Straßburg

Große Freude 😉 ist angesagt: Frühstück gibt es heute bis 9:30 Uhr. Klasse! Gegen neun schleiche ich zum Restaurant, genieße eine Tasse Kaffee, ein Croissant sowie ein süßes Teilchen mit Vanillegeschmack. Puh, bin ich satt! Der Vormittag gestaltet sich voll entspannt in der Panorama-Lounge und ich lasse die Ufer an mir vorüberziehen. Oder ziehen wir an den Ufern vorbei? Egal 😀, lass sie ziehen! Mittags wähle ich aus dem reichhaltigen Angebot eines meiner Lieblingsgerichte Chili con Carne. Ein wenig enttäuscht bin ich davon schon, weil ich den Fehler mache irgendwelche undefinierbaren grünen Kleckse (Erbspüree oder was???) darunter zu mischen, was einen milderen, leicht andersartigen Geschmack zur Folge hat. Nun ja, wer’s mag. – Am frühen Nachmittag verlassen wir unser Schiffchen über eine steile Rampe, verteilen uns auf drei Busse mit je 2 Guides und entern Straßburg. In einer 32er-(!)-Gruppe bestaunen wir die Gassen und den Dom, hier Münster genannt. Audio-Geräte vermeiden eine Hühnerhaufenballung rund um den Guide weiblichen Geschlechts (falls es so etwas heute noch gibt). Man hört sie gut, auch auf Distanz, einfach eine hilfreiche Erfindung. Zugegeben, ein wenig komisch komme ich mir hinter einem Schild rennend doch vor, Pauschaltourist halt. Neu für mich ist, dass Tomi Ungerer gebürtiger Straßburger ist und sich für diese Stadt sehr engagiert hat. Genial ist sein Aquädukt-Brunnen mit Januskopf am Fuß. Er greift die historische Dimension auf wie auch die ständig wechselnde deutsche oder französische Herrschaft. Für den Gang durch die Kathedrale können wir uns ein wenig Zeit nehmen, ich bin beeindruckt von einem Seitenflügel, der Betenden vorbehalten ist, von der imposanten Orgel und einer französischen Flagge, die sich vom Lesepult über mehrere Stufen nach unten zieht. Eine Reminiszenz an den bevorstehenden Nationalfeiertag? Ein wenig später entern wir ein offenes Boot, das uns bei vom Himmel strahlender Sonne über die Ill, durch malerische Kanälen mit zwei Schleusen, an imposanten EU-Gebäuden, dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und mehreren Kirchen vorbei quer durch die City führt. Faszinierende Tour. Dann schleichen wir mit unserer Seniorentruppe zum Bus, schleichen weiter in demselben zur Annika, um dort sofort unter die Dusche zu springen. Wow, toll! Zum hochzeitstäglichen Dinner haben wir uns im hinteren Restaurant, dem Lido, eingebucht und genießen ein superstarkes Menü mit einem butterzarten Steak – lecker ohne Ende! Ein Gebrautes und zwei Mini-Zigarillos am Bug bei abendlicher Wärme beschließen unseren Abend, während drinnen die anderen Oldies mehrere Runden Bingo zocken. Jedem das Seine! Der Schlaf kommt pünktlich und schnell. Toll!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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