Altersentscheidungsschwäche

Während meine Allerliebste ihre Fitness fördert beschäftige ich mich mit unserer Autoversicherung, die in geradezu unverschämt-dreister Weise erhöht wurde. Sollen wir die Versicherung wechseln oder mit Zähneknirschen den Betrag noch dreimal zahlen aber dann Autos nie mehr bei der Allianz versichern? Wir haben so eine blöde Konstellation mit den beiden Fahrzeugen. Ich bin mir sehr unsicher, andererseits sind andere Anbieter deutlich preiswerter, wenn sie die gleichen SF-Klassen akzeptieren würden. Ich bin ein wenig ratlos. Seufz, die fast siebeneinhalb Jahrzehnte haben mich so unentschlossen werden lassen. – Am Abend speist meine Alters- und Wohngenossin auswärts während ich mir zwei Hotdogs auf altdeutsche Art gönne, dazu ein Gläschen Wein, perfekt. Daneben begleite ich virtuell die Soko Wismar beim Ermitteln, ein Mord-Konkurrenz-Schatzsuche-Diamant-Fall – also von allem etwas 😀🤨. – Der restliche Abend bringt wenig Neues und es geht normal spät zu Bett. Der Schlaf ist toll. Wunderbar.

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Die letzte Seligpreisung

Heute ist mal wieder die gute Florence an der Reihe. Ich überarbeite den Vortrag ein wenig aber dabei fällt mir ein Geburtstagsbild für unseren Pastor ein, das ich per ChatGPT unbedingt umsetzen muss 😉🤔😇. Ich bin begeistert von den Möglichkeiten, die Chatti mir zur Bildgestaltung bietet. Echt stark und dabei gelingt das Bild ziemlich gut, jedenfalls setzt es meine Vorstellung äußerst passend um. So (oder ähnlich) hatte ich es mir gedacht. – Mit Florence komme ich trotzdem voran aber ich habe noch eine Wegstrecke vor mir. Beruhigend ist, dass es nur um Formulierungen geht – der Vortrag selbst steht längst. – Am Abend fahren wir zu ‚Bibel und Brot‘, einem Treffen mit Brot, Kräuterbutter, Tee und Wasser bei dem wir über die letzte Seligpreisung sprechen. Ich freue mich über wichtige Impulse zum Text und beteilige mich vielleicht etwas zu oft, aber besser als gar nicht, finde ich (das ist aber kein Urteil über andere, die sich nicht oder wenig beteiligen, denn ich kenne deren Beweggründe überhaupt nicht). Ich kann hier nur für mich sprechen. Wir kommen rechts spät wieder daheim an, es lohnt sich nicht den Kachelofen anzuwerfen. Das Seniorenbett sieht uns normal spät und die Nachtruhe ist ganz okay.

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Heißgeliebte Kreativkrücke

Es ist kalt und regnerisch. Die Natur versucht, nicht ganz erfolgreich, ihr Defizit im April aufzuholen. Ich bin wieder mal spät dran. Per ChatGPT erstelle ich einen Geburtstagsgruß für mein Patenkind, obwohl es kaum noch Kontakt mit uns hält – schade, sehr schade aber so ist wohl der Lauf des Lebens. Egal, es macht Spaß das Bild zu erstellen, denn mit ChatGPT kann ich erstmals meiner Phantasie freien Lauf lassen trotz absoluter Abwesenheit jeglicher Zeichenfähigkeiten. Es macht echt Spaß, okay, es sind nur erste Schritte, doch erstmals in meinem Leben sehe ich meine Gedanken Form und Gestalt annehmen und kann nur staunen. Chatti und ich arbeiten gut zusammen 😉😀. – Am Nachmittag treffe ich mich mit Freunden zur üblichen Altherrenrunde bei Tee und Gesprächen. Ob Irankonflikt, Kreuzfahrtnöte oder Kernaussagen des Buches Hiob – wir berühren ein weites Spektrum. Ich profitiere sehr davon, denn das weitet den Horizont. – Am Abend „beglückt“ mich ein Krimi im Zweiten, ich bin nahe am Ausschalten, bleibe aber dabei und das Ende entspricht der Qualität des Plots. Nun denn. – Es wird heute früher, das überrascht den Schlaf und er beschert mir viele Unterbrechungen. Vielen Dank auch 😠🤨. Der Schlafindex mit 81 Punkten ist deutlich überbewertet. Echt.

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Wachprobleme

Die Kürze der Nacht 😉🤔 fordert erbarmungslos ihren Tribut, denn ich bin beim Aufstehen mehr als müde und im Laufe des Vormittags fallen mir immer öfter die Augen zu. Bis zur Predigt in unserer Gemeinde geht es noch gerade so aber während derselben (dabei ist sie wirklich gut) wird es immer schlimmer. Nach dem Gottesdienst schleiche ich mich stante pede zu Foxi und döse im Halbschlaf vor mich hin bis meine hochaktive Lebensgefährtin vom Nachprogramm (singen, plaudern, Kontaktpflege) zu mir stößt und wir heimwärts fahren. – Die Mittagsruhe fällt, wen wundert’s, intensiv und lang aus bis ich endlich mühevoll mich wieder in dieser Welt zurechtfinde. So spät will ich nie wieder ins Bett gehen, nehme ich mir vor und tappe gleich am Abend in dieselbe Falle. Merde. – Vorher gönnen wir uns noch einen ausführlichen bebilderten Rückblick auf unsere große Karibikreise im Januar. Sehnsuchtsvoll blicke ich zurück. Erinnerungen werden wach an eine Dokumentation über Rentner, gestern gesehen, die sich auf einem ausgedienten, umgebauten Kreuzfahrtschiff von ein paar Monaten bis zu 15 Jahren (Ablauf des Haltbarkeitsdatums des Kahns) eingemietet haben und rund um die Welt cruisen. Die monatlichen Kosten liegen unter oder wenigstens ähnlich den üblichen Seniorenheimtarifen – natürlich ohne Pflegeleistungen, wohl aber mit Vollpension, ärztlicher Versorgung und kreuzfahrttypischer Betreuung durch die Crew. Mein Traum aber absolut nicht der meiner Allerliebsten: keinesfalls und basta – das ist eindeutig. Seufz. Kein Zögern ohne sie will ich das auch nicht – never!!! Also bleibe ich hier im kalten Deutschland und erfreue mich am Kaminfeuer. Hat ja auch was. Es wird , wie erwähnt, viel zu spät für mich – auf Dauer geht das so nicht weiter. Der Schlaf fällt zwar prächtig aus mit 89 Punkten. Egal, ein Plan tut not.

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Spargelzeit

Der Vormittag rauscht schnell vorbei, denn zum Lunch sind wir eingeladen. Wir werden abgeholt und begeben uns in die Eberstadt nebenan. Beim ‚Hackepeter‘ warten bereits die Freunde auf uns. Ich entscheide mich für mein erstes Spargelessen in diesem Jahr, natürlich mit Butter und Schnitzel. Auf Empfehlung des Gastgebers wählen wir Spargelsuppe als Vorspeise. Ein guter Rat, denn dieselbe mundet prächtig. Aber auch mein Hauptgericht erweist sich als Glückstreffer mit zwei Schnitzeln, Spargel und Salzkartoffeln. Mächtig, gewaltig, ich besiege es mit Mühe. Satt ist kein exakter Ausdruck für den so erreichten Völlezustand. Wäre „gestopft“ besser? Nicht ganz, aber nahe dran 😉. Dann ist das so. – Statt der Mittagsruhe schmauche ich dabeim eine schmale Zigarre, muss aber feststellen: früher war mehr Genuss. Offenbar ist das nicht mehr so ganz mein Ding. Schade eigentlich. – Mein Magen bindet fast alle Körperaktivitäten beim Verdauen und so geht der Samstag mit einem schwer arbeitenden Magen-Darm-Komplex dahin. Ich kann zweifelsohne nichts mehr ab. Seufz. Doch die Erinnerung an eine tolle Gemeinschaft und ein wirklich gutes Essen bleibt. Ich bin sehr dankbar, ein prima Tag. Wieder einmal lasse ich es bedenkenlos sehr spät werden, ein Fehler wie sich morgen zeigen wird. Nun ja …

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Texte redigieren, Flucht verfolgen, Täterin verpassen

Der Vormittag kommt mit der normalen Morgenroutine vorbei . – Im Laufe des Tages machen sich im Nahen Osten, in Doha und Dubai, die Mein Schiff 4 und 5 auf, um sich durch die Straße von Hormus zu schleichen, die erst passierbar und dann doch wieder dicht sein soll. Einem Kreuzfahrtschiff war die Durchfahrt schon gelungen. Ich verfolge per Schiff-Tracking-Apps die Bewegung der „Flotte“. Spannend. Ob sie unbeschadet durchkommen? – Die gute alte Florence Nightingale beschäftigt mich dagegen den ganzen Nachmittag. Ich überarbeite gründlich den Texte. Wider Erwarten ergänze ich auch die Präsentation um ein paar Bilder und muss dann natürlich die Texte gleich wieder anpassen. So hat man halt sein Tun. – Am späten Abend ist Mein Schiff 5 durch und ihre Schwester auf einem guten Weg in Begleitung von zwei anderen Cruise-Ships. – Ich entspanne in dieser Zeit mit dem Freitagskrimi, ein irrer Fall um einen zu Tode gekommenen Simulanten. Zum Schluss habe ich gar nicht so recht mitbekommen welche der beiden Frauen ihn geschubst hat. Es wird wohl die sein, die zuerst in den Polizeiwagen einsteigt 🤔😇. – Noch ein paar Videos bis es mehr oder weniger normalspät ins Seniorenbett geht. Der Schlaf ist okay. Fein.

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Ein Küchenjunge, eine paar Chards und die USA

Schon früh am Tage – aus meiner Sicht – macht sich meine Allerliebste zu einer Beerdigung auf. Auf sie wartet eine Zeremonie im afrikanischen Stil mit Klageweibern und -männern am Sarg, ungewohnten Gesängen in französischer und deutscher Sprache. Sie beurteilt es später als eindrucksvoll. Ich dagegen bleibe daheim und beschäftige mich mit Liegengebliebenem und Unterlassenem der letzten Tage. Es wird ein ausgiebiger Morgen mit allen Ritualen nur leider, leider, leider nicht mit der gemeinsamen Andacht. Dieselbe fällt einfach unter den Tisch, das ist echt bescheuert und hinterlässt einen faden Geschmack. – Dafür kocht heute unser Küchenjunge, also ich, und nur für sich. Es gibt eine mit Nudeln verstärkte Tütensuppe, dazu Wiener Würstchen. Beides beherrsche ich perfekt😉😁😇. Spiegelei mit Brot kann ich auch, sogar Dosensuppen außerdem, man höre und staune, ein paar Reisgerichte. Egal heute gibt’s Suppe! Sie gelingt perfekt, was keinen wundert. – Nachmittags widme ich mich endlich wieder meinem Nightingale-Vortrag und ergänze die Präsentation um ein paar hilfreiche Chards. In den nächsten Tagen muss ich unbedingt den Text dazu redigieren, ihn meinem leicht gewandelten Stil anpassen. Mir ist voll bewusst, dass die Zeit rast und ich irgendwie mithalten muss, leicht fällt mir das nicht 🤔🤨. – Den Abend verbringe ich mit einer die Straße überquerenden Hühnerbrücke, einem riesigen Bahnhof in China sowie ein paar Bilder lang mit der Polizei auf dem Airport Hamburg. Dazwischen malen Storys ein sehr einseitiges Bild der US-Oberschicht, über die prägende Stimmung der dortigen Gesellschaft: hauptsächlich auf materiellen Erfolg als Maß aller Dinge fixiert. Das würde zwar vieles an Wahlergebnissen, an Reaktionen auf Trump und Berichten über Verhältnisse vor Ort erklären – aber hoffentlich ist es zu kurz gegriffen und nur einseitig betrachtet. Es lässt mich Sensibelchen ganz schön erschüttert zurück mit dem Wunsch, dass die erfundenen Storys nicht die vorherrschende Denkweise jenseits des großen Teichs widerspiegeln. Jedoch, sei es wie es sei, für mich geht es normal spät ins Bett und der Schlaf macht einen guten Job. Wie gut.

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Altersschock und Bürokratiewahn

Kurzfristig sagt unser Versicherungsvertreter seinen Termin ab. Es wird ihm leichtgefallen sein, denn wir haben ein schwer verdauliches Thema zu besprechen, eine Beitragserhöhung um 50 % bei der Kfz-Versicherung. Die Allianz langt kräftig zu – selbst schuld, wenn man vorschnell mit allen Verträgen wechselt. Seufz. Das kann ja noch heiter werden. – Die Sonne scheint kräftig und schenkt unserem Kleinwagen genügend Überschussstrom für die nächsten Tage. Lächelnd darf ich feststellen, dass tatsächlich nur der Strom zum Laden fließt, den ansonsten der Grundversorger einkassiert hätte. Dreißig Cent je Kilowattstunde sparen statt nur 6 Cent zu erhalten, keine schlechte Lösung. – In der Mittagsruhe muss ich mich einer prägenden Alterserfahrung stellen. Das hat mir gerade noch gefehlt😩. Ich schweige über die Einzelheiten 🤔🤨 – Am späten Nachmittag treffe ich mich mit einer Arbeitsgruppe zu möglichen baulichen Maßnahmen in meiner Gemeinde. Ein Energieberater hat ein 157-seitiges Gutachten erstellt. Welch ein Wahnsinn im ehrlichen Mühen um Klimaschutz. Ich erfahre eine Menge über die Vielzahl der bürokratischen Hürden vor, während und nach eines eventuellen Förderungsprozesses. Bürokratieabbau? Absoluter Schwachsinn, es geht um exponentielles Bürokratiewachstum, ein absolut ungesundes Aufblähen dokumentarischer Forderungen. Eigentlich habe ich keine Lust mehr hier mitzuarbeiten. Die spinnen, die Politiker, die Bürokraten, die BAFA-Kleinstkrämer. Da denkt man nach 10 Jahren Pension diesem nachweiswütigen Komplex entgangen zu sein und, schwups, ist man erneut mittendrin. Doppel-Seufz. – Den restlichen Abend entspanne ich tief bei realitätsfernen Storys und einem interessanten Statement zu Trump und dem Papst.

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