Perspektiven

Trotzig verharre ich im Bett und lasse die Arbeiter ihren Job machen. Gut, draußen erhebt sich eine imposante Lärmkulisse, der mein Schlafbedürfnis ein harsches „Trotzdem“ entgegensetzt. Immerhin halte ich bis gegen acht aus. Die arbeitende Bevölkerung lässt sich davon nicht stören 😉😇 und vollbringt Großes auf unserer ehemaligen Lichtung. Mit elegantem Schwung schmiegt sich die neue Rasenkante an das Blühheckenbeet, umschmeichelt den Nadelbaumrestbestand und verbreitet eine Ahnung des angestrebten Gesamtbildes. Es geht flott voran bis die Mannschaft am späten Mittag ins Wochenende retiriert. Uns bleibt die neue Bewässerungsaufgabe, bei der uns der hoch willkommene Regen kräftig unterstützt. Merci vielmals. In meiner privaten Bibelarbeit habe ich endlich drei Kapitel aus dem Josua-Buch hinter mich gebracht, die von Mord- und Totschlag, von Verstockung aber auch von heilsamem Betrug und listiger Täuschung berichten. Es gibt so Stellen im Alten Testament da fehlt mir der kriegerische Zug im Charakter um sie richtig würdigen zu können (vornehm ausgedrückt). Ich bin überzeugt, dass ich zum Kapieren Gottes Sichtweise haben müsste – doch das würde meinen kleinen Verstand sprengen. Mitunter stellt mich die Bibel vor die Wahl: Zweifel, Besserwisserei samt moralischer Empörung oder liebevolles Vertrauen eingebettet ins Wissen um Gottes unfassbare Überlegenheit. Ich wähle das Letztere. Der wahre Gott entzieht sich durch seine allumfassende Größe, Macht und Weisheit jeglichem menschlichen Urteils – ob es mir passt oder nicht. Eigentlich hat er keinen Anlass uns/mich zu lieben. Aber er tut es. Ganz intensiv. Was will ich mehr?

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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