Bürokratentücke

Die A 39 lässt mich stockend voranschleichen. Die A 2 ist bis hinter Hannover ein Gräuel. Es geht stockend voran. Erst nach und nach machen sich die Baustellen rar und Momo kann sich höheren Geschwindigkeiten zuwenden. Das geht gut bis zum Kamener Kreuz. Danach lerne ich die filigrane Vielfalt von Kurzbaustellen kennen. Gut, dass Samstag ist. Die Woche über dürften diese recht fatale Wirkungen entfalten. Den Heimweg sollten wir möglichst anders planen. In Dabringhausen erwartet uns eine sehr komfortable Ferienwohnung. Ein Friedhofsbesuch vermittelt mir den Eindruck kreativer Verwaltungshirne. Hier sind die Gießkannen wie Einkaufswagen gesichert – nur dass Chips nicht funktionieren. Allein echte Münzen sollen, so sagt man uns, das Kannenschloss lösen. Das hat drei Folgen. Erstens sinkt das Diebstahlsrisiko auf ein Minimum. Zweitens halten die Bewässerungselemente viel länger, weil sie mangels Kleingeld kaum genutzt werden. Und drittens findet man nach einiger Suche genug leicht versteckte Privatkannen. Ob irgendwann das Angebot gänzlich eingestellt wird, weil es zu wenig genutzt wird? Wer weiß? Bürokraten ist alles zuzutrauen. Ich weiß wovon ich rede.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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