Späte Erkenntnis – hartes Brot

Und ich kann es doch. Mehr oder weniger. Wenigstens ist jetzt Farbe auf den Wänden – nicht so ganz überzeugend, aber immerhin weiß ich jetzt warum ich für die Wohnungsrevonovierung lieber einen Maler beschäftige. Ist doch auch eine wichtige Erkenntnis. Andererseits reicht der Anstrich allemal um hinter den Schränken zu verschwinden. – Abends begebe ich mich zur Mitgliederversammlung meiner Gemeinde. Es ist diesmal recht interessant. Doch erst hinterher geht mir etwas Absurdes auf. Wir wollen das Miteinander fördern – auf der einen Seite. Wenig später überlegen wir einen weiteren Menschen einzustellen weil viele beruflich und familiär so stark gefordert sind, dass ihre Zeit für Ehrenamtliches nicht ausreicht. ??? Damit werden wir scheitern. Gemeinschaft, das Miteinander funktioniert in Gottes Gemeinde nur, ausschließlich, auf keine andere Weise als durch Mitarbeit. Gott hat Geld genug. Er braucht unser Geld nicht. Schon mit dem Ablass ging das daneben. Ich stelle für mich fest, dass ich mich vom ehrenamtlichen Engagement bei Gott nicht freikaufen kann. Eigentlich habe ich als Pensionist Zeit die Menge aber im Verhältnis dazu wie wenig bringe ich in die Gemeinde ein? Da hilft mir auch kein neuer Angestellter aus meiner Misere. Geld mit Gott teilen, geht nicht. Zeit opfern ist angesagt. Insofern ist meine für die Diskussion viel zu späte Erkenntnis: nur das Überwinden zeitlicher Hürden macht uns gemeinsam stark. Knete nicht. Wie in Laodizea: Du sprichst: Ich bin reich und habe mehr als genug und brauche nichts!, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß. Hartes Brot.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert