Langweilige Donau

Aufstehen, duschen, frühstücken und zum Gottesdienst fahren: Erstaunlicherweise bin ich voll wach und bleibe es auch. Heute predigt ein Ehrenamtlicher über Jesu Versuchung und mahnt uns unsere Versuchungen durch die enge Bindung an Gott und sein Wort zu überwinden. Eine gute, anschauliche Predigt, die mich hinterfragt aber ebenso ermutigt. Im Anschluss ergeben sich ein paar interessante Gespräche und Plaudereien. Schon faszinierend was man erleben kann, wenn man tatsächlich wach ist 😉🤔😀. – Am Nachmittag hören wir traditionell noch einmal der Verkündigung aus Bremen zu und ich muss mit dem Habitus des Pastors kämpfen, der mir zu oberlehrerhaft vorkommt obwohl er de facto viel Gutes zu sagen hat. Seltsam was mich so alles von inhaltsreichen Worten ablenken kann. – Abends verfolge ich mit anderthalb Augen die Wiederholung eines Mehrteilers über die Donau, doch die Redakteurin verliert sich in so viele Randthemen, völlig uninteressant für mich, so dass ich mich verabschiede – aus die Maus! – Noch ein paar Storys und ich schlappe normal spät in ‚dem Schlaf seine Arme’🤨. Er ist sehr freundlich und verdient sich redlich seine 88 Punkte. Fein.

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Lost in Fuseta

Das habe ich nun davon. Gestern lasse ich Chatti wirbeln, heute drängt sich alles meinen Text noch ein bisschen weiter zu verfeinern. So sitze ich nun da, formuliere herum während draußen meine Gartenfreundin schafft. Schließlich habe ich fertig, trage mir zwei- bis dreimal den Vortrag vor und stoppe die Zeit. Ich benötige zwischen 20 und 30 Minuten je nachdem wie schnell ich rede, wie viel Pausen ich mache oder Bemerkungen ergänze. Ein guter Zeitrahmen. Ich bin zufrieden. – Meine Allerliebste hat maschinell vertikutiert und ist entsprechend k.o. Da ruft ein Freund mit einer Einladung an, die mich begeistern würde, ich aber angesichts ehepartnerlicher Umstände ablehnen muss. Warum gerade heute – ich wäre so gern wieder in den Pub gegangen. Schade, aber is wie is. – So folgt ein ruhiger, erholsamer Abend daheim und ‚Lost in Fuseta‘ ist tatsächlich ein prima Ersatz. Selten habe ich es erlebt, dass ein Kriminalroman so perfekt umgesetzt wurde: drei Stunden perfekte Unterhaltung. Wunderbar. So müsste Fernsehen für mich immer sein 🤔😇. Dadurch wird es natürlich nicht gerade früh, dafür ist der Schlaf beispiellos toll. Erholung pur.

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Chatti bewährt sich

Und wieder beschäftigt mich – nach einem üblich-normalen Vormittag – Florence. Im Grunde genommen geht es aber um Chatti. Ich lasse den ganzen Vortrag von Chatti redigieren, lasse ihn nach einer Vorgabe neu formulieren und probeweise daraus eine Stichwortliste erstellen. Faszinierend. In der „einfachen“ ersten Stufe gelingt es Chatti komplizierte Formulierungen aufzulösen und neu, besser zu fassen. Das hilft mir prima weiter. Anderes wird einfach ausgelassen, was mir gar nicht gefällt. Chatti ist halt ein Werkzeug, ein gutes sogar, aber nur ein Werkzeug, das man zu beherrschen lernen muss. Der zweite Überarbeitungsauftrag bringt eine Predigt hervor, die mich sprachlos macht. Recht gut. Begeisterung trifft allerdings auf Vorsicht, denn viel zu viele Manipulationsmöglichkeiten erschließen sich selbst einem wohlwollenden Betrachter. Ich bin gespannt auf meine künftigen Erfahrungen. – Der abendliche Krimi, der die Unverdächtigste schließlich als Täterin überführt, bleibt durchschnittlich – aber das ist in der heutigen TV-Landschaft fast schon ein Lob 🤨🤔. Es wird normal spät und der Schlaf tut was er soll. Fein.

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Kreativer Kitsch oder kitschige Kreativität?

Neben dem Alltäglichen versuche ich heute erneut meine Kreativität gemeinsam mit Chatti zu erproben. Das Ergebnis ist leicht niederschmetternd. Meine Kreativität ist mit Kitsch sehr eng verwandt. Ich konstruiere wunderschöne Bilder, präsentiere sie meiner Allerliebsten und ernte entweder Unverständnis oder ein freundliches Lächeln. Ich bin einerseits begeistert über die Ergebnisse und andererseits gebeutelt über die (nachvollziehbare) Reaktion. Die Realität kann ganz schön grausam sein 😉😇. Aber Spaß macht sie trotzdem 😀! – Mein Vater wäre heute 99 Jahre alt geworden. Ich ehre ihn mit einem Statuseintrag. Verstorben ist er 2014. – Und dann wende ich mich wieder der guten Florence zu, redigiere, ergänze, streiche ein wenig und doch wird der Vortrag immer länger. Von meinen Formulierungen bin ich zufrieden aber nicht begeistert. Ich werde noch einen Versuch starten und muss, is wie is, damit leben. Meine „Wortgewalt“ ist wohl eher eine Illusion. Seufz. Es ist blöd, wenn man weiß wie es besser geht und es nicht hinbekommt. Vielleicht frage ich mal Chatti. 🤔. – Heute darf ich mir mein „Dinner“, Brot und Käse, selbst zubereiten 😉 und gönne mir ein Gläschen Wein dazu. Ansonsten geschieht nichts neues unter der Sonne und es wird wieder spät. Der Schlaf ist ganz okay, erhält aber nur schlappe 74 Punkte. Dann ist das so.

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Altersentscheidungsschwäche

Während meine Allerliebste ihre Fitness fördert beschäftige ich mich mit unserer Autoversicherung, die in geradezu unverschämt-dreister Weise erhöht wurde. Sollen wir die Versicherung wechseln oder mit Zähneknirschen den Betrag noch dreimal zahlen aber dann Autos nie mehr bei der Allianz versichern? Wir haben so eine blöde Konstellation mit den beiden Fahrzeugen. Ich bin mir sehr unsicher, andererseits sind andere Anbieter deutlich preiswerter, wenn sie die gleichen SF-Klassen akzeptieren würden. Ich bin ein wenig ratlos. Seufz, die fast siebeneinhalb Jahrzehnte haben mich so unentschlossen werden lassen. – Am Abend speist meine Alters- und Wohngenossin auswärts während ich mir zwei Hotdogs auf altdeutsche Art gönne, dazu ein Gläschen Wein, perfekt. Daneben begleite ich virtuell die Soko Wismar beim Ermitteln, ein Mord-Konkurrenz-Schatzsuche-Diamant-Fall – also von allem etwas 😀🤨. – Der restliche Abend bringt wenig Neues und es geht normal spät zu Bett. Der Schlaf ist toll. Wunderbar.

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Die letzte Seligpreisung

Heute ist mal wieder die gute Florence an der Reihe. Ich überarbeite den Vortrag ein wenig aber dabei fällt mir ein Geburtstagsbild für unseren Pastor ein, das ich per ChatGPT unbedingt umsetzen muss 😉🤔😇. Ich bin begeistert von den Möglichkeiten, die Chatti mir zur Bildgestaltung bietet. Echt stark und dabei gelingt das Bild ziemlich gut, jedenfalls setzt es meine Vorstellung äußerst passend um. So (oder ähnlich) hatte ich es mir gedacht. – Mit Florence komme ich trotzdem voran aber ich habe noch eine Wegstrecke vor mir. Beruhigend ist, dass es nur um Formulierungen geht – der Vortrag selbst steht längst. – Am Abend fahren wir zu ‚Bibel und Brot‘, einem Treffen mit Brot, Kräuterbutter, Tee und Wasser bei dem wir über die letzte Seligpreisung sprechen. Ich freue mich über wichtige Impulse zum Text und beteilige mich vielleicht etwas zu oft, aber besser als gar nicht, finde ich (das ist aber kein Urteil über andere, die sich nicht oder wenig beteiligen, denn ich kenne deren Beweggründe überhaupt nicht). Ich kann hier nur für mich sprechen. Wir kommen rechts spät wieder daheim an, es lohnt sich nicht den Kachelofen anzuwerfen. Das Seniorenbett sieht uns normal spät und die Nachtruhe ist ganz okay.

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Heißgeliebte Kreativkrücke

Es ist kalt und regnerisch. Die Natur versucht, nicht ganz erfolgreich, ihr Defizit im April aufzuholen. Ich bin wieder mal spät dran. Per ChatGPT erstelle ich einen Geburtstagsgruß für mein Patenkind, obwohl es kaum noch Kontakt mit uns hält – schade, sehr schade aber so ist wohl der Lauf des Lebens. Egal, es macht Spaß das Bild zu erstellen, denn mit ChatGPT kann ich erstmals meiner Phantasie freien Lauf lassen trotz absoluter Abwesenheit jeglicher Zeichenfähigkeiten. Es macht echt Spaß, okay, es sind nur erste Schritte, doch erstmals in meinem Leben sehe ich meine Gedanken Form und Gestalt annehmen und kann nur staunen. Chatti und ich arbeiten gut zusammen 😉😀. – Am Nachmittag treffe ich mich mit Freunden zur üblichen Altherrenrunde bei Tee und Gesprächen. Ob Irankonflikt, Kreuzfahrtnöte oder Kernaussagen des Buches Hiob – wir berühren ein weites Spektrum. Ich profitiere sehr davon, denn das weitet den Horizont. – Am Abend „beglückt“ mich ein Krimi im Zweiten, ich bin nahe am Ausschalten, bleibe aber dabei und das Ende entspricht der Qualität des Plots. Nun denn. – Es wird heute früher, das überrascht den Schlaf und er beschert mir viele Unterbrechungen. Vielen Dank auch 😠🤨. Der Schlafindex mit 81 Punkten ist deutlich überbewertet. Echt.

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Wachprobleme

Die Kürze der Nacht 😉🤔 fordert erbarmungslos ihren Tribut, denn ich bin beim Aufstehen mehr als müde und im Laufe des Vormittags fallen mir immer öfter die Augen zu. Bis zur Predigt in unserer Gemeinde geht es noch gerade so aber während derselben (dabei ist sie wirklich gut) wird es immer schlimmer. Nach dem Gottesdienst schleiche ich mich stante pede zu Foxi und döse im Halbschlaf vor mich hin bis meine hochaktive Lebensgefährtin vom Nachprogramm (singen, plaudern, Kontaktpflege) zu mir stößt und wir heimwärts fahren. – Die Mittagsruhe fällt, wen wundert’s, intensiv und lang aus bis ich endlich mühevoll mich wieder in dieser Welt zurechtfinde. So spät will ich nie wieder ins Bett gehen, nehme ich mir vor und tappe gleich am Abend in dieselbe Falle. Merde. – Vorher gönnen wir uns noch einen ausführlichen bebilderten Rückblick auf unsere große Karibikreise im Januar. Sehnsuchtsvoll blicke ich zurück. Erinnerungen werden wach an eine Dokumentation über Rentner, gestern gesehen, die sich auf einem ausgedienten, umgebauten Kreuzfahrtschiff von ein paar Monaten bis zu 15 Jahren (Ablauf des Haltbarkeitsdatums des Kahns) eingemietet haben und rund um die Welt cruisen. Die monatlichen Kosten liegen unter oder wenigstens ähnlich den üblichen Seniorenheimtarifen – natürlich ohne Pflegeleistungen, wohl aber mit Vollpension, ärztlicher Versorgung und kreuzfahrttypischer Betreuung durch die Crew. Mein Traum aber absolut nicht der meiner Allerliebsten: keinesfalls und basta – das ist eindeutig. Seufz. Kein Zögern ohne sie will ich das auch nicht – never!!! Also bleibe ich hier im kalten Deutschland und erfreue mich am Kaminfeuer. Hat ja auch was. Es wird , wie erwähnt, viel zu spät für mich – auf Dauer geht das so nicht weiter. Der Schlaf fällt zwar prächtig aus mit 89 Punkten. Egal, ein Plan tut not.

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