Trauriger Tag

Meine große Schwester ist tot – das begleitet mich durch die nächsten Tage, das muss ich erst einmal verdauen. „Plötzlich und unerwartet“ trifft es genau. Wir, besser gesagt meine Telefonmeisterin, fernsprechen den Morgen mit Verwandten und übermitteln ihnen die traurige Nachricht. Ich suche ein Foto meiner Schwester für meinen Status und mache es internetfertig. Ein nachdenklicher Tag lähmt mich ein wenig und die Müdigkeit der Nacht erfordert ihr Recht. Der Mittagsschlaf fällt mithin intensiver aus und das tut uns gut. Am Nachmittag versetze ich ein Vogelhaus, das von der Flatterszene völlig abgelehnt wurde. Meinen wir. Doch ich finde darin ein altes wohlkonstruiertes Nest. So kann man sich täuschen. Wir säubern es und befestigen es am Gartenhaus. Hoffentlich wird der neue Standort akzeptiert. – Für unsere Couch, die sich liebend gern zum Fenster hin verschiebt, lege ich zwei „Bremsklötze“ aus. Ob sie den Bewegungsdrang einengen? Abwarten. – Abends lenke ich mich mit dem Staatsanwalt ab, eine etwas krude Story um ein Weingut mit einer mörderischen jungen Dame erfüllt diesen Zweck nur mäßig. Kernige Seenotretter schaffen das schon besser (guter alter NDR). Ich „schlure“ in die Nacht hinein, gehe spät ins Seniorenbett, der Schlaf ist tief und fest. Geht doch.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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