Steuer ist mir teuer

Natürlich schlafen wir lang aus, sehr, sehr lange. Ist ja klar und verständlich. Per Post trifft der Steuerbescheid ein. Obwohl ich eine kräftige Nachzahlung erwartet hatte gibt es eine Erstattung, denn die Vorauszahlungen waren offensichtlich gut berechnet. Manches zahle ich gern, manches weniger gern und Steuern mag ich überhaupt nicht. Ja, ja, ich sehe die Notwendigkeit grundsätzlich ein, nur mit dem Verteilungspersonal und der Verwendung habe ich große Probleme. Zugegeben, ich habe die Verwalter mitgewählt aber halt nicht persönlich, sondern nur eine Partei angekreuzt. Sozusagen den Sack gekauft, ohne die Katze zu kennen. Abwählen bei misslicher Leistung ist nicht. Neuerdings entfalten diese Damen und Herren „Volksvertreter“ eine herausragende Empfindlichkeit wenn einer aus dem Volk sich etwas drastischer äußert und schlagen mit geballten Staatsmacht zurück, samt Staatsanwaltschaft, Polizei und Gerichten. Bei Abgeordneten mit ihrer extraordinären Bezahlung erwarte ich ein deutlich dickeres Fell. Wer kräftige Kritik nicht ab kann, sollte einen anderen Beruf wählen. – Die genaue Prüfung vom Steuerbescheid verheißt kräftige Vorauszahlungen in diesem und dem nächsten Jahr. Außerdem sind ab sofort die guten Zeiten mit einem Freibetrag und „Vorteilen“ bei der steuerlichen Rentenanpassung vorbei. Der Staat langt zu. Warum bin ich bloß nicht selbst in die Politik gegangen? Höchstwahrscheinlich weil mir die Taktiererei samt Kriecherei und Formuliererei knapp an der Realität vorbei noch mehr auf den Geist gegangen wäre. Immerhin, das tröstet mich vollkommen, bin ich arg zufrieden und glücklich – ein eher allgemeines unpersönliches Lästern und Murren würzt halt das Leben – in Maßen eingesetzt 😉🤔😇. 😁. – Ich lasse wieder einmal den Tag passieren, erledige Kleinigkeiten, versäume leider, leider meine abendliche Andacht und bin deshalb unzufrieden mit mir. Irre: ich lasse etwas bewusst aus, ärgere mich, dass ich das tue und bin sauer auf mich. Verrückte Kiste. Da muss man erst einmal drauf kommen. – Eine frische Nacht mit gutem Schlaf schließt den Tag ab. Fein.

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Früher Urlaub

Ein wundersames Plätschern begleitet mich beim allerersten Aufwachen. Es donnert im Hintergrund, mögliche Blitze durchdringen zwar nicht die Jalousie, doch sind zweifellos am Himmel aber der Regen ist erfrischend. Es kommen 19 Liter/qm zum Einsatz, perfekt. Unsere Dachrinne läuft über, weil das Sieb am Abfluss nahezu verstopft ist und der Regen dazu noch im „Dachknick“ Zweige, Laub sowie anderes Naturmaterial von oben in die Rinne gespült hat. Damit war zu rechnen. Seufz. Sobald die Feuchtigkeit von oben schweigt, reinigen wir die Stellen an die wir rankommen. Leider müssten wir die große Leiter aufstellen, um das „Sieb“ freizulegen. Das sollten wir vor dem nächsten großen Regen erledigen. – Mein montägliches Treffen fällt aus und so vertreibe ich mir meine Zeit irgendwie. So richtig motiviert bin ich immer noch nicht. – Heute spielt „unsere“ (nicht meine) Nationalmannschaft gegen Paraguay. Meine Allerliebste ist aufgeregt und ich richte ihr zu diesem Anlass unsere Großleinwand mit Beamer her. Ich dagegen ziehe mich zurück, denn die Kicker haben mich einmal im Standspiel gegen Österreich voll gefrustet und später wenig getan, um mich mit Spielfreude und spannenden Kämpfen wieder zurückzugewinnen. Fehlpässe im Mittelfeld waren nie mein Ding 🤨. Es kommt, wie es kommen muss. Elfmeterschießen haben sie wohl im Training wenig geübt oder die Millionärskicker sind Nervenbündel. Mir genügt die verbale Zusammenfassung der Kickerei. Immerhin können sie früher in Urlaub gehen. Das ist doch auch schon was. War es gar ihr geheimes Ziel? Wer weiß?! – Für uns wird es sehr spät, gegen halb drei treffen wir auf unser Nachtlager. Der Schlaf ist ganz okay.

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Hitze fesselt mich ans Haus

Beim frühmorgendlichen Ausflug in die Keramikabteilung höre ich draußen den Wind gewaltig herumpusten. Im Obergeschoss stehen bei uns immer noch alle Dachfenster sperrangelweit offen. Es ist erst halb sechs, quasi mitten in der Nacht. Egal, Linda (unseren elektronischen Haushüter) ruhigstellen, dann ab nach oben, Fenster zu, wieder runter, ins Bett schlüpfen und feststellen: Aufregung killt Schlafbedürfnis. So dauert es einige Zeit bis ich wieder in einen leichten Schlummer falle. Heute gehe ich keinesfalls in den Gottesdienst, denn da müsste ich mich der unbarmherzig glühenden Strahlung aussetzen. Meine Mitbewohnerin dagegen kennt keinen Schmerz und macht zuerst einen Salat und sich dann auf den Weg. Jedem das Seine. Ich dagegen stelle erfreut fest, dass ich jeden Morgen kälter dusche. Wow, tut das gut! – Nach dem Frühstück, wie passend, beginnt der Bremer Gottesdienst, dem ich zuhöre aber gleichzeitig eine Geburtstagszeichnung mit Chatti zusammen anfertige und versende. Perfekt. Dann fällt mir unser Ventilator ein, der verzweifelt im OG auf seinen Einsatz wartet. Geholt, angeschlossen, gestartet. Wunderbar! Warum habe ich nicht früher an den liebenswerten Kumpel für heiße Tage gedacht? Er macht einen echt guten Job. Prima! – Zum Lunch trifft meine Allerliebste wieder ein und hat sogar etwas vom Büffet mitgebracht. So komme ich zu einem Festessen mit allerbestem Paprikagemüsesalat, Zaziki (oder Tzatziki), einem Stück einwandfrei gewürztem Grillfleisch sowie einem Baguette. Perfekt für das Wetter. – Mehr tut sich heute nicht. Die Sonne brennt, erreicht zwar „nur“ 34,9 Grad um 16:03 Uhr aber das reicht mir völlig. Der Abend geht schwitzend vorbei, obwohl der Ventilator sein Bestes gibt – ein Luftquirl bringt halt ein prima Frische-Empfinden aber eben nicht niedrige Temperaturen. Es wird bewusst spät, doch das hilft mir auch nichts. Allerdings sind 72 Punkte für den Schlaf dann doch okay.

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Fast 39 Grad

Heute wollen wir Schadstoffe aussortieren und in unsere Kreisstadt zwecks Verwertung bringen. Wir wollen. Aber wir können nicht. Zu spät. Zu heiß. Zu doof. Selten ist das Duschen so erfrischend wie an diesen Tagen. Selten sind wir so unbeweglich. Nur meine Allerliebste entfaltet noch eine staunenswerte Energie. Ich erkenne dagegen die Wahrheit des Spruchs eines längst heimgegangenen Bruders: ‚Jede Bewegung schwächt.‘ Im Scherz dahergesagt, doch inzwischen voll zutreffend. Brodelnd, erdrückend, schweißtreibend. Im Laufe des Tages gibt es sorgenvolle Anrufe und E-Mails unserer Gemeinde mit dem Rat morgen zu Hause zu bleiben, wenn man unter der Hitze leidet. Nett von meiner Gemeinde. Das Thermometer erreicht im Schatten der Lounge 38,6 Grad gegen vier Uhr nachmittags. Erst in der Nacht „kühlt“ es sich ab. Um zehn Uhr sind es immerhin nur noch 32,5 Grad. Echt. Ich öffne im Obergeschoss alle Fenster zum „Lüften“. Die Nacht beginnt für mich erneut sehr spät, denn was soll ich so lange im Bett schwitzen? Die Tage sind ja noch halbwegs im Haus erträglich aber die Nächte sind extrem trots dünnster Bettwäsche. Immerhin weiß ich jetzt weshalb es in südlichen Ländern nur ein Laken zum Zudecken gibt 😉. Genial👍.

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Hochsommer im Juni

Es ist heiß. Eine Hitzewelle überrollt uns. Sie will bis Sonntag unser Land lähmen. Soll sie doch. Ich bleibe daheim, das Haus ist noch relativ kühl (im Vergleich zur Außentemperatur), wird sich zwar nach und nach erwärmen aber derzeit ist es drinnen kühler als draußen und das ist gut so. Die Lounge ist bei dieser Wetterkapriole natürlich unbewohnbar – da hilft selbst die konsequente Nordausrichtung samt Hausschatten nichts mehr. So ereignet sich nichts, außer schwitzen. Hochsommer im Juni, wunderbar 🤨🤔🍺. Selbst am Abend fehlt die Motivation, wir machen es unserer Nationalmannschaft nach und schalten in den Leerlauf. Ich lasse es sehr, sehr spät werden, denn schlafen ist in diesen Zeiten eher eine oberflächliche Sache. Null Bock auf nichts.

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Hitze, Erdeben, Hauskreis

Es ist heiß und soll noch wärmer werden. Doch wenn ich das mit der Situation in Venezuela vergleiche mit den zwei riesigen Erdbeben, sind wir noch gut dran. Wir können uns zurücknehmen und zurückziehen, können Wasser trinken, einfach faul sein, bleiben jedoch insgesamt gesehen weitgehend unbehelligt. Im Vergleich zum südamerikanischen Land geht es uns sehr gut. – Im Laufe des Tages treffen weitere Absagen zum Hauskreis ein, leider eine inzwischen übliche Erfahrung, wenn auch die Hitze ein verständlicher Grund ist. Uns ist einfach nur warm. Meine Allerliebste ist trotzdem unterwegs, bestellt Essen, besorgt Medikamente und braust munter durch die Gegend. – Abends fahren wir zum Hauskreis um uns in kleiner Runde zu treffen. Es entsteht ein munteres Gespräch über Hosea und später über mehr weltliche 😉🍷😇 Themen. Die Fußballfans unter uns, also ich nicht, können später sogar noch einen Blick auf die erste Halbzeit eines (mich kaum überraschenden) chaotischen Spiel „unserer“ (meiner nicht) Mannschaft werfen. Das Tor, das den Untergang besiegelt, ist erst daheim zu besichtigen. Währenddessen höre ich irische Spaßsongs – alternativ Storys bei YouTube. Heute wird es für uns beide extrem spät aber der Schlaf ist, angesichts der Hitze, ganz in Ordnung. Hochsommer im Juni. Interessant.

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Körper präferiert Kühle

So oft kommt es nicht vor – aber manchmal schon. Heute ist so ein Tag. Meine Allerliebste hat ihre Sportstunde auf dem Programm, steht auf, macht sich fertig und ich merke nichts davon. Irgendwann fällt mir auf, dass sie ja gar nicht mehr neben mir liegt und da kommt sie bereits zurück ins Schlafgemach – welch ein Zufall – um sich zu verabschieden. In diesen Tagen schlafe ich meist sehr spät ein und irre daher morgens um so intensiver im Traumland umher. Ob mir das gefällt? Wohl eher nicht! – Eine frische Dusche muntert mich auf aber in mir wächst stetig eine Veränderung: die Beliebtheit meiner bislang ach so heißgeliebten superwarmen Sommertage nimmt bedenklich ab. Mein Körper freut sich inzwischen nur wenig über hochsommerliche Temperaturen. Eine Kreuzfahrtplanung, falls sie noch einmal relevant sein sollte, müsste sich, so scheint es, eher Richtung Norden orientieren statt in südlichere Gefilde. Schade eigentlich, denn Kälte mag ich trotzdem nicht sonderlich. Das Alter türmt seltsame Barrieren auf. Das ist halt so. – Nach einem kurzen Boxenstopp ist meine Mitbewohnerin am Nachmittag erneut auf Tour. Unser Seniorentreff erwartet ihre Mitarbeit. Ich schwitze daheim und tue mich sehr schwer mit irgendwelchen Aktivitäten; Übergewicht und Couchliebe sind diesbezüglich eher hinderlich denn hilfreich 🤨🤔. Wenigstens ist mein Blutdruck (nach Pillen) ziemlich okay und mein Mini-Teil-EKG per Watch ist ebenfalls in Ordnung. – Beruhigend, dass endlich meine Rückenübungen und sogar meine frühabendliche Andacht von mir wieder praktiziert werden. Beides tut wir wohl. – Der Abend ist nicht weiter erwähnenswert bis auf die vielen humorvollen irischen Songs und die offene Frage weshalb wir nicht draußen in der Lounge sitzen. Nicht oft aber auch nicht zu selten bin ich mir selbst ein Rätsel. Den Schlaf wertet meine Watch mit 87 Punkten, mir erscheint das ein wenig zu positiv angesichts der Hitzebelastung – die Nachtruhe kommt mir eher „oberflächlich“ vor. Sei’s drum.

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Geburtstagsschatten

Heute hole ich eine ausstehende Zahlung nach und ärgere mich wieder einmal, dass Updates nicht funktionieren, weshalb auch immer. – Amazon will mir heute neue Ohrhörer schicken. Um sie zu empfangen muss ich ein Passwort dem Zusteller zuflüstern. Dieses Verfahren ist neu für mich. Alles wir halt komplizierter. Tatsächlich fährt GLS vor und die Fahrerin benötigt die mir zugeschickte sechsstellige Zahl. Ich tausche die Ziffern gegen ein kleines Päckchen aus. Ich bin gespannt auf die Qualität der neuen Ohrstöpsel, die allerdings erst einmal geladen werden müssen. – Mein Geburtstag wirft einen immer stärkeren Schatten voraus. Wir legen heute die Vorspeise unseres Menüs fest. Zufrieden bin ich nicht aber irgendwie klingt es logisch, nur sind kleine Frühlingsrollen nicht mein Ding während eine exotische Suppe mir viel näher liegt. Doch angesichts der Handhabbarkeit und Mengenkalkulation toppt das Feste das Flüssige. Dann ist das so. Vielleicht schmeckt mir das Ausgewählte wenn ich es nur mal probieren würde 😉🤔🤨. Was der Bauer nicht kennt … – Draußen tobt sich die Sonne aus aber Foxi ist relativ gut klimatisiert. Wir fahren in meine Gemeinde und ich kopiere Liederzettel für vier Volkslieder. Der ansonsten ach so komplizierte Kopierer ist heute völlig brav. Sehr schön. Die Kopien glänzen mit einwandfreier Qualität. Wunderbar. – Am Abend höre ich mir humorvolle irische Songs in englischer Sprache an. Ich mag diesen Sound und die Texte bringen mich zum Schmunzeln, sogar zum Lachen. Dazwischen jetzt noch ein paar Storys anschauen und alles ist gut. Es wird wieder spät. Die Nacht fällt mittelmäßig aus. Ist schon recht.

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