Perspektiven

Und wieder dieser vermaledeite Schuhschrankzusammenbau! Es ist zu stecken, zu schrauben, falsch verwendete Schrauben wieder zu lösen, die korrekten einzudrehen, die Zuordnung der richtigen Löcher zu den Schubladenführungen zu ermitteln, hinknien, rutschen, stöhnen, mühsam aufrichten und das alles wild durcheinander. Bis zum Folgetermin ist die Finsternis im Tunnel einer moderaten Dunkelheit gewichen. Fortsetzung folgt. In der Stadt gönne ich mir ein erstes Vorfrühlingseis und harre geduldig in meiner Gemeinde aus bis meine aktivitätsbeflissene Mitfahrerin ihren dortigen Termin beendet hat. Heim geht es wieder an der neuen Tratschförderungssiedlung entlang der Reislinger Straße vorbei. Damit die Menschen sich untereinander gut austauschen können, baut man die Häuser so dicht beieinander, dass der Blick in die Wohnung der Nachbarn nahezu unausweichlich ist. Und tratschen kann man dann von Balkon zu Balkon und muss nicht einmal laut schreien. Immerhin kann man in zwanzig bis dreißig Jahren, einfach den Block in der Mitte durch eine Rasenfläche ersetzen und schafft dadurch attraktive Wohnlagen. Nicht wie heute ganze Hochhäuser abreißen, sondern quasi mit kosmetischen Schnitten Wohnqualität herstellen. Bauen mit Perspektiven, sozusagen.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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