Trappsende Nachtigall

Während sich im fernen Washington ein ‚America-First-Fan‘ endlich mal wieder um sein Land kümmert und den Machtübergang vorbereiten lässt, schmücke ich unsere Eingangsarkade mit einem schnuckeligen Lichtervorhang. Am Kirchensilvestertag wird er in vollem Glanz erstrahlen. Ich freue mich drauf und kann es kaum erwarten. Den Lichtervorhang in der Lounge lasse ich heute schon leuchten, denn ich will nicht eine Woche lang gequält auf schwarze Bänder mit dunklen LED-Lämpchen schauen – derartiger Masochismus liegt mir fern. Mithin blicken wir mit großer Freude auf diese leuchtenden Propheten nahender Adventstage. Ich liebe dieses alljährliche Lichterspektakel. Natürlich alles einfarbig und nicht blitzend und blinkend mit Farbwechsel. Das wäre grausam und fiele unter Sadismus. Morgen kommen noch ein oder zwei Lichterketten zum Einsatz, wie es sich halt so ergibt. – Die Länderchefs haben sich auf neue „Grausamkeiten“ zur Pandemiebekämpfung geeinigt, wenig später scheren einzelne von ihnen gleich wieder aus, wollen mehr Zumutungen und die Bundeskanzlerin setzt noch einen drauf. Das wird morgen wieder heiter im Politkerkindergarten. Viele Diven verderben die Arie oder so ähnlich. So langsam wird es peinlich. Ein Raketenverbot zu Silvester soll under dem Deckmantel von Corona gleich mit verkauft werden. Erstaunlich, dass nicht auch gleich die Verbrennerautos verboten werden, um die Belastung der Kliniken durch Unfallopfer zu verringern. Die Nachtigall trappst ganz schön laut. Nahezu unüberhörbar.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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