Spekulativtheologie

Irgendwie kann ich mit Routine nicht so gut umgehen. Ein wenig Abwechslung täte mir wohl und weniger Sofafreude ebenso. Man muss sich nur aufraffen, sagt man. Wie wahr, aber wie schwer umzusetzen, wenn man genau weiß, dass man viel zu schnell außer Atem gerät und karpfenartig nach Luft schnappen wird. Ein tödlicher Kreislauf: Je weniger ich mich bewege, desto mehr strengt mich alles an, was wiederum zur Schonung verführt. Früher haben mich wenigstens die zahlreichen Reisen auf Trab gebracht, aber die avisierten Fernziele erschöpfen Ressourcen nun einmal kräftiger. Dazu fordern Haus und Grundstück ihren Tribut an Zeit und Zuwendung. Andererseits sind gerade Haus und Grundstück Anlass zu Freude und zum Wohlbefinden, die wir nicht missen möchten. Gut ist, dass ich lerne, meine Ansprüche im Zaum zu halten und trotzdem Gott von Herzen dankbar zu sein. Feine Lektion. Abends produziere ich mit Chatti­s kräftiger Mithilfe noch drei satirische Bilder zum Bürokratieabbau. Leider teilt offensichtlich keiner unserer Freunde und Bekannten meine Art von Humor. Schade. Ich freue mich über meine Zeit für die abendliche Andacht. Eigentlich wollte ich aus der Gelben Reihe mit Daniel fortsetzen, aber die Einleitung, die nahezu alles aus arg bibelkritischen Gründen in Zweifel stellt, hält mich davon ab. Da greife ich lieber zur Auslegung der Wuppertaler Studienbibel, die die Spekulationen „moderner“ Theologen nicht teilt. Nichts gegen neue Erkenntnisse, aber alles gegen neue Mutmaßungen, die sich als Erkenntnisse tarnen. Abends, wie üblich, ein paar Storys und die letzten beiden Folgen von ‚Death in Paradise‘ in englischer Sprache, die ich heute recht gut verstehe. Tagesform? Reingehört? Einfachere Sachverhalte? Wie auch immer, verstehen ist besser. Es wird total spät und der Schlafindex findet sich mit 65 Punkten im Keller wieder 😉😀. Selbst schuld.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.