Hasspflanze

Nur mal schnell aktualisiere ich den Internetauftritt einer befreundeten Gemeinde. Letztlich bin ich froh, dass „nur mal schnell“ noch am Vormittag abgeschlossen werden kann. Doch dabei bin ich „Kummer“ gewohnt – das ist ja bei irgendwelchen technikgebundenen Aufgaben nicht wirklich neu. Zeitersparnis erfordert meist viel Zeit. 😀! Meine Mittagsschlaffähigkeiten entwickeln sich, wie ich mit arger Verwunderung feststellen muss, extrem in Richtung eines Folivoras. Das ist mehr als bedenklich. In einem Cosy-Roman, der zwischen dem ersten und zweiten Drittel des letzten Jahrhunderts spielt, erschließt sich mir die Stimmung in der englischen Gesellschaft gegenüber Hitler und Mussolini. Erstaunlicherweise ist diese sehr differenziert und feinfühlig dargestellt. So gelingt es schlaglichtartig auch kurze Blicke in die deutsche Gesellschaft zu erhaschen. Sehr eindrucksvoll. Erschreckend wie sich aus kleinen, teilweise schönen aber das Furchtbare bereits in sich tragenden, Anfängen eine unheilvolle Giftpflanze entwickeln konnte. Ihre teuflischen Samen sind auch heute noch tödlich und infizieren mit ihren Hass sowohl Freunde wie auch deren Feinde: egal aus welcher Ecke, links oder rechts, Hauptsache man hasst. Grauenvoll.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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