Chaot am Steuer und hilfreiche Chemie

Halb vier aufstehen, fünf Uhr Koffer raus und eine Tasse Kaffee reinquälen. Man bin ich müde. Das wird nicht mein Tag. Und so wird es. Den Nationalpark Namibwüste befahren wir knapp nach Sonnenaufgang. Das geht ja noch. Sanddünen links und rechts. Nett, ich bestaune immer wieder den schmalen Grad von oben nach unten. Dann schlägt der Tag zu. Ich klettere in einen Landrover, den unser Fahrer halsbrecherisch über buckelige Sandpisten jagt, vorbei an „Big Daddy“, der größten Düne, bis zu „Big Mama“, die man ersteigen kann. Kann, nicht muss! Without me! Man steigt 30 cm empor und rutscht 10 cm zurück. Mühsames Geschäft. Bis jetzt ist alles roger.  Doch dann besteige ich freiwillig das Gefährt eines außer Kontrolle geratenen Drivers. Meine Bandscheiben reagieren mächtig gereizt und lassen mich danach jedes Schrittlein fühlen. Intensives Geherlebnis. Gott sei Dank hat ein netter mitfahrender Arzt eine hochwirksame Schmerztablette dabei. Chemie kann was Feines sein. Bald kann ich wieder aussteigen und eine 34 Meter tiefe Schlucht bewundern. Wow, geht das steil hinab! Gegen Mittag erreichen wir unsere Lodge. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 35 und 40 Grad. Ein Koffer ist kaputt aber das Bett ist okay. Erstens duschen, zweitens schlafen – beides ausgiebig. Toll! Zuhause haben die Hessen gewählt. Dort ist es kalt. Hier wird die Regierung gewählt. Immer. Hier ist es warm. Bei uns funktioniert fast alles. Hier weniger. Krumme Vergleiche. Krumm aber mit dem berühmten Körnchen. Sozusagen die Wahrheit im Heuhaufen. 😉!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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