Festzelttrennungsschmerz

Wieder wird es am Morgen spät. Die Frühmüdigkeit hat uns im Griff. Fast hätte meine Allerliebste ihren Sport verschlafen. Da läuft etwas bei uns aus dem Ruder. Wie kommt man zurück auf ‚Los‘ am Gefängnis vorbei 😉😀? Der Vormittag rast logischerweise im Affentempo dahin. Dazu beschäftigt mich noch eine ZDF-Umfrage zum Klimawandel. Ich lasse mir zuviel Zeit, weil die Fragen so interessant sind. Jetzt aber schnell die ntv- und die tagesschau-Infos reinziehen, die Zeitungen überfliegen und die Heizung anstellen, weil morgen Besuch kommt. Nun auf, den Kaffeeautomaten reinigen, er mahnt mich schon seit Tagen. Brüheinheit ausbauen, abspülen, Düsen und Milchschlauch durchbürsten, ‚Calc N Clean‘ starten und das Menü abarbeiten. Während das noch läuft steht unser Lunch bereits auf dem Tisch. – Heute soll unser Festzeit abgeholt werden. Gerade als die Jungs vor der Tür stehen ereilt mich ein Fliesen-Appartement-Drama. Merde, im wahrsten Sinne des Wortes. – Fast zwanzig Jahre hat unser Festzeit (im fernen China hergestellt) uns begleitet. Die fette LKW-Plane ist nach wie vor stabil. Es bot uns Freiraum für viele erinnerungswürdige Feiern, beginnend mit unserer krankheitshalber um ein Jahr verspäteten Silberhochzeit. Prachtvolle Geburtstage, verregnet-kühle Feten, Schweißattacken, Mückenangriffe, wundervolle Mahlzeiten, gegrillte Forellen, Plaudereien aller Art und Güte, mindestens fünf externe Einsätze – das alles und noch manches mehr haben wir gemeinsam erlebt. Es gab uns Zuflucht, Wärme und 50 qm frei bespielbaren Raum. Das letzte Ereignis war unser gemeinsamer 140. Geburtstag. Nun heißt es Abschied nehmen. Möge es weiterhin anderen Menschen als Plattform für große Feten dienen. Das würde mir gefallen. Mach’s gut 🥰😢👋. – Gegen Abend folgt die Morgenandacht, dann meine Rückengymnastik, anschließend mein Abendgebet – welch ein Tag! – Der Abend wird ruhiger, ich begebe mich sogar für meine Verhältnisse relativ früh zur Ruhe. Der Schlaf hat allerdings keinerlei Intention seinen Job zu tun. Die App gibt ihm 78 Punkte, ich dagegen höchstens 45. Eine bescheuerte Nacht.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert