Madeiras Weinschmeichler

Ich komme kaum aus dem Bett und verstehe nicht warum. Im Alter soll man doch weniger Schlaf brauchen? Oder etwa nicht? Endlich wach stelle ich meine Unterlagen für die Beihilfe zusammen, fülle den Antrag aus und bereite sie versandfertig vor. Dann scanne ich die Rechnungen für meine Versicherung ein. Ich stutze über die avisierte Beitragsrückerstattung, wenn ich auf die Übersendung verzichte, doch, genau betrachtet, bringt das diesmal nichts bis auf eine längere Wartezeit auf das Geld. Mithin lade ich alle nötigen Unterlagen auf den Versicherungsserver und bin erfreut über die Uploadgeschwindigkeit. Glasfaser bringt die Daten auf Trab. Fein. – Abends suchen wir mit Freunden einen Griechen auf 😉. Bei Zeus im Nachbarort sind die Preise hoch, die Qualität aber ebenso. Für mich mit meinem Spezialgericht (Spaghetti mit Gyros und Metaxasauce) hätte der Koch ruhig ein paar indische Wurzeln haben können. Es fehlte ein wenig Würze – nur welches Gewürz kann ich nicht sagen, kurz, die Sauce war nicht ganz „rund“, macht aber nichts. – Den restlichen Abend lasse ich mit vollem Magen an mir vorüberziehen und probiere ein Sherryglas mit Madeira-Wein. Wow, ist der trocken, ich hatte ihn lieblicher in Erinnerung. Erst beim zweiten Versuch merke ich, dass man ihn ein wenig im Mund kreisen lassen muss, dann entfaltet er sein volles Aroma, gewinnt an angenehmer, die Geschmacksnerven schmeichelnde Lieblichkeit. Sehr gut. – Ich lasse es wieder relativ spät werden und mein Magen erteilt mir überraschend schnell die Erlaubnis einzuschlafen. Die Nudeln bereiten ihm offensichtlich weniger Schwierigkeiten als es Fleisch mit Pommes täten. Prima Chance. Gute Nacht!

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Zwei Predigten und eine Wahl

Ich trapse in den normalen sonntäglichen Ablauf hinein und finde mich rechtzeitig in meiner Gemeinde zum Gottesdienst wieder. Mir fallen die Augen immer wieder zu. Bei der Predigt habe ich, was mich selbst erstaunt, tatsächlich volle Konzentration. Es geht um Jesu Abwehr von willigen Nachfolgern, die aber vorher noch etwas zu erledigen hatten. Die Erklärung leuchtet mir einerseits voll ein – Jesus will entschiedene Nachfolge aber andererseits bleiben Frage offen: das waren doch wichtige Anlässe? Okay, wenn man bedenkt, dass Jesus auf dem Weg zur Kreuzigung ist, konnte die Nachfolge tatsächlich nicht warten – aber meint Jesus hier nicht noch mehr? Diese Bibelstelle wird mich wohl weiter beschäftigen. – Ich nutze die Mittagspause um ein offensichtlich vorhandenes Schlafdefizit auszugleichen. Wunderbar. Dann hören wir noch die Predigt aus Bremen. Der Pastor macht am Beispiel Davids Mut sich auch in schwierigsten Situationen ganz Jesus anzuvertrauen. Möge der HERR auch mir das schenken. – Der Abend wird durch die Wahl in Baden-Württemberg geprägt. Der anatolische Schwabe besiegt tatsächlich seinen Herausforderer, der zwar gewaltig Stimmen einfährt aber nicht genug. Es fehlen ihm letztlich 27.000 Stimmen oder 0,5%. Ich bin gespannt wie es im Ländle weitergeht. Die Kurzkommentare der Politiker dazu entstammen, wie nicht anders zu erwarten, dem Einheitsbrei politischer Rhetorik. Mein Seniorenbett ist dazu eine gute Alternative. Sogar der Schlaf ist okay. Was will ich mehr?

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Ordner füllen

Und wieder geht ein Ablagetag ins Land. Okay, unsere laufenden Unterlagen sind im Ordner „verschwunden“. Es folgen nunmehr die Reiseunterlagen, die in einer Spezialablage landen. Es finden sich Ergänzungen zu zurückliegenden Reisen und erste Papiere zu geplanten Fahrten. Den „aktuellen“ Reiseordner verlassen weit zurückliegende Touren um Platz für neue zu schaffen. Es gibt viel Hefterei und Sortierkram, beides muss sein, keines macht Spaß. Die Vorfreude auf künftige Ziele tröstet dagegen kräftig. Danach sortiere ich meine Arztrechnungen aus für die Krankenkasse und Beihilfe. Gleichzeitig fahnde ich nach Handwerkerrechnungen für die Steuererklärung 2025 – eine weitere ebenso unangenehme wie unvermeidbare Aufgabe der Zukunft. Jedes Jahr die gleiche Leier. – Schließlich stürze ich mich, wo ich schon einmal dabei bin, auf die schon lange auf ihre „Heimatordner“ harrenden losen Unterlagen meiner verstorbenen Mutter und tue, was getan werden muss. Danach wandern diese Ordner in den Keller. Geschafft! Puh! – Abends schaue ich mal wieder TV, der Erzgebirgskrimi gefällt mir recht gut, vor allem die agierenden Personen. Es wird zu spät, der Schlaf ist nett aber zu kurz. Ich hätte ja früher schlafen gehen können … hätte …

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Papierwüstenwanderung

Der Tag beginnt mit einer erwarteten Buchungsbestätigung. Das ist prima. So können wir unsere Schiffsreise an Land verlängern. Wunderbar, natürlich sub conditione Jakobaea. Okay, ich wiederhole das vielleicht viel zu oft aber es steht mir halt mit zunehmendem Alter immer stärker vor Augen. – Mein letztes Sträuben mit Macht überwindend setze ich endlich die Ablage fort. Früher hatten wir diverse Kategorien in diversen Ordners, jetzt kommt alles in einen Ordner, wird aber per Notebook erfasst und kann dort aufgespürt werden. Und das dazu nötige Procedere geschieht erneut heute. Seufz. Zwischendurch gibt ein Freund Ratschläge für die Neuverlegung loser Fliesen im Außenbereich. Ich merke dabei überdeutlich meine völlige Ahnungslosigkeit bezüglich handwerklicher Arbeiten. – Am späten Abend sind alle Belege erfasst und das Jahr 2025 ist abgeheftet. Feierabend – 2026 bis heute ist erfasst und wandert morgen in einen eigenen Ordner. Mir reicht’s. – Nebenbei habe ich mich schon in den Freitagskrimi akustisch und „mit einem Auge“ optisch eingeklinkt. Jetzt schaue ich in ganzer Konzentration. Durchschnittskost, finde ich. – YouTube spricht mich im Anschluss kaum an und so wende ich mich normal spät meinem Seniorenbett zu. Der Schlaf ist ganz okay, 79 Punkte behauptet die App. Aha, soso.

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Schön ist es auch anderswo …

Nach der Morgenandacht machen wir Nägel mit Köpfen. Ein letzter Blick ins Internet und meine Telefoniebegabte ruft das Reisebüro unseres Vertrauens an. Ich staune: Im Internetangebot des Veranstalters gab es nur noch auf einem Deck Kabinen in mittelmäßiger Lage (für 2027!!!), das Reisebüro ortet dagegen auf jedem Deck freie Räume, viele freie Räume. Welche Taktik verfolgt damit der Reiseveranstalter? Ich bin ziemlich baff. So fällt natürlich eine Entscheidung deutlich leichter. Nur nebenbei beteilige ich mich an der leicht lockeren Plauderei meiner Telefoniemeisterin mit dem Expedienten. Wer kann, der kann. Wir vereinbaren erst einmal eine Optionsbuchung, da hält man fest was man evtl. haben will und gewinnt genügend Zeit zum Überlegen. Gut so. Festbuchen können wir sowieso nur ’sub conditione Jakobaea‘ (unter dem Vorbehalt des Jakobus). Es ist ein Zitat aus dem Jakobusbrief in der Bibel: „so Gott will und wir leben“. Trefflich formuliert. – Ein gutes Stück näher liegt natürlich unsere diesjährige Reise und so schnüre ich, wo ich schon einmal dabei bin, ein Paket rund um die Tour. Auch hier läuft alles wie am Schnürchen. Von uns aus ist nun nahezu alles geregelt, schauen wir mal was, wie und wann noch so kommt. – In einer plötzlichen Entscheidung überwinde ich mich und installiere eine neue Bridge, die die Fernsteuerung der Beleuchtung deutlich verbessern soll. Es geht relativ problemlos vonstatten aber ich bin viel zu erfahren um nicht mit nachträglichen Klopfern, unerwartet, zum ungünstigsten Zeitpunkt, wenn es peinlich wird, zu rechnen. Da wird es dann heißen: Cool bleiben. Ich bleibe voll gespannt. Aha, die Switches funktionieren schon mal nicht – ein Job für den morgigen Tag. Es wird normal spät. Der Schlaf ist sehr gut. Feine Sache.

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Suchen ohne buchen

Meine Liebste turnt und ich drücke mich weiter davor. Ganz zart macht sich inzwischen erneut mein Rücken bemerkbar. Selbst schuld, ich weiß. Statt zu gymnastizieren will ich eine Reise für 2027 buchen, doch ich schwanke wie ein Ast im Winde und suche erneut an anderen Zeitpunkten, denn wäre es nicht schön den 75. auf einer Reise zu feiern? Was ist denn so auf dem Markt? Aida offeriert eine schöne Kreuzfahrt, doch in den Ferien gleichen deren Kähne eher schwimmenden Kindergärten als Erwachsenendomizilen, quasi das schiere Gegenteil von Phoenix. Andererseits ist Phoenix unverschämt teuer: 12.000 Euros für 16 Tage (für wenig mehr waren wir 35 Tage mit ‚Mein Schiff 3‘ unterwegs). Offensichtlich ist Altenpflege aufwändiger als Kinderbetreuung 😉😀. So langsam zieht der Frust bei mir ein. Schließlich zerschießt meine Allerliebste noch mit äußerst trefflichen Argumenten meine letzten übriggebliebene Reisen. Sie hat zwar völlig recht aber ich bin dennoch gefrustet. Dazu kommt mein Alter und die zunehmende Ungewissheit ob ich 2027 überhaupt noch auf dieser Erde krauchen kann. Den 75. Geburtstag zu erreichen ist keineswegs selbstverständlich. So stimmt mich eine Planung anderthalb Jahre im voraus schon ziemlich nachdenklich. – Unter dem unberechtigt vorhandenen Frust hat auch die Ablage zu leiden, sie bleibt liegen. Immerhin starte ich meine Abendandacht wieder, das tröstet mich ein bisschen. Es wird nur mittelspät und das führt zu einem anfangs festen, später mittelmäßigen Schlaf. Ist schon recht.

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Alarmanlage wieder voll fit

Am späten Vormittag wird unsere Alarmanlage mit einer SIM-Card neu bestückt. Die alte hat sich beim letzten Geräteupdate irgendwie verabschiedet. Seltsam aber wohl wahr. Es ist nicht leicht die Anlage in den Wartungsmodus zu versetzen aber der Techniker ist ‚fix bei‘, wie man so sagt. – Am Nachmittag beginne ich mit der Ablage. Ich sortiere die Papiere, ordne sie nach Ablageort und Datum, bilde Häufchen – das alles bis der Abend kommt. Morgen oder übermorgen soll es weitergehen. Daneben fällt mir eine Reise ins Auge, die ich gerne buchen würde. Mein Gegenüber ist einverstanden aber wir vertagen das dann doch bis morgen. Schließlich steht jetzt ‚Bibel und Brot‘ an mit der nächsten Seligpreisung. Es kommen doch einige Interessierte zusammen. So entsteht eine durchaus als lebhaft zu bezeichnende Diskussion. Schließlich schaffen wir wieder nur diesen einen Vers. – Zurück daheim wird es für mich spät. Es ergibt sich einfach so. Der Schlaf ist ganz okay, die Unterbrechungen dagegen nicht. Es ist wie es ist. Seufz.

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Faulheit kommt vor dem Rücken

When will I ever learn? Never vermutlich. Doch es gelingt aufzustehen. Wenn man nach einem promillehaltigen Abend etwas länger schläft, tut das sehr gut. Ich hole ein paar Tagebucheinträge nach, kontrolliere die Konten zum Monatsanfang und bestätige einen Termin bezüglich unserer Alarmanlage. Außerdem ist die Anzahlung für unseren Sommerurlaub fällig und, schwups, beweist das Konto wie schnell abnehmen gehen kann. – Nach der Mittagsruhe geht es zur kleinen Montagsrunde. Wir palavern über Photovoltaik, den Iran, alte Zeiten, eingesperrte Fluggäste und noch manches private mehr. Ich merke seit langer Zeit mal wieder meinen Rücken und es drängt sich die Erkenntnis auf, dass die unterlassenen morgendlichen Übungen ihr Recht massiv einfordern. Lange geht es so nicht mehr gut, befürchte ich. – Wieder daheim notiere ich mir meine neu zugeteilte allgemeine Krankenversicherungsnummer, die nicht mit der Versicherungsnummer meiner Krankenkasse identisch ist, und eröffne eine elektronische Patientenakte. Wenn diese dereinst funktionieren sollte, wäre sie eine ganz praktische Sache – ja sogar schon heute hat sie ein paar bemerkenswerte Vorteile. – Nach ein paar Informationen über die festliegenden Kreuzfahrtteilnehmer in Dubai und Doha sowie zahlloser rückflugsuchender Touristen wird es Zeit ans Seniorenbett zu denken. Schnell noch ein oder zwei „Storys“ reinziehen und auf Bruder Philipp hören – dann ist es eins und schon wieder viel zu spät. Der Schlaf reagiert etwas zwiespältig und der viele Tee am Nachmittag tut ein übriges. Dann ist das so. Seufz.

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