Sozialisten auf Kreuzfahrt

Es ist deutlich, sehr deutlich vor sieben Uhr. Die Türklingel reißt mich brutalst aus meinen Träumen. Wer? Wie? Wo? Was? Warum? Ein LKW steht vorm Haus und sein Fahrer vor der Haustür. Die bestellten Pflastersteine sind da. Während mein Kopf noch auf Orientierungssuche herumirrt ist meine Sofort-Wach-Partnerin schon in ihre Kleidung geschlüpft und weist den Fahrer ein. Solche Überfälle mag ich gar nicht. – Meine Seniorenkreisliebhaberin hat gestern fleißig gebacken und belegt heute Happen für Freunde etwas würzigerer Kost. Nach der Mittagsruhe schwirrt sie damit damit ab. Ich dagegen bin kein Typ für Kaffeetafeln mit Mitmachprogramm. – Im Laufe des Nachmittags schaut unser Handwerker vorbei und kündigt sein Kommen für morgen an. Das geht ja fix. – Am Abend verlustiere ich mich mit den Kommentaren zu einer abartigen Dokumentation des ZDF über Kreuzfahrten. Offensichtlich stark sozialistisch geprägte Redakteure regen sich darüber auf, dass AIDA mit seinen Reisen Geld verdienen will. O Schande, sie wollen sogar Gewinn machen! Das passt offensichtlich gar nicht ins Weltbild der öffentlich-rechtlichen Weltverbesserungsexperten. Entrüstet stellen diese fest, dass alle angebotenen Ausflüge deutlich teurer sind als die vor Ort selbst organisierten. Da wäre ich ja nie drauf gekommen – die wohlbezahlten Meinungsmacher halten uns Reisende zweifellos für blöd. Und dann wird an Bord mit Karte bezahlt damit die armen Reisenden den Überblick über ihre Finanzen verlieren sollen (obwohl sie jede Ausgabe unterzeichnen und ihren aktuellen Rechnungsstand jederzeit über das Bordfernsehen abrufen können). Das verstehen die nur durch Zwang finanzierten Chaoten also unter Qualitätsjournalismus. Ich halte das dagegen für rausgeworfenes Geld. Wer so viel Knete abgreift soll gefälligst gute Arbeit abliefern und nicht schlampig recherchierte dummdreiste „Dokumentationen“. Ja, ja so sind sie die Öffentlich-Rechtlichen. – Mein E-Book-Reader bleibt übrigens verschwunden. Schade. Der Schlaf klappt auch nicht. Na toll!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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