Handwerkermiseren

Nach der geistlichen schweren Kost gestern wird es Zeit zum praktischen Arbeiten. Ich will drei Leuchten an den Zimmerdecken montieren. Dabei überfällt mich als erstes die Erkenntnis, dass Kunststoff nach Jahren mürbe werden kann und selbst die besten Lampengestelle zerbröseln lässt. Schade. So disponiere ich um und komme zu einer kreativen Neuverteilung. Das von mir als am leichtesten anzubringender Leuchtkörper beurteilte Strahlungselement erweist sich als Vollaufreger. Ich bin der Verzweiflung nahe. Schließlich, kurz vorm Nervencrash, hängt das Biest oben fest. Puh. Da baue ich doch lieber im Keller das alte Jugendzimmer zusammen. Trotz Kälte geht das vortrefflich von der Hand. Prima. Tja, schließlich will ich noch schnell ein unter einem Tischbein verhaktes Kabel befreien, stütze mich auf eine Glasröhre, es kracht, splittert und mein Daumen hat so eine komische rot umränderte Hautfalte. Mit nachlassendem Schock entschließt sich das Blut zu fließen. Verheiratet sein hat bei solchen Miseren ohne jeglichen Zweifel riesige Vorteile. Mit drei Händen lässt sich so eine Wunde viel besser versorgen als mit nur einer Pfote. Immerhin suppt der Lebenssaft nicht durch. Kleinigkeiten, die Freude bereiten. Apropos Ehefrau – wir feiern heute unser Vierzigjähriges. Vierzig Jahre was? Ja, das bleibt in der Familie. Und das ist wirklich gut so. Punkt.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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