Haussanierung in den Staaten

Ein typischer Sonntag plätschert so dahin. Wir stehen auf, frühstücken, fahren zum Godi, treffen Geschwister im Glauben, plaudern, singen, hören zu, plaudern erneut und fahren heim. Die Predigt handelt vom vierfachen Ackerfeld, also von hundertfachen Ertrag trotz des Verlustes von drei Vierteln des Saatgutes. Irgendwie schafft es der Predigende dabei wieder auf das Thema Flüchtlinge zu kommen und wie gut man sie behandeln sollte. Er hat nicht unrecht, blendet aber die Bibelstellen mit diesbezüglich gegenteiligen oder wenigstens einschränkenden Aussagen aus. Schade. Doch diese Kritik ist eher randständig, denn ansonsten ist es eine motivierende Ansprache. Danke dafür. – Daheim laden wir Foxi aus dem Netz auf, weil die Sonne einfach nicht kräftig genug scheinen will. Was bleibt ist ein völlig normaler herbstlicher Sonntag, leicht verregnet, der eine Predigt aus Bremen bringt und YouTube-Beiträge, in denen eine Truppe aus Kanada kostenlos Häuser in den USA renoviert. Das schaut sich interessant an – die Hintergründe der Aktion lasse ich bewusst außen vor. Immerhin macht die Truppe darin auch Werbung für verwendete Produkte und bestimmte Firmen. Was mich eher berührt ist die Konstruktion amerikanischer Häuser, reine Holzkonstruktionen, wenig gedämmt, mit Alublech- oder Kunststofffassaden. Die Dächer bestehen aus einem erstaunlich spärlichen Dachstuhl mit Brettern verkleidet und darauf Dachschindeln aus Teerpappe, die hierorts eher für Gartenhäuser verwendet werden. Faszinierend. So kann eine komplette Außensanierung einschließlich neuer Fassade mit zusätzlicher sparsamer Isolierung sowie Dacheindeckung, allesamt mit Alublechen (!!) in maximal einer Woche realisiert werden. Erstaunlich ist die Reaktion der Betroffenen samt Nachbarn, die offen ihren Dank an Gott und die wirkenden „Guys“ äußern. Glaube ist halt normal dort und gehört zum täglichen Leben. All das berührt mich hochemotional. Krass!!! Der Schlaf danach ist okay, sogar meine Watch ist halbwegs zufrieden. Immerhin.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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