Ein Küchenjunge, eine paar Chards und die USA

Schon früh am Tage – aus meiner Sicht – macht sich meine Allerliebste zu einer Beerdigung auf. Auf sie wartet eine Zeremonie im afrikanischen Stil mit Klageweibern und -männern am Sarg, ungewohnten Gesängen in französischer und deutscher Sprache. Sie beurteilt es später als eindrucksvoll. Ich dagegen bleibe daheim und beschäftige mich mit Liegengebliebenem und Unterlassenem der letzten Tage. Es wird ein ausgiebiger Morgen mit allen Ritualen nur leider, leider, leider nicht mit der gemeinsamen Andacht. Dieselbe fällt einfach unter den Tisch, das ist echt bescheuert und hinterlässt einen faden Geschmack. – Dafür kocht heute unser Küchenjunge, also ich, und nur für sich. Es gibt eine mit Nudeln verstärkte Tütensuppe, dazu Wiener Würstchen. Beides beherrsche ich perfekt😉😁😇. Spiegelei mit Brot kann ich auch, sogar Dosensuppen außerdem, man höre und staune, ein paar Reisgerichte. Egal heute gibt’s Suppe! Sie gelingt perfekt, was keinen wundert. – Nachmittags widme ich mich endlich wieder meinem Nightingale-Vortrag und ergänze die Präsentation um ein paar hilfreiche Chards. In den nächsten Tagen muss ich unbedingt den Text dazu redigieren, ihn meinem leicht gewandelten Stil anpassen. Mir ist voll bewusst, dass die Zeit rast und ich irgendwie mithalten muss, leicht fällt mir das nicht 🤔🤨. – Den Abend verbringe ich mit einer die Straße überquerenden Hühnerbrücke, einem riesigen Bahnhof in China sowie ein paar Bilder lang mit der Polizei auf dem Airport Hamburg. Dazwischen malen Storys ein sehr einseitiges Bild der US-Oberschicht, über die prägende Stimmung der dortigen Gesellschaft: hauptsächlich auf materiellen Erfolg als Maß aller Dinge fixiert. Das würde zwar vieles an Wahlergebnissen, an Reaktionen auf Trump und Berichten über Verhältnisse vor Ort erklären – aber hoffentlich ist es zu kurz gegriffen und nur einseitig betrachtet. Es lässt mich Sensibelchen ganz schön erschüttert zurück mit dem Wunsch, dass die erfundenen Storys nicht die vorherrschende Denkweise jenseits des großen Teichs widerspiegeln. Jedoch, sei es wie es sei, für mich geht es normal spät ins Bett und der Schlaf macht einen guten Job. Wie gut.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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