Armer Jahreswechsel

Die Anzündbrettchen sind fix gesägt wobei ich um die Erfahrung reicher bin, dass eine Schutzbrille beim Flug des Sägemehls durchaus ihre Vorteile hat. Ein neuer Satz von Baumkerzen steht fertig zum Entflammen am Baum bereit. Den Einschaltpunkt der elektrischen Lichterketten und -vorhänge kann ich dank zunehmender Helligkeit eine Viertelstunde nach hinten schieben. Ich staune jedes Jahr wie deutlich sich die Sonnenwende bemerkbar macht. Und wieder treibt mich die Photovoltaik um – so eine Anlage ist extrem reizvoll – mehr als gedacht. – Der bevorstehende triste, leise, unansehnliche Wechsel ins neue Jahr erweckt in mir eine mittlere Traurigkeit. Hoffentlich gibt es bei uns am Ort doch noch ein paar Enthusiasten, die ein paar Raketen gebunkert haben. Den Frust vieler Querköpfe kann ich langsam verstehen, wenn auch (noch) nicht teilen. Diese sozialistische Überbemutterung, getarnt als Fürsorglichkeit, geht mir langsam aber sicher auf den Senkel. Ja, in den letzten Jahren gab es regelmäßig Meldungen über eine Belastung der Notaufnahmen durch unachtsame Knallkörperfreaks – was aber die Unfallchirurgie mit den Covid-19-Erkrankungen zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Außerdem waren das immer nur breit ausgetretene Einzelfälle. Mir wird die Knallerei sehr fehlen, wiewohl ich selbst kaum dazu beigetragen habe. Worin die besondere Ansteckungsgefahr liegen soll, wenn Menschen, die miteinander feiern (was das Virus jubeln lässt) sich nun auf die Straße zwecks Feuerwerk begeben (in frischer Luft mit größerem Abstand als drinnen), erschließt sich mir nicht. Das werden aber sicher Interessengruppen mit ihren sogenannten „Schätzungen“ belegen. Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass man Querköpfen ihre verqueren „Untersuchungen“ vorwirft aber selbst, wenn es in den Kram passt andere ungesicherte „Erkenntnisse“ permanent zitiert. Ich für meinen Teil vertraue inzwischen nur wissenschaftlich belegten Daten, möglichst mehrfach geprüft von neutralen Stellen. – Armer Jahreswechsel! 2021 hätte eine fröhlichere Begrüßung verdient. Hoffentlich!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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