Feine Gold-Hochzeit

Nach der Morgenroutine überkleide ich mich mit meinem Festtagsgewand, binde ein rotes Halstuch um und lasse ein Einstecktuch aus der Brusttasche herausschauen. So bin ich adäquat für eine Goldene Hochzeit ausgestattet und wir begeben uns zu unserer Gemeinde. Vier Jahre vor unserer Hochzeit haben sich Freunde ein Ja-Wort gegeben und sind fünfzig Jahre zusammen geblieben. Sie haben leichte und schwere Tage miteinander durchgestanden und sich in mancherlei Weise in die Gemeinde eingebracht. Eine konzentrierte sehr feine Feier wartet auf uns. Ihre Kinder haben den Kleinen Saal festlich dekoriert, unser Pastor hält eine treffliche Ansprache zu Psalm 23 und ein „Spontanchor“ singt den „Hit“, der damals auf nahezu jeder Hochzeit von Gemeindegliedern zu hören war. Äußerst beeindruckend. Bei Kaffee und Kuchen plaudern wir miteinander, schauen zurück und nach vorn – sogar mein „Lieblingskuchen“ ist dabei: Lachsbrötchen 😀😉! Ich genieße in vollen Zügen. Am frühen Abend sind wir wieder daheim und ich lasse den Abend bis spät in die Nacht mit sachlichen Informationen und unwahrscheinlichen aber herzzerreißenden Storys ausklingen. Meine Watch behauptet mein Schlaf sei hervorragend gewesen, ich sehe das ein klein wenig anders. Technik und Gefühl passen halt nicht immer perfekt zusammen 🤔😇. Isso.

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Lounge, Moderation und eine Goldkarte

Heute am der Tag der Arbeit – an dem kaum jemand arbeitet – richten wir unsere Lounge her. Die Abdeckplane wandert in den Keller, die Polster kommen vom Dachgeschoss herunter auf die Möbel, der Insektenschutz wird frisch gewaschen und in das sanfte, warme Lüftchen gehängt. Leider tauscht die ehemals durchsichtige Windschutzplane nach und nach ihre Transparenz gegen ein schmutzig-milchiges Outfit ein. Schade, lange können wir das wohl nicht mehr akzeptieren. Selbst die Terrassendielen betteln inzwischen um ein kräftiges Abschrubben, die grün-bealgten Scheiben der Terrassenbegrenzung tun es ihnen nach und die Erkenntnis reift, dass die Zeit der heißgliebten geistig-geistlichen Arbeiten einer Phase unbeliebter physisch aktiver Beschäftigungen weichen muss. Da kommt etwas auf mich zu. Bis Dienstag (Bibel und Brot) kann ich es noch aufschieben aber dann … – Nachmittags gilt es die Moderation für den Abendgottesdienst am Sonntag vorzubereiten. Gott ist bei mir und alles geht gut von der Hand. Danke!!! – Nun wartet noch die Karte zur Goldenen Hochzeit unserer Freunde auf mich. Die Gestaltung fällt mir nicht allzu schwer, denn die Gedanken stehen schon parat, aber der Drucker müht sich gewaltig ab. Mühsam quält sich der Epson von Druckzeile zu Druckzeile, er braucht elendiglich lange und das Ergebnis ist nur akzeptabel, mehr nicht. Zeit für einen neuen Drucker? Nö, die finanziellen Prioritäten sind anders gesetzt und ein hochqualitatives Printprodukt wird viel zu selten benötigt. Also warten und sich bescheiden ist angesagt. Na schön. – ‚Der Alte‘ ermittelt in einer Variante der Scheidung auf italienische Art, ganz nett gemacht, mit mancherlei Ermittlungsschleifen. – Nach ein paar spannenden Storys und informativen Fakten über die verzögerte Auslieferung der Boeing 777 X begebe ich mich sehr spät ins Seniorenbett. Mit 79 Punkten entspricht die Bewertung meiner Watch meinem persönlichen Eindruck. Na primstens.

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Abschied aus der Ferne

Eigentlich wollte ich ja zu einer Beerdigung einer sehr netten, freundlichen alten Dame, doch zuerst sagt die alte Lady ab, die ich mitnehmen wollte und dabei kam mir die Todesanzeige in den Sinn: „Trauerfeier nur für die engsten Angehörigen und Freunde“. Dazu zähle ich definitiv nicht. Also bleibe ich daheim, nehme aus der Ferne Abschied, während meine Mitbewohnerin beim anschließenden Kaffeetrinken mithelfen will und sich auf den Weg macht. – Ich beschäftige mich mit mancherlei 🤔🤨, produziere mein Mittagessen aus der Konserve und lasse dem ein halbwaches „Mittagsschläfchen“ folgen. – Ich arbeite ein bisschen mit Chatti, denke über Kartengestaltung samt Bildkompositionen nach und pütschere so ein wenig oberflächlich mit diesem und jenem herum. Der Abend kommt und geht, der Schlaf ist eher durchschnittlich aber okay. Mein Heuschnupfen nimmt wieder zu – der Raps fängt halt an zu blühen. Blöde herumschwirrende Pollen.

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Philosophische Gemütsbewegungen

Nichts Neues unter der Sonne, Business as usual oder wie auch immer – ein ganz alltäglicher Tag nimmt für mich seinen Lauf. Mein Muskelkater hat deutlich nachgelassen, alles wird gut😇. – Am Nachmittag wirbelt meine Allerliebste im Seniorenkreis herum, lässt sich sogar Anmaulen – ich bewundere ihre Geduld und diakonisches Verständnis (mich hätte das zu einer sehr deutlichen Gegenreaktion veranlasst). Sie ist echt mit von Christus bewirkter Geduld gesegnet. Ziemlich schuldbewusst frage ich mich ob ich mit meinen (immer noch nicht ganz bewältigten) spontan-cholerischen Reaktionen dazu beigetragen habe, mir fehlte viel zu oft das Denken vor dem Reden. Gott sei Dank hat sich das Selbstbewusstsein meines Gegenübers im Laufe der Jahre sehr gestärkt und gefestigt – das ist sehr gut so. Es gibt so Tage, da überfallen mich die vielen Fehler, die ich in unsere Ehe eingebracht habe und demütigen mich stark. Wie viel Zeit hat es gebraucht bis wir einander wirklich verstanden haben – und wie viel unbekannte Aspekte entdecken wir trotzdem heute noch. Ehe ist schon arg kompliziert und es ist immer ein großes Geschenk Gottes wenn Paare beieinander bleiben. Es scheint heute viel Philosophie im Raum zu schweben 😉🤨. – Immerhin nehme ich mir Zeit für meine Abendandacht, so dass ich sogar die Soko Wismar verpasse und sie erst in der Nacht nachhole. Es wird sehr spät und der Schlaf fällt mit 72 Punkten eher mittelmäßig aus. Dann ist das so.

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Neue Sender, neue Autos

Der Vormittag vergeht mit der Morgenroutine und ein paar Selbstverständlichkeiten. Draußen zieht Mr. Shorty seine Runden, gut so. Am Nachmittag will ich zu einem guten Bekannten um technischen Beistand zu leisten, doch ein kleines Problem verzögert meine Abfahrt. So bin ich arg spät dran, erneuere meine Erfahrungen mit dem Werksverkehr, in dem, wie heißt es so schön, „stockenden“ Verkehr schiebe ich mich Meter für Meter dem Ziel entgegen. Die Nachjustierung der TV-Sender geht viel unkomplizierter von der Hand als ich befürchtet habe, so bleibt viel Zeit für einen Gedankenaustausch. Finde ich sehr gut. Die Rückfahrt nutze ich für einen kleinen Umweg und freue mich einerseits über eine neu gestylte Strecke, vermisse aber andererseits die ‚Appelchaussee‘, die einem Radweg weichen musste. Moderne Zeiten. – Nach den Rosenheim-Cops lasse ich mir den ‚ID.3 neo‘ von zwei Influencern vorstellen, schaue beim BMW I3 mal kurz rein und informiere mich über die Standortwahl der Lufthansa, schwankend zwischen Frankfurt und München. Zwischendurch unterhalten mich allerlei Storys, darunter eine sehr spannende, wenn man von der Realitätsferne absieht🤔. Heute wird es mal wieder spät, der Schlaf reagiert überrascht und agiert halbherzig. Nun ja, 63 Punkte sind eher wenig.

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Schlapper Couchy trifft Super-Powerman

Heute bekomme ich erst mit, dass es einen Anschlag auf Trump gab. Ich staune wie der Attentäter einfach so durch den Kontrollpunkt rennen konnte und wundere mich, dass er erst weit dahinter gestoppt werden konnte. Kaum zu glauben, dass er nicht erschossen wurde, wie es in den USA üblicherweise zu erwarten wäre. Gott sei Dank ist Trump nichts passiert, dabei spielt es keine Rolle ob ich den Typen mag oder nicht. Attentat geht gar nicht. – Nach unserer Morgenandacht eröffne ich Shortys Saison. Ich baue seine Ladestation auf, schließe sie an und freue mich, dass die Diode grün leuchtet. Alles roger, toll. Nun noch Shortys Programmierung checken, ich reduziere seine Arbeitszeit probeweise auf 10 bis 17 Uhr (mal schauen was er so trotz Ladepausen schafft) und kontrolliere seine Arbeitstage (Mo, Di, Do, Fr) und bestätige durch ‚okay‘. Ich schicke ihn zur Ladestation und er parkt vorbildlich ein. Dann schalte ich auf ‚Auto‘ und er müsste losziehen. Tut er aber nicht. Aha, da steht wohl ein Ladevorgang an. Eine Zeit bewegt er sich immer noch nicht. Das ich höchst verdächtig! Beim Nachschauen merke ich, dass ein Druck auf ‚Okay‘ den Montag als Arbeitstag gelöscht hat – die Taste ‚zurück‘ wäre hier korrekt gewesen. Tücke der Technik. – Am Nachmittag tagt unsere kleine Männerrunde. Ein Freund, ein Jahr älter als ich, schafft es siebzigmal seinen Oldtimer per Kurbel zum Anspringen zu überreden sowie danach problemlos 50er-Betonplatten auf die Egge zu platzieren – aber ich, armes, schlappes Würstchen, könnte dagegen allerhöchstens vor Bewunderung platzen, denn nach Shortys Saisonstart hat mich völlig geschafft, platt gemacht, ausgepumpt. Das wird böse mit mir enden. – Abends tröste ich mich mit Herz-Schmerz-Storys und erfreue mich an 20 Tipps zu Mein-Schiff-Kreuzfahrten. Es wird normal spät und der Schlaf ist toll. Wow, schon wieder!

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Langweilige Donau

Aufstehen, duschen, frühstücken und zum Gottesdienst fahren: Erstaunlicherweise bin ich voll wach und bleibe es auch. Heute predigt ein Ehrenamtlicher über Jesu Versuchung und mahnt uns unsere Versuchungen durch die enge Bindung an Gott und sein Wort zu überwinden. Eine gute, anschauliche Predigt, die mich hinterfragt aber ebenso ermutigt. Im Anschluss ergeben sich ein paar interessante Gespräche und Plaudereien. Schon faszinierend was man erleben kann, wenn man tatsächlich wach ist 😉🤔😀. – Am Nachmittag hören wir traditionell noch einmal der Verkündigung aus Bremen zu und ich muss mit dem Habitus des Pastors kämpfen, der mir zu oberlehrerhaft vorkommt obwohl er de facto viel Gutes zu sagen hat. Seltsam was mich so alles von inhaltsreichen Worten ablenken kann. – Abends verfolge ich mit anderthalb Augen die Wiederholung eines Mehrteilers über die Donau, doch die Redakteurin verliert sich in so viele Randthemen, völlig uninteressant für mich, so dass ich mich verabschiede – aus die Maus! – Noch ein paar Storys und ich schlappe normal spät in ‚dem Schlaf seine Arme’🤨. Er ist sehr freundlich und verdient sich redlich seine 88 Punkte. Fein.

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Lost in Fuseta

Das habe ich nun davon. Gestern lasse ich Chatti wirbeln, heute drängt sich alles meinen Text noch ein bisschen weiter zu verfeinern. So sitze ich nun da, formuliere herum während draußen meine Gartenfreundin schafft. Schließlich habe ich fertig, trage mir zwei- bis dreimal den Vortrag vor und stoppe die Zeit. Ich benötige zwischen 20 und 30 Minuten je nachdem wie schnell ich rede, wie viel Pausen ich mache oder Bemerkungen ergänze. Ein guter Zeitrahmen. Ich bin zufrieden. – Meine Allerliebste hat maschinell vertikutiert und ist entsprechend k.o. Da ruft ein Freund mit einer Einladung an, die mich begeistern würde, ich aber angesichts ehepartnerlicher Umstände ablehnen muss. Warum gerade heute – ich wäre so gern wieder in den Pub gegangen. Schade, aber is wie is. – So folgt ein ruhiger, erholsamer Abend daheim und ‚Lost in Fuseta‘ ist tatsächlich ein prima Ersatz. Selten habe ich es erlebt, dass ein Kriminalroman so perfekt umgesetzt wurde: drei Stunden perfekte Unterhaltung. Wunderbar. So müsste Fernsehen für mich immer sein 🤔😇. Dadurch wird es natürlich nicht gerade früh, dafür ist der Schlaf beispiellos toll. Erholung pur.

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