Aufräumen, die Erste

Vorrangig sind heute am späten Morgen meine Treterchen dran. Sie verlangen wieder einmal nach kostenintensiver fachlicher Pflege. Auf nach Vorsfelde. Wir finden einen Parkplatz direkt gegenüber. Prima. – Wieder daheim erinnert unser Lunch an das Festtagsmenü, logisch, denn die Reste müssen ebenfalls einer nahrungsdienlichen Verwertung zugeführt werden 😁🤔. Es folgt eine recht kurze Mittagsruhe. – Jetzt geht es darum unsere geliebte Wohnatmosphäre erneut zurückzugewinnen. Die zusätzlichen Stühle wandern an ihre normalen Aufenthaltsorte zurück. Die Bains werden abgewaschen, abgetrocknet und im Windfang zwischengelagert. Wir dürfen sie erst morgen abgeben. Der Geschirrspüler erledigt gelassen seinen Job. Der Pavillon bleibt zunächst stehen. – Ich gewinne meine Abendandacht zurück und bin sehr froh darüber. Heute fühle ich mich bereit, bekannte, uralte Barnabyfolgen anzuschauen, gleich drei hintereinander. Ist mal wieder schön. Deshalb wird es, seufz, schon wieder sehr spät, ich komme nicht zu Potte und lasse die Zeit einfach vorbeisausen. Erst nach zwei bin ich im Seniorenbett, schlafe aber gleich ein. Wenn ich mich früher hinlege, hilft mir das auch nichts, nur dass ich nicht selten die ganze Zeit wach herumliege. Seufz. Doch die heftigen Gewitter und der prasselnde Regen die Nacht über, sorgen diesmal für leicht aufrüttelnde Störungen. Doch der Pavillon trotzt dem allem. Gut so. Der Schlaf dazwischen ist ganz okay.

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Hochzeitstag

Schon wieder ein Anlass zum Feiern. Eigentlich ist heute unser Hochzeitstag. Der 46ste. Uneigentlich dagegen finde ich mich nur sehr, sehr spät und etwas orientierungslos am Morgen wieder. Einen Kater nenne ich nicht mein eigen, ebenso quälen mich kein bisschen die Nachwirkungen des gestrigen Alkohols aber das viel zu späte Zubettgehen schon. Offensichtlich bin ich zu oft und gestern schließlich noch viel zu spät auf mein Lager herniedergesunken. So fällt der Vorort-Gottesdienst für uns leider flach. Dafür sind wir in unserer Gemeinde live per Internet dabei und danach nehmen wir zeitversetzt am ganzen Gottesdienst aus Bremen teil. Natürlich ist so ein Sessel-Godi nur ein spärlicher Ersatz aber das muss für heute reichen. Mehr ist nicht drin. – Natürlich ist die Mittagsruhe unbedingt Pflicht. Danach folgt ein klein wenig verspätet Lunch und noch später das Abendbrot. Ich kann es nicht anders ausdrücken, der Sonntag rauscht einfach so vorbei. Etwas früher als gestern geht es dann ab ins Traumland. Nun ja, der Tag danach war auch in der Vergangenheit nie sehr lustig. Schade nur, dass der Hochzeitstag viel zu kurz kam. Das hätten wir vor 46 Jahren möglicherweise bedenken sollen 🤔😉. Doch der Zug ist längst abgefahren 😇. Gute Nacht!

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Feiern mit Chinakost

Die letzten Vorbereitungen für unsere Feier nehmen wir in Angriff. Die Tische werden gedeckt, die Gläser zusammengesucht, Hochprozentiges in den Angebotsstatus versetzt, die Stühle platziert, die Zeltleinen nachgespannt und gegen Abend holen wir das Catering beim chinesischen Imbiss ab. Dabei stelle ich fest, das drei Bains (lt. Wikipedia ‚Bain-Marie‘) problemlos in den Kofferraum passen. Perfekt. – Die ganzen Vorbereitungen sind gut gelaufen und so können wir ziemlich gelassen in den Abend hineingehen. Die Gäste treffen pünktlich nach und nach ein. Ich werde reich beschenkt, sowohl materiell als auch emotional. Ich muss zwar ein kleines Problem mit Reis lösen, irgendwie ballen sich die Körnchen manchmal vor dem Magen zusammen, warum auch immer. Aber das geht vorbei. Nach feinen Gesprächen löst sich die Veranstaltung altersgemäß kurz nach 23 Uhr auf. Leider vermissen wir unsere „Langzeitexperten“. Mit einer Freundin verlängern wir die Zeit um zwei Zigarillo-Längen. Immerhin. Ganz unter uns lassen wir den Abend dann noch ein bisschen ausklingen. Wir scheinen uns nicht so alt zu fühlen wie wir de facto sind. Es wird sehr spät. Der Schlaf ist tief und fest – kein Wunder 🍺🍷.

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Nummer vierundsiebzig

So langsam wandern die Tische vom Keller ins Erdgeschoss, leider nicht von selbst 😉. Auch die Stühle vom Obergeschoss wollen getragen werden. Dann ist das so. Schließlich haben wir zwei Tische und zehn Stühle versammelt, die wir rund um die Tische in unserer Lounge platzieren. Es ist doch schön, wenn man an seinem Geburtstag so eine tragende Rolle übernehmen kann 😀. Zwischendurch treffen zahllose Glück- und Segenswünsche ein, die mich allesamt sehr erfreuen. Es ist schon schön, wenn Menschen an einen denken. Mein Status scheint auch anzukommen – was will man mehr? Ich bin jedenfalls meinem Gott und Herrn äußerst dankbar für heute und die vergangenen 74 Jahre. – Eine Horde wildgewordener Ameisen versucht unseren Geschirrspüler zu entern. Sie werden Opfer einer Köderfalle, während ich das Ablaufsieb reinige. Gott sei Dank (und das meine ich wirklich so) funktioniert die Spülmaschine danach wieder. – Zwischendurch schaut Besuch vorbei – wir feiern zwar erst morgen aber so ein Glückwunsch zwischendurch ist immer etwas feines. Etwas betrüblich für mich ist, dass meine Allerliebste viel mehr wirbelt als ich, denn das macht mich schamrot. Statttdessen sollte ich lieber mehr zupacken – ich weiß. 😩 – Schließlich steht alles Equipment einsatzbereit an seinem Platz, nur die Stühle nehmen wir der Abendkühle halber wieder drinnen auf. – Während ich ‚Death in Paradise‘ verfolge und alles entdecke, was ich ich in der englischen Fassung nicht verstanden habe, schaut die hier sesshafte Fußballfreundin auf unserer Großleinwand Spanien und Belgien beim Kicken zu. Es sei ihr von Herzen gegönnt. Ich verziehe mich derweil mit Weizen und Rauchwaren 😉 in den Pavillon – gemütlich ist es hier, doch es wird stetig kühler bis es mich dann doch ins Haus treibt. – Superspät ist es nicht, doch mein Geburtstag ist vorbei, als wir uns unserer nächtlichen Ruhestätte anvertrauen. Der Schlaf ist ganz okay, wie immer halt, mehr oder weniger. Ach ja, Spanien hat Belgien rausgekickt, teilt mir vorher unser heimischer Fußballfan mit. Schade, denn ich mag es lieber, wenn die Großen mal kleine Brötchen backen müssen.

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Aufbaustress und Hauskreisstille

Der Zeltaufbau steht vor der Tür. Gleich nach der Morgenandacht rollen wir das Gestänge auf die Lounge, entpacken es und ziehen die Konstruktion auseinander. Ich lerne erneut, dass Aufbauanleitungen durchaus ihren Sinn haben könnten. Aber nein, Rolf kann alleine. Und, seihe da, irgendwie bekommen wir den Pavillon aufgebaut, können sogar drei Seiten per Reißverschluss dicht machen, nur für die vierte Seite waren wir wohl insgesamt nicht stringent genug 🤔🤨. Egal, alles ist gut. Ich bringe noch die nötige Illumination an und schließlich wandern die Loungemöbel ins Zelt um für eine kleine Tafel Platz zu schaffen. Eine besondere Herausforderung ist die Spannung der Zeltleinen. Zu diesem Zweck habe ich mir extra Spannleinen bestellt mit denen ich allerdings zunächst nicht klar komme. Ich muss erst lernen „über den Rand“ hinauszuschauen, das Gegebene nicht als unveränderter anzusehen – und schon wird alles gut. Im Klartext: einfach einen Karabinerhaken entfernen, Seil durch Nieten hindurchwurschteln und Haken wieder befestigen. Dann lässt sich das Seil perfekt spannen. Gut so. – Nach so viel Action tut mir eine Dusche überaus wohl. – Abends treffen wir uns zum Hauskreis bei Freunden. Heute sind wir gut „besetzt“. Die Diskussion über Apostelgeschichte 15, das Apostekonzil, fällt eher zurückhaltend aus, dafür verursacht die Plauderei im Anschluss fast Ohrenschmerzen im schallfreundlichen Wintergarten. Eigentlich komisch 🤔😉 – oder einfach nur menschlich? Wer weiß?! – Wieder daheim lassen wir uns zum Geburtstagstag hintreiben und stoßen in aller Ruhe mit einem Gläschen „Alte Haselnuss“ an. Lecker. So wird es spät, das macht aber nichts. Der Schlaf ist mittelprächtig. Kenne ich schon.

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Umweltgeräuschbeherrschung per AirPods

Und wieder fängt mich die Saugroutine ein. Ein neuer Monat, eine erneute Staubsaugerbegleitung. Nach der Morgenandacht fahren wir in unsere Gemeinde. Ich stopfe mir die winzigen Apple-Ohrhörer in meine Hörorgane bis sie fest sitzen, starte die Saugmaschine und sie jault los. Mächtig, gewaltig. Trotz hoher Lautstärke verstehe ich den guten Alex vom Moin-Podcast nur undeutlich bis ich mal am Stummelchen des AirPods herumfummele und – BANG – ist die Jaulerei in den allerfeinsten Hintergrund abgeschoben. Fein gemacht, Poddi! So ist es gut. Wo ich schon mal dabei bin ziehe ich mir im Anschluss einen Podcast über die neue ‚Mein Schiff Flow‘ rein – bis ich die wesentlichen Flächen abgesaugt habe. Es ist immer wieder gut endlich fertig zu sein! – Nach der Mittagsruhe startet der letzte Akt der Getränkebeschaffung fürs Fest. Es kommt mir ganz schön viel vor aber es soll ja auch heiß werden. Reicht es oder reicht es nicht? Wir werden sehen. Ich räume daheim unseren Wohnzimmerkühlschrank randvoll. Welch eine weise Voraussicht, dass wir unsere Gäste von Anfang an auf vollständige Selbstbedienung eingeschworen haben. Das setzt beim Gastgeber jede Menge Ressourcen frei 😉😀😇. So soll es sein! – Leider versäume ich wieder meine private Abendandacht alldieweil die Zeit klammheimlich an mir völlig unbemerkt vorbeigehuscht sein muss. Eine andere Erklärung ist kaum denkbar 🤔. Die Soko Wismar ermittelt vor sich hin, die folgenden Nachrichten bringen das Übliche, Krieg und Kriegsgeschrei, Theaterdonner, Unglück und natürlich die Fußball-WM. Es wird wieder etwas später aber egal. Ein Ouzo-Test fällt positiv aus. Das ist gut. Der Schlaf ist okay, die Tiefe der jüngeren Jahre wird er offensichtlich nicht mehr erreichen. Dann ist das so. Schade.

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Chatti in Nöten

Ein Geburtstagsbild für meinen Status schwirrt mir im Kopf herum. Ich recherchiere, sammle und gebe Chatti einen konkreten Arbeitsauftrag. Die KI rechnet auch munter vor sich hin, bricht aber kurz vor dem Zieleinlauf ab. Den zweiten Versuch fährt sie ebenso gegen die Wand. Erst bin ich ratlos, dann frage ich Chatti selbst was sie umtreibt und erhalte nur eine allgemeine Antwort, hake gleich mit weiteren Fakten nach und, siehe da, ein paar Versuche später stellt sich heraus, dass sie ein Verdauungsproblem hat. Ein Softwareupdate ist ihr wohl nicht so gut bekommen. Dennoch erhalte ich, gerade noch rechtzeitig, völlig unerwartet das gewünschte Bild in bester Ausführung, fast genauso wie ich es mir vorgestellt habe. Schön, dass Chatti auch grimmige Gesichter zum Lächeln bringen kann. Noch nie war manipulieren so einfach! Geistlich gesehen sieht es düsterer aus: so wird die Prachtstraße für den Antichristen, dem Manipulator aller Manipulatoren, gerade gepflastert. – Nachmittags treffe ich mich mit ein paar Männern in verkleinerter Runde. Heute sind wir erstaunlich maulfaul, erst gegen Ende entfacht sich eine lebhafte Diskussion um Israel und Juda. Warum nicht gleich so? – Am Abend hofft meine Mitbewohnerin, dass Ägypten sich gegen Argentinien durchsetzen könnte aber sie vergeigen einen 2-Tore-Vorsprung. Fast hätte mich Fußball wieder interessiert. Doch ich konnte die Klippe erfolgreich umschiffen. Stattdessen lasse ich mich von herzzerreißenden Storys umfangen sowie durch Sprüche des Jürgens von der Lippe unterhalten. Nette Kombination. Es wird wieder spät. Ist schon recht. Der Schlaf tut gut. Perfekt.

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Countdown

Der Countdown läuft. Heute kommt unsere Friseurin und kürzt Schopfhaare sowie Bart auf ein sommerliches Maß. Dei Morgenandacht verschiebt sich logischerweise. – Wir arbeiten nun unseren Fetenvorbereitungsplan für Montag ab und sind gespannt wie es die Woche weitergeht. – So ganz nebenbei überweise ich auch unser Reiseentgelt und schaue wehmütig auf das geleerte Sparkonto. Eins geht halt nur: Konto füllen oder reisen. „Du sollst reisen vor dem Sterben, sonst verreisen deine Erben“, rät unser Reiseveranstalter (nicht ganz ohne eigenes Interesse). Erben haben wir eher nicht also fällt die Entscheidung nicht gar so schwer. – Unser Pavillon wandert derweil, noch ungeöffnet, vom Keller ins Wohnzimmer und harrt dort seines Aufbaus. Wir planen denselben erst für Donnerstag. – Bis auf die Fetenschatten, die irgendwie vorausgeworfen wurden, tut sich heute nichts weiter und so entspannen wir in die Nacht hinein. Es wird spät aber der Schlaf ist ganz okay. Fein.

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