Theologie und Bewegung

Ich lerne eine Lektion in Bibelverständnis. Schon einige Zeit habe ich mich gefragt weshalb in charismatischen Gemeinden mit erhobenen Armen gebetet wird. Heute erfahre ich dazu ein paar Bibelstellen. Man kann sie als wichtig bezeichnen. Also soll ich die Arme heben? Aber dann müsste ich ja auch Frauen verbieten Gottes Wort zu verkünden aber dafür gebieten dass sie mit einem Tuch ihr Haupt bedecken – auch das steht in der Bibel. Über die Fußwaschung müsste ich ernsthaft nachdenken. Ehescheidung wäre total abzulehnen … und manches andere mehr. Wir müssen Schwerpunkte setzen, Entscheidungen fällen. Ist es „nur“ ein kulturell begründeter Brauch, drängt sich unter historischen Gesichtspunkten eine andere Verhaltensweise auf oder ist es nur ein Verneigung vor dem Zeitgeist? Eine Beurteilung ist schwer, unterliegt Veränderungen und man kann ausgiebig darüber streiten. Wie steht Gott dazu? Hat das die Gemeinden in den Jahrhunderten bewegt? Ein Beispiel: bete ich mit erhobenen Armen erwarte ich Gottes Hilfe von oben, von außen – bete ich dagegen gesenkten Hauptes mit gefalteten Händen, spreche ich mit dem Heiligen Geist, der in mir wohnt oder drücke meine Beugung unter Gottes Macht aus. So könnte man über beides stunden-, ja tagelang diskutieren. Doch was bringt das? Wo bleibt die Liebe zum Bruder? Aber ist die Liebe zu den Glaubensgeschwistern nicht viel wichtiger als jede äußere Haltung? Viel Stoff zum Nachdenken. – Wir sind per eBike unterwegs und fahren jetzt rund um den Allersee und durch den Drömling zurück heim. Das macht den Kopf frei! Die Mittagsruhe erweist sich heute als extrem nötig – irgendwie bin ich Bewegung nicht mehr so gewohnt. – Gegen Abend schauen wir den Abschlussgottesdienst zu einem Bundessängerfest mit der Predigt von Arno Backhaus auf unserer Großleinwand. Stark. – Ein wenig Wein und ein bisschen Wärme in der Lounge versüßen die Nacht. So soll es sein.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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