Adieu Tante Rosi

Frühmorgens steht meinen beiden Mitreisenden der Sinn nach Frühstück. Wenn sie meinen. Mir ist mehr am Ausschlafen gelegen. Jedem das Seine. Das Hotelfrühstück ist finanziell gesehen ungenießbar aber zum nächsten Bäcker ist es nicht weit. Ich lasse mir derweil Zeit mit dem Wachwerden, beschränke mich auf eine Tasse löslichen Kaffees, denn ich bin noch satt von gestern. Irgendwann treffen meine zwei Mitfahrer auch wieder ein, in aller Ruhe nehmen wir unsere Reisetaschen, die Geschenktasche von gestern und ab geht es Richtung Friedhof. Das Navi führt uns bestens zum Ziel und wir begeben uns zur Kapelle. Dort treffen wir mit alten Bekannten zusammen, die ich alle nicht erkenne. Mein Gedächtnis ist offensichtlich arg lückenhaft. Erschreckend. Die Trauerfeier ist schlicht aber gut, der Weg zur Grabstätte feucht und die Luft frostig. Im Anschluss wärmen wir uns beim Griechen auf und werden freundlichst bewirtet. Ich genieße sogar ein Mythos, ein original griechisches Bier. Pappsatt machen wir uns auf den Heimweg. Doch vorher gilt es den Akku zu füllen und der ist kalt und träge, kommt kaum über 50 kW Ladeleistung. Geduld tut euch not, liebe Reisende. Seufz. So kommen wir erst spät mit 17% Akkustand zu Hause an. – Gleich nach dem Auspacken saust meine Liebste zur Gemeinde, die sich heute trifft um am besagten Elefanten zu basteln. Ohne mich, kämpft gegen Windmühlenflügel so lange und so oft wie ihr wollt. Da ist mir ein uralter Münster-Tatort lieber, ein schöner Rosé dazu und zufrieden ist der Laube. Nein, ich will mich nicht aufregen, cool bleiben, alter Junge und durchatmen. Bewegt bin ich von den Erinnerungsstücken an Tante und Onkel. – Gott sein Dank verläuft die Sitzung in der Gemeinde recht friedlich, wie meine Engagierte mir später berichtet. Ja, Gott erhört Gebet! – Den restlichen Abend staune ich über Kanadas geplante Reaktionen auf Trumps Zollattacke und neue Handelsperspektiven mit Europa. Der Schlaf fällt bald drauf tief und fest aus. Endlich mal wieder!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert