Dreiviertelherziges Bekenntnis zur Band

Ich vervollkommene meine Schubladenreinigungsfähigkeiten indem ich durch effizienten Wechsel von Spülmittel und Scheuermilch zur Sauberkeit noch ein wenig an Schnelligkeit hinzufüge. Fast perfekt. – Abends geht es wieder zu ProChrist in den CongressPark. Diesmal sind statt der Band Posaunen auf der Bühne. Sie machen ihre Sache zweifellos sehr gut – und doch. Ich muss mich revidieren. Mein Urteil vom Montag kann so nicht stehen bleiben. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich, trotz ohrenfeindlicher Lautstärke, die Band vorziehen. Ihr Stil passt einfach besser zu den Liedern – das ist für mich keine leichte Erkenntnis! Die Lobpreislieder „glänzen“ dazu noch durch die Sprache Kanaans, die außerhalb der frommen Zirkel keiner versteht. Wie sollen wir einfache, schlichte Menschen Gott erheben? Das mache mir mal einer vor, den Gott anheben, für den die Völker wie „ein Tropfen am Eimer“ sind. Mag ja sein, dass engagierte Lobpreisler unter ‚erheben‘ etwas anderes verstehen, doch selbst mir bleibt die Bedeutung verschlossen. Das Eingangsinterview war übrigens interessant, die Moderation professionell und der Vortrag stimmt mich recht nachdenklich, vielleicht weil ‚Überfluss‘ durchaus mein Thema ist. Den anschließenden Lobpreisliederabend habe ich trotz meiner neuen Einsicht dennoch vermieden. Schon außerhalb der Halle, auf dem Vorplatz des CongressParks war die Musik in eindrucksvoller Dezibelstärke zu vernehmen. Offensichtlich liegen meine echten Präferenzen irgendwo zwischen Posaunen und Band. Wie dem auch sei, höchstwahrscheinlich schaue ich morgen wieder vorbei und sei es nur um meine Ohren erst ein wenig herauszufordern und dann durch die erwartete gute Botschaft wieder zu beruhigen. Das Auf und Ab des Lebens, sozusagen.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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