Schlitzohrige Banker

Besonders deutlich wird die vor sich hin rasende Zeit beim Blick auf den Staubsaugetermin in meiner Gemeinde – heute schon wieder. Seufz. Also nach dem Morgenritual einschließlich Turnstunde schlucke ich eine Schmerztablette, packe meine Sachen und ab geht es gegen Mittag in die Stadt. Ein ganz klein wenig reduziere ich mein Saugprogramm und lege los. Dabei höre ich erst neueste Kreuzfahrtnachrichten aus dem Heimathafen und danach ein Gespräch mit Roger Liebi. Hochinteressant: Können wiedergeborene Christen noch verloren gehen? Liebi argumentiert sehr überzeugend und tiefschürfend dagegen. Faszinierend und ermutigend. Kaum bin ich fertig durchzuckt es mich wieder und wirft es mich auf meine Knie. Gott sei Dank erst jetzt! Ich rappele mich auf, der Schmerz schwindet und alles ist fast wieder gut. Sehr schön. Daheim nach dem Lunch die Mittagsruhe und ich bin fit genug uns unser möglicherweise nächstes Leasingauto auszusuchen. Die arglistigen Leasingbanker arbeiten, um die angezeigte Leasingrate niedrig zu halten, mit variablen, verborgenen, erst gesondert aufzurufenden Anzahlungsraten. So bleibt die Monatsrate selbst bei einem hohen Ausstattungsstandard niedrig, nur die Anzahlung explodiert insgeheim. Schlitzohren allesamt! – Gegen Abend komme ich langsam wieder auf die Spur meiner Abendandachten und bin wieder einmal verwundert weshalb ich mich so schwer tue in den (eigentlich sehr geschätzten) Rhythmus zu kommen. – Es wird spät, der Schlaf kommt schnell, dafür sind die dem Alter geschuldeten nächtlichen Unterbrechungen diesmal häufig. O tempora, o mores, seufz.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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