Leben nach der Röhre

Das Klinikum erwartet mich. Auf dem Bauch liegend mit meiner oberhalb des Hauptes auf einem Plastikteil fixierten Hand, stecke ich bis zu den Schultern in einer dröhnenden, vibrierenden Röhre. Mein Oberarm startet nach einer anerkennenswerten Duldungsphase eine Rebellion und produziert proportional steigend einen Druckschmerz. Oder wird mir der gleiche Schmerz mit der verrinnenden Zeit nur immer lästiger? Egal – das Ergebnis ist gleich. Endlich – 30 Minuten später – nach einer heftigen kreislaufaktivierenden Brumm- und Rüttelattacke, immer neu sterbender Endlich-Ende-Hoffnung und inzwischen schweißtreibendem Druck meiner nur spärlich ausgebildeten Armmuskeln werfe ich das Handtuch oder besser gesagt drücke den Alarmblasebalg (oder was immer das für ein Teil ist). „Nur noch eine Minute, dann sind wir fertig“, dringt sofort die verheißungsvolle Botschaft in mein Ohr. Gut, die halte ich auch noch durch! Danach straft mich mein linker Arm mit deutlich spürbarer Verachtung und beruhigt sich nur schwerlich. Er ist beleidigt. Ich kann das gut verstehen. Also, so ein MRT mache ich kein zweites Mal. Doch meine latente Furcht vor einem MRT in entspannterer Liegeposition ist fast weg. Wenigstens etwas. Und vor dem Schlafengehen: Gia maV. Hochverdiente Belohnung.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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