Von Savona bis Weil am Rhein

Beim Aufstehen sind die Koffer bereits unterwegs. Wir frühstücken ein letztes Mal an Bord. Dann heißt es warten, denn das Gepäckband streikt. Das Gepäck steht im Stau. Erst nach einer Weile kann es sich gruppenweise im Terminal versammeln und wir dürfen es dann identifizieren und zum Bus rollen. Unsere großen Koffer reisen allerdings separat und so haben wir es mit unserem Handköfferchen leicht und können schnell den Bus entern. Wir sitzen erneut im Obergeschoss diesmal aber vor der Frontscheibe. Die Sicht ist dort einmalig und der Platz für meine Laufwerkzeuge ein klein wenig angenehmer. Der Busfahrer rangiert seinen riesigen Bus samt Anhänger vollkommen souverän rückwärts um Fahrzeuge und Bordsteine herum bis es vorwärts weitergehen kann. Respekt, ein Könner! Die Fahrt an Mailand, dem Comer See und dem Luganersee vorbei, auf imposante schneebedeckte Gipfel zu, führt durch den Gotthardtunnel, der mit fast 17 Kilometer Länger der viertlängste Tunnel der Welt sein soll. Die schier endlose Passage durch eine funzelig erhellte Betonröhre hat etwas Gespenstisches. Ein leicht befreiendes Gefühl lässt sich beim Anblick des Lichts am Ende des Tunnels nicht verleugnen. Weiter geht es auf den Vierwaldstätter See zu durch den gut über neun Kilometer langen Seelisbergtunnel. Es ist schon eine arge Tunnelei bei einer Alpenunterquerung. Wir passieren Luzern, später Basel und landen endlich im Carat-Hotel in Weil am Rhein. Dort treffen sich einige Phoenixbusse zwecks Touristenfütterung und Massenübernachtung. Beides fällt exzellent aus, da gibt es nichts zu meckern. Unsere Reisegruppe, wenigstens alle in Richtung Frankfurt Reisenden, sitzt ein allerletztes Mal zusammen und nimmt Abschied. Die sogenannte Nachtruhe ist kaum erwähnenswert, denn um sechs Uhr, also gefühlt kurz nach Mitternacht, soll es mit Frühstück weitergehen.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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