Tradition und Moderne

Es geht doch nichts über ein Ei zum Frühstück. Ich genieße es. Dann zieht unsere Studierstube am Horizont auf. Allmählich trudeln die Teilnehmer ein – heute sind wir, bis auf eine Quotenfrau, eine Männerrunde. Wir sprechen über die drei letzten Kapitel des Hesekiel-Buches. Mein Versäumnis den Kommentar zum Text herauszusuchen macht sich an einigen Stellen schmerzlich bemerkbar. Und wieder schießt die Frage durch mein Hirn aus welchen seltsamen Gründen es immer noch Bücher ohne e-Book-Version gibt? So hätte man doch seine Bibliothek immer dabei, müsste nicht in Regalen verzweifelt suchen und gleich darauf die Wohnung nach der Lesebrille durchstöbern. Das digitale Zeitalter lässt den herkömmlichen Buchhandel an seinen festgefügten Traditionen scheitern. Das erinnert mich stark an das Schicksal der Schallplattenproduzenten. Übrigens erinnert mich ein Freund so ganz nebenbei an meinen Geburtstag, was uns veranlasst, eine Gästeliste zusammenzustellen. Früher bauten wir ein Zelt auf, das die Gästezahl maximal erweiterte, heute bleibt nur unser Keller, der den umgekehrten Effekt hat. In der Begrenzung zeigt sich die Meisterschaft wobei der zwangsweise Verzicht auf liebe Gäste mir Kummer bereitet. – Der Abendgottesdienst in meiner Gemeinde ist ansprechend, das gemeinsame Singen erfrischend und die Fahrt im nach oben offenen Cabrio beglückend. – Der restliche Abend klingt angenehm ruhig, perfekt von einem kühlen Rosé begleitet, aus. Weshalb zögere ich bloß die Nachtruhe immer so weit hinaus? Senile Bettangst 😉😀? Watt’n dat?

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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