Frühtaugespenst

Meine geliebte Hausgenossin hat heute einen „Mitternachtstermin“ um kurz nach acht in der Nachbarstadt. Wow. Ich bekomme ihr Aufstehen kaum mit. Mir wird klar, dass mein Pensionistenmodus extrem nachteilig ist, wenn mich so eine zeitliche Vereinbarung mal treffen sollte. Das würde hart werden – und schon denke ich an unseren Urlaub. Bei einer Kreuzfahrtreise weiß man vorher nicht wann die Ausflüge beginnen. Je früher das Schiff planmäßig im Hafen anlegt, desto wahrscheinlicher ist ein Vor-dem-Hahnenschrei-Ausflugsbeginn. Doch die echte Abreisezeit der Tour erfährt man erst an Bord. Und dann ist es zum Kneifen zu spät. Für unsere nächste Schiffsreise bin ich mir nur bei einer Tour sicher: wir legen frühmorgens an und wollen insgesamt 13 Stunden per Bus durch die Landschaft gondeln. Da gibt es nichts zu hoffen, ich werde sehr früh raus müssen. Nur nicht klagen, ich will es ja so. Der Reiz der Pyramiden halt. – Daheim eröffnet sich die Perspektive den Hostingkram für die Gemeinde in absehbarer Zeit loszuwerden. Das wäre toll, denn im Alter ist reduzieren angesagt. Nur zu! – Unser Büro geht Schritt für Schritt auf ein halbwegs aufgeräumt wirkendes Aussehen zu, mit viel Fantasie spürt man es schon 😉. Das wird gut. Irgendwann 😇. – Ein Tageshighlight ist unser Lunch, ich schlemme Krautsalat mit Weißwürsten und scharfem Senf. Ja, scharfer Senf, bin ich Bayer oder was? Senf – süß – NEVER! Wie es ist, ist es lecker. So soll es sein! – Nachmittags finde ich endlich wieder zur persönlichen Andachtszeit zurück. Wollen und tun klaffen viel zu oft auseinander, selbst nach sieben Lebensjahrzehnten. Seufz. – Am Abend schaue ich zwei Schwestern beim Ermitteln zu. Das reißt mich nicht aus dem Sessel und so lese ich zur kriminellen Erbauung eineinviertel Romane von Pierre Martin. Das ist eine echt gute Unterhaltungskost. Es wird normalspät. Der Schlaf kommt in Intervallen. Nun ja, es ist wie es ist.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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