Welch ein Tag! Welch ein Gott!

Gegen neun brechen wir auf. Laura führt uns zum Brepark-Parkhaus. Eine Spindel und eine enge Kurve später finden wir eine Parklücke. Der dreistündige Aufenthalt wird uns 5 Euro kosten aber immerhin haben wir einen Parkplatz. Zur St. Martinikirche ist es ein kurzer Weg. Der Gottesdienst ist äußerst gut besucht. Ich sinke auf eine harte Kirchenbank und bin voll fertig. Der Tag drückt mich wie eine schwere Last nieder, die Gedanken an die bevorstehende nächtliche Rückfahrt deprimieren mich völlig. Ich lese den Sonntagspsalm und eine Wort trifft mich im tiefsten Innern: mein Taufspruch. „Ich will dir den Weg weisen, den du gehen sollst, ich will dich mit meinen Augen leiten.“ Ja, so ist es! Weshalb lasse ich mich so niederdrücken? Gott persönlich wird mich leiten, warum sollte ich so herumjammern? Ich fühle mich direkt von Gott angesprochen, von ihm zurechtgebracht und innerlich aufgerichtet. So ist Gott!!! Plötzlich ist neuer Mut, neues Vertrauen, neue Zuversicht da. Von jetzt auf gleich! WOW! Danke, danke, lieber Herr Jesus, das tut gewaltig gut! Mit einem Mal ist alles verändert. Nun ja, zugegeben, die Predigt könnte etwas weniger dozierend, etwas mitreißender sein aber wir sind wohl von Olli mächtig verwöhnt. Hinterher stärken uns Kekse und Kaffee, ein aufbauendes „Frühstück“. – Schließlich brechen wir mit Laura zu einer intensiven Ladesäulensuche auf. Die erste Station ist defekt. Wir finden in den Apps endlich eine zweite aber auch die ist belegt. Schließlich erinnern wir uns an eine dritte, die wir nach zehn Minuten Fahrt ansteuern, ebenfalls voll besetzt. Jetzt warten wir geduldig bis eine Säule frei wird und schließen Laura von Grün an. Eine Viertelstunde vor dem Erntedankfest des Gebetsvereins um 14 (!!!) Uhr treffen wir ein, können uns sogar noch ein wenig stärken bevor es losgeht. Zwei Predigten und unzählige Lieder erwarten uns. Es zieht sich hin und der entgangene Mittagsschlaf fordert bei mir massiv seinen Tribut. Fast wäre ich bei einer Ansprache eingeschlafen. Viel hat nicht gefehlt. Dann wird Kaffee und Kuchen bereitgestellt. Nach einer dritten, viel kürzeren, Wortauslegung endet das Fest mit Gebet und Segen. Wir laden Laura noch weiter voll, nehmen die Cousine mit an Bord und los geht es nach Dannenberg. Und Gott hält Wort, wie könnte es anders sein! Die Autobahn ist bei klarem Wetter störungsfrei zu befahren, kein Reh, kein Hirsch und auch kein Wildschwein behelligen uns auf der Landstraße. So kommen wir wunderbar glatt in Dannenberg an, laden die Verwandte aus, werden mit Lachs bewirtet und sausen dann heimwärts. Es ist eine „helle“ Dunkelheit, beste Sicht, wenig, sehr wenig Verkehr und wir kommen allerbestens daheim an. Ausladen, ausruhen, einen Wein aufs Urlaubsende genießen und ab ins wohlbekannte Seniorenbett! Danke lieber Gott und HERR für diese wunderbare Führung, Bewahrung und Begleitung durch den Tag hindurch. Es war einfach nur Klasse! Der Schlaf ist übrigens tief und fest mit nur kleineren Unterbrechungen. Welch ein Tag!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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