Erkenntnisse

Schlechtes Einschlafen gefolgt vom späten Aufstehen bringt einen sehr kurzen Vormittag mit sich – zisch und er ist vorbei. Das kann im Urlaub noch heiter werden. Sehr aufmunternd wirken die Reiseunterlagen, die heute eintreffen. Man merkt, dass das Publikum wohl weit überwiegend aus älteren Semestern bestehen wird, denn alles kommt auf Papier und die einzige digitale Möglichkeit hat das fürsorgliche Reisebüro auf sich geschaltet und adäquat genutzt. Meine Vorurteile gegenüber Flussreisen wandeln sich so nach und nach in Urteile. Auf uns wartet eine mobile Seniorenresidenz 😉😇😀. Mit fast siebzig passen wir ja auch gut dazu. Schließlich fügt sich das avisierte Servieren am Tisch ebensfalls gut mit ein. Nein, ich kritisiere das alles kein bisschen, allerhöchstens ziert ein kleines, verdecktes Schmunzeln mein Antlitz. Das wird gut, ganz bestimmt. – Am Abend wird unser großes Partyzelt von sehr netten Menschen abgeholt, die es für ihre Hochzeit in Reserve haben wollen. Es passt fast perfekt auf ihren Anhänger, nur die Dachstangen müssen zusätzlich gesichert werden. Prima. – Das TV-Programm konterkariert eindrucksvoll das Verfassungsgerichtsurteil zu den Rundfunkgebühren: schwarze unergründliche Löcher gibt es offensichtlich nicht nur im Weltall. Dann lese ich eben und zahle verbissen weiter, damit Fußball- und Leichtathletikfans für horrende Summen einerseits ihren Millionären beim Kicken oder alternativ ihren überzüchteten mit vielerlei Mittelchen auf Leistung getrimmten Muskelträgern bei abnormen Körperaktivitäten zuschauen können. Das sind also „authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten“. Man lernt eben nie aus. Es wird gar nicht so spät.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert