Gottesdienste und Ruhezeiten

Gottesdienst vor Ort oder virtuell – nach einer Woche des frühen Aufstehens entscheiden wir uns heute fürs Ausschlafen. Nach dem Frühstück begeben wir uns virtuell nach Bremen. Kurz vor der Predigt schalten wir um und wechseln zu unserer Gemeinde. Danach geht es zurück nach Bremen – ein gottesdienstreicher Vormittag für uns. Heute schwänze ich auch den Mittagsschlaf. – Der Nachmittag und Abend vergehen in Ruhe und Gelassenheit. Ich lasse die Zeit vorbeirauschen und ziehe mich zur üblichen Zeit in mein nächtliches Lager zurück. Der Schlaf ist ganz okay. Fein.

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Heimfahrt

Ein letzter Blick auf den Rhein nach dem Frühstück und los geht es. Zuerst einmal zum Stromern, wie wir das Stromladen neuerdings nennen. Bei Eltville füllen wir unseren Akku zu 90%. Für die ersten Teil der Strecke wählen wir die Landstraße, denn Zeit haben wir genug. Es ist perfekt bei relativ schönem Wetter durch malerische Örtchen zu kurven, bergauf und bergab die Gegend „erkunden“. Irgendwann, kurz hinter Usingen geht es auf die A 5, dann auf die A 49 und bei Schwalmstadt-Treysa geht es in die Pause zum Stromern für Laura, belegtes Mini-Baguette und Latte Macchiato für mich. Wirklich entspannend diese Reise. Weiter geht es auf der A 49, A 44, A 7, A 39, A 2 und die Landstraße bis zum Heimatort. Der Verbrauch liegt bei 17,7 kW – ich bin sehr zufrieden und geschafft – echt und im übertragenen Sinn. Die Post ist übersichtlich, das Haus wie erwartet durchlüftungsreif aber sonst okay. Ich packe den Technikkoffer aus, der andere kann bis Montag warten. – Zum Dinner gönne ich mir ein Tütensüppchen, neuerdings mein Lieblingsessen nach einem Urlaub. In aller Ruhe lassen wir dann den Tag ausklingen und gönnen uns ein Gläschen Hibernal. Köstlich. – Der Schlaf im eigenen Bett ist äußerst angenehm. Schön wieder daheim zu sein!

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Rhein ab und auf

Das Wetter gibt sich sehr gemischt. Wir fahren Richtung Koblenz rheinabwärts immer schön am Fluss entlang. Rüdesheim, die Loreley und unzählige Burgen begleiten unseren Weg. Vor der Koblenzer Brücke fängt es mächtig an zu regnen und so bleibt es fast bis Ingelheim. Eigentlich wollen wir Boppard besuchen – wir kennen es nur bei Regen – doch auch heute pladdert reichlich Wasser von oben herunter. Wir fahren also durch. Der geplante Stopp mit entspanntem Blick auf den Loreleyfelsen von gegenüber entfällt ebenfalls aus „schauerlichem“ Grunde. Schade. Immerhin schweigt das Tröpfeln bei der traditionellen Fährfahrt über den Rhein bei Ingelheim. Welch ein feiner Ausflug! – Am Nachmittag suchen wir die Brüder Eser in Oestrich auf, die einzig mir bekannten Winzer, die köstlichen Rebensaft aus der Hibenaltraube herstellen und nehmen ein paar Flaschen mit. – Wir gönnen dem Rhein das Wasser von oben, bleiben selbst aber lieber im Hotel, beobachten die nur leicht beladene Schifffahrt auf dem Fluss und gönnen uns nur ein kleines Abendbrot. Genau genommen sind wir seit der Schnitzelstopfung permanent satt (mit kurzen Unterbrechungen 😀). Wir packen unsere Koffer und lassen den Kurzurlaub in aller Gemütlichkeit ausklingen. Die geplante Weinvernichtung entfällt wegen Unlust – gut so. Der Schlaf ist ganz okay angesichts der morgigen langen Fahrt. Es waren schöne Tage.

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Gelddruck im Ex-Kloster

Heute wollen wir bei schönem Wetter Eltville besuchen. Zweimal durchqueren wir das Städtchen ohne eine passende Parklücke zu finden. Dann eben nicht. Ich gebe auf. In meiner Karte finde ich ein anderes Ziel: Aussichtspunkt über Wiesbaden und Frankfurt. Das klingt interessant. Das Navi führt uns durch schmale Gassen, Hattenheim macht Gegenverkehr zum Abenteuer, und schließlich auf eine Art befestigten, asphaltierten, schmalen aber für Autos freigegebenen Waldweg. Es geht nur hinauf, mitunter durch überraschend auftauchende Straßenkuhlen bis das Navi stolz verkündet, dass wir unser Ziel erreicht hätten. Wir stehen auf einem Parkplatz von Wald umgeben ohne jegliche Aussicht. Nach einigen Erkundungexpeditionen finden wir den Punkt. Okay, wenn es nicht diesig wäre, wäre es möglicherweise nicht ausgeschlossen von hier aus Teile Frankfurts zu erblicken. Vermutlich sehen wir heute nur Stadtteile von Wiesbaden. Mag sein. Immerhin fällt mir mitten im Wald, auf eine Anhöhe von ferne ein Turm ins Auge. Ich lasse mich vom Smartphone belehren, dass es in dieser Einöde eine Restauration geben soll in der man Hochzeiten feiern und sogar übernachten kann (so Booking.com). Das erklärt unsere freie Zufahrt durch den Forst. Nachdem wir die eingeschränkte Aussicht genügend bewundert haben begeben wir uns zum Kloster Eberbach, das von einem Mönchsdomizil zu einer Gelddruckmaschine transformiert wurde. Man kann hier parken (6 Euro), übernachten (Normalpreis rund 200 € die Nacht), Wein kaufen (weit über 10 €/Fl. nach oben offen) oder das Kloster besichtigen (13 € p.P.). Ich finde einen tollen professionellen Korkenzieher für 10 €, von dem ich aber Abstand nehme, da ich beim Preislesen zu oberflächlich war: tatsächlich 60 € (Wahnsinn!). Dennoch nehmen wir eine Buddel Wein mit, knapp 17 € ungekühlt – aus der Kühlung im Ausschank locker 28 €. Unser Lunch holen wir uns von der Warmtheke des örtlichen Edeka. – Am Abend spazieren wir durch Mittelheim zum Rhein, finden eine Bank bei der Fähre und schauen dem Abendverkehr beim Uferwechsel zu. Sehr beruhigend. Nach nächtlichem Vergnügen ist uns nicht, satt sind wir sowieso und so lassen wir die Stunden auf dem Balkon vergehen, während meine App uns informiert welche Schiffe „im Anmarsch“ sind, welches Ziel sie ansteuern und mit welchen technischen Werten sie glänzen können. Dabei genießen wir den Eberbacher Edeltropfen. Netter Abend. Selbst der Schlaf fällt ganz gut aus. Geht doch.

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Sommersonne

Von züchtig bedeckt entkleidet sich der Himmel fast bis wolkenlos blau. Der Appetit hat Ausgang, mein Frühstück entfällt nach der gestrigen Stopfung. Wir spazieren am Rhein entlang, an der Insel vorbei, die die Fahrtrinne vom Ufer abschottet, bis zur ersten Bank am in räumliche Nähe zurückgekehrtem Fahrwasser. Dort warte ich ungeduldig auf ein Schiff. Jedoch vergeblich dafür in praller Sonne, gefühlt eine Stunde lang, fast eine halbe in echt. Als wir beim letzten Besuch vor Jahren hier waren, kam auch kein Kahn vorbei. Liegt es an uns, an der Bank oder an beidem 😉🤔 – die abschreckende Wirkung ist immerhin durch zwei Feldversuche dokumentiert ☹️😉. Ich gebe auf und bin kaum zurück an der Fähre angekommen, brausen die Schiffe schier pausenlos vorbei 😀, gefühlt jedenfalls. Lunch entfällt aus dem bekannten Grunde ebenfalls. Am frühen Abend schlendern wir zum Fass im Nachbarortsteil und treffen auf eine Vielzahl von Weinkonsumenten. Echt trockenen Wein gibt es hier nicht, dafür leckere Brezeln und Spundekäs. Mein Magen akzeptiert den Imbiss endlich ohne Klage. Der Wein dagegen versucht Sodbrennen zu initiieren, schafft es aber nicht ganz. Sehr schön. Nach zwei Gläsern des süßlichen Rebensaftes habe ich genug – ich vertrage offensichtlich überhaupt nichts mehr. Seufz. Immerhin kommen wir mit unseren Spontantischgenossen nett ins Gespräch. Prima. Unser Hotelzimmer sieht uns früh und ich genieße lange die kühle Abendbrise mit Rheinblick auf dem Balkon bis die Nachtfrische mich dann doch ins Zimmer treibt. Es wird normal spät und die absolut ungewohnten Lauferei von über 12.000 Schritten hat mich völlig geschafft. Der Schlaf ist eher gewöhnungsbedürftig mit mancherlei Unterbrechungen. Dann ist das eben so.

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Kirchentour im Regen

Der Rhein fasst Nachschub, kurz es regnet den ganzen Tag. Wir freuen uns mit dem Rhein. Beim Frühstück gibt uns der Hotelier und seine Frau Tipps für Ausflüge und zum Dinner. Toll! Wir fahren zuerst nach Geisenheim mit der einzigen Wein-Uni Deutschlands, soweit ich weiß, also der Oenologie (seltsames Wort für eine tolle Sache🤔😉). Dieselbe interessiert uns heute nicht so sehr, stattdessen bewundern wir den Rheingauer Dom. Irgendwie spüre ich in solchen Mauern immer eine Gottesnähe, ganz abgesehen vom Interieur, das, wie in den allermeisten katholischen Kirchen, immer mindestens eine Geschichte erzählt. Ich bin sehr angetan von der Atmosphäre und dem schönen Städtchen rundherum. Das Tröpfeln von oben stört nicht weiter – leider sind dadurch nur wenige Menschen unterwegs. – Danach fahren wir zum Kloster Marienthal, einem Wallfahrtsort, der Jungfrau Maria geweiht. Da muss ich alter Lutheraner erst einmal schlucken. Dennoch(?!) ist die Kirche beeindruckend, relativ klein aber mit fast unzählbaren Danktäfelchen für Marias Hilfe (stark irritierend für mich) und einer Batterie von Beichtstühlen, die mich schockt – wohl für den Wallfahrtsbetrieb ausgelegt. – Draußen erwartet uns ein Freiluftgottesdienstraum mit viel Platz für sehr viel Menschen – hier muss zu Festzeiten echt was los sein. Wow. Ein Linde, gepflanzt vom bekannten, dem Luxus nicht ganz abgeneigten, Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Der süße Franziskusgarten nimmt mich für die Mönche ein. Franziskus hat bekanntlich auch Vögeln gepredigt und so umgibt ihn eine bunt gemischte Schar von Tieren, wunderbar angeordnet an Büschen, Bäumen, auf Holzblöcken, einfach nur stark. Die sieben Freuden Marias überraschen mich, weil sie sich tatsächlich nur um Jesus drehen. Leider wird das Kloster Ende des Monats aufgegeben. Schade eigentlich. – Nach einer ausgiebigen Mittagspause fahren wir zur Dinnerempfehlung nach Frauenstein. Wir finden erstaunlich schnell einen Parkplatz und sogar einen fast freien Tisch und bestellen ein kleines Schnitzel mit Zwiebeln und Pommes. Es überwältigt mich. Ich hätte es spontan für ein riesiges Schnitzel mit mächtig viel Zwiebeln und superreichlich Pommes gehalten. Es besiegt mich, ich muss einen Teil zurückgeben. Dazu trinken wir trockenen Wein mit Zuckeraroma und unterhalten uns mit ein paar Einheimischen. Voll genudelt geht es zum Hotel. Die Nacht wird hart und verdauungsschwer. Seufz. Genuss und Folgen im Alter.

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Blödes Navi

Nach dieser Nacht fällt das Aufstehen nicht sehr schwer. Ausnahmsweise, für einen Montag, frühstücken wir gemeinsam. Jetzt noch schnell den „Technikkoffer“ packen und ihn mit dem übrigen Reisegepäck ins vollgeladene Auto transferieren, die Route ins Navi überspielen und es kann losgehen. Wir sind voll im geplanten Zeitfenster und machen uns gemütlich auf die Reise. Die Autobahn nervt wie erwartet, wir kommen jedoch unerwartet gut durch. Das liebe, süße Navi führt uns zwar anders als am Samstag geplant, bei jedem Start gibt es wohl eine Neuberechnung oder es ändert die Routenführung während der Fahrt, wie auch immer, wir fahren eine andere Strecke, auch nicht schlecht, jedoch komme ich mir wie der Technik ausgeliefert vor. Tröstlich ist der Ladestopp an einem Einkaufszentrum nahe der Autobahn. Ein Café lockt mit Latte macchiato und so wird die Ladezeit äußerst angenehm gestaltet. Sollten wir öfter so machen! Weiter geht es auf der Autobahn bis wir endlich den Anschlusspunkt der Landstraße erreichen. Soweit so akzeptabel. Als ich aber ein Zwischenziel kurz vorm Erreichen lösche, verändert das blöde Navi meine Route völlig und führt mich mitten durch Wiesbaden um mich mit verzweifeltem Bemühen schließlich auf eine Autobahn verfrachten zu können. Ich bin sauer auf das Navi mit seiner Autobahnvorliebe, auf mich weil ich die Route nicht im Kopf habe und fahre zähneknirschend die letzten Kilometer dem Ziel entgegen. – Im Zimmer genieße ich dann den Ausblick auf den Weinberg vor dem Hotel und dem Rhein mit immer noch regem Schiffsverkehr. Leider tröpfelt es mittelstark von oben und wir lassen den Begrüßungsspaziergang im Ort ausfallen, versorgen uns beim Edeka mit einer Flasche Wein, die wir auf dem regengeschützen Balkon in der Abenddämmerung genießen bis uns die Kälte uns ins Zimmer treibt. Ich liebe diese Aussicht trotz der tagsüber vielbefahrenen Bundesstraße zwischen Weinberg und Ufer. Der Schlaf ist mäßig, weil ich Dummerchen ein Fenster offenstehen ließ. Tja, selbst schuld.

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Konzert mit Blech

Gleich nach dem Frühstück holen uns Freunde zu einem Konzert in einer umgewidmeten Kirche ab. Wir sind früh dran und ergattern bequeme Plätze, zwar ganz hinten aber das letzte Mal hat uns die Akustik hier besonders gut gefallen. Heute spielt das Orchester der örtlichen Stadtwerke. Das Programm ist weniger stark auf klassischen Tönen aufgebaut, eher Musicals und andere bekannte Melodien. Das ist ganz okay, wenn nicht nur Blechinstrumente zum Einsatz kämen. Meine Zeit ist das laut, es dröhnt mir in den Ohren und in der „Halbzeitpause“ brauche ich eine ganze Zeit um mein Hörvermögen wieder halbwegs zu stabilisieren. Zu meiner akustischen Rettung ist der zweite Teil lautstärkemäßig akkurater und schonender – aber keineswegs leise. Das Programm hat mir recht gut gefallen, sollte ich im nächsten Jahr mich wieder zu einem Besuch entschließen, bringe ich zum Selbstschutz Ohrstöpsel mit. Unverzichtbar! – Da das Konzert erst sehr spät beendet ist, verschiebt sich unser Mittagsschlaf bis in den tiefen Nachmittag. Wir hören dann noch die Predigt aus Bremen – wenn wir schon den Gottesdienst versäumen, wollen wir wenigstens Raum für ein geistliches Wort haben. – Das TV-Programm lasse ich links liegen und wähle bei YouTube einen bunten Themenmix. Es wird normal spät. Der Schlaf fällt mies aus, wie meistens, wenn eine Reise bevorsteht. Seufz.

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