Voll müde

Selten habe ich es erlebt so müde zu sein wie heute. Ich kann kaum die Augen offen halten. Im Gottesdienst bin ich nicht ganz da, nur mit viel Mühe bleibe ich wach, träume sogar kurzzeitig vor mich hin. Erst zur Predigt bin ich halbwegs da, wenn ich diese auch nur eingeschränkt mitbekomme. Das Abendmahl tut geistlich gut – allein wenn man einen Schluck Wein erwartet und plötzlich Traubensaft im Mund spürt, lenkt das die Gedanken und die Konzentration deutlich ab. Eine Verwechslung kann halt mal vorkommen. Gleich nach dem Gottesdienst schleiche ich zum entfernt parkenden Auto und genieße den Halbschlaf. Wie äußerst wohltuend empfinde ich die Mittagsruhe. Nach einem ausgiebigen Schläfchen geht es mir endlich wieder gut. Alles wach. Toll. – Der Gottesdienst aus Bremen rüttelt und schüttelt mich. Wenn sich die dort zitierte Liebe zu Jesus so zeigen muss, wie der Pastor es proklamiert, wird kaum einer selig. Alles Private zur Seite schieben um christliche Aktivitäten zu entfalten, kein Privatleben mehr, nur völlige Hingabe. Sorry, ich mag ja den Pastor ganz gern und ich liebe Jesus aber ich glaube einfach nicht, dass Gott uns Freizeit, Vermögen und gute Gaben schenkt nur in der Erwartung alles gleich wieder für seine Gemeinde zu opfern. Ich bin fest überzeugt, dass Gott uns einen verantwortungsvollen Umgang mit allen seinen Gaben lehren will und zwar für die Gemeinde, für eigene Zwecke, für die Partnerin, die Familie … Gelobt sei Gott für seine Gaben, geistliche und materielle. Führe uns, HERR, dass wir in rechter Weise damit umgehen. – Abends schauen wir in Terra X einer Liebeserklärung für München zu, nett gemacht. Mir fällt auf, dass München das Zentrum des Nationalsozialismus war, der das Volk der Juden vernichten wollte und zur am stärksten zerstörten Stadt Deutschlands wurde. Wehe denen, die Gottes Augapfel antasten! – Es wird normal spät und der Schlaf kommt relativ fix.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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