Suchtgefährdet im Fake-Leben

Nach der Morgenandacht kommt die Krankengymnastik. Wir lassen uns vom Navi nach Oebisfelde führen und kommen perfekt an. Der Physiotherapeut bewegt mich auf der Liege hin und her, lässt die Rückenmuskeln arbeiten und führt sie an physische Grenzen. Danach ist der Schmerz weg und lässt sich erst gegen Abend wieder spüren. Tolle Sache. – Nachmittags besuchen wir ein älteres Ehepaar, ein Geburtstagsbesuch im Auftrag des Diakoniekreises, plaudern muntern, es gibt Kuchen und mehr und wir tauschen mancherlei Erinnerungen aus. Es ist ein freundliches Zusammensein, das wir mit Gebet beschließen. Ich halte viel davon, wenn ältere Geburtstagskinder von der Gemeinde ihre Wertschätzung erfahren. Es war so nett, dass wir viel länger geblieben sind als wir eigentlich dachten. Sehr gut. – Leider verpasse ich so meine Abendandacht aber Menschen haben natürlich Vorrang. – Den Abend verbringe ich mit einem kitschigen, schmalztriefenden, herzergreifenden „Lore“-Roman. Ach, wie schön das Fake-Leben doch sein kann, die fatale Realität stört doch nur 😉🤔😠. Ich frage mich ernsthaft ob solche „Literatur“ ab einer gewissen Dosis suchtauslösend wirken kann. Ich fürchte ja. Nach dem üblichen Happy-End (so schön kann keine Wirklichkeit sein) begebe ich mich in die Horizontale und werde nach der üblichen Wartezeit vom Schlaf umfangen. Fein.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert