Kritische Selbstbeäugung

In aller gemütlichen Ruhe gehe ich in diesen Tag hinein. Erst gegen Mittag kommen wir zur Morgenandacht aber wen kümmert das?. – Am Nachmittag fahren wir ein paar Orte weiter um einen Bekannten im Pflegeheim zu besuchen. Dabei fällt mir auf, dass ich meine Allerliebste beim Autofahren viel zu oft anmeckere. Sie sagt nichts aber mich erschreckt es hinterher furchtbar. Was für ein Typ bin ich bloß? Ein Besserwisser, der seinen liebsten Mitmenschen versucht zutiefst zu verunsichern? Nein, das geht gar nicht!!! Ich muss es lernen an mich zu halten, an rechter Stelle zu schweigen und wenn ich meine Zunge zerbeißen muss. Das wird schwer. Dazu kommt ja noch an richtiger Stelle durchaus mal eine Warnung auszusprechen aber nur wenn es wirklich angebracht ist. Ich bin insofern mit mir zutiefst unzufrieden. Hoffentlich hat das Folgen! – Am Abend lasse ich mich virtuell in die Karibik entführen und schaue dem Kommissar beim Recherchieren zu. – Weiter nerve ich mich selbst mit meinem Drang zu rührseligen Storys, die in Endlosschleife die gleiche Geschichte in unzähligen Varianten erzählen, begleitet von total bescheuerten Bildern oder noch schlimmeren KI-animierten Filmchen. Höchste Zeit mich mal gründlichst mit mir selbst auseinanderzusetzen. Es wird wieder spät aber der Schlaf ist mehr als okay. Langschläfer, Meckerer und Happy-End-Träumer – welch eine Selbsterkenntnis, was für ein Tag!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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