Reisebürokultur

Der Aufwärtstrend setzt sich fort. Gut so. Heute kann ich problemlos den Tag über aufbleiben. Wunderbar. Mit unserem Reisebüro kläre ich telefonisch ein paar Fragen und wundere mich wie kompetent, hilfsbereit und freundlich die Mitarbeiter sind. Recherchen werden sofort erledigt, versprochene Rückrufe zuverlässig und schnell eingehalten – mit jedem Anliegen wächst meine Begeisterung für den Service. Das ist schon eine gefährliche Alternative für die hiesige ortsgebundene, oft schwerfällig wirkende und auf Termine fixierte Konkurrenz, zu der man sich zu allem Überfluss im Rahmen der Öffnungszeiten hinbequemen muss. Und wieder, inzwischen fast eine Routine, fülle ich ein Bordmanifest aus. Manifest, es amüsiert mich immer wie so ein Begriff aus der Frachtschifffahrt in den Passagiertransport wechselte und nie einem verständlicheren Namen weichen musste. Das Beharrungsvermögen des Gewohnten ist echt faszinierend. – Der Abend gehört dem karibischen Tod im Paradies und ich schwelge ich Erinnerungen. Ja, der Alltag gestaltet sich dort meist schlichter, die Wohnverhältnisse und das Lebensumfeld sind in aller Regel ein gutes Stück von unserem hier gewohnten Standard entfernt und doch durchzieht alles eine gewisse Leichtigkeit, eine Sommerstimmung das ganze Jahr über. Vorausgesetzt ist dabei natürlich ein Einkommen, das alle Grundbedürfnisse zuverlässig absichert. Sonst wird es, egal wo, immer schwer (immerhin muss man dort wenigstens nicht frieren, obwohl Einheimische schon bei frischen 24 Grad zur Jacke greifen). – Den Schlaf durchziehen vielerlei seltsame Träume – ob ich mir zu viele bewegte Bilder zugeführt habe? Mag sein.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert