Kreuzfahrt am Pier

Wir sind pünktlich fertig. Unsere Freunde holen uns morgens ab. Es geht zum Testzentrum. Ausgerechnet heute hat sich eine Schlange gebildet und einige vor uns haben keine App. Sie benötigen ein schriftliches Dokument. Es dauert. Unterwegs ist das Testergebnis meiner liebsten Mitreisenden nicht abrufbar, offenbar weil ein veraltetes nicht gelöscht wurde. Also müssen wir es uns per E-Mail zuschicken lassen – das dauert. Die Kreuzfahrt geht ja gut los. Immerhin kommen wir auf der Autobahn gut durch und können am Kreuzfahrt-Terminal gleich unsere Koffer abgeben. Es bleibt sogar noch Zeit für einen Ausflug in die City mit Kaffee, ergänzt durch einen äußerst leckeren Apfelkuchen mit Sahnehaufen. Doch dann wollen wir an Bord gehen. Es erwartet uns eine wahnsinnig lange Menschenschlange in der Kälte vor dem Terminal. Es geht nur schrittweise langsamst voran. Irgendwann entern wir dieses zugige Gebäude und scheitern fast am ersten Schalter. Die Testergebnisse sind nicht vollständig abrufbar. Ein Desaster. Mit Mühe, viel Schweiß und einem wohl vorausahnend erstellten Screenshot kommen wir gerade so weiter. Wieder schließen wir uns einer langen, langen Reihe an, die sich aber relativ schnell abbaut. Passkontrolle, Sicherheitsfoto, Handgepäckkontrolle, noch eine kleine lästige Schwierigkeit bei der Bordkartenprüfung und schon sind wir an Bord. Meine Zeit. Unser Koffer wartet vor der Kabine. Jetzt aber fix zur Sicherheitsbelehrung und alles Offizielle ist geschafft. Endlich kann es losgehen. Irgendwann sitzen wir gemütlich beim Dinner – da meldet sich der Kreuzfahrtdirektor. Das Schiff bleibt in Bremerhaven alldieweil es einen hochdefekten Stabilisator hat. Der Kapitän „spendiert“ uns eine kostenlose Übernachtung und alles weitere soll uns in einem Brief auf unserer Kabine mitgeteilt werden. Ein Scherz? Mitnichten! Für einen „Sonderpreis“ von 80 Euros pro Tag/Person können wir weitere Tage (bis Sonntag) an Bord bleiben – im All-In-Status immerhin. So lassen wir den Abend mit zwei Cocktails – all-in – ausklingen. Stillstand statt Kreuzfahrt. Na dann, gute Nacht.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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