Klassentreffen

Es geht früh aus dem Bett. Nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg. Mein Ziel ist meine „alte“ Realschule, die zwischendurch geschlossen, dann als Fortbildungsstätte für den VW-Konzern neu belebt und kürzlich einem Gymnasium als Außenstelle für die oberen Klassen zugeordnet wurde. Ich treffe mich vor der Tür mit etlichen meiner damaligen Mitschülern, allesamt im Rentenalter. Ich erkenne alle, das letzte Treffen ist ja noch nicht so lange her 😉. Die Begrüßung fällt herzlich aus. Der Konrektor des Gymnasiums führt uns durch die Funktionsräume (Chemie, Physik, Kunst, Theater …) und stellt die technisch hochwertigen Ausstattungen vor. Ich staune über die Experimentiervielfalt, über WhiteBoards und Projektionsmöglichkeiten. Stark. Einer von uns erinnert sich an zum Erdkundeunterricht aufgerollte Karten, die wir vorher aus dem Magazin für den Unterricht transportieren mussten. Allein der gedruckte „Diercke-Weltatlas“ scheint den Zeitenwandel überlebt zu haben. Die am wenigsten benutzten Dinge scheinen allerbestens zu überleben 😉🤔😇. Allein die Atmosphäre dieser kahlen weißen Zimmer mit Plastikstühlen und Kunststofftischen ist eher bedrückend denn lernstimmungshebend. Noch sind die Räume nicht eingeweiht – irgendwann zwischen Herbst und Frühjahr soll es losgehen. Der Schulhof wurde ebenfalls neu gestaltet, sieht gut aus aber die überall hervorschießenden Wildkräuter, also Disteln in voller Pracht, Löwenzahn und dergleichen, stören die Optik für uns „Old-Schooler“😁. Insgesamt eine hochinteressante Führung. Im Anschluss fährt unsere „Mannschaft“ zur Burg Neuhaus. Eine Sektpause später kommt der Guide, der unser Wissen mit schier unendlichen Informationen über das Gebäude zu bereichern versucht. Danach gehen wir ins kleine Museum, lassen uns die Exponate fachkundig vorstellen aber irgendwann motzt mein Rücken. Massiv. Ich setze mich ab – die anderen wollen sich zum Allersee begeben. Mich lockt nur die Mittagsruhe, der ich sofort nach dem Lunch fröne obwohl meine Waden ziemlich zucken. Altersbedingt offensichtlich. Logischerweise lasse ich den Tag in aller Ruhe und Gelassenheit ausklingen. Es wird normal spät und der Schlaf ist wirklich gut. Fein.

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Übliches, alltägliches

Meine Allerliebste turnt, ich wickle meine normale Morgenroutine ab. So ist jeder beschäftigt 😀. Mein Tagebuch verlangt sein Recht. Okay. – Nachmittags treffe ich mich mit ein paar Freunden. Wir diskutieren, sprechen und tauschen uns aus. Es beginnt später und dauert länger. Ich habe dieses Meeting durchaus vermisst. – Abends wird es nicht sehr spät. Der Schlaf ist okay. Alles normal. Alles ist gut.

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Technikkapriolen oder Alterserscheinungen?

Wir stehen sehr spät auf, was nach der vergangenen Nacht ja kein Wunder ist. So kommt der Mittag nach Zeitung, Andacht und Turnerei schnell herbei. Produktiv würde ich den Vormittag eher nicht bezeichnen. Dann ist das eben so. – Die Mittagsruhe fällt intensiv und ausgiebig aus, ich hole manches an der Nacht Fehlende nach. Abends verlässt mich meine Mitbewohnerin zu einem externen Dinner. Ich breche wenig später zu ‚Bibel und Brot‘ auf. Während der kurzen Fahrt mühe ich mich redlich Laura wieder Spurtreue beizubringen und merke endlich, endlich, viel zu spät für einen angeblichen Technikfreund, dass ich den falschen Travel-Assistenten ausgewählt hatte. Eine Klick auf einer Taste am Lenkrad öffnet nämlich kurzzeitig ein kleines Fenster im kleinen Display und zeigt dort drei Modi an. Ich erinnere mich dunkel irgendwann mal diese Taste betätigt zu haben und vermute, dass ich dabei unbemerkt den Wechsel ausgelöst habe. So schnell es unbewusst in die eine Richtung ging um so komplizierter ist es in den gewünschten Modus zurückzukehren. Das Programm weigert sich standhaft. Aber wenn man erst einmal weiß woran es liegt, schafft man die Lösung meistens mit ein wenig probieren. So auch hier. Endlich lenkt Laura wieder. Endlich sieht das Symbol auf dem Bildschirm wieder so aus, wie ich es gewohnt war. Endlich ist ein weiteres Zeichen daselbst verschwunden. Puh. Meine eigene Blindheit, die unendlich lange Probiererei ärgert und beschäftigt mich so, dass ich nur halb in der Bibelstunde dabei bin. Außerdem nervt mich die Bibelserver-App mit unerwarteten Kapriolen. Komme ich jetzt etwa auch in die Konfrontationsphase mit technischen Spielereien in der sich einige meiner gleichaltrigen Freunde schon einige Zeit befinden? Schlägt das Alter grausam zu? Schwere Frage, keine Antwort, seufz! – Wieder daheim klingt der Abend mit YouTube & Co aus. Es wird sehr, sehr, supersehr spät. Der Schlaf ist angesichts dieser Tatsache recht befriedigend. Nun ja.

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Mister Shorty sucht Abwege

Die Routine kehrt zurück. Das Knäckebrot markiert das Frühstück, die Zeitung kommt per Tablet und das Turnen etabliert sich auf der Matte. Wir sind noch nicht so recht in Schwung, alles braucht noch seine Zeit, aber es geht voran. Überraschend trifft ein Anruf ein. Ein ehemaliger Mitschüler lädt mich erneut zum Klassentreffen ein. Er ist so freundlich und das Programm so ansprechend, dass ich zusage. What have I done? Ich bin zu weichherzig und werde es wohl niemals lernen. Dann verspeise halt, Rolf, was du dir selbst eingebrockt hast. Guten Appetit, Alter! Seufz. – Der zweite Koffer wird nun ausgepackt und die Mittagszeit rollt schneller als erwartet herbei. Heute stelle ich mich der Mittagsruhe und, siehe da, wir beide vertragen uns gut 😉. – Am Nachmittag schlägt der Sohn eines Freundes per Minikettensäge eine Bresche in den wild wuchernden Weißdorn, damit der Mirabellenbaum zugänglich wird. Ich liebe unseren Dschungel! Währenddessen prüfe ich den Luftdruck von Lauras Reifen, denn dort vermute ich einen Ausgangspunkt für ihre Spuruntreue. Aber weit gefehlt, alles ist okay. Sonderbar. – Nach freundlicher Ermutigung meiner Allerliebsten helfe ich ihr den riesigen Berg Schnittgut vom sogenannten Rasen zu entfernen – vorher verbanne ich jedoch Mr. Shorty in seine Hütte, weil er zielsicher immer wieder auf die Hölzer zusteuert. Kaum entsteht im Rasen etwas das ihm schaden könnte, schwups visiert er es irgendwie magisch angezogen an. Das macht ihn fast menschlich 🤔😉. – Mit WISO und Barnaby neigt sich der Montag seinem Ende zu. Der Schlaf fällt gruselig aus, meine Watch gibt ihm 54 von 100 Punkten. Sehr realistisch. Welch eine Nacht!

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Gottesdienste und Ruhezeiten

Gottesdienst vor Ort oder virtuell – nach einer Woche des frühen Aufstehens entscheiden wir uns heute fürs Ausschlafen. Nach dem Frühstück begeben wir uns virtuell nach Bremen. Kurz vor der Predigt schalten wir um und wechseln zu unserer Gemeinde. Danach geht es zurück nach Bremen – ein gottesdienstreicher Vormittag für uns. Heute schwänze ich auch den Mittagsschlaf. – Der Nachmittag und Abend vergehen in Ruhe und Gelassenheit. Ich lasse die Zeit vorbeirauschen und ziehe mich zur üblichen Zeit in mein nächtliches Lager zurück. Der Schlaf ist ganz okay. Fein.

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Heimfahrt

Ein letzter Blick auf den Rhein nach dem Frühstück und los geht es. Zuerst einmal zum Stromern, wie wir das Stromladen neuerdings nennen. Bei Eltville füllen wir unseren Akku zu 90%. Für die ersten Teil der Strecke wählen wir die Landstraße, denn Zeit haben wir genug. Es ist perfekt bei relativ schönem Wetter durch malerische Örtchen zu kurven, bergauf und bergab die Gegend „erkunden“. Irgendwann, kurz hinter Usingen geht es auf die A 5, dann auf die A 49 und bei Schwalmstadt-Treysa geht es in die Pause zum Stromern für Laura, belegtes Mini-Baguette und Latte Macchiato für mich. Wirklich entspannend diese Reise. Weiter geht es auf der A 49, A 44, A 7, A 39, A 2 und die Landstraße bis zum Heimatort. Der Verbrauch liegt bei 17,7 kW – ich bin sehr zufrieden und geschafft – echt und im übertragenen Sinn. Die Post ist übersichtlich, das Haus wie erwartet durchlüftungsreif aber sonst okay. Ich packe den Technikkoffer aus, der andere kann bis Montag warten. – Zum Dinner gönne ich mir ein Tütensüppchen, neuerdings mein Lieblingsessen nach einem Urlaub. In aller Ruhe lassen wir dann den Tag ausklingen und gönnen uns ein Gläschen Hibernal. Köstlich. – Der Schlaf im eigenen Bett ist äußerst angenehm. Schön wieder daheim zu sein!

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Rhein ab und auf

Das Wetter gibt sich sehr gemischt. Wir fahren Richtung Koblenz rheinabwärts immer schön am Fluss entlang. Rüdesheim, die Loreley und unzählige Burgen begleiten unseren Weg. Vor der Koblenzer Brücke fängt es mächtig an zu regnen und so bleibt es fast bis Ingelheim. Eigentlich wollen wir Boppard besuchen – wir kennen es nur bei Regen – doch auch heute pladdert reichlich Wasser von oben herunter. Wir fahren also durch. Der geplante Stopp mit entspanntem Blick auf den Loreleyfelsen von gegenüber entfällt ebenfalls aus „schauerlichem“ Grunde. Schade. Immerhin schweigt das Tröpfeln bei der traditionellen Fährfahrt über den Rhein bei Ingelheim. Welch ein feiner Ausflug! – Am Nachmittag suchen wir die Brüder Eser in Oestrich auf, die einzig mir bekannten Winzer, die köstlichen Rebensaft aus der Hibenaltraube herstellen und nehmen ein paar Flaschen mit. – Wir gönnen dem Rhein das Wasser von oben, bleiben selbst aber lieber im Hotel, beobachten die nur leicht beladene Schifffahrt auf dem Fluss und gönnen uns nur ein kleines Abendbrot. Genau genommen sind wir seit der Schnitzelstopfung permanent satt (mit kurzen Unterbrechungen 😀). Wir packen unsere Koffer und lassen den Kurzurlaub in aller Gemütlichkeit ausklingen. Die geplante Weinvernichtung entfällt wegen Unlust – gut so. Der Schlaf ist ganz okay angesichts der morgigen langen Fahrt. Es waren schöne Tage.

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Gelddruck im Ex-Kloster

Heute wollen wir bei schönem Wetter Eltville besuchen. Zweimal durchqueren wir das Städtchen ohne eine passende Parklücke zu finden. Dann eben nicht. Ich gebe auf. In meiner Karte finde ich ein anderes Ziel: Aussichtspunkt über Wiesbaden und Frankfurt. Das klingt interessant. Das Navi führt uns durch schmale Gassen, Hattenheim macht Gegenverkehr zum Abenteuer, und schließlich auf eine Art befestigten, asphaltierten, schmalen aber für Autos freigegebenen Waldweg. Es geht nur hinauf, mitunter durch überraschend auftauchende Straßenkuhlen bis das Navi stolz verkündet, dass wir unser Ziel erreicht hätten. Wir stehen auf einem Parkplatz von Wald umgeben ohne jegliche Aussicht. Nach einigen Erkundungexpeditionen finden wir den Punkt. Okay, wenn es nicht diesig wäre, wäre es möglicherweise nicht ausgeschlossen von hier aus Teile Frankfurts zu erblicken. Vermutlich sehen wir heute nur Stadtteile von Wiesbaden. Mag sein. Immerhin fällt mir mitten im Wald, auf eine Anhöhe von ferne ein Turm ins Auge. Ich lasse mich vom Smartphone belehren, dass es in dieser Einöde eine Restauration geben soll in der man Hochzeiten feiern und sogar übernachten kann (so Booking.com). Das erklärt unsere freie Zufahrt durch den Forst. Nachdem wir die eingeschränkte Aussicht genügend bewundert haben begeben wir uns zum Kloster Eberbach, das von einem Mönchsdomizil zu einer Gelddruckmaschine transformiert wurde. Man kann hier parken (6 Euro), übernachten (Normalpreis rund 200 € die Nacht), Wein kaufen (weit über 10 €/Fl. nach oben offen) oder das Kloster besichtigen (13 € p.P.). Ich finde einen tollen professionellen Korkenzieher für 10 €, von dem ich aber Abstand nehme, da ich beim Preislesen zu oberflächlich war: tatsächlich 60 € (Wahnsinn!). Dennoch nehmen wir eine Buddel Wein mit, knapp 17 € ungekühlt – aus der Kühlung im Ausschank locker 28 €. Unser Lunch holen wir uns von der Warmtheke des örtlichen Edeka. – Am Abend spazieren wir durch Mittelheim zum Rhein, finden eine Bank bei der Fähre und schauen dem Abendverkehr beim Uferwechsel zu. Sehr beruhigend. Nach nächtlichem Vergnügen ist uns nicht, satt sind wir sowieso und so lassen wir die Stunden auf dem Balkon vergehen, während meine App uns informiert welche Schiffe „im Anmarsch“ sind, welches Ziel sie ansteuern und mit welchen technischen Werten sie glänzen können. Dabei genießen wir den Eberbacher Edeltropfen. Netter Abend. Selbst der Schlaf fällt ganz gut aus. Geht doch.

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