Sonntagsgedanken

Früher sind wir zu unserer Gemeinde gefahren, hatten einen Gottesdienst mit anschließender intensiver Plauderei und waren den Vormittag über unterwegs. Heutzutage hören wir meist zwei Gottesdienste, bleiben aber zu Hause und plaudern nur im Zweierteam. Das ist zwar auch ganz nett aber ersteres ist besser. Doch was soll das Klagen, es ist wie es ist. Immerhin reisen wir virtuell am Abend nach Lanzarote, Fuerteventura, Teneriffa und ein paar kleinere kanarische Inseln. Ehrlich gesagt wäre ich lieber vor Ort, denn ich vermisse meine Schokostreusel auf dem Sahnehäubchen eines komfortablen Lebens schon deutlich. Wie soll das werden, wenn ich wirklich mal Verzicht üben muss? Passend dazu höre ich einen Vortrag, dass das Leben eines Christen ein permanenter Kampf sei gegen unsichtbare Mächte und gegen das eigene Widerstreben. Der Redner hat ja recht, einerseits, doch er malt ein ziemlich dunkeltöniges Bild. Ich stimme ihm zu, doch finde ich, dass das Leben eines Christen ebenso mancherlei helle Farben aufweist. Ich mag mich täuschen, wie ich mich schon oft geirrt habe, doch zurzeit bin ich der festen Überzeugung, dass sowohl das Bild des allzeit fröhlichen Jesusnachfolgers, der mit strahlendem Lächeln durchs Leben geht ebenso unvollkommen ist, wie das in dunklen Farben dargestellte Bildnis eines von schwerem Kampf geplagten Christen, der sich mühevoll zum Sieg durchringt. Trotz ein wenig viel Schwarz-Weiß-Malerei gibt mir das Wort eine Menge bedenkenswerter Impulse. Ich glaube, Jesus prägt uns individuell, baut mit jedem einzelnen Charakter sein Reich. Das macht mir Mut.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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