Abseitsphilosophien und ruhevolle Aktivitäten

Das wirkliche Altsein, also nicht nur läppische 60, 70 oder 80 Jahre, birgt gewaltige Tücken in sich. Alltägliche Problemchen können zu unüberwindlichen Bergen, schieren Gebirgen, heranwachsen und die Betroffenen stehen hilflos und verzweifelt davor. Wohl dem, der dann noch einen Sohn, eine Tochter hat, die sich der Nöte annehmen kann. Eine defekte Fernbedienung mit unterbrochenen Kontakten zwischen Drucktasten und der Platine darunter kann fast in die Depression treiben. Und dann kommt so ein junger Mann, mitten in den sechziger Jahren und schwuppdiwupp ist der Fehler erkannt und einer Lösung zugeführt. Der altgewordene Mensch schaut zu und wird sich seines Handikaps bewusst. Früher ging doch so etwas leicht von der Hand – und heute? Selbstbewusste schimpfen auf die moderne Technik, Schüchterne verkrampfen innerlich und beide wissen doch – ganz tief innen drin – um die eigene Abseitsstellung. Man fühlt sich so ausgegrenzt. Traurig. Mitunter kann Demenz hilfreich sein – das meine ich voll ernst. Den Rest des Tages verbringe ich vollinaktiv. Dass, das bloß nicht einreißt! Oder sind Vorüberlegungen zu Urlaubsreisen doch Aktivität? Korrektur: ‚verbringe ich voll aktiv‘. Jawoll.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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