Literaturverarbeitungsverfahren

Mich bewegt durchaus die Frage weshalb ich mich mit Sachbüchern schwerer tue als mit Romanen. Tatsächlich gibt es für mich zwei Arten von Büchern. In die eine, Romane, tauche ich ein wie in einen Film. In meinem Kopf baut sich eine Phantasiewelt auf, ich bin als Beobachter mittendrin. Um mich herum entwickelt sich der Plot, Personen gewinnen Gestalt, agieren, leben, sterben, was weiß ich … So wird in mir jeder Krimi zu einer lebendigen Handlung, die mich emotional sehr fesselt. Bei der anderen Art von Literatur sitze ich wie in einem Hörsaal und werde zugetextet. Okay, die Inhalte sind meist interessant, erfordern aber mehr geistige Aktivität und belegen mehr Gehirnspeicher wie ihr Counterpart, der nur den „Arbeitsspeicher“ beansprucht. Daher vergesse ich bei Romanen in kurzer Zeit extrem viel vom Inhalt. Kein Wunder, dass ich mich mit dem Konsumieren erheblich leichter tue als mit dem konzentriert Verarbeiten. Seufz. – Ganz nebenbei säge ich noch Anzündholz, schleppe Holzscheite und diskutiere mit einem Freund intensiv über Verschwörungstheorien. Nein ich traue den Amis nicht die nötige Detailversessenheit zu, die nötig wäre um die Welt dauerhaft zu täuschen. Dazu kommt jetzt noch Käthe, Lesestoff der zweiten Art. Ich bemühe mich Inhalte im Hirn zu sichern um gedanklich eine Konzeption zu entwickeln. Doppeltseufz. – Abends begleite ich den „Thursday Murder Club“ bei seiner dritten mehr als skurrilen, eher phantastischen Mordaufklärung, leider in englischer Sprache, wobei mir ein paar gagreiche Redewendungen entgehen. Dennoch köstlich. Es wird sehr spät. Wieder einmal. Der Schlaf ist sauer und lässt sich Zeit. Dreifachseufz.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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