Verborgene Gnade

Und wieder gibt es diese neumodische Idee eines Geburtstagsfrühstücks. Was die Menschen nur so Besonderes an dieser unwichtigen Mahlzeit finden? Ich werde es nie verstehen. Zu meinem großen Glück lockt leckeres Rührei und sogar ein Croissant – mehr kann ich zu so einer frühen Stunde sowieso nicht verkraften. Die Plaudereien miteinander sind echt nett, zwei Glas Sekt müssen sein und zum guten Schluss wird mir sogar noch ein Gläschen echt rumänischer Zwetschgenobstler angeboten. Autofahren ist nun nicht mehr drin, auch gut, dann ist das eben so. Die Mittagsruhe fällt recht intensiv aus, was wohl auf der Hand liegt. Zum Kaffee serviert meine Backmeisterin absolut leckeren Rhabarber-Crumble und ich sehe alle meine verlorenen Pfunde wieder auf mich zustürzen. Bleibt mir bloß fern, ganz weit fern!!! – Abends kommt die Nachricht, dass die russische Armee im Vormarsch sei und alles zerstört was ihr in den Weg kommt. So ein absolut sinnloser, mörderischer, irrer Krieg – welch ein Wahnsinn! Es ist zum Verzweifeln und unsere Bundesregierung zögert effektive Waffenhilfe wie es aussieht bis zum St-Nimmerleinstag hinaus. „Frieden schaffen ohne Waffen“ bedeutet nun einmal die Beugung bestenfalls unter eine Diktatur, meist aber unter ein Terrorregime wie es Putin für die Ukrainer plant. Ich bin immer verzweifelt, wenn meine Mitmenschen das nicht sehen, sondern auf eine Vernunft pochen, die leider nicht vorhanden ist. – Abends ruft mich der Pastor, der gestern gepredigt hat, an und wir sprechen über seine Ausführungen. Ich lerne seine Intention zu verstehen, doch die hätte, meine ich, besser in einer Bibelstunde erörtert werden können. Ja, es stimmt schon, bei allem harschen Vorgehen, das zweifellos der damaligen Denkweise entspricht, wird dennoch ein kleiner, winziger Spalt zur Gnade und Barmherzigkeit Gottes geöffnet. Sie ist im Ereignis, im Bibeltext, verborgen aber man kann sie entdecken. Interessante Sichtweise. – Den Abend hindurch begleite ich Barnaby mit seinen vielen Morden, die mit britischem Humor serviert werden – das verstehen deutsche Drehbuchautoren, wenn überhaupt, nur ansatzweise umzusetzen. Famos. Es wird normal spät an diesem kühlen Tag.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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