Kalte Bahnsteige, verspätete Züge – Abenteuer ÖPNV

Unser Abenteuertag startet kurz nach acht Uhr mit dem Aufstehen. Das fällt nicht ganz so leicht, wenn man zwar um sieben schon mal wach war aber wenig später in Tiefschlaf verfallen ist aus dem man zu besagter Zeit herausgerissen wird. Die letzten Reisevorbereitungen wickeln wir ab bis uns unsere Freundin abholt und zum Bahnhof transferiert. Zu unserer großen Freude steht der Zug schon bereit, wir steigen ein und erwarten, warm und trocken untergebracht, die Abfahrt. Gifhorn erreichen wir pünktlich. Der Anschlusszug hat, warum wundert mich das nicht, Verspätung. Wir warten in der Kälte auf den Triebwagen. Als er endlich eintrifft, drängen sich die Massen hinein und wir ergattern gerade noch so zwei Sitzplätze. Puh. Jetzt zuckeln wir durch die Lande, halten an jeder Mülltonne und kommen mit deutlicher Verspätung 😩 in Uelzen an. Der dortige Anschlusszug kann erst zwanzig Minuten zu spät bereitgestellt werden, unser Glück, das gleicht locker das verspätete Ankommen aus. Dafür dürfen wir auf dem eiskalten Bahnsteig hoffen und ausharren. Ständig wachsende Massen wollen mit uns in Richtung Hamburg reisen. Irgendwann rollt der schließlich der Doppelstockzug ein, ist zu unserer Freude sehr lang, doch draußen bereiten sich eine frierende Menschenmenge auf den Run auf die Sitzplätze vor. Meine Mitreisende sichert uns zwei im Obergeschoss. Mein Resümee: Der ÖPNV begeistert mich in der kalten Jahreszeit gar nicht, die Bahnsteige sind irre kalt und die Fahrt dauert insgesamt eine halbe Stunde länger. Genau die Zeit, die ich im wohlbeheizten Auto kürzer unterwegs gewesen wäre. – Mein Schwager holt uns ab, eine phantastische Kürbissuppe erwartet uns und alles ist gut. Am Nachmittag fahren wir in den Klostergarten um Weihnachtslieder zu trällern, begleitet von einem Posaunenchor. Dennoch hätte ich bitter frierend (verwöhnter Bratzen🤨) fast das Handtuch geworfen – aber ein lieber Typ hat vor Ort einen Feuerkorb professionell bestückt und entflammt. Ich dufte später zwar stark nach Rauch aber mir ist wenigstens warm – eine mehr als vertretbare Alternative 😀😇. – Der Krimi ‚Jenseits der Spree‘ spielt in der Welt der Leistungsruderer und ist ganz nett anzuschauen, allerdings muss ich erst lernen das Nuscheln der Hauptakteure zu verstehen. – Eine gute Plauderei später lassen wir uns in den Schlaf seine Arme fallen. Nach einer ausgiebigen Überlegungsphase senkt er sich gnädig auf uns nieder. Es folgt eine wunderbare Nachtruhe in fremder Umgebung. Toll.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert