Dörflicher Adventskalender

Zwei kleine Kratzer am Auto, die man normalerweise mit Klarlack oder Lackstift schützen würde, müssen beim Leasingauto aufwändig behandelt und teuer bezahlt werden: fast 300 Euro. Die Alternative zum Leasing würde aber eine enorme Investition erfordern, große Wertverluste zur Folge haben und mit zunehmender Nutzungsdauer das Portemonnaie mit Reparaturen herausfordern. ÖPNV? Auf dem Lande? Getränke- und Einkaufskisten von der Haltestelle zum Haus schleppen? Forget it! Diesmal trifft der Kelch zwar die Unfallverursacherin aber wir hätten ihr das gern erspart. – Gestern suchte ich erfolglos unser zweites Vogelfutterhaus in allen Kellerräumen und musste schließlich leicht verzweifelt aufgeben. Heute öffne ich den Gartenkeller, ein Blick und da steht es – im Regal an zweiter Stelle. Ups. Objektbezogene Blindheit? Psychische Optikverschleierung? Was auch immer, schnell ist der Futterspeicher mit schwarzen Sonnenblumenkernen gefüllt, selbst das Aufhängen gelingt ohne Leiter am Dachüberstand am Rande der Lounge und die Flattermänner und -frauen entdecken es sogar in rekordverdächtiger Geschwindigkeit. Perfekt. – Abends besuchen wir den örtlichen lebendigen Adventskalender beim Vertreter des Ortsbürgermeisters. Sehr fein organisiert, gut angenommen, eine kurzweilige Geschichte, drei Weihnachtslieder und Glühwein, Glühsaft und Bockwurst. Nun ja, man erwartet die Ankunft. Vom Herrn? Nö, eher von den Festtagen. Wir feiern um des Feierns willen, der Anlass rückt in den Hintergrund trotz Kirche und Krippe. Schade. – Unser Hauskreis entscheidet sich für einen Text aus Jeremia. Leider fehlt uns die theologische Kompetenz für ein paar Verständnisfragen, dennoch wird es ein interessanter und persönlicher Austausch, entlang des Textes und weit darüber hinaus. Die anschließende Gesprächsrunde dehnt sich angenehm in die Länge, so wird es spät. Erst gegen halb eins suchen wir die Nachtruhe und finden sie relativ schnell. Der Schlaf macht einen guten Job.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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