Konzertantes

So ungeschmückt wirkt der Tannenbaum immer noch recht attraktiv – nur ein wenig trocken. Tschüss Bäumchen. Die Lichtervorhänge und das Lichternetz retirieren in den Keller. Das Wohnzimmer verwandelt sich ganz langsam in seinen Restjahreszustand. Ein wenig traurig stimmt mich das schon. Abends steht ein Neujahrskonzert mit vielen Stücken auf dem Programm. Es ist sehr gefällig – nur ein wenig mehr Pep wäre gar nicht so schlecht gewesen. Sehr putzig (wäre ‚peinlich‘ passender?) ist, dass niemand vom Publikum das letzte Stück erkennt, bemerkt oder registriert, wie auch immer, und so ertönt im Anschluss nur der normale Zwischenapplaus. Etwas irritiert dankt der Initiator den Mitwirkenden und lässt eine von den Zuhörern nicht eingeforderte Zugabe erklingen. Die ist fetzig und bewirkt ganz nebenbei, dass jetzt jeder von uns weiß: das Konzert ist zu Ende. Beifall brandet auf, steigert sich fast zur Ekstase, zu Standing Ovations. Eine zweite Zugabe erschallt – mehr ist nicht drin.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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