Diktaturfreunde

Während die Thüringer und die Sachsen sich ihre Nazis in die Parlamente wählen, schalten wir uns in den Gottesdienst aus Bremen ein, um bequem auf dem Sofa Godi zu feiern. Im Anschluss spazieren wir die Seebrücke entlang, bestaunen den mit EU-Mitteln perfekt angelegten Dünenwanderweg, eine Art Dünengraswipfelpfad, der sich die ganze Boltenhagener Küste entlangzieht und wunderschöne Ausblicke auf den Strand und die Ostsee ermöglicht. Dabei hält er besten Abstand zu den Strandliegern, so dass man selbst im FKK-Bereich allerhöchstens von Ferne zwei weiße Backen blitzen sieht, die sich vorsichtig ins Wasser begeben 😉. Toll konzipiert und perfekt umgesetzt, zwischendurch immer wieder unterbrochen durch die Strandzugänge mit Tageskurkartenautomaten, Klein-Kiosken mit Strandkorbvermietung und den DLRG-Wasserwächtern. Nach Zwei-Drittel-Weg zur Strandklinik kehren wir um und ein paar tausend Schritte weiter in ein Steakrestaurant ein, dem allerdings die Steaks inzwischen ausgegangen sind🤔😉. Kein Problem, ich wähle Matjes und meine Mitwanderin Ofenkartoffeln. Wohl gefüllt schleppen wir uns zur Mittagsruhe😇. Welch ein Leben! Am Nachmittag gibt es nur eine kleine Runde, schließlich sind wir beide am Wahlergebnis unserer Ostdeutschen Mitbürger interessiert. Nun ja. Dass jemand mit der Politik unserer Regierung unzufrieden ist, wundert mich nicht. Dass man zu fast einem Drittel Nazis wählt, ist für mich völlig unbegreiflich. Dass die Mädels und Jungs in Sachsen und Thüringen offensichtlich mit einer Diktatur putinscher Prägung liebäugeln, ist für mich ein hartes unverdauliches Brot. Schade. Ich werde uns Menschen wohl nie verstehen. Frustriert ziehe ich mich zurück und entfliehe in die Scheinwelt phantasievoller Krimiautoren. Für mich wird es spät. Ist es bereits zu spät? Wer weiß das schon? Der Schlaf ist heute eher oberflächlich aufgelegt.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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