Überflussfragen

Jugendzimmer sind voll out. Diese Erkenntnis wird durch zwei, zunächst Interesse bekundenden und dann doch müde abwinkenden potenziellen Abnehmer bekräftigt. So rückt unseren jahrelangen gut erhaltenen Begleitern ihr Ende auf dem Sperrmüll immer näher. Schade eigentlich. Wie richtet man ein Zimmer ein, das man, ehrlich gesagt, gar nicht benötigt? Eine Frage, wie sie nur in einer Überflussgesellschaft aufkommen kann. Doch sie ist da und nervt. Im Möbelhaus eröffnen sich einige bemerkenswerte Perspektiven. Weshalb ist Gutes immer teuer? Warum soll ich viel Geld für eine Möblierung ausgeben, die im Grunde genommen nur zur Aufbewahrung von Dingen dient, die ich möglicherweise, irgendwann, bei einer Verkettung unglücklicher Umstände, im Rahmen kaum vorstellbarer Ereignisse doch noch einmal gebrauchen könnte? Wie dem auch sei, ich stelle fest, dass ich in Möbelhäusern recht gut speisen kann – und nicht nur Schnitzel. Ich bin über mich selbst erstaunt, denn ich ergänze mein Rindergulasch auf Spätzle noch um einen kleinen Salat. Sollte ich im Alter etwa vernünftig werden? Im Erschrecken darüber gönne ich mir abends einen Rotwein. Nur nicht übertreiben!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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