Rumänienpassage

Früh am Morgen legen wir in Rumänien an, die Bukarest-Ausflügler verlassen das Schiff, es legt ab und wir schlendern zum Frühstück. Große Leere umgibt uns, das ist fein. Es geht die Donau Richtung Delta hinunter. Es passiert nichts Gravierendes, ein wunderschöner Schiffstag oder „Sailing-Day“, wie ihn die Besatzung nennt, nimmt seinen erholsamen Lauf. Ich nutze die Zeit um das Buch über die griechisch-orthodoxe Mystik weiter zu lesen. Meine Mitreisende stromert irgendwo auf der Alena herum, während ich an der offen stehenden Balkontür mich in meine Lektüre vertiefe, ab und an mein Haupt erhebend um per Fernglas das Ufer zu mustern. Es geht mir offensichtlich sehr gut. Am frühen Abend legen wir pünktlich in Oltenita an, um die Hauptstadtbesucher aufzunehmen. Doch diese stehen im Stau und kommen anderthalb Stunden zu spät. Das soll Folgen für den morgigen Tag haben. Das Anlegemanöver ist, ich will es nicht unerwähnt lassen, sehr spannend. Ein, im Vergleich zu unserem Kreuzfahrtschiff winziger Bootanleger, der weder längen- noch höhenmäßig passt, ist unser Zielobjekt. Zwei Taue übernehmen die Grundsicherung. Zwei weitere werden weit entfernt vorn am Ufer verankert und ganz zum Schluss sichert ein kleineres Seil das Heck, mühsam aus der Donau geangelt und dann eine Uferbefestigung hinaufgezogen. Das funktioniert ganz genauso wie es sich eine Landratte vorstellt: erst wird ein kleines Seil geworfen und mit demselben das starke Tau herangezogen. – Kaum hat der letzte Landgänger die Gangway passiert, legt unser Kahn sofort ab. Wir dagegen verstärken unser Bauchfett im schiffseigenen Bordrestaurant „Vier Jahreszeiten“. Nach einem Mojito geht es in die Falle, denn morgen sollen wir um 8:15 Uhr los. O weh!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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