11. Beerdigung anno 2025

Am späten Vormittag, nach der Morgenroutine (aber gymnastikbefreit 😢), machen wir uns auf den Weg nach Winsen an der Aller. Gleich anfangs entgehen wir knapp einer Kollision – vor allem Gottes Hand, samt dem Notbremsassistenten, der Warnruf meiner aufmerksamen Mitfahrerin sowie schlussendlich auch mein Traktieren des Bremspedals verhindern einen Blechkontakt mit dem Voranfahrenden. Puh, das war knapp! Tiefes Durchatmen ist das Gebot des Augenblicks. Meine Zeit! Nach diesem Schreck in der Mittagsstunde kommen wir gut durch und genau rechtzeitig am Friedhof an. Die Bestattungsfeier wird von meinem Schwager sehr würdig gestaltet, die Urne wandert unter die Erde und wir begeben uns zur Stadt Bremen, einem nahegelegenen Gasthaus. Der Koch versteht die Kunst des Würzens, die gut bestückte Hochzeitssuppe mundet perfekt, die Brötchen sind rustikal lecker belegt, nur der Zuckerkuchen ist ein wenig dröge. Letzteres macht aber nichts. – Dann besuchen wir noch ein befreundetes Ehepaar ganz in der Nähe, Google Maps fremdelt ein wenig in ihrem verschachtelten Wohnviertel, findet sich schließlich doch zurecht. Wir fühlen uns sehr wohl in dem tollen Haus und freuen uns über eine bestens erzogene Hündin. Schließlich brechen wir nach Hause auf, durchqueren dunkle Wälder und erreichen im Gegensatz zum Erlkönig, „den Hof ohn‘ Müh‘ und Not, entfachen im Ofen ein Feuer rot (oder so ähnlich 😉🤔🤨). – Diesen ereignisreichen Tag lassen wir gemütlichst ausklingen bis in die Nacht hinein. Perfekt. Nur das viele Essen belastet den Magen aber so eine Last ist mit einem feinen Rotwein gut tragbar, finde ich. Der Schlaf meint das übrigens auch. Sehr verständnisvoll von ihm.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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