Dämpfer, Schutzcape und eine blauäugige Filmcrew

Ein weiterer Arztbesuch beschert uns weitere Dämpfer – irgendwie gehen wir inzwischen enorm gedämpft durchs Leben. Es reicht langsam. – Nachmittags erwischen wir den Zusteller dank einer guten Informationspolitik der Post und können ihn um unsere Sendungen erleichtern. Wir teilen uns auf, unser Audi ist abzuholen und Mutti ist zu besuchen. Ich fahre zum Heim, fülle einen Besuchsbeleg aus, schlüpfe in den neu erworbenen Regenschutz aus transparenter Folie und desinfiziere zweimal meine Hände. Dann darf ich zu meiner Altvorderen. Erstaunlich wie viel Wärme sich unter einer fast hauchdünnen dafür undurchlässigen Folie ansammeln kann. Leicht feucht verlasse ich danach diesen geschützten Ort und streife sofort den Schweißförderer ab. Ob er tatsächlich etwas bewirkt? Kaum zu glauben. Dann fängt es auch noch an zu regnen, gut für die Pflanzen, die Landwirtschaft und unseren neuen Rollrasen, schlecht für Cabriofahrer – Haube statt Freiheit. Abends reise ich durch Namibia, schaue Giraffenschützern bei ihrer Arbeit zu, begleite Forscher auf der Suche nach seltenen Metallen, lasse mich über einen riesigen Grundwassersee informieren, der viele Menschen versorgen könnte, es teilweise auch schon tut, und erfahre Grundlegendes über Vorteile des Tourismus, um schließlich beim Nashornschutzprojekt zu landen. Der Bericht setzt einen Kontrapunkt zum Bericht eines Insiders, den ich vor Ort vernommen habe. So kommen jetzt die beiden Seiten des Landes zum Leuchten: der aktive Tierschutz, der Nutzung natürlicher Ressourcen und der in der Verfassung verankerte Naturschutz im Gegenlicht grassierender Korruption, schlampiger Verwaltung und öffentlicher Nachlässigkeit. Ein schwieriges Terrain – offensichtlich zu undurchsichtig für die blauäugige Filmcrew – und doch hochinteressant.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert