Ermahnungserlahmung

Trotz Müdigkeit verlasse ich relativ früh (für meine Verhältnisse) die Federn und mache mich fit für den Sonntag. Nun noch frühstücken und ab geht es zu unserer Gemeinde. Der Gottesdienst ist ansprechend gestaltet, die Predigt inhaltsreich und die Plaudereien nach dem Segen wechselhaft anregend. So soll es sein. – Dem Lunch folgt eine ausgiebige Mittagsruhe sowie ein besinnlicher Nachmittag. Endlich mal eine echte Lehrpredigt aus Bremen, das gefällt mir ausnehmend gut. So inhaltsreich die Predigten sonst auch immer sind nervt es doch, wenn zum X-ten Mal dazu aufgefordert wird den Nachbarn gefälligst ein Bekehrungsgespräch aufzudrängen, wenn auch in netter Form. Wer es nach der zehnten Ermahnung nicht getan hat, wird seine Gründe haben, da bringt eine elfte, zwölfte, zweiundzwanzigste … auch nichts mehr. Aber dieselben gehören nun einmal zum urpietistischen Inhalt, sie müssen wohl sein. Dann ist das so und ändert nichts daran, dass ich seine Predigten gern mit großer Freude höre und dabei viel lerne. Gut, dass es ‚Olli‘ gibt. – Der Münster-Tatort ist nicht schlecht gemacht, der Plot wie üblich etwas weit hergeholt, die Dialoge kommen zuhörenswert daher, nur der Schluss hätte durchaus ein klein wenig einfallsreicher ausfallen können. Den restlichen Abend verbringe ich lesenderweise. Es wird spät. Der Schlaf mault rum, agiert lahm und oberflächlich – ist wohl nicht gut drauf der Gute. Oder fährt ihm der recht spät genossene Ostfriesentee in die Parade? Wer weiß das schon?

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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