Fast 39 Grad

Heute wollen wir Schadstoffe aussortieren und in unsere Kreisstadt zwecks Verwertung bringen. Wir wollen. Aber wir können nicht. Zu spät. Zu heiß. Zu doof. Selten ist das Duschen so erfrischend wie an diesen Tagen. Selten sind wir so unbeweglich. Nur meine Allerliebste entfaltet noch eine staunenswerte Energie. Ich erkenne dagegen die Wahrheit des Spruchs eines längst heimgegangenen Bruders: ‚Jede Bewegung schwächt.‘ Im Scherz dahergesagt, doch inzwischen voll zutreffend. Brodelnd, erdrückend, schweißtreibend. Im Laufe des Tages gibt es sorgenvolle Anrufe und E-Mails unserer Gemeinde mit dem Rat morgen zu Hause zu bleiben, wenn man unter der Hitze leidet. Nett von meiner Gemeinde. Das Thermometer erreicht im Schatten der Lounge 38,6 Grad gegen vier Uhr nachmittags. Erst in der Nacht „kühlt“ es sich ab. Um zehn Uhr sind es immerhin nur noch 32,5 Grad. Echt. Ich öffne im Obergeschoss alle Fenster zum „Lüften“. Die Nacht beginnt für mich erneut sehr spät, denn was soll ich so lange im Bett schwitzen? Die Tage sind ja noch halbwegs im Haus erträglich aber die Nächte sind extrem trots dünnster Bettwäsche. Immerhin weiß ich jetzt weshalb es in südlichen Ländern nur ein Laken zum Zudecken gibt 😉. Genial👍.

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Hochsommer im Juni

Es ist heiß. Eine Hitzewelle überrollt uns. Sie will bis Sonntag unser Land lähmen. Soll sie doch. Ich bleibe daheim, das Haus ist noch relativ kühl (im Vergleich zur Außentemperatur), wird sich zwar nach und nach erwärmen aber derzeit ist es drinnen kühler als draußen und das ist gut so. Die Lounge ist bei dieser Wetterkapriole natürlich unbewohnbar – da hilft selbst die konsequente Nordausrichtung samt Hausschatten nichts mehr. So ereignet sich nichts, außer schwitzen. Hochsommer im Juni, wunderbar 🤨🤔🍺. Selbst am Abend fehlt die Motivation, wir machen es unserer Nationalmannschaft nach und schalten in den Leerlauf. Ich lasse es sehr, sehr spät werden, denn schlafen ist in diesen Zeiten eher eine oberflächliche Sache. Null Bock auf nichts.

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Hitze, Erdeben, Hauskreis

Es ist heiß und soll noch wärmer werden. Doch wenn ich das mit der Situation in Venezuela vergleiche mit den zwei riesigen Erdbeben, sind wir noch gut dran. Wir können uns zurücknehmen und zurückziehen, können Wasser trinken, einfach faul sein, bleiben jedoch insgesamt gesehen weitgehend unbehelligt. Im Vergleich zum südamerikanischen Land geht es uns sehr gut. – Im Laufe des Tages treffen weitere Absagen zum Hauskreis ein, leider eine inzwischen übliche Erfahrung, wenn auch die Hitze ein verständlicher Grund ist. Uns ist einfach nur warm. Meine Allerliebste ist trotzdem unterwegs, bestellt Essen, besorgt Medikamente und braust munter durch die Gegend. – Abends fahren wir zum Hauskreis um uns in kleiner Runde zu treffen. Es entsteht ein munteres Gespräch über Hosea und später über mehr weltliche 😉🍷😇 Themen. Die Fußballfans unter uns, also ich nicht, können später sogar noch einen Blick auf die erste Halbzeit eines (mich kaum überraschenden) chaotischen Spiel „unserer“ (meiner nicht) Mannschaft werfen. Das Tor, das den Untergang besiegelt, ist erst daheim zu besichtigen. Währenddessen höre ich irische Spaßsongs – alternativ Storys bei YouTube. Heute wird es für uns beide extrem spät aber der Schlaf ist, angesichts der Hitze, ganz in Ordnung. Hochsommer im Juni. Interessant.

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Körper präferiert Kühle

So oft kommt es nicht vor – aber manchmal schon. Heute ist so ein Tag. Meine Allerliebste hat ihre Sportstunde auf dem Programm, steht auf, macht sich fertig und ich merke nichts davon. Irgendwann fällt mir auf, dass sie ja gar nicht mehr neben mir liegt und da kommt sie bereits zurück ins Schlafgemach – welch ein Zufall – um sich zu verabschieden. In diesen Tagen schlafe ich meist sehr spät ein und irre daher morgens um so intensiver im Traumland umher. Ob mir das gefällt? Wohl eher nicht! – Eine frische Dusche muntert mich auf aber in mir wächst stetig eine Veränderung: die Beliebtheit meiner bislang ach so heißgeliebten superwarmen Sommertage nimmt bedenklich ab. Mein Körper freut sich inzwischen nur wenig über hochsommerliche Temperaturen. Eine Kreuzfahrtplanung, falls sie noch einmal relevant sein sollte, müsste sich, so scheint es, eher Richtung Norden orientieren statt in südlichere Gefilde. Schade eigentlich, denn Kälte mag ich trotzdem nicht sonderlich. Das Alter türmt seltsame Barrieren auf. Das ist halt so. – Nach einem kurzen Boxenstopp ist meine Mitbewohnerin am Nachmittag erneut auf Tour. Unser Seniorentreff erwartet ihre Mitarbeit. Ich schwitze daheim und tue mich sehr schwer mit irgendwelchen Aktivitäten; Übergewicht und Couchliebe sind diesbezüglich eher hinderlich denn hilfreich 🤨🤔. Wenigstens ist mein Blutdruck (nach Pillen) ziemlich okay und mein Mini-Teil-EKG per Watch ist ebenfalls in Ordnung. – Beruhigend, dass endlich meine Rückenübungen und sogar meine frühabendliche Andacht von mir wieder praktiziert werden. Beides tut wir wohl. – Der Abend ist nicht weiter erwähnenswert bis auf die vielen humorvollen irischen Songs und die offene Frage weshalb wir nicht draußen in der Lounge sitzen. Nicht oft aber auch nicht zu selten bin ich mir selbst ein Rätsel. Den Schlaf wertet meine Watch mit 87 Punkten, mir erscheint das ein wenig zu positiv angesichts der Hitzebelastung – die Nachtruhe kommt mir eher „oberflächlich“ vor. Sei’s drum.

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Geburtstagsschatten

Heute hole ich eine ausstehende Zahlung nach und ärgere mich wieder einmal, dass Updates nicht funktionieren, weshalb auch immer. – Amazon will mir heute neue Ohrhörer schicken. Um sie zu empfangen muss ich ein Passwort dem Zusteller zuflüstern. Dieses Verfahren ist neu für mich. Alles wir halt komplizierter. Tatsächlich fährt GLS vor und die Fahrerin benötigt die mir zugeschickte sechsstellige Zahl. Ich tausche die Ziffern gegen ein kleines Päckchen aus. Ich bin gespannt auf die Qualität der neuen Ohrstöpsel, die allerdings erst einmal geladen werden müssen. – Mein Geburtstag wirft einen immer stärkeren Schatten voraus. Wir legen heute die Vorspeise unseres Menüs fest. Zufrieden bin ich nicht aber irgendwie klingt es logisch, nur sind kleine Frühlingsrollen nicht mein Ding während eine exotische Suppe mir viel näher liegt. Doch angesichts der Handhabbarkeit und Mengenkalkulation toppt das Feste das Flüssige. Dann ist das so. Vielleicht schmeckt mir das Ausgewählte wenn ich es nur mal probieren würde 😉🤔🤨. Was der Bauer nicht kennt … – Draußen tobt sich die Sonne aus aber Foxi ist relativ gut klimatisiert. Wir fahren in meine Gemeinde und ich kopiere Liederzettel für vier Volkslieder. Der ansonsten ach so komplizierte Kopierer ist heute völlig brav. Sehr schön. Die Kopien glänzen mit einwandfreier Qualität. Wunderbar. – Am Abend höre ich mir humorvolle irische Songs in englischer Sprache an. Ich mag diesen Sound und die Texte bringen mich zum Schmunzeln, sogar zum Lachen. Dazwischen jetzt noch ein paar Storys anschauen und alles ist gut. Es wird wieder spät. Die Nacht fällt mittelmäßig aus. Ist schon recht.

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Mitternächtlicher Ideenüberfall

Ein typischer und dennoch untypischer Montag nimmt seinen Lauf. Ich bin logischerweise wieder spät dran, habe neben der üblichen Morgenroutine noch das eine oder andere zu erledigen und so rauscht die Zeit nur so dahin (eine bekannte Klage 😉). Für den Seniorentreff müssen noch Liederzettel vorbereitet werden aber das geht mir gut von der Hand. Am Nachmittag trifft sich wieder unsere kleine, diesmal urlaubsreduzierte Männerrunde. Ich habe, das muss ich zu meiner Schande gestehen, die Leckerlis für Smilla vergessen. Sie ist ganz traurig. Da freut sich die Hundedame so über mein Kommen und wird voll enttäuscht – sie schaut mich ganz vorwurfsvoll an, die Arme. Schade. Wir diskutieren Weltpolitik und geistliche Zusammenhänge, persönliches und allgemeines. Wir sitzen unterm Kirschbaum und fühlen uns wohl, nur Smilla sinnt wohl über unzuverlässige Menschen nach 🤔😀. Dann ist das so. – Auch später daheim ereignet sich nichts mit Erinnerungswert, nur kurz vor dem Zubettgehen überfällt mich noch eine Idee bezüglich der Liederzettel für den Seniorentreff. Dieselbe beschäftigt mich bis eins. Warum kommen mir nur so spät solche „mitreißenden“ Gedanken? Der ach so nötige Schlaf verzögert sich dadurch deutlich – da kann man nichts machen. Ideen sollte man realisieren bevor sie sich im Gedankendunst auflösen. So bleibt nur eine eher unterdurchschnittliche, dafür unterbrechungsreiche Nachtruhe. Tja.

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Abendgottesdienst in kleiner Runde

Wir schlafen so richtig aus. Das ist sowohl nötig als auch, wie immer, toll. Ein Frühstück ist unnötig, wir sind noch viel zu satt. In aller Ruhe und Gemütlichkeit hören und sehen wir uns den Gottesdienst aus Bremen an. Selbst das Mittagessen fällt heute recht mäßig aus, denn unser Appetit scheint immer noch irgendwo anders unterwegs zu sein 🤔. Die Mittagsruhe beharrt dagegen voll auf ihrem Recht 🥱😴. – Selbst der Nachmittag gestaltet sich ziemlich zurückhaltend und aktivitätsarm. Erst gegen halb sechs machen wir uns auf, Freunde stehen vor der Tür, und es geht zum Abendgottesdienst zur reformierten Kirche. Wir beide erhöhen die Besucherzahl um rund 20 Prozent, das macht aber nichts, denn der Gottesdienst ist sehr gut. Eine feine Entscheidung hierher zu kommen. Dankbar lassen wir uns danach wieder nach Hause kutschieren. – Ziemlich desinteressiert am Fernsehen verlege ich mich aufs Lesen und YouTube, gewürzt mit ein bisschen Death in Paradise. Es wird normal spät – inzwischen ist für uns normal spät leider schon deutlich nach zwölf. Ist das normal? Soll das so bleiben? Wir sind in einer kritischen Hinterfragungsphase. Die Nacht fällt den hohen Temperaturen entsprechend aus. Geht so.

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HMK

Früh, viel zu früh nach dem laufintensiven Freitag, geht es wieder los. Frühstück, Aufbruch, Parkhaus und ein kurzer Weg in die St-Martini-Kirche. Dort erwartet uns der Missionstag der Hilfsaktion Märtyrerkirche (HMK). Wir sind früh dort, denn unsere Mitreisenden wollen etliche Verwandte treffen und auch uns begegnen ein paar Bekannte sowie zwei Verwandte. Offiziell beginnt der Tag mit einem Gottesdienst mit Pastor Latzel. Im Laufe des Tages, unterbrochen von einem sehr schmackhaften Mittagsessen sowie Kaffee und Kuchen, erfahren wir mancherlei über das Leben von Glaubensgeschwistern in Myanmar (Birma), Kolumbien, Venezuela und Nordkorea. Es ist in all den schockierenden Umständen dennoch mutmachend wie Gott dort wirkt. In den Pausen plaudern wir viel, tauschen uns aus und genießen im kleinen Garten die Sonne. Gegen fünf sausen wir wieder heimwärts, die Autobahn ist frei und wir rauschen durch. Ach ja, vorher musste noch das Parkticket bezahlt werden, dreißig Euro für einen halben Tag ist ganz schön happig, Bremen eben. – Den Abend lassen wir völlig entspannt und ruhig angehen und ich genieße es in der üblichen Routine zu versinken. – Die Nacht verläuft krampflos und erholsam. Ich bin happy.

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