Laufereien

Nach einem ausgiebigen Ausschlafen begrüßt mich die Sonne mit einem strahlenden Lächeln. Der Kaffee mundet prächtig, das Knäckebrot ebenso und bald darauf rüste ich mich zum Marsch in die City. Erst geht es einen öden Bürgersteig neben der Straße entlang, eine Unterführung hindurch und am Kreishaus vorbei. Links lädt der wundervolle Schlosspark zum Spazieren und Pausieren ein. Eine kurze Rast gönne ich. mir und erreiche dann das Schloss mit echtem Burggraben rundherum. Noch einmal kurz über die Straße und schon bin ich fast in der Innenstadt. Zuvor muss ich noch eine malerische Gasse und zum Abschluss einen Torbogen durchqueren, um direkt neben dem historischen Rathaus die Einkaufsmeile zu entern. Ich begebe mich hinunter zum Binnenhafen, die Sonne hat viele Mittouristen angelockt und komme schließlich durch eine Unterführung zum Außenhafen. Ein paar Krabbenkutter liegen dort am Kai, auf der anderen Seite grüßt mich der Fischmarkt, eine Markthalle direkt neben der Fangflotte, und weiter hinter wird ein Küstenmotorschiff entladen. Ein Bagger versenkt seine Greifer in den Bauch des Kümos, führt diese dann über eine Art Trichter und beim Öffnen zerstiebt ein gelber Partikelstaub im Wind. Pensionisten sehen gern anderen bei der Arbeit zu 😇. Zuschauen macht hungrig und so schlendere ich zu Tante Jenny, zufälligerweise ist ein Tisch frei und lasse mir drei Fischfilets schmecken. Dazu gibt es ein Weißbier(!), frisch gezapft, vom Feinsten. Der Weg – per pedes – heimwärts fällt mir wahrlich nicht leicht, er ist nach so einem Mahl wohl oder übel wichtig. Endlich zurück, falle ich auf mein Lager und bin fertig. Völlig. Das war’s heute mit der Lauferei. Irgendwann raffe ich mich zu einem Pfeifchen auf, begleitet von drei Pötten Kaffee und lese eifrig im E-Book. Den Abend gestaltet der deutsche Zoll und gewährt Einblick in seine vielfältigen Aufgaben. Meine Kurbeflissene hat dagegen einen ruhigen Tag auf Sylt, ist aber fast doppelt so viel gelaufen und dabei munter und agil geblieben. Frauen sind doch zäher als zarte Männchen. Ist wohl wahr. Gute Nacht!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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