Ein rebellischer Rückennerv verbietet mir weitere Ausflüge. So verlässt mich meine aktive Angetraute zu einer Panoramatour samt Weingutbesichtigung. Seufz. Ich darf ein wenig länger schlafen und mache mich per Pedes auf den Weg in die Altstadt. Laufen darf ich, signalisiert mir besagter Nerv, und so spaziere ich den Fluss entlang bis zum Börsenplatz. Dort führt mich mein Weg quer durch die Altstadt, an malerischen Bistros vorbei, unter vielen aufgespannten Regenschirmen in einer kleinen Gasse hindurch bis ich schließlich vor der Kathedrale stehe. Von außen prächtig, von innen eher kärglich, fast reformiert. Schnell noch einen Blick auf die Residenz des Bürgermeisters und schon tauche ich wieder in die Altstadtgassen ein. Eins ist gewiss: für Bordeaux bräuchte ich sehr viel mehr Zeit, eine prachtvolle Stadt! Onkel Google hilft mir wunderbar meinen Weg zu finden. Ich stehe vor einer riesigen Spiegelfläche aus einer hauchdünnen Wasserschicht gebildet, passiere einen Park am Fluss, blicke auf den Place de Quinquonces und komme, durchaus geschafft aber sehr glücklich, wieder am Schiff an. Ein toller Spaziergang! Wenig später ist meine Mitreisende ebenfalls zurück und berichtet von ihrer interessanten Panoramafahrt samt kleiner Weinprobe. Doch das Chateau agiert offensichtlich in einer uns fernen Preisklasse für vergorene Traubensäfte. – Nachmittags verlassen wir die schöne Stadt, beobachten die Fahrt zunächst vom Deck und dann von der Kabine aus. Adieu Bordeaux, wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen, das wäre klasse! Der Abend bringt eine Show für meine Mitreisende und einen Krimi für mich. Ich mag die herumhüpfenden Schreihälse nicht und die, zugegeben, sehr gute Artistin zwischendrin hilft mir da wenig. Wenn die Akteure doch lernen würden, dass Lautstärke überhaupt nicht geeignet ist Qualität zu ersetzen. Seufz. – Langsam bildet sich bei uns eine Schmalzbrottradition zur Nacht heraus, Schmalz, Graubrot und Röstzwiebeln – lecker!
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