Rechnungsverzug

Der Prophet Hosea ist schon ein bemerkenswerter Mann. Und er hat einen bemerkenswerten Gott. Eine gute Kombination. Er brandmarkt im Auftrag Gottes den Götzendienst in Israel mit seinen Folgen wie Unzuverlässigkeit, Untreue, Lug und Trug sowie Gottvergessenheit und weist auf die Folgen hin, die sich dadurch zwangsläufig einstellen. Wir sprechen vom „Gericht Gottes“ dabei ist es noch nicht einmal das Gericht sondern nur ein Zurückziehen seiner schützenden Hand, Entzug seines Segens und schon geht alles drunter und drüber. Wirkliches Gericht geht anders. Ich finde es immer wieder verblüffend wie wir Menschen alle Segnungen annehmen als wären sie selbstverständlich und alles Negative als völlig unverdient hinstellen. Wir tun so als hätten wir den Anspruch aufs ‚Gutgehen‘ gepachtet. Vieles an der Kritik Hoseas am Miteinander im Nordreich Israels wirken wie dem Heute entnommen. Werden wir allesamt auch sehr verblüfft und verärgert sein wenn uns dafür mal auf scheinbar ganz natürliche Weise die Rechnung präsentiert wird? Ich fürchte ja. Aber dann wäre es zu spät. Apropos Rechnung – sie wird übrigens nicht von Gott ausgestellt, sie haben wir selbst Posten für Posten angerichtet „unter Inkaufnahme der Folgen“ wie Juristen es ausdrücken würden. Gott verzögert nur die Zustellung unserer eigenen Rechnung. Gott sei Dank!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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