Saugen und feiern

Auf, auf zum (mehr oder weniger) fröhlichen Saugen, auf in die Räum‘ der G’mein. So könnte ich heute fröhlich vor mich hinträllern, doch mein Gemüt agiert eindeutig eher im Keller. Keine Lust auf Staubsauger aber was hilft es mir? Verpflichtung ist Verpflichtung, insbesondere wenn sie völlig freiwillig, sogar auf eigene Initiative, eingegangen wurde. Trotzdem das Ende dieses Dienstes ist für mich absehbar: bis zum 75. Geburtstag und fertig ist der Job. Dann werden es rund 15 Jahre sein und das ist auch gut so. Ich höre nebenbei einen Vortrag über den Calvinismus, interessant aber weitschweifig, was die eigenen Gedanken zu abseitigen Spaziergängen verführt und die Konzentration spürbar stört. – Es wird spät zur Mittagsruhe und der Nachmittag verkürzt sich so deutlich. – Abends geht es zu dem Geburtstag eines guten Freundes mit vielen bekannten Menschen und superleckeren Suppen. Fast wären wir noch deutlich vor zwölf gegangen, doch ein paar gebrannte Marillen samt begleitenden intensiven Austausches verzögern den Abschied massiv. Erst gegen zwei umfängt uns unser Seniorenbett mit kuscheliger Wärme. Der Schlaf ist ziemlich fest und gut wird aber am sehr frühen Morgen durch innerkörperliche Aktivitätswünsche unterbrochen. Dann ist das so. Schade eigentlich – jedoch die nachfolgende tiefe und nachhaltige Ruhe entschädigt mich bestens. Langer Tag mit umso längerer Nacht. Et kütt wie et kütt.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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