Die braune Welle – der Abgrund für Deutschland

Es wird Zeit meine Podologin aufzusuchen. In der Nachbarstadt sind heute die Parkplätze heiß begehrt so ergattern wir erst im zweiten Anlauf einen. Erfreulich. Nach der Behandlung schwebe ich fast zum Auto. Wunderbar. – Nachmittags treffe ich mich mit einer kleinen Männerrunde. Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt nimmt natürlich breiten Raum ein. Ich verstehe durchaus den Ärger über die vor sich hinstolpernde Bundesregierung aber die Hinwendung zu rechtsnationalen Kreisen entzieht sich für mich jeglicher Logik. Aus Protest könnte man ja die Tierschutz- oder die Gartenpartei wählen und damit weitaus weniger Schaden anrichten. Aber vielleicht geht es ja gerade darum Schaden anzurichten. Das ist tatsächlich gelungen. Na toll. Uns erwartet nun ganz großes Theater im Nachbarbundesland, vielleicht sogar ein weiterer Wahlgang. Wie würde Obelix sagen: „Die spinnen, die Anhaltiner.“ Dem stimme ich voll zu. Ich hätte gar nichts gegen eine schwarzkonservative Partei, doch die tragenden braunen Säulen und das menschenfeindliche Programm stören mich bei dem ‚Abgrund für Deutschland‘, der braunen Welle. Sollen die Nachbarn doch die Früchte ernten, die sie gesät haben. Es bleibt spannend. – Später, wieder daheim, schaue ich dem neueren Barnaby zu wie er altbekannte Fälle löst. Es wird normal spät aber der Schlaf ist fast perfekt. Toll.

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Christenverfolgung

Die Studierstube tagt endlich mal wieder bei uns. Das heutige Thema ist „Frieden“. Uns eröffnet sich ein weites Feld und so (ver)läuft auch die Diskussion, trotz des Versuchs den Begriff einzugrenzen. Wie zu erwarten kommen wir vom Hölzchen aufs Stöckchen, eine ansprechende Vielfalt, wenn auch ein klein bisschen oberflächlicher als sonst. Aber das ist bei solch umfassender Bedeutung nicht zu vermeiden. Trotzdem bleibt es spannend und interessant. – Nach der letzten deutlich unterdurchschnittlichen Nacht fällt die Mittagsruhe überdurchschnittlich aus 😀. – Am Monatsanfang verlagert sich der Gottesdienst unserer Gemeinde immer in die Abendstunden. Uns erwartet eine Predigt über zwei Verse des 23. Psalms, dazu ein Vortrag von Open Doors, einer Organisation, die sich um verfolgte christliche Geschwister kümmert. Themenschwerpunkt sind drei Länder am Rande der Sahelzone, die unter Banden des terroristischen Islams leiden. Massenmord, Vergewaltigung, Einschüchterung und Zerstörung von Kirchengebäuden sind an der Tagesordnung. Die Folgen sind Flucht und Vertreibung aber auch mutiger Neuaufbau, Gebet und Gottvertrauen. Die Schicksale von Glaubensgeschwistern sind herzzerreißend, die Brutalität, die ihnen widerfährt höchst erschreckend. – Es wird heute spät nach dem Gottesdienst und noch später zu Hause. Auch diese Nachtruhe ist nicht sonderlich erbaulich. Dabei fällt mir ein, dass unsere heißgeliebte Bundesregierung doch zur Gesundheitsförderung auch eine Schlafsteuer einführen könnte: jede Minute unterhalb und oberhalb von acht Stunden Schlaf pro Nacht ist steuerpflichtig. Dabei ginge es natürlich nur um das Wohl der Bevölkerung, keinesfalls um die Knete – keine Frage🤔🤨.

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Aufflammender Gemeinschaftsgeist

Meine ehemaligen Mitschüler entwickeln eine unerwartete Kreativität. Zuerst haben wir uns alle zehn Jahre getroffen, später alle fünf und neuerdings finden sich einige von uns jährlich zusammen. Doch damit nicht genug. Jetzt schwirrt eine Idee im Raum uns in zwei Jahren samt Ehepartner in Berlin zu treffen. Ich bin überwältigt von solchem Gemeinschaftsgeist – einerseits bin ich froh die Schul- und Arbeitszeit überwunden zu haben – andererseits berührt mich der aufflammende Gemeinschaftsgeist. Das kommt mir wie ein glimmender Docht vor, der völlig unerwartet wieder aufflammt. Liegt es am Alter? Ist es ein sich schließender Kreis? Oder nur zu viel freie Zeit? Wer weiß. An dieser Nostalgie-Eruption teilzunehmen wäre, zugegeben, nicht unreizvoll 😉😀. Jedenfalls erledige ich in diesem Sinne noch ein wenig Korrespondenz bevor ich mein Tagebuch auf den neuesten Stand bringe. Vielmehr hat mir dieser Tag nicht zu bieten aber das ist ja schon mehr als genug. Faszinierend, was in meinen alten Tagen noch neu erstrahlt 🤨😇. Es ist wie es ist. Der Schlaf ist dagegen eher unterdurchschnittlich. Nur wenig ist voll perfekt.

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Staubsaugtag

Der Tag nach dem Klassentreffen ist auch schön. Nach der Andacht bedanke mich brav für die einwandfreie Planung, bestätige eine Einladung und begebe mich zu meiner Gemeinde. Das Saugabenteuer wartet schon auf mich. Also Sauger raus, Ohrstöpsel rein, einen Vortrag über die Menschenrechte aus christlicher Sicht starten und los geht es. Ich schwitze ziemlich aber das überrascht mich nicht sonderlich – so bin ich eben. – Zum Lunch hat heute ein Chinese für mich gekocht, schmackhaft und gut. – Nach dem Mittagsschlaf ordne ich unsere Finanzen, erledige Korrespondenz und freue mich über die Abendandacht. Schließlich switche ich mich in die Karibik und schaue mir zwei Folgen von ‚Death in Paradise‘ an. Jetzt noch ein bisschen YouTube und ab geht es in die Nacht. Der Schlaf ist freundlich zu mir und die Unterbrechungen halten sich im Rahmen. Ruhiger Tag.

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Klassentreffen

Es geht früh aus dem Bett. Nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg. Mein Ziel ist meine „alte“ Realschule, die zwischendurch geschlossen, dann als Fortbildungsstätte für den VW-Konzern neu belebt und kürzlich einem Gymnasium als Außenstelle für die oberen Klassen zugeordnet wurde. Ich treffe mich vor der Tür mit etlichen meiner damaligen Mitschülern, allesamt im Rentenalter. Ich erkenne alle, das letzte Treffen ist ja noch nicht so lange her 😉. Die Begrüßung fällt herzlich aus. Der Konrektor des Gymnasiums führt uns durch die Funktionsräume (Chemie, Physik, Kunst, Theater …) und stellt die technisch hochwertigen Ausstattungen vor. Ich staune über die Experimentiervielfalt, über WhiteBoards und Projektionsmöglichkeiten. Stark. Einer von uns erinnert sich an zum Erdkundeunterricht aufgerollte Karten, die wir vorher aus dem Magazin für den Unterricht transportieren mussten. Allein der gedruckte „Diercke-Weltatlas“ scheint den Zeitenwandel überlebt zu haben. Die am wenigsten benutzten Dinge scheinen allerbestens zu überleben 😉🤔😇. Allein die Atmosphäre dieser kahlen weißen Zimmer mit Plastikstühlen und Kunststofftischen ist eher bedrückend denn lernstimmungshebend. Noch sind die Räume nicht eingeweiht – irgendwann zwischen Herbst und Frühjahr soll es losgehen. Der Schulhof wurde ebenfalls neu gestaltet, sieht gut aus aber die überall hervorschießenden Wildkräuter, also Disteln in voller Pracht, Löwenzahn und dergleichen, stören die Optik für uns „Old-Schooler“😁. Insgesamt eine hochinteressante Führung. Im Anschluss fährt unsere „Mannschaft“ zur Burg Neuhaus. Eine Sektpause später kommt der Guide, der unser Wissen mit schier unendlichen Informationen über das Gebäude zu bereichern versucht. Danach gehen wir ins kleine Museum, lassen uns die Exponate fachkundig vorstellen aber irgendwann motzt mein Rücken. Massiv. Ich setze mich ab – die anderen wollen sich zum Allersee begeben. Mich lockt nur die Mittagsruhe, der ich sofort nach dem Lunch fröne obwohl meine Waden ziemlich zucken. Altersbedingt offensichtlich. Logischerweise lasse ich den Tag in aller Ruhe und Gelassenheit ausklingen. Es wird normal spät und der Schlaf ist wirklich gut. Fein.

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Übliches, alltägliches

Meine Allerliebste turnt, ich wickle meine normale Morgenroutine ab. So ist jeder beschäftigt 😀. Mein Tagebuch verlangt sein Recht. Okay. – Nachmittags treffe ich mich mit ein paar Freunden. Wir diskutieren, sprechen und tauschen uns aus. Es beginnt später und dauert länger. Ich habe dieses Meeting durchaus vermisst. – Abends wird es nicht sehr spät. Der Schlaf ist okay. Alles normal. Alles ist gut.

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Technikkapriolen oder Alterserscheinungen?

Wir stehen sehr spät auf, was nach der vergangenen Nacht ja kein Wunder ist. So kommt der Mittag nach Zeitung, Andacht und Turnerei schnell herbei. Produktiv würde ich den Vormittag eher nicht bezeichnen. Dann ist das eben so. – Die Mittagsruhe fällt intensiv und ausgiebig aus, ich hole manches an der Nacht Fehlende nach. Abends verlässt mich meine Mitbewohnerin zu einem externen Dinner. Ich breche wenig später zu ‚Bibel und Brot‘ auf. Während der kurzen Fahrt mühe ich mich redlich Laura wieder Spurtreue beizubringen und merke endlich, endlich, viel zu spät für einen angeblichen Technikfreund, dass ich den falschen Travel-Assistenten ausgewählt hatte. Eine Klick auf einer Taste am Lenkrad öffnet nämlich kurzzeitig ein kleines Fenster im kleinen Display und zeigt dort drei Modi an. Ich erinnere mich dunkel irgendwann mal diese Taste betätigt zu haben und vermute, dass ich dabei unbemerkt den Wechsel ausgelöst habe. So schnell es unbewusst in die eine Richtung ging um so komplizierter ist es in den gewünschten Modus zurückzukehren. Das Programm weigert sich standhaft. Aber wenn man erst einmal weiß woran es liegt, schafft man die Lösung meistens mit ein wenig probieren. So auch hier. Endlich lenkt Laura wieder. Endlich sieht das Symbol auf dem Bildschirm wieder so aus, wie ich es gewohnt war. Endlich ist ein weiteres Zeichen daselbst verschwunden. Puh. Meine eigene Blindheit, die unendlich lange Probiererei ärgert und beschäftigt mich so, dass ich nur halb in der Bibelstunde dabei bin. Außerdem nervt mich die Bibelserver-App mit unerwarteten Kapriolen. Komme ich jetzt etwa auch in die Konfrontationsphase mit technischen Spielereien in der sich einige meiner gleichaltrigen Freunde schon einige Zeit befinden? Schlägt das Alter grausam zu? Schwere Frage, keine Antwort, seufz! – Wieder daheim klingt der Abend mit YouTube & Co aus. Es wird sehr, sehr, supersehr spät. Der Schlaf ist angesichts dieser Tatsache recht befriedigend. Nun ja.

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Mister Shorty sucht Abwege

Die Routine kehrt zurück. Das Knäckebrot markiert das Frühstück, die Zeitung kommt per Tablet und das Turnen etabliert sich auf der Matte. Wir sind noch nicht so recht in Schwung, alles braucht noch seine Zeit, aber es geht voran. Überraschend trifft ein Anruf ein. Ein ehemaliger Mitschüler lädt mich erneut zum Klassentreffen ein. Er ist so freundlich und das Programm so ansprechend, dass ich zusage. What have I done? Ich bin zu weichherzig und werde es wohl niemals lernen. Dann verspeise halt, Rolf, was du dir selbst eingebrockt hast. Guten Appetit, Alter! Seufz. – Der zweite Koffer wird nun ausgepackt und die Mittagszeit rollt schneller als erwartet herbei. Heute stelle ich mich der Mittagsruhe und, siehe da, wir beide vertragen uns gut 😉. – Am Nachmittag schlägt der Sohn eines Freundes per Minikettensäge eine Bresche in den wild wuchernden Weißdorn, damit der Mirabellenbaum zugänglich wird. Ich liebe unseren Dschungel! Währenddessen prüfe ich den Luftdruck von Lauras Reifen, denn dort vermute ich einen Ausgangspunkt für ihre Spuruntreue. Aber weit gefehlt, alles ist okay. Sonderbar. – Nach freundlicher Ermutigung meiner Allerliebsten helfe ich ihr den riesigen Berg Schnittgut vom sogenannten Rasen zu entfernen – vorher verbanne ich jedoch Mr. Shorty in seine Hütte, weil er zielsicher immer wieder auf die Hölzer zusteuert. Kaum entsteht im Rasen etwas das ihm schaden könnte, schwups visiert er es irgendwie magisch angezogen an. Das macht ihn fast menschlich 🤔😉. – Mit WISO und Barnaby neigt sich der Montag seinem Ende zu. Der Schlaf fällt gruselig aus, meine Watch gibt ihm 54 von 100 Punkten. Sehr realistisch. Welch eine Nacht!

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