Saugen gefolgt von asiatischen Köstlichkeiten

In aller Ruhe stehe ich auf, spare mir die Gymnastik, freue mich aber über die gemeinsame Morgenandacht. Danach brechen wir auf. Meine Allerliebste liebt es ab und an in der City zu bummeln und ich darf den Staubsauger in meiner Gemeinde schwingen. Ich wollte es so und das ist gut. Nicht ganz so toll, dass die Verlängerungskabel für den Staubschlürfer auf Urlaub sind. Nicht auffindbar und so muss ich neue Erfahrungen im Aufspüren der taktisch am günstigsten gelegenen Steckdosen sammeln. Herausfordernd 😉. Ziemlich durchgeschwitzt (sofageschädigte Konditionsleere bei mir) beschaffen wir in unserem Eberstadtteil asiatische Köstlichkeiten um uns daheim daran zu laben. Die Mahlzeiten sind bei Ankunft sogar noch warm, selbst die Suppe mundet bestens. Ich schaffe gerade mal die halbe Portion obwohl ich, rein optisch betrachtet, eine doppelte bin. Das verstehe wer will. – Die Mittagspause startet arg verspätet, fällt aber um so länger aus. Die Zeit am Nachmittag reicht gerade mal für einen Tagebucheintrag und mein frühabendliches Gespräch mit Gott. – Der Alte ermittelt später in einem bekannten Fall aus dem Jahr 2023 und bis zur Nachtruhe entfleuche ich in die Karibik um bei der Lösung skurriler Kriminalfälle zuzuschauen wobei ich einer tiefen Sehnsucht nach Honoré (Deshaies) Raum gebe. Seufz. Es wird normal spät und der Schlaf ist mit 74 Punkten eher mau. Erst kommt er nicht, dann wirkt er oberflächlich. Seufz.

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Fatale Wetter-Apps

Ein wenig müde bin ich schon aber der Tag entwickelt sich langsam und gemütlich. Mit Routinen und Tagebuch gehen die Stunden dahin bis der Mittagsschlaf meinen Nachholbedarf befriedigt. Am Nachmittag will ich mich intensiv ums Büro kümmern aber plötzlich ist es Zeit für die Abendandacht. Dann ist das so. – Dann wollen wir uns zu einem Dinner in die Nachbarstadt begeben. Eine Sturmwarnung verheißt Wind und Regen. Draußen stürmt es. Dennoch fahren wir los. Der Wind tobt und verteilt kleine Zweige auf der Fahrbahn. Zwei Wetter-Apps verheißen drohend ein herannahendes übles Unwettergebiet. Es beginnt zu regnen. Uns wird flau im Magen. Kurzum wir kneifen und fahren zurück. Daheim regnet es bereits kräftiger aber kaum sind wir im Haus klart es auf. Der Wind lässt nach und ich fühle mich voll vereimert. Na gut, wir nutzen die Gelegenheit noch einen Stau in der Regenrinne zu beseitigen aber lustig ist das nicht. Es folgt normales Wetter, keine Rede von Unwetter. Traue nie einer Wetter-App 😠😩! So schenkt sie uns einen weiteren ruhigen Abend auf dem Sofa mit Storys und einer brandneuen Folge vom Tod im Paradies. Leider sprechen die Akteure nur englisch aber wenn ich die Dialogbetonung aktiviere, die die Hintergrundmusik zurückdrängt, hilft mir das ein wenig. Folgen kann ich zwar aber etwas drauf einbilden eher nicht 😉😀. Sobald die Folge in deutscher Sprache vorliegt werden meine Defizite offenbar 😇. Es wird spät, wieder einmal. Seufz. Eine gute Nacht mit 82 Punkten.

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Energetische Kostenexplosion

Meine Mitbewohnerin verschwindet um ihre sportliche Aktivitäten abzuwickeln und ich bin wieder mal allein zu Haus. Nach den morgendlichen Aktivitäten nehme ich mir noch einmal für ein paar „Feinarbeiten“ meinen Schreibtisch vor und bald glänzt er blank und „lastenfrei“. Mit einigen nicht so ganz unüblichen Schwierigkeiten lade und installiere ich die Steuersoftware für 2025, überspiele etliche relevanten Daten vom Finanzamt ins Programm und lasse ein erstes, vorläufiges Ergebnis (ohne Spenden- und Handwerkerabzug) berechnen. Wow, das wäre mal eine satte Nachzahlung! Dann werde ich mich demnächst mal überraschen lassen, was die Abzugsmöglichkeiten davon noch abknabbern können. Ausgesprochen hoffnungsvoll sehe ich dem nicht entgegen. Seufz. – Am Nachmittag beschäftigt mich ein Gutachten zur energetischen Aufrüstung unseres Gemeindegebäudes. Die Endsumme ist erschreckend hoch. Folglich gehe ich die einzelnen Maßnahmen durch und bleibe an nur ganz wenigen hängen, die mir für ein relativ gering genutztes Gebäude sinnvoll erscheinen. Am späten Nachmittag diskutieren wir dieselben in kleiner Runde und erzielen schnell einen Konsens. Ein paar Recherchen sind jetzt noch nötig bevor wir die Gemeinde informieren. Mal schauen, wo wir inhaltlich und finanziell landen. – Den Abend gestalte ich mit ein paar YouTube-Storys und zwei Folgen der karibischen Mordfälle, die letzte der Serie 14 und die letzte der Serie 13 in der Neville mit seiner Florence einer gemeinsamen Zukunft entgegenschippert. Ach, wie herzergreifend ❤️🥲. Es wird normal spät aber der Schlaf lässt sich zuerst gar nicht blicken und arbeitet später nur arg halbherzig mit vielen Unterbrechungen. Fatal. Nun ja ☹️.

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Chatti zickt

Meine Allerliebste ist unterwegs und ich wickle einschließlich Gymnastik meine Morgenroutine ab. Irgendwann holen wir gemeinsam die Morgenandacht nach. Passt schon. Ich widme mich der schweren Aufgabe meinen Schreibtisch im Büro aufzuräumen und finde Möglichkeiten die Utensilien wegzuwerfen, unterzubringen oder für die endgültige „Verwertung“ vorzubereiten. Letzteres vertagt zwar nur das Problem und erfordert eine Zwischenlagerung, gibt aber Raum für neue gedanklichen Ansätze. Anders gesagt, ich tue mich schwer mit dem Wegwerfen 😉. – Am Nachmittag will ich einem Geburtstagskind ein Chatti-Bildchen basteln, doch es funktioniert nicht. Die KI will nicht so wie ich will. Also verbuche ich das Vorhaben als lehrreiches Übungsstück. Soll ich mich mit den sperrigen Servern streiten? Das fehlte mir gerade noch. – Abends treffen wir uns in der Gemeinde zu Bibel und Brot. Heute bin ich nicht so ganz bei der Sache, erhalte aber trotzdem eine Lösung für eine biblische Frage, die mich bislang immer wieder mal beschäftigte. Prima. – Wieder daheim mache ich Fortsetzung mit dem Tod im Paradies und lasse es dabei wieder sehr spät werden. Einschlafen braucht daraufhin zwar etwas Zeit und das viel zu späte Zubettgehen fordert seinen Tribut aber das vorausgesetzt ist das Schlaferlebnis akzeptabel. Immerhin.

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Unterm Kirschbaum

Ich muss konstatieren, dass mir eine gewisse monetäre Bewegungsmasse für ein täglich neues, örtlich abwechslungsreiches, abenteuerlich-erfrischendes Aufsteherlebnis fehlen. Das macht aber nichts. Routine hat auch ihren Reiz, der sich in mancherlei unterschätzten Kleinigkeiten zeigt. Mal drängt sich ein Zeitungsartikel vor, mal ein Chatti-Bildchen (das ich auf die Schnelle erstelle), dann wieder eine verschobene Morgenandacht (kommt sie oder kommt sie nicht? 🤔😉). Leben live oder so 😇😁! – Am Nachmittag treffe ich mich mit den „Männers“ und wir tauschen uns unter dem Kirschbaum munter aus. Ich bewundere ein Erdbeerhochbeet mit verheißungsvoll gewachsenen Früchten, denen nur noch der kräftige Rotton fehlt. Verheißungsvoll. Der Abend klingt mit ‚Death in Paradise‘ aus. Wieder einmal staune ich wie viel ich vor einiger Zeit in den englischsprachigen Folgen nicht verstanden habe. So weit her ist es mit meinen Fremdsprachenkenntnissen offensichtlich nicht. Es ist halt wie es ist. Es wird spät, der Schlaf ist ganz okay. Na denn.

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Pooltaufe

Gefühlt um Mitternacht jagt mich meine Allerliebste aus meinem Seniorenbett. Ich schlappe zum Bad, erledige meine morgendliche Waschroutine, Frühstück brauche ich nicht, eine Tasse Kaffee reicht. Dankenswerterweise übernimmt meine hellwache Allerliebste das Autofahren hin zur Gemeinde. Auf dem Rasen ist ein kleiner Pool mit frischem Wasser aufgebaut, heute sollen zwei chinesische Geschwister getauft werden. Während bei uns eine Wasserschale üblich ist, präferieren unsere fernöstlichen Geschwister das Untertauchen. Gott sei Dank bin ich pünktlich zur Predigt wach, die im übrigen sehr ansprechend und tiefinnig ist. Sehr gut. Nach der Taufansprache gehen wir zum Becken und die zwei weiblichen Täuflinge werden, gehüllt in weiße Taufgewänder, im leitungskalten Wasser untergetaucht. Da wird die Taufe zur „Mutprobe“ – was sie leider in etlichen Ländern auch de facto ist. Bei uns geht es „nur“ um kaltes Wasser – dort kann es ums eigene Leben gehen. In jedem Fall ist es ein eindrucksvolles Erlebnis und ein ergreifender Gottesdienst. Ich bin mehr als froh mich trotz Müdigkeit auf den Weg gemacht zu haben. – Am Nachmittag hören und sehen wir eine ansprechende Predigt aus Bremen über den Segen Gottes. – Ich kaufe mir die letzte Serie von ‚Death in Paradise‘ und schaue mir die ersten Folgen mit einem neuen Inspektor an. Drei Weihnachtsmänner wurden an unterschiedlichen Orten zum gleichen Zeitpunkt mit derselben Waffe be- bzw. erschossen. Unmöglich? That’s Death in Paradise! Natürlich wird es wieder nicht so ganz früh aber der Schlaf ist okay. Prima.

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Eingeladen macht nicht dick. Hoffentlich.

Und wieder muss ich mich morgens ganz früh aus dem Bettchen „quälen“. Schließlich wollen wir um neun vor Ort sein und duschen muss ich auch noch. Wir schaffen das und sind fast pünktlich. Es wartet ein reich gedeckter Frühstückstisch auf uns. Zur Begrüßung wähle ich ein Glas alkoholfreien Sekt, etwas süß aber dennoch lecker. Appetit habe ich nicht. Aus purer Nettigkeit😉🤔 quäle ich mir ein übergroßes Croissant mit Marmelade in den Magen und bin stante pede knallrappelsatt. Typische Frühstücksreaktion meines Magens, er will beim Wachwerden nicht gestört werden. Er ist halt wie ich 😀. Während alle um mich herum spachteln, Brötchen belegt mit allerlei Köstlichkeiten, schaue ich zu und pflege nur ein wenig Konversation mit meinem Stuhlnachbarn. Die zwei gegenüber kauen tiefschürfend das Geschäft mit Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen durch was mich, wenn überhaupt, nur sehr am Rande interessiert. So ist das eben. Trotzdem ist alles sehr schön und sehr erfreulich. Gegen Mittag verlassen wir die lebhafte Runde und sinken – wieder daheim – auf unser Ruhelager. – Am späten Nachmittag (oder frühen Abend) begeben wir uns zum zweiten Besuch. Wir weilen bei einem extrem freundlichen Ehepaar, das ein überaus reichhaltiges Abendbrot vorbereitet hat. Im Gegensatz zum Morgen lange ich voll zu, viel zu voll. Dinner ist, im Gegensatz zum Frühstück, total meins. Es wird viel später als geplant bis wir schließlich heimwärts brausen. Eigentlich ein sehr angenehmer Tag, den wir noch lange ausklingen lassen. Deutlich zu lange was mich angeht. Seufz. So dumm bin ich nunmal. Die Nacht ist zwangsläufig kurz. Viel zu kurz. Seufz.

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Überalterte Scheurebe

Einem traditionellen Vormittag folgt ein ebenso üblicher Nachmittag. Nichts Neues unter der Sonne. Apropos Sonne, dieselbe knallt richtig vom Himmel und das Thermometer erklimmt für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Werte. Unser Konto sieht wieder gut aus, wenn es auch gleich wieder geplündert wird. So ist es halt am Monatsanfang. Business as usual. – Am frühen Abend verlässt mich meine Musikbegeisterte um einem Konzert in einer Kirche beizuwohnen. Heute ist das nicht meins. Aber es rächt sich, denn ich öffne (aus Frust, aus Lust, aus Übermut?) eine alt gewordene Flasche einer vergorenen Scheurebe. Der übliche Alterungsgeschmack des Weißweins überlagert das Scheurebenaroma vollständig. ☹️. Dazu kommt, dass ich viel zu viel des ehemals edlen Saftes zu mir nehme. Nein, ich bin nicht betrunken, habe aber das Gefühl übermäßigen Alkoholgenusses, also ein doofes Gefühl, das immerhin sehr schlaffördernd wirkt. Immerhin.

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