meine Allerliebste sich fest und wir kommen erst sehr spät zu Hause an. Auch das spielt keine wesentliche Rolle, denn Zeit ist nun wahrhaftig nicht unser Problem. – Nach der Mittagsruhe hören wir auf die Predigt aus Bremen über die erste Liebe zum Herrn. Ein Wort, das mich diesmal sehr anspricht. So ging es mir schon öfter, mal „redet“ die Vormittagspredigt, mal die am Nachmittag und mal alle beide. – Gott kommt immer zu Wort. Deshalb höre ich auch gern zu. – Im übrigen ist es ein völlig normaler Sonntag, gefolgt von einem vernünftigen Schlaf und der Erkenntnis: je mehr Videos ich mir ansehe, desto intensiver kommen die Träume. Auch das ist halt so. Es gibt nichts Neues unter der Sonne, sagt das biblische Buch Kohelet (Prediger).

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Gedankenfreiheit

Während meine allerliebste Gartenfreundin Mirabellen sammelt und zu Marmelade verarbeitet, pütschere ich wieder einmal nur herum. Die Türkamera hat eine neue Akkuladung aufgenommen und will montiert werden. Jedesmal dasselbe Theater, erst bekomme ich sie nicht aus ihrer Halterung heraus und hinterher nicht wieder hinein. Dann ist das so. Seufz. Ansonsten bringt der Tag offensichtlich nichts an das ich mich nach einer knappen Woche erinnern kann. So ist das, wenn man sich nicht rechtzeitig zum Führen des Tagebuches Zeit nimmt. Die Gedanken sind nicht nur frei, je älter man wird desto früher schwirren sie herum und fliegen aus dem engen Raum des Gehirns in die unendlichen Weiten des Universums davon. Seufz. 🤔

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Neun/elf auf englisch

Vor 25 Jahren entlud sich ein unbegreiflicher Hass in unfassbarer Weise. Die Erinnerung ist bei mir präsent und schrecklich. Hass ist ein fürchterliches Werkzeug des Teufels. Er manifestiert sich derzeit immer noch im islamistischen Terror rund um die Welt, von Afrika bis Afghanistan. Es ist so traurig. – Bei mir daheim geht alles „seinen sozialistischen Gang“ 😉😇. Nach zwei ereignisreicheren Tagen breitet sich heute gelassene Ruhe aus – allerdings nicht bei meiner gärtnerisch Ambitionierten, die sich auf unser Mirabellen im Garten stürzt. Wir haben zwar nie Mirabellen gepflanzt, doch sie haben sich in eigener Entscheidung bei uns angesiedelt. Daher wollen wir sie auch durch Verwertung ehren 😀. – Am Abend werden in ‚Death in Paradise‘ zwei mörderische Fälle gelöst, wie immer mit den unwahrscheinlichsten Tätern. Na prima. – Es wird für mich normal spät und der Schlaf ist recht in Ordnung, mehr oder weniger 🤨. So ist er eben.

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Alles ist gut

Ein wenig entspannter soll es heute schon zugehen. Ausschlafen ist wichtig. So langsam entwende ich mir meine ureigene Zeit durch zu viel News-Apps. Die mich lang begleitende ntv-app habe ich vom iPad verbannt, weil Start und Absturz sich vereinten. Dafür traten die t-online-news und CNN in die Bresche. Nun ja, die Zeit für die zwei sowie zu den, reumütig zurückkehrten, ntv-News (im Internet) bläht sich gewaltig auf. Wenn ich da nicht Abstriche mache, kann ich jeden Vormittag abhaken. Seufz. Zu allem Überfluss gab es gestern ein Apple-Event über das, beziehungsweise über die dort vorgestellten neuen Produkte, ich mich nun ebenfalls ausführlich informieren möchte. Außerdem wartet das Tagebuch auf sein Update. Viel Arbeit leider nur für die persönliche Seifenblase, nichts davon in irgendeiner Weise effektiv. So huscht die Mittagspause heran, unbemerkt, schnell und unerwartet. – Ein Aufwachen später fahren wir zu einem Bekannten nach Heiligendorf. Er ist ans Bett gefesselt und nur in Vollschutz zu besuchen. Also rein in den Kittel, Gummihandschuhe überstülpen und die Maske aufs Näschen und Mündchen. Na prima. Das Gespräch führt meine diakonisch geprägte Begleiterin, ich ergänze hier und da ein Wort. Wieder einmal wird mir vor Augen geführt wie schnell und wie gravierend sich ein Leben von heute auf morgen komplett ändern kann. – Der Abend naht und damit unser Hauskreis. Einerseits ist dieser erhellend andererseits phasenweise lahm, mal informativ und dann wieder Stille verbreitend. Okay, ich fasse mich dabei an meine eigene Nase. Auf jeden Fall ist der persönliche Austausch im Anschluss deutlich lebhafter, woran es auch immer liegen mag. – Wieder daheim lassen wir die Zeit ins Land ziehen und ich suche erst sehr spät mein Seniorenbett auf. Der Schlaf ist dagegen toll. Ende gut, alles gut – oder so ähnlich 🫤🤔.

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