Pfingstmontag

Schon wieder gibt es kein Frühstück, denn wir sind zum Lunch eingeladen und das Völlegefühl begleitet uns immer noch. Die Zeit bis Mittag rauscht vorbei, wir fahren los und treffen uns in Vorsfelde auf dem Parkplatz des Chinesen. Der weist uns einen Tisch auf der Terrasse zu, beschattet, leicht luftig und völlig insektenfrei (warum auch immer). Dort sitzt es sich bei der Hitze bestens. Die Speisenauswahl ist vortrefflich, ein Büffet mit riesigem Angebot, einer absolut überzeugenden Tagessuppe sowie schließlich Eis zum Nachtisch. Dazu, in einer gemischten ostfriesischen Reihe muntere Gespräche, lebhafter Austausch und eine superfreundliche Bedienung. Mein völlig unbegründetes Vorurteil gegen diese Lokalität schmilzt dahin wie Schnee im August auf Kreta 🤔🤔😀. Phantastisch, empfehlenswert, einfach toll! Bald sind wir aber so abgefüllt, dass es uns wie magnetisch ins Bett daheim zieht und zwei Stunden dort festhält während Magen und Darm schwer schuften. – Den frühen und späten Abend verbringen wir auf der Terrasse. Ich fertige noch zwei Bilder mit Chatti an und höre ein paar Storys zu. Schließlich wird es kühl (23 Grad!🤨) und wir ziehen uns in Innere zurück. Dort erreicht mich die Nachricht von der VfL-Schlappe in Paderborn. Spontan setzte ich das mit Chattis Hilfe in ein Bild um. Könnte ich zeichnen, wäre ich wohl Karikaturist geworden – im Alter stümpere ich dagegen mit Chatti nur ein bisschen in dem Milieu herum. Macht aber nichts. Es wird wieder spät, die Nacht ist relativ okay und meine Watch vergibt sogar großzügige 84 Punkte. Nett von ihr.

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Pfingstsonntag

Das Frühstück fällt natürlich flach. Wir sind nach wie vor pappsatt. In unserer Gemeinde sind bei unserer Ankunft schon alle Beteiligten hochaktiv. Die Abstimmung geschieht problemfrei und im besten Miteinander. Die Ruhe und Gelassenheit bei der Moderation schenkt mir mein Gott einfach so. DANKE!!! Die Predigt bringt uns das Wirken des Heiligen Geistes näher. Interessant. Das schöne Wetter hat aber viele Glaubensgeschwister vom Besuch des Gottesdienstes abgehalten und es sind offensichtlich viele auf Reisen. – Den Nachmittag verbringen wir in unserer Lounge, erfreuen uns des schönen Wetters und verdrängen jegliche Gedanken über den allgemeinen Wassermangel. Offensichtlich enthält die im Februar an Bord gekaufte Zigarillokiste zu viele „Rauchwaren“, die mich zum Abbrennen motivieren. Dabei würde ich ein Pfeife viel lieber verqualmen aber deren Tabak vertrocknet zu schnell. Erst spät am Abend wird es draußen frisch. Ich staune, dass ich inzwischen 22 Grad als frisch empfinde – dabei hätte ich vor kurzer Zeit sie noch als wohlig warm empfunden. Der Mensch ist schon ein komisches oder, positiv formuliert, sehr anpassungsfähiges 😉😇 Wesen. Gegen Mitternacht publiziere ich mein zweites Pfingstbild und retiriere ins Seniorenbett. Es folgt ein einwandfreies Schlaferlebnis. Wunderbar.

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Nettes Mästen – selbst schuld

Die Sonne strahlt vom Himmel. Das Wetter erweckt hochsommerliche Gefühle. Wir sparen uns ein Frühstück, denn erstens sind wir satt und zweitens wartet ein Einladung auf uns. Raclette ist angesagt. Ich hoffe insgeheim auf eine Programmänderung. Die Gastgeber sind vorbildlich, entgegenkommend und weitsichtig. Statt individueller Pfännchenfüllung hat der Hausherr seinen Gasgrill aktiviert. Prima! Wir werden mit Champagner begrüßt und es ist das erste Mal, dass ich zugeben muss, dass dieser spezielle Tropfen geschmacklich dem handelsüblichen normalen Sekt überlegen ist. Der hat schon was 🥂😇! Nach inspirierender Plauderei und äußerst bemerkenswerter Gastfreundschaft kommt das gasgegrillte Fleisch auf den Tisch. Wow, faszinierendes Kau- und Zungenerlebnis. Auf den Punkt gegrillt und supermundend (diese neue Wortschöpfung drängt sich auf), perfekt. Es wird ein langer Mittag, dem ein Kaffeetrinken folgt und erst kurz vor dem Dinner verlassen wir unsere beispielhaften Gastgeber. Ein starkes Erlebnis! – Daheim muss ich mir erst einmal ein Zigarillo anzünden und meinen geliebten KWV-Brandy von der Flasche übers Glas zum Gaumen befördern. Das Völlegefühl will nicht weichen. Welch ein Luxusproblem, das mich eigentlich schamrot machen müsste. Der Abend verläuft in normalen Bahnen und nach Mitternacht stelle ich mein erstes Pfingstbild in den Status. Mit Chatti kann man halt hochproduktiv zusammenarbeiten. – Der Schlaf ist okay. Das ist wohltuend.

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Inspiration, Glaube, Hoffnung

Morgens darf ich ein wenig länger liegenbleiben, kein Wunder nach der Nacht. So langsam komme ich wieder auf die Beine. Heute muss, will, möchte ich mich auf die Moderation am Pfingstsonntag vorbereiten. So früh war ich selten dran aber null problemo. Ich staune immer noch – nach fast 5 Jahrzehnten Moderation – welche Gedanken der Heilige Geist mir schenkt. Diese Inspiration ist eines der ganz großen Geschenke wenn man sich auf einen geistlichen Dienst vorbereitet. Danke, lieber HERR! Natürlich dauert es einige Zeit bis die Moderation steht aber es ist mir immer eine große Freude auf dieses, für mich ist es eins, Wunder zu schauen. – Am Abend ermittelt wieder der recht junge „Alte“ in einem für seine Drehbuchautoren typischen Fall. Nun denn. – Ansonsten geht alles seinen gewohnten Gang aber dafür kann ich nicht genug dankbar sein, wenn ich an gute Bekannte denke, die von Krankheit und Schwäche überwältigt werden. Fürbitte ist enorm wichtig. „Es wird regiert“, hat Karl Barth tröstend in schwerer Zeit gesagt und dem ist nicht hinzuzufügen. Gott hat alles in seiner gnädigen Hand. Die Nacht ist okay.

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Profane Storys

Mit unseren Gästen nehme ich ausnahmsweise ein Frühstück ein. Selbiges quält mich den ganzen Tag obwohl es Mittags nur ein Süppchen gibt. Andererseits hat so ein gemeinsames Speisen am Morgen schon seinen besonderen Reiz, vorausgesetzt man ist wach. Fast steht bereits die Mittagszeit vor der Tür als der Abschied unausweichlich naht. – Den ganzen Tag über begleitet mich ein Völlegefühl, das sogar die Nacht überdauern wird. Ich vertrage nichts mehr – weder Speisen noch Alkohol – sollte ich wirklich gezwungen sein ganz gesund leben zu müssen? Fehlt nur noch, dass mir auch Fleisch nicht mehr mundet. Seufz. – Die ausgiebige Mittagsruhe genießen wir beide voller Freude – ein Segen des Ruhestandes! – Der restliche Tag gestaltet sich ziemlich erholsam. Erfreulich, dass ich endlich mal wieder meine Abendandacht halte. Etwas mehr Disziplin würde mir wohl ganz trefflich stehen. Nun ja. – Abends streamen wir die Soko Wismar von gestern, Täter ist der Ehemann – wie profan ist das denn! In den YouTube-Storys stolpere ich in eine wilde Geschichte hinein mit einer hingebungsvollen aber nicht ganz kerzenreichen Freundin, die sich in der Art eines „Enkeltricks“ zu einer Handlung erpressen lässt, die nur wildes Kopfschütteln auslösen kann. So sind sie, die Lore-Roman-Geschichtchen. Doch nicht genug damit, der Schlaf praktiziert eine Oberflächlichkeit, die zahllose Unterbrechungen zulässt. Dumm gelaufen, die Nacht. Dann ist das mal so.

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Gäste samt Gastmahl

Die letzten Vorbereitungen für unseren Besuch sind zu treffen. Mein Chaostischlein sieht danach nur noch unaufgeräumt aus – ein deutlicher Fortschritt gegenüber gestern 🤔. Gegen Mittag treffen Schwägerin und Schwager ein. Heute ist Lunch bei Jorgos am Kanal angesagt. Mit Blick auf den Mittelkanal gleich nebenan mundet jede Mahlzeit doch noch besser 😉. Leider schaffe ich nur die Hälfte meines Tellerinhalts, weiß der Geier weshalb ich nur noch so wenig in mich hinein schaufeln kann. O weh das Alter! Der Rest reicht für ein weiteres Mittagsmahl – schön, dass ich ihn mitnehmen darf. Glücklicherweise legen wir trotz Besuchs eine Mittagsruhe ein, die meinem Magen ein bisschen Zeit zum Verdauen gibt. – Wir begeben uns am Nachmittag zur Grabstelle meiner Schwiegereltern, die wohl in diesem Jahr aufgelöst werden wird, möglicherweise der letzte gemeinsame Besuch. Wieder daheim mästen wir uns mit Kuchen samt Kaffee und – gefühlt – kurz danach mit Schnittchen zum Abendbrot. Die Fülle macht sich in mir breit. Selbst ein zwischendurch eingeschobenes Zigarillo-chen bringt keine große Erleichterung. – Freundlich und nett sind die Gespräche am Abend, der Gedankenaustausch sowie die Neuigkeiten von Verwandten. Die Lieben rund um mich herum ziehen sich früh zur Nacht zurück, ich dageben reize wieder einmal die Zeit aus, doch ganz so spät wird es nicht. Der Schlaf gibt sich freundlich. Feiner Tag.

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Freud und Leid

Während es uns gut geht, die Morgenrituale nahezu perfekt erfolgen, leidet unser Altpastor schwer an seiner Krankheit, wird seine familiäre Situation schwer erschüttert. Wir können nur für ihn beten. Unserem anderen ehemaligen Pastor, der im Norden seinen Dienstort hat, geht es ebenfalls mies, dazu wird er von intensiven Schmerzen geplagt. Freud und Leid liegen eng beieinander, sagt man, aber die eigene Freude bleibt gehemmt, immer wieder kommen Gedanken an die Leidenden hoch. Der HERR sei mit ihnen und das ist er gewiss! – Ich führe in aller Ruhe mein Tagebuch und schwinge den Saugstauber nach der Mittagspause quer durch die untere Etage. Ach wie gern hätte ich einen Akku-Sauger! Allein die Befürchtung nagt an mir, dass auch dieser seine Macken und Fehler haben wird, die hoffentlich nicht dazu führen dass wir uns zu gegebener Zeit die alte Saugmaschine dann wieder zurückwünschen. Auszuschließen ist das nicht. Als Tierschützer bewähre ich mich leider nicht, denn für zwei bis mehr Spinnen wird diese Aktion zur Todesfalle. Ja, das Risiko für netzproduzierende Mehrfüßler ist innerhalb eines Hauses deutlich höher als draußen in freier Natur. – Abends fahren wir zu ‚Bibel und Brot‘ und forschen weiter in der Bergpredigt. Es ist ein herausfordernder Text, wie alle vom Berg herabgesprochenen Worte Jesu. Das menschliche Unvermögen im Lichte der Heiligkeit Gottes wird überaus deutlich – um so mehr tröstet die Heilstat Jesu am Kreuz und bewahrt vor Verzweiflung. Danke, lieber HERR! – Der restliche Abend daheim gestaltet sich eher gemütlich im Wechsel von Lesen und Schauen. Es wird sehr spät aber der Schlaf ist toll. Prima.

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Der Vortrag

Bis auf die Gymnastik nimmt der Tag seinen guten Lauf. Ich packe den Beamer, den Projektionstisch und die Computerei ein, dazu die Kabeltrommel. Kurz vor eins geht es los. Wir fahren nach Müden an der Aller. Die Straßen sind frei, die Umleitung ist bekannt und nach einer Stunde sind wir am Ziel. Wir werden freundlich begrüßt und eingewiesen. Ich baue Beamer, Notebook und iPad auf und habe, wie könnte es anders sein, ein Problem am Hacken. Das Bild kann nicht richtig auf der Leinwand projiziert werden. Seit Jahren habe ich das Menü für die Trapezanpassung des Bildes nicht mehr gebraucht, weiß nicht wie es ohne Fernbedienung, die ich natürlich nicht dabei habe, aufrufen kann. Ich fange an zu schwitzen, wie immer wenn es nicht so läuft wie es soll. Selbstverständlich findet sich eine Lösung, wie immer und ich weiß das, transpiriere aber trotzdem und bin aufgeregt ohne Ende. Irgendwann greift Gott ein, mit einem Mal werde ich cool, blicke souverän in die Gegend und halte zu gegebener Zeit den Vortrag besser als ich es von mir erwartet hätte. Herzlichsten Dank lieber HERR!!! Faszinierend. Der Nachmittag klingt aus mit Gebet, Segen und Verabschiedung samt vielen lieben Worten. Ich fühle mich gesegnet durch die intensive Vorbereitung, die supernetten Menschen und Gottes Stärkung beim Vortrag. Mit einem großen Felsen weniger auf dem Herzen fahre ich leicht beschwingt nach Hause. Am Abend bis in die Nacht hinein muss ich erst einmal herunterfahren, denn oft mache ich das ja nicht. Ich platze fast vor Dankbarkeit über dieses Geschenk meines Gottes. – Mein Seniorenbett sieht mich relativ früh und der Schlafindex ist mit 88 Punkten sensationell hoch. Der tiefe Schlaf des Erleichterten. Feine Sache.

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